Zwei Helle für Hellas

Hellas

Gestern Abend platzten alle Griechen in Ottensen aus allen Nähten. Zum Trauertourismus hatten sich viele Altonaer verabredet, wollten bei Souvlaki in Metaxasauce das Aufbäumen der Griechen sehen und dabei gemütlich Abendessen. Es folgte der Absturz vom Olymp der Arroganz. Dumm – anzunehmen, man könnte mit einer vier Jahre älteren Truppe eine vier Jahre alte Scharade noch einmal spielen.

Das ging gehörig in die Hose. Der Wirt, so der Trost des Abends, hatte so viel zu tun, dass er von dem Elend reichlich wenig mitbekam. Noch in der 91. Minute sang er herrlich schief: “we are the champions”. Das war der beste Zeitpunkt, die Rechnung zu ordern.

Nach zwei Ouzo Schmerzmittel verließ ich den Ort der Schmach, innig hoffend, dass Jogi Löw doch noch den Mut findet das Mittelfeld auseinanderzubauen und neu zusammenzusetzen (Hitzelsberger!). Zu unser aller Überraschung dann. Das Sommermärchen nämlich zwei Jahre später mit aller Macht nochmals herbeilächeln zu wollen, das geht nämlich auch nicht mehr.

Und am Ende könnte man dann noch nicht einmal behaupten, man habe vorzüglich gespeist.

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