Bücher ABC – Literatur und Buchkritik auf Youtube

Wer sich mit Video und Bewegtbildformaten in der digitalen Welt beschäftigt, der landet schnell bei Youtube und seiner mannigfaltigen Sammlung von Web-TV Formaten. How-to Videos sind da der neue heiße Scheiss – und Verarsche geht auch immer. Aber Literatur?

Heute bin ich auf ein paar Youtuber_innen gestossen, die das Format Buchbesprechung auf Youtube versuchen zu etablieren, und das sogar erfogreich und teilweise sogar, ohne das Buch gelesen zu haben. :)

Das hat mich inspiriert, auch einen Beitrag zum Themen-Tag “Bücher ABC” beizusteuern:

Klingt wie eine schlechte Helge Schneider Parodie und ist schlimm … und ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag. Wie das aussehen kann, wenn sich große Jungs damit beschäftigen, kann man bei Litscout sehen …

Post von Heiner

Selbstgespräche sind ja in diesem Blog nicht unbekannt, nä Peter? Sie zu Literatur zu veredeln liegt aber nicht in meiner Macht. Dafür hat das ein anderer gemacht, der olle Vahraone Sven Regener hat seine Jahre mit Hamburg-Heiner, die Blogartikel von mehreren Jahren in Buchform herausgebracht.

Der Verlag hat mir auf meine Anfrage hin ein Exemplar geschickt und noch ein paar Informationen beigepackt: Continue reading “Post von Heiner”

Bayrischer Weizen und ein Fernweh-leidiger Mann

Manche Reise führt an weit entfernte Gestade, auch wenn der atmende Teil nur den flachen Hang hinunter in den Altonaer Biergarten hinter sich gebracht hat. Da hatte es die Reiseverpflegung, ein bayrisches Weizengetränk und schon zu seinen Zeiten berühmt schon weiter.

Ich bin nun Weg. Offshore, mit Magellan auf dem Weg um die Welt, Weltbilder zerstören, via @Stefan_Zweig Continue reading “Bayrischer Weizen und ein Fernweh-leidiger Mann”

“In den 20er Jahren fuhr St. Pauli noch gerne nach Rostock”

würstchen im clubheimDer Verlag hatte Würstchen spendiert und Brezeln, bei der Buchwiedervorstellung am Hamburger Millerntor heute Frühmittags.

Herrmann Schmidt, Verlagsfuzzi mit braun-weißer Leidenschaft lies aus seinem neuen Buch “Der Kampf geht weiter” vor. Er bloggt quasi trocken, schreibt über seine Spielbesuche Tagebuch ohne es sofort zu veröffentlichen, sondern sammelt seine Eindrücke solange, bis ihm ein roter Faden einfällt, der dazu passend erscheint. Dann, so verriet er mir, recherchiert er Ergebnisse und Wetter noch einmal nach. Aus Zeitungen – old school eben, aber feines Textwerk.

Silberschädel im ClubheimEr startet in diesem Band bei der klammen Pokalniederlage gegen Werder Bremen, nicht die vorgestern, sondern die vom November 2007, erinnert an das glücklich-erschöpfte Nachfreuen nach dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue und arbeitet Paulianische Teamwerdung bis zum Legendenspiel gegen Hansa Rostock auf.

Prosaisch und Ich-bezogen, sein “Hamburg-Heiner” heißt “Pauli” und ist ein Hund – genauso wie der Kneipenhund in der Münchner FCSP-Kneipe Balan.

Mit sehr viel mehr Genauigkeit und wegen dieser Akribie auch von mir so verehrt, geht René Martens zu Werke. Einer der wenigen an diesem Tag, die selber bloggen und twittern. Einer von uns, der in der Neuauflage seines Klassikers (die erste Fassung erschien Ende der 90er Jahre) “Wunder gibt es immer wieder” auf S. 222 auch uns Sankt-Pauli-Blogger erwähnt, mit der Zusammenstellung der FCSP-Jahrhundertelf den Brückenschlag vollzieht.

Außerdem erfährt man in keinem anderen Buch so viele fein zusammengetragene Geschichten und Fakten. “Pflichtlektüre” (Übersteiger), immer noch und immer wieder.

