Userdaten sind heilig.

„Userdaten sind heilig.“, schreibt René Seifert im eLab-Blog.
Das habe ich in der Vergangenheit bei all meinen Projekten auch so gehalten. Und Balance ist in diesem Zusammenhang ein richtiger Begriff:

„In der Balance zwischen Schutz des Persönlichkeitsrechtes eines „Beurteilungsobjektes“ und dem Vertrauensschutz, den ein Autor bei einer Bewertung erwarten darf, schlägt das Pendel der Iustitia eindeutig zu Gunsten der User-Vertrauensschutzes aus.“

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St. Pauli und das Dilemma des Web 2.0

Sorry liebe Leute von sixgroups. Aber eine Community, die nur Feeds nach dem Keyword „St. Pauli“ sammelt und deren letzte wirkliche Disk …

wollte ich mich dort drüben auslassen, bei der sixgroups Community für St. Pauli-Fans. Da gibts aber nur 140 Zeichen und mein Rant ist länger und bedeutend tiefer sitzend.

Was ist denn das für eine Community, die als erste Seite lediglich Feeds nach dem Stichwort „St. Pauli“ leer lutscht, dann noch nicht einmal sich die Mühe gibt, auf die Urheber zu verweisen, wenn sie Videos einbindet? Sowas. Die letzten Diskussionen, die nicht vom Moderator (m. W. einem MA von sixgroups) initiiert sind liegen Monate zurück.

Das ist tot, von Web 2.0 keine Spur, sieht nur so aus. In Deutschland sind wir von lebendigen Diskussionen über Plattformen hinweg (Blog»Twitter»friendfeed»facebook) noch meilenweit entfernt.

Vielleicht auich deswegen, weil bspw. die St. Pauli-Fans sich in ihrem tollen verstaubten Forum und den Mailinglisten der netpirates, ihren eigenen Blogs und Twitter-Diskussionen sehr wohl fühlen.

Lebendig sein heisst das Geheimnis von Web 2.0!

firefox 3 download day

download day (firefox3)Was haben knapp 250.000 Amerikaner, 65.000 Deutsche, 7.500 Österreicher und 250 Mongolen gemeinsam? Sie alle haben versprochen, heute den Firefox 3 Browser herunterzuladen.

Am Firefox 3 Download Day.

So eine herrlich bescheuerte Idee muss man einfach unterstützen.
Also, reinigt die Download-History, ölt die Rohre.

Das offizielle Veröffentlichungsdatum von Firefox 3 ist der 17. Juni, 2008. Treten Sie unserer Community und der Initiative bei, indem Sie noch heute ein Download-Versprechen abgeben.

wer-weiss-was: ‚TV Spots 2.0‘

Ich nehme selten Arbeit mit nach Hause. Heute mache ich aber eine Ausnahme.

Nachfolgend seht ihr die neuen Werbespots meines Arbeitgebers wer-weiss-was.

Wir haben versucht, die Idee von wer-weiss-was – Community für den Austausch von Know-How auf Gegenseitigkeit zu sein – in 20 Sekunden komprimiert zu erzählen, ohne dass bei der Übersetzung ins TV das Wesen dieses solidarischen Prinzips verloren geht.

Wir haben also mit echten Fragen und echten Mitgliedern von wer-weiss-was gedreht und sind vom Ergebnis überrascht (und ein wenig stolz ;):
„wer-weiss-was: ‚TV Spots 2.0‘“ weiterlesen

Hobnox und die fehlenden AGB

hobnox AGB 404
Das nenne ich mal löblich. Die Videocommunity hobnox, die sich durch eine Spitzenbqualität bei der Übertragung der re-publica bei mir einen Namen gemacht hat, zeigt bei der Anmeldung einen Link auf die AGB, denen man, wie sonst auch üblich, zustimmen muss.

Hier stimme ich mal gerne zu. 404 ist eine Grundlage, auf der lassen sich Geschäfte machen.
Allein, ich nehme an, das war ein Fehler.

Frage: Was hat das zu bedeuten? Wir, also hobnox und ich haben keine Vereinbarung über AGBs getroffen, oder?

„E.T. und Fruchtfliegen“, social networks: Je abwegiger desto besser

.
Früher hieß das Spleen. Die Menschen, die einen solchen hatten, waren meist allein unter sehr vielen normalen Menschen in ihrem Dorf, ihrer Schule.
Im Web 2.0 ist das nicht mehr so. Es gibt wohl kein Hobby, keine Spielart des menschlichen Lebens, die nicht Gleichgesinnte findete in der nun weltweiten Community.

Da liegt eben auch der Fehler von vielen Start-Ups und ihrer Investoren. Anstatt die 2.000ste Reisecommunity zu machen, sollte sich mal jemand um die „social graphs“ der Fliegenfischer dieser Erde kümmern.

So betrachtet, sieht Steven Spielbergs Idee, ein social network für Ausserirdischen-Gläubige zu starten, nur auf den ersten Blick spleenig aus!

