“Süßes oder Saures”, die richtige Ansage von Stanislawski entscheidet über die Zukunft des FC St. Pauli in der 2ten Liga

go pauli, go

Schocktherapie, oder Seele streicheln. Das fragt sich der braun/weiß geneigte Teil Hamburgs derzeit und sicher auch Holger Stanislawski.
Wie nicht nur das HA erkennt sind eben die vordergründigen Erklärungen für die desolate Ein- und Vorstellung der Paulitruppe in dieser starken Liga nicht mehr ausreichend.
Waren nach den drei Niederlagen während der Englischen Woche Ende September noch Verletzungspech und die Platzverweise gegen Fabian Boll und Thomas Meggle als Hauptursachen der Misere angeführt worden, sind die Gründe für das jüngste Ausbleiben der erhofften Leistungen und Ergebnisse in Freiburg (0:2), gegen Wehen (1:1) und in Bremen (4:6 n.E.) weitaus umfassender.

Unsere Jungs stecken in der Krise, die einzig Borger schon hinter sich hat. Eine Mischung aus Nicht-Können, Frust und dann auch Nicht-Wollen. Vielleicht aus Trotz? Eher aus tief verängstigter Seele.
Wie spricht man eine solche Mannschaft an? Wen stellt man auf?

Borger: Das ist einfach. Der Mann hat seine unumstößliche Ruhe wiedergefunden. Ist das lebendige Beispiel dafür, dass jede Seuch auch mal wieder geht.

Eger, Morena, tlw. auch Rothenbach: Gesetzt in der Defensive. Müssen sich darauf konzentrieren, wie Eger zu ackern, zubeissen und zu schubsen, wenns mal wieder zu eng zum Spielen wird.

Joy ist so keine Hilfe.

Boll und Takyi sind komischerweise in derselben Situation. Nein, es fehlt nicht an der Energie, auch nicht an der Einstellung. Gegen Wehen waren die beiden zwar völlig von der Rolle, der Einsatz stimmte aber. Takyi braucht wohl eine schöpferische Pause. Boll dagegen muss ran, kämpfen und schiessen. Aus allen Lagen.

Ludwig, ja was braucht der? Einen ordentlichen Einlauf. Du bist nicht Champions League hier. Gibts sowas, wie Star Allüren in dem Keller der 2. Liga? Nein!

Brunnemann, wie geben wir Dir Deine blonde Unbeschwertheit zurück? Nur, weil keiner der Schiris mehr Deine Stolperer pfeift, heisst das nicht, dass Du nicht an der Seite für sprintende Furore sorgen könntest. Hier wäre der Glaube und die Hoffnung zu belohnen; mit einem Einsatz von Beginn an gegen Hoffenheim.

Trojan braucht eigentlich auch Ruhe, das geht aber nicht bei dem Einzigen dessen Verausgabung an das Wesen des FC St. Pauli erinnerte in Bremen.

Schnitzler: Da bin ich ratlos. Meine Wahl fiele dann wohl auf den ewig sich unterwahrgenommen fühlenden und laufkranken Kuru. Aber solche Art der, wenn auch substanzlosen Arroganz und Stoik brauchen wir vielleicht jetzt. Schnitzel, das kannste auch, nicht nur mit Deinem Wagen.

Braun ist gesetzt. Wer vier Tore schiesst, ist der Einäugige unter den Blinden. Ausserdem mag ihn meine Tochter.

Sako ebenfalls. Der muss nur eben noch wieder reinkommen, die Einstellung, der Kampf sind schon wieder da. Der Frust über die mangelnde Spielpraxis und die sowieso zu seiner Spielart gehörenden Stockfehler sitzt aber noch tief.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, vor allem am Millerntor. Habt keine Angst Jungs, wir steigen erst ab – zugegeben das wär bitter – , wenn ihr euch aufgebt, oder immer noch zu Höherem berufen fühlt.
Da nehme ich inzwischen MoMos Kritik an meinem Überschwang ernster.

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