Zum Thema Hansa Rostock schreibt René ebenda: “Es gab auch Zeiten, … da fuhren die Kicker des FC sogar freiwillig in die Ostseestadt” – und ich würde mir wünschen, dass das wieder so kommt.

Obama Ohama: verdächtiges Päckchen

VerdarchtigOha, habe eben ein verdächtiges Päckchen im Vorraum zu meinem Büro gefunden. Lasse gerade das Büro räumen – zum Glück wollten wir sowieso gerade was Mittagessen gehen.

Obama in Berlin
Verdächtiges Päckchen – Entwarnung im Adlon
Aufregung beim Berlin-Besuch von US-Senator Barack Obama: Das Hotel Adlon, in dem der US-Präsidentschaftsbewerber wohnt, wurde vorübergehend gesperrt. Zuvor war ein verdächtiges Päckchen abgegeben worden. Sprengstoffexperten vor Ort gaben inzwischen Entwarnung: Das Paket sei harmlos.

… und N24 meldet: es war ein Buch.

Deutschland Schwarz Weiss: Reden über Rassismus

Noah hat drüber geschrieben und gesungen, in ihrem Blog und ihren Songs. Nun hat sie alle ihre Erfahrung mit ihrem Herzensthema in ein Buch gegossen.

“Deutschland Schwarz Weiss” ist eine Aufforderung zur kritischen Selbstbetrachtung: (via)

Das Buch „Deutschland Schwarz Weiss“ lädt Sie ein zu einem Selbsterkenntnis- und Sensibilisierungsprogramm, das Ihnen einiges abverlangt, das sie schockieren und verunsichern kann und bisweilen sogar wütend macht. Aber es lohnt sich. Nur wenn Sie die Augen nicht verschließen, können Sie einen aktiven Beitrag dazu leisten, dass menschenverachtende Ideologien in Deutschland nie wieder mehrheitsfähig werden.

Tommy Jaud’s Millionär: Das Leben eines Bloggers

Ich habe erst das erste Kapitel gelesen, jämmerliche 24 Seiten. Dennoch, ich bin mir sicher, beschreibt der Autor Tommy Jaud den Prototypen eines Bloggers. Erbärmlich gierend nach Aufmerksamkeit, chronisch mit sich und der Welt unzufrieden, beschwert er sich über alles und jeden. Würzt das mit einer hilflosen Prise Sarkasmus, die er dann für Stil hält. Meist Männer übrigens, die sich so produzieren.

Fühlt sich noch jemand in diesen Zeilen wiedergefunden?

“Dann klicke ich auf die E-Mail von Ferrero, denen ich vor zwei Tagen ihren dämlichen “Time for Gold-Spot” verrissen habe, in dem ein neureicher Aushilfs-Bond im schwarzen Anzug goldene Rocher-Fallschirme auf eine langweilige Poolparty regnen lässt, nur weil er die Blondine im kleinen schwarzen vögeln will. (…) Wie viel Koks oder Chrystal braucht man eigentlich, um so eine Hirnwichse auch nur aus dem Agentur-Drucker zu ziehen? Man darf den großen Konzernen eine solche Scheiße nicht durchgehen lassen, sonst denken die am Ende, ihr Spot sei eine Sensation (…)”

Herrlich, wenn der eigene Spiegel so kurzweilig an einem zerrt. Habe jetzt noch 2 Stunden Flug vor mir und freue mich wie ein Schulbub auf den Rest …

Star Wars vs. Star Trek

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Stolpere in letzter Zeit immer wieder über Menschen, die unbedingt diese beiden Sci-Fi-Legenden in den Ring schicken müssen. Warum kann man sich, wie in Clerks II herrlich vorgemacht, nicht einen echten “Gegner” aussuchen: LOTR – oder “Der lange Marsch”.

Einerlei. Witzig, dass das zwei Frauen sind, bei denen ich so einen Vergleich gerne, weil pointiert und mit glaubhaftem Engagement lese.

Hier die besten Argumente, angefangen bei Kiki und Star Wars vs. Star Trek:
2. Obi-Wan oder Mr. Spock?
Das ist schon schwieriger zu beantworten, das sind zwei fast ebenbürtige Gegner. Beide schaffen es, gleichzeitig unterkühlt und dennoch irgendwie warmherzig rüberzukommen. Lustig auch, daß ein Wesen vom brodelnden Planeten Vulkan so bar jeglicher Emotionen sein kann. Und Spock haben wir das unnachahmliche
faszinierend zu verdanken, das sich bei vielen Gelegenheiten anwenden lässt, z.B. auch gern bei Cocktailparties, wo man von irgendwelchen Langweilern zugetextet wird.
Aber überzeugender ist dann doch Obi-Wan, außerdem kann er mit einem Laserschwert umgehen.