Hollywood super producer Steven Spielberg is preparing to launch a new social network, we’ve heard from multiple sources. The focus will be on users who’ve had or who are interested in sharing paranormal and extraterrestrial experiences. The new social network may also have original video content investigating alleged ghost and UFO stories.

/techcrunch

Die Community ist irgendwo da draußen: Steven Spielberg, erfolgreichster Regisseur der Welt (E.T., Poltergeist etc.) und Fan des Para-Normalen, will eine Community für Gleichgesinnte aufbauen.

/turi2

facebook: pAALez vous francais?

AAL facebook


AAL steht für „Andere Arbeiten Lassen“ und hat einen schlechten Ruf. Meist, weil Betreiber eines Netzwerkes meinen, so Kosten zu sparen, ohne wirklich etwas dafür zu geben. Ein wenig ist das natürlich im System „Community“ immanent, das heißt, nicht zu vermeiden, wenn man eine betreibt. Das kann man auch als „Aufforderung zur Beteiligung“ verstehen.

Die Idee von facebook, seine Länderversionen, wie die in Frankreich und Deutschland, von den Nutzern übersetzen zu lassen, ist also entweder eine Spitzenidee oder eine Frechheit.

Ja nachdem. Mein Französisch wird dadurch leider ebenfalls nicht besser ;(

Blogscene: Doch irgendwie ein Widerspruch

blogscene
Es ist eines der Unzählbaren. Eines von Millionen Angeboten, die Links sammeln, Feeds auswerten und darauf hoffen, dass sich um diesen seelenlosen Katalog eine Community bildet. Putzig wird es bei blogscene.de dann, wenn populäre Anbiederung durch Datenschutzbanner genau neben eben einer Datensammlung stehen. Putzig auch, dass unter Journale Bildblog und Ringfahndung zu finden sind. Freut mich irgendwie.

Noch lustiger wirds, wenn man nach dem Impressum sucht. Da findet sich anstatt eine dadaistische Fortschreibung, die eigentlich das lesenswerte dieser Website ist. Sowas?
Die Aufbrüche der Netzkünste werden segmentär und kontrastieren die visuellen dezenten Subjektbezüge. Voting und Ausstellungskontext gehen hier eine interdisziplinäre Tangente und eine pastellmilde Sprache ein. Der Diskurs rapportiert in diesem Ideenpool einen symptomatischen Folder mit einem supplementären Ausstellungskontext.

9/11: bittere Ironie im Anflug

VIA PIA
Das Schicksal treibt makabere Blüten.
Deswegen ist es durchaus vorstellbar, dass Osama Bin Laden erst durch eine alte Werbung der Pakistanischen Fluglinie PIA auf die Idee mit dem WTC gekommen ist.

Ist auch einerlei, ob das nun stimmt, oder nicht.
Jeder hat schon Zusammenhänge sich konstruiert, aus Erlebtem bitter nachgeleitet, die ähnliches vermuten ließen.

-via

Ford, Ford, Foohord

Ford Mustang

Manche Reaktionen in Konzernen sind ihrer Organisation geschuldet. Das ist manchmal bitter, vor allem, wenn man sich auf anderer Seite bemüht, die neuen Formen der Werbung und PR sinnvoll zu nutzen.

So gerät es zur schwer nachvollziehbaren Posse, dass Ford einerseits die Fotos seines Mustangs via Flickr mithilfe einer CC-Lizenz frei bearbeitbar macht, andererseits einen Fanclub, also die wertvollsten Markenabgesandten die es gibt, anmahnt keine Fotos *ihrer* Ford Mustangs zu veröffentlichen.

Die Mitglieder des “Black Mustang Clubs” lieben ihre Autos – so fest, dass die Community bereits seit mehreren Jahren einen Kalender publiziert, worauf jeweils zwölf Mitglieder stolz “ihren” Ford Mustang zeigen. Dieses Jahr stoppte der Autohersteller die Fans jedoch mit der Begründung, dass Ford die Urheberrechte an allen Fotos besitze, schliesslich seien darauf Automobile von Ford abgelichtet.

Das ist natürlich ein schlimmer Widerspruch. Aber einer, der in Zeiten des Bloggens nicht unbemerkt bleibt, und deswegen wie ein kleiner Boomerang an die kommunikativen Wälle des Unternehmens zurückschlägt.

update: Was wohl ziemlich schnell passiert ist, das Aufschlagen des Protestes auf die Ford-Unternehmenswälle. Inzwischen hat Ford den Mustangfans die Erlaubnis zum Druck ihres Kalenders erteilt.

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage zu klären: „Wer zum Henker kauft einen Ford-Kalender?“

-via

Nie gehört

„Howzat media investiert in trivago“ ist so ein Satz, der die blubbernde 2.0-Blase für mich manifestiert. Den naiven Versuch offenlegt, die Tatsache zu vernebeln, dass man eben zu spät auf den Zug aufzuspringen versucht, der für andere schon im Nirgendwo angekommen ist, diese schlimmen Nichtnamen für irgendwas.

Das geht aber noch weiter und wird dann