Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt

… und tun das noch.

Ich meine damit nicht die schon als infam zu bezeichnende mediale und politische Frechheit, das Versagen der Banken und der politischen Klasse auf alle Menschen abzuwälzen. Es reicht doch, das wir den Schaden tragen müssen, da verhöhnt uns doch bitte nicht noch.

Wir leben übrigens immer noch über unsere Verhältnisse. Ähnlich, wie Zeitschriften-Abonnenten, die jahrelang nicht mehr lesen, aber faul weiterzahlen und beziehen, leisten wir uns diese Banken, die nichts besseres vorhaben, als diejenigen, die sie retteten zur Kasse zu bitten. Inklusive ihrer Kinder und Kindeskinder.

Wir leisten uns ein Finanzsystem, das zwar nach internationalen Regeln, aber nach keinem Gesetz handelt.

Wir leisten uns einen Beamten- und Verwaltungsapparat, der immer mehr an unserer Freiheit herumreguliert, dessen Pensions- und Versorgungsansprüche uns aber mit 970 Milliarden Euro nicht weniger belasten.

Wir leisten uns eine politische Klasse, die bis zur Personalunion verwoben ist mit den voran genannten, dass mir beim Verweis auf das Primat der Politik nur noch das hysterische Kichern kommt.

Herr Roland K. aus H. wechselt in die Wirtschaft und möchte im Deutschland abgeholt werden.

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