… und hier Ankes Killerargument, das Quentschen Genialität, die das Scripten von Star Trek Folgen zur Benchmark gemacht hat:

6. Q
Die Macht? Wenn einem Drehbuchautor nix mehr einfällt, greift er zum ältesten Puppenspielertrick aller Zeiten: Telekinese. Pffft. Das Star-Trek-Universum hat stattdessen Kindskopf Q, der alles machen kann, was er will. Und er muss nicht mal seltsame Masken tragen, die einem die Atmung unnötig schwermachen.

Übrigens, die Mädels haben mich viel mehr überzeugt als die fünf Filmfreunde.

“They are not gay, they are Hobbits”. – Foto: Paramount

GEZ “Begriffs-Stalinismus”: Stellungnahme der ARD

… und meine Antwort zu meiner Anfrage zum GEZ-Skandal von heute Vormittag: tatsächlich übernimmt die ARD imho schlimmerweise die Tonalität der GEZ und spricht ebenfalls von “verfälschender Verwendung der umstrittenen Begriffe”, obwohl die ARD, als wohl auch das ZDF, selbst bspw. den Begriff “GEZ-Gebühren” verwendet und die GEZ anscheinend selbst in ihrem Geschäftsbericht den angeblich abgemahnten Begriff “GEZ-Fahnder” führt, was bei Thomas in den Kommentaren sich findet.

Sehr geehrter Herr Meyer,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme, die allerdings den Kern meiner Anfrage unbeantwortet lässt: wie steht die ARD zu dem möglichen Versuch der GEZ, mithilfe dieser Abmahnung die Verwendung von Begrifflichkeiten in der Öffentlichkeit zu beeinflussen?

Ich bitte um ihre erweiterte Stellungnahme.

Beste Grüße,
Erik Hauth

<zitiere wer=”Meyer Peter”>
Hallo Herr Hauth,

hier die Stellungnahme der ARD-Pressestelle zu diesem Fall:
“Wir haben uns von der GEZ über den Vorgang informieren lassen. Der GEZ ging es nach eigenen Angaben vor allem um die Korrektur falscher Tatsachenbehauptungen über die Tätigkeit der GEZ. Von 32 Punkten hätten sich nur zwei Punkte auf verfälschende Begrifflichkeiten bezogen. Akademie.de habe das umstrittene Angebot bereits aus dem Netz genommen und über ihre Bevollmächtigten gestern schriftlich ankündigen lassen, Teile der von der GEZ monierten falschen Tatsachenbehauptungen nicht mehr zu verbreiten. Zusätzlich habe Akademie.de sich bereit erklärt, eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben. Vor diesem Hintergrund verzichte die GEZ darauf, weiterhin gegen die verfälschende Verwendung der umstrittenen Begriffe vorzugehen”, sagte ARD-Sprecher Peter Meyer.

Mit freundlichem Gruß
Peter Meyer
ARD-Sprecher
Leiter der ARD-Pressestelle und der SR-Kommunikation, Pressesprecher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
Saarländischer Rundfunk
ARD-Pressestelle; SR-Kommunikation
Funkhaus Halberg
66100 Saarbrücken

Weibliche Bahnfahrtricks

Eigentlich ist das schöne am Bahnfahren ja das Kennenlernen von entspannten Menschen, BahnfahrerInnen sind nämlich meiner Erfahrung nach wesentlich entspannter als Flugpassagiere und Autofahrer, was an der Stoik liegt, die man braucht, um die Verspätungen und andauernden Personalwechsel zu ertragen. Na ja, bis auf breite Soldaten am Freitag und Hansa-Fans, die meist in Personalunion auftreten.

Wenn man aber mal wirklich seine Ruhe haben möchte, dann hat das Nuf einen Trick parat, den ich noch nicht kannte:

Deswegen buche ich für mich gleich immer ein ganzes Abteil. Immerhin kann man ein Abteil für nur neun Euro für sich alleine haben. Man bestellt seine Tickets einfach im Internet und gibt fünf Kinder unter fünf Jahren an und dass man auf keinen Fall in einem Großraumabteil sitzen möchte.

