Ipad 2 bei amazon USA oder UK bestellen? Muss ich Zoll zahlen?

Ich kenne niemanden, der gerade in den USA ist, und der mir ein Ipad 2 mitbringen kann (oder sich traut, das am Zoll vorbei ins Handgepäck zu nehmen) – nun soll das Ipad2 in den USA billiger sein, als in Deutschland (auch in England) – kann ich also, wenn ich es nicht exportieren kann, einfach bei amazon.com in den USA bestellen und mir zuschicken lassen? Oder muss ich auf diese Sendung auch Zoll zahlen. Wie sieht das mit amazon.co.uk aus? Die sind doch in der EU – jemand Erfahrung darin Apple Produkte zu importieren?

Don’t believe the cloud #wikileaks

himmel

Als gebranntes Kind der „New Economy“ hoste ich selbst – soweit das geht. Bisher bin ich vor allem im Hinblick auf das wirtschaftliches Überleben und den Datenschutz davon überzeugt gewesen, dass es sich lohnt, wenns denn sein soll, auf deutsche (oder in Deutschland habhaftbare) Anbieter zu setzen. Nun muss man das Ganze auch noch aus der Warte bewerten, dass es einem US-Unternehmen, wie Paypal oder amazon aktuell, nicht mehr ausreicht, nur amerikanisches Recht anzuwenden, wenn man selbst ganz woanders sich befindet, sondern man befürchten muss, dass neben Büchern womöglich mein gesamtes digitales Leben verschwindet, rechtswidrig aber faktisch, nur weil mein Treiben einer Regierung nicht passt.

Amazon als Serverbetreiber würde ich meiden. Überhaupt bestimmen viele US-Cloud-Anbieter in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen beziehungsweise in den Nutzungsbedingungen, dass alle Daten ihnen gehören. Das ist die typische Haltung. Google ist eine solche Klausel für Deutschland von den Gerichten verboten worden – zu Recht.
(Thomas Hoeren in zeit.de)

Das ist der Schaden, den Paypal, amazon und die anderen nachhaltig angerichtet haben mit ihrer vorschnellen Liquidation der wikileaks-Konten. Und ich bleibe bei meiner Prognose – nu wird sie immer wahrscheinlicher – dass das nächste deutsche Wort, das den Weg in die englische Sprache findet „Informationelle Selbstbestimmung“ ist.

Schwindelt Amazon?

amazon

Nun kann ich gut verstehen, dass mir eine recommendation engine weitere Produkte nicht mit dem Unterton anbieten möchte – „sieh hier, da kriegen wir eine größere Marge, wenn Du dieses Internet-Radio auch noch kaufst“. Allerdings glaube ich amazon nicht für fünf Pfennig, dass „Kunden diesen Artikel (Internet-Radio) zusammen mit (einem anderen Internet-Radio) kaufen“ – wer braucht denn zwei verschiedene Internet-Radios?

„Wird oft zusammen gekauft“ – weil es so prominent angeboten wird? Oder tünt amazon da kräftig?

Followerin

Ich sitze in der S-Bahn. Gegen die Fahrtrichtung, was nicht viel zur Geschichte beiträgt, mir aber immer weniger behagt, je älter ich werde. Ich twittere. Feierabend.

Mir gegenüber sitzt eine junge Frau in einem strengen, aber modischen, hellgrauen Rock, dazu ein passender taillierter Mantel. Sie hat sich ein helleres Rotbraun für das Leder ihrer Stiefel gegönnt. Eine kleine Rebellion in ihrer Welt, so stelle ich mir das vor.

Sie schaut auf ihr flaches Handy. Ein Motorola. Ich sehe nun ihr Profil. Eben und ein wenig silbern.

Die junge Frau liest. SMSen vielleicht.
Dabei lächelt sie und wippt rhythmisch mit dem einen bestiefelten Fuß, der über ihrem rechten Knie liegt.
Sie beisst gerade herzhaft in einen Apfel, als sie anfängt zu lachen.

Sie sieht sich um, bleibt mit dem suchenden Blick an meinem hängen.
„Sie sehen viel jünger aus, als auf ihrem Profilbild“, sagt sie und steigt lachend aus.

Ich fahre noch bis Wedel weiter. Schaue aus dem Fenster und denke erstmal an nichts mehr.