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Big black suitcase

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Wenn ich Bombernleger wäre, besser noch Bombenlegeauftraggeber, denn inzwischen bin für Sprengstoffgürtel zu alt, liebe das Leben zu sehr und meine bescheidenen Annehmlichkeiten.

Also, wenn ich die Strippen ziehen würde, ganz hinten, mitten in der Stadt, dann wäre mein Attentäter eine Frau. Blond, nicht unbedingt naturblond, das darf man ruhig sehen. Ein rotes Top würde sie tragen, nicht zu sexy, den ersten Knopf aber dennoch offen. Ein dezenter Hingucker.

Sie wuchtet einen schwarzen Samsonite durch den Zug. Riesig und schwarz.
Vermeintliche Kavaliere machen Platz, der Schaffner in seiner labberigen, von der Kartenzange verbeulten, Anzughose macht sich dünne.

Echte Kavalieren helfen ihr, den Bombenkoffer, in den eine unvorstellbare Menge Sprengstoff passt, in den Speisewagen zu wuchten, die neuralgische Stelle im Zug, zwischen erster und zweiter Klasse. Da wäre ich sicher, die Richtigen zuerst zu treffen, Erste-Klasse-sich-Gönner und verhärmte “Bahn-Comfort-Beharrer”.

So sähe sie aus, meine Attentäterin. Sie lächelt, genau so, wie die Frau, die sich eben mir gegenüber hinsetzt.

Der letzte bewusste Gedanke dieses Dummkopfes, wäre das Erstaunen über ihre tiefschwarzen Augen. BUMM!

towel day

Heute ist Handtuchtag.
Warum der heute ist?
Wegen einem Herrn Adams, der hat ein Buch geschrieben, das auch die Autoren dieser Postille vergöttern, und hat dort ein Handtuch erwähnt, das ist nämlich total praktisch.

Der Reiseführer “Per Anhalter durch die Galaxis” enthält ein paar Angaben zum Thema Handtücher. Ein Handtuch, heißt es da, ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Vor allem heute.
Deswegen fotgrafieren sich auch so viele Menschen mit ihrem Lieblingstrockenrubbler.

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adical: “Fullbanner auf lumma.de”

meldet Bonn die Werbeformatpremiere in einem der Blogurgesteine. Cisco scheint übrigens der erste und bisher einzige Werbekunde bei adical zu heissen.

Ciscobanner laufen nämlich auch bei Spreeblick, Stefan Niggemeiser, 404, Nerdcore et al.

Noch keine adical Banner laufen bei den 5 Filmfreunden, Beetlebum, Herrn Dahlmann und anderen. Warum?

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monkey island rulez ’em all (WoW:)

Vor allem im Vergleich mit World of Warcraft (WoW) fällt auf, welchen Spielwitz die Mannen um George Lucas früher ™ noch einsetzen mussten, sich leisten konnten, einfach selbst spielen durften.

* Monkey Island kostet nur einmal Geld.
* Bei Monkey Island erfährt man, worauf es beim Kämpfen wirklich ankommt (nicht auf Erfahrungspunkte und Zaubertränke, sondern auf schlagfertige Beleidigungen).
* Bei Monkey Island stirbt man nicht. Und überhaupt, was soll dieses ständige Wiederbeleben bei WoW? Tot ist tot und basta. Fangt ein neues Spiel bei Null an, wie sonst im Leben auch.
* Die Rätsel bei Monkey Island sind wirkliche Rätsel. Außerdem sind sie kreativ und witzig (Benutze Buch der Witze mit Reißwolf; Gib witziges Konfetti an Clown).
* Wenn man keine Lust mehr hat, dann speichert man das Spiel und beendet es. Man verpasst nichts, wenn man auch mal an die frische Luft geht.
* Apropos frische Luft: Monkey-Island-Spieler wissen noch, was das ist.
* Keine Bikini tragende und die Hüften schwingende Dunkelelfe kann es je mit Elaine Marley aufnehmen.

Mein Favorit aller Zeiten ist da ja “Day of the Tentacles” – der unerreichte Wahnsinn.

Fieser BKA Virus-Hoax: “Bundeskriminalamt BKA” Ermittlungsverfahren Nr. 188667

Heute morgen im Morgenmagazin haben sie schon vor dem BKA-E-mail-Virus gewarnt, “Anti-Viren Programme könnte dieses Virus noch nicht erkennen”. Das eigentlich neue daran ist aber, dass sich keine putzigen Sätze im typischen Bedienungsanleitungsdeutsch darin finden.

Dieser Hoax spricht sogar 1a behördisch:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bestraft.
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Ihr Rechner unter der IP 212.227.116.110 erfasst wurde.
Ihre Daten wurden uns von Ihrem Provider zu Verfügung gestellt und eine Strafanzeige wurde erlassen.
In dem angeführten Anhang finden Sie die Strafanzeige mit dem Aktenzeichen Nr.:# 130067
Drucken Sie diese bitte aus und faxen Sie diese mit einer Stellungname an uns zu.
Eine Kopie der Strafanzeige wird Ihnen in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

Hochachtungsvoll
i.A. Jürgen Stock

Bundeskriminalamt BKA
Referat LS 2
65173 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 – 55 – 12331
Fax.: +49 (0)611 – 55 – 0

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Albern

Jimmy Carter einen Antisemiten zu schimpfen, ist selten albern.

So sind Aussagen wie diese reinster gonzo:

“Es war Borat, nicht Jimmy Carter, der eine Menschenmenge in Tucson dazu anstiftete, gemeindem mit ihm zu singen ‘Werft den Juden in den Brunnen’.

Carter hat die gleiche Botschaft.

… lese ich und schüttle den Kopf.

Natürlich muss dieses Buch auf Kritik stossen, man kann es sogar unanständig finden, dass Carter die Apartheid als Begriff bemüht. Letztendlich ist im Sinne des Begriffes ja nichts anderes im Gange dort, nur vergleichen, die Dinge in Israel mit denen in Südafrika darf man nicht, was Carter wohl selbst richtig stellt – am Ende. Und das darf man dann unanständig nennen, wenn man dann will. Ein Antisemit wird Carter aber dadurch noch lange nicht, wenn er klarstellt:

We discussed the word “apartheid,” which I defined as the forced segregation of two peoples living in the same land, with one of them dominating and persecuting the other. I made clear in the book’s text and in my response to the rabbis that the system of apartheid in Palestine is not based on racism but the desire of a minority of Israelis for Palestinian land and the resulting suppression of protests that involve violence. Bishop Tutu, Nelson Mandela, and prominent Israelis, including former attorney general Ben Yair, who served under both Labor and Likud prime ministers, have used and explained the appellation in harsher terms than I, pointing out that this cruel oppression is contrary to the tenets of the Jewish faith and the basic principles of the nation of Israel.

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Eva Herman und das falsche Ende der Debatte

In Eva Hermans PR-Büro gab es helle Aufregung, so stelle ich mir das vor, als die ersten messerscharfen aber reflexiv unsachlichen Anfeindungen der feministischen Frauenfront eintrudelten. Der Stachel saß.

Für Eva zu tief. So eine Welle hatte keiner erwartet. Keiner der Kritiker schien ihr Buch gelesen zu haben, keine zitierte es. Dabei war ihr der Inhalt doch so wichtig gewesen. Persönlich.

Inzwischen versachlicht sich der Streit, wie Eva Herman auf ihrem frisch eingerichteten Blog selbst feststellt. Allein, die Debatte selbst ist Unsinn.

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akute biblische Lebenshilfe

Wer die Bibel zitiert, der möchte Weisheit vermitteln und Wahrheit. Das Dumme an der Bibel und ihren Zitaten ist nur, dass sie so oft übersetzt, neu zusammengeschwurbelt und einfach so unzeitgemäß sind, dass man das Heulen bekommen möchte.

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.
Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

1. Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

2. Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

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Problembär 2.0 zensiert: Kurt Beck verhindert Titanic Titel

Problembär
Ich kenne Kurt Beck nicht, lebe auch nicht in dem Land, das er regiert. Darüber kann man jetzt froh sein, oder auch nicht. Einerlei. Auf jeden Fall sieht dieser Herr Beck einem gewissen Bruno zum verwechseln ähnlich. Fand die Titanic Redaktion und brachte ihn auf den Titel.

Dieser Titel der aktuellen Titanic ist jetzt allerdings zensiert worden. Per Einstweiliger Verfügung. Zumindest weiß ich jetzt, dass Herr Beck Satire nicht mag.

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Von eingebildeten und myspace Stalkern

Manchmal entstehen Themen, wenn zufällig an einem Tag verschiedenste Quellen komplett anders einen Begriff aufgreifen.
Heute lese ich im HA, dass die Stalkerin, die Jil Sander gepeinigt hat,- Es begann 1999 mit einem “selbstgestalteten” Buch, es folgten Briefe und es endete 2005 schließlich mit Morddrohungen – nun vor Gericht erscheint. Gut soweit.

Später finde ich in meinem RSS-Reader ein Posting von Robert, das ursprünglich aus dem Blog “Drin in der Stub`n” stammt. Eine satirische Geschichte übers Stalking. Sehr lesenswert:

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Sonnenlicht über dem melt! Festival?

Das melt!-Festival ist eines der wichtigsten Musikereignisse in Deutschland. Es steht für Sommer, anspruchsvolle – meist britische – Musikkultur und viel Spaß. Nun bloggen die melt!-Macher seit kurzem und machen mit einer Sensation auf. Sie denken darüber nach, ob Grup Tekkan mit einer Sonnenlicht Performance in das Line-Up aufgenommen werden soll.

ein Angebot die Grup Tekkan zu buchen. Schwierige Frage: Sind die Melt!-kompatibel oder nicht?
Leider kann man die nur für einen Auftritt mit einem einzigen Song und anschließender Autogrammstunde buchen. Welchen Song aus ihrem reichen Repertoire die wohl performen würden?

Von dieser Stelle ein schöner Gruß nach Köln & Ferropolis: “lasst dette ma lieber sein, der drops ist doch schon gelutscht, ent!”

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Schulbuchrauchen

Es begab sich zu einer Zeit, als eine DV-Kamera noch Tausende von Mark kostete und die einzige Art einen moVlog-Beitrag zu filmen, die war eine Webcam an ein Macintosh Powerbook G3 zu stöpseln und damit durch die Gegend zu latschen. Herausgekommen sind Filme und Interviews – eben auch über Schulbuchrauchen sowie Integration und Pornowebsites.

Aufgenommen mit der inzwischen legendären Hammercam.

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opodo, disabled — airlines.de auch

Nachtrag: 14:10 — airlines.de auch unbuchbar. Mich regt nur auf, dass einen alle durch 1000 Formulare schicken, bevor sie abbrechen. Grr*

Irgendwie ist im guten alten Internet der Wurm drin. Wo ich auch hinsehe, Serverprobleme.
Nachdem die Ringfahndung wieder läuft, wollte ich mir meinen Flug zu den DLD’s in MUC buchen. Abkürzungen sind übrigens wichtig in diesem Zusammenhang.
opodo, mein Lieblingstool was online Flugbuchungen angeht, suchte mir auch einen schönen Flug heraus. Diesmal mache ich es richtig, dachte ich, reise schon Sonntag an, dann verpasse ich auch nicht die schöne Speech vom Hubert.
Dann fragt mich opodo nach meiner Kontonummer. Abgebrüht, wie ich nach 11 Jahren Leben online geworden bin, schicke ich meine Kontonummer rüber. 0xxx xxx xxx. Buchen. …

Achtung
Bitte lesen Sie folgende Mitteilung/en
* Die erste Ziffer Ihrer Kontonummer sollte eine Zahl zwischen 1 und 9 sein.

erschien auf dem Schirm. Da stimmt wohl der Vektor nicht, grient Peter von hinten.
Ein Anruf beim Callcenter (wie ich die inzwischen hasse!) ergab, dass opodo auch Buchungsschwierigkeiten hat.

Auf später.

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hosteurope: Ringfahndung disabled

Nachtrag, 19:12 — jetzt trudeln wieder normale Anfragen über Google ein. Gott seis gedankt, Freenet verlinkt auf ein anderes Blog. Dann gehe ich jetzt mit einer Mentholzigarette in die heisse Badewanne. Gute Nacht.

Nachtrag, 18:36 — jetzt gehen auch die Kommentare wieder. Der hier gefällt mir am Besten:

blondinenwitz bitte zumailen Danke
Posted by: Klaus Vollmer at 04.01.06 16:46


Nachtrag, 18:22 — ein netter Support bei HostEurope hat mich freundlicherweise bei der Einkreisung des Problems unterstützt. Es schaut so aus, als habe der Traffic von Freenet in Verbindung mit dem statwatch-Plug-in für MT 3.2 massenweise Perlprozesse in Gang gesetzt.
Habe das Plug-in jetzt deaktiviert. Scheint zu laufen.
Die User von Freenet sind auch nach Hause gegangen, die Zugriffe sinken wieder ;)


16:22 —

Service Temporarily Unavailable
The server is temporarily unable to service your request due to maintenance downtime or capacity problems. Please try again later.
Apache/1.3.31 Server at www.imagineradio.de Port 80

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Bandspiel

MCWinkel ist es gewohnt, von seinem Twen-Ich zu sprechen. Er hat eine übergesunde Distanz zu sich selbst. Zumindest bevor er sich das mit WD? (BILDabkürzung für Wetten Dass ..?) in den Kopf gesetzt hat. Sowas kann ich nicht unterstützen. Dann schon lieber das hier.
Aber ich schweife ab. Ich wollte eigentlich darüber berichten, dass mich dieser Beitrag bei Johnny daran erinnert hat, was man so für dummerhaftige Spielchen in der Eppendorfer Stamm-Diskutier-“meine beste Zeit ist seit zehn Jahren vorbei”-Kneipe gespielt hat, wenn gerade nichts anderes anlag.

Das Bandspiel. Das Bandspiel ist ganz einfach. Muss es auch sein, denn es ist ein Spiel ‘Für in der Kneipe spielen’ (seit der Westwerbung soll diese Art des Satzbaus durchgehen). Einer, meist der Cliquenclown, startet mit einer Band, sagen wir ABBA. Dann muss der Nebenmann/-fru mit dem letzten Buchstaben, hier auch ein A wie putzig, weitermachen.

Bei jeder Runde kommt der Punkt an dem einer dann Anthrax sagt. Uff. Eine Band mit “X”. In unserer Runde rief der erste, der in die X-Falle ging dann immer fröhlich: X-mal Deutschland. Damit hatte er unser kollektives Bandgedächtnis an Bands mit X bereits voll ausgeschöpft. Wir wussten, der Nächste der an ein “X” geriet, der war draussen.

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Hammerfilmfest

Gerade ist mir eines meiner Langeweileprojekte aus dem Jahr 2000 über den Browser gelaufen: das Hammerfilmfest 2000.

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Es begab sich zu einer Zeit, als eine DV-Kamera noch Tausende von Mark kostete und die einzige Art einen moVlog-Beitrag zu filmen, die war eine Webcam an ein Macintosh Powerbook G3 zu stöpseln und damit durch die Gegend zu latschen. Herausgekommen sind Filme und Interviews über Schulbuchrauchen, Integration und Pornowebsites.

Viel Vergnügen.

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Haarspalterei in der Gegenwart

Das online Magazin “Die Gegenwart” macht in seiner aktuellen Ausgabe mit Johnny Haeusler und Mario Sixtus auf. Zwei Autoren mit wenig Haaren und jeweils prominentem Weblog.
Das erfreut die gesamte Dorfgemeinde. Ist ein bischen wie beim Friseur. Bloggen ist wohl doch die neue Form des Boulevard.

Viel interessanter als die Frisuren der “Berufsjugendlichen” (ich darf das sagen, bin selbst einer) ist doch der Umstand, dass ein online Magazin, “Die Gegenwart heisst. Ausdruck einer gebrannten Generation, die sich im Hier und Jetzt geborgen fühlt. Eigenwillig.

Empfehlen möchte ich unseren jüngeren Lesern den Artikel das Interview über mit Peter Glaser. Bloggt der eigentlich?

Übrigens:

Demnächst werden wir alle über unser Leben im Internet ein Logbuch führen, glaubt Loïc Le Meur. Und das ist auch gut so, findet er.

schreibt der hier erwähnte Herr Sixtus in einer früheren Ausgabe von “Die Gegenwart”.

Warum ich das erwähne? Nur so. Und wegen dem “Und das ist auch gut so”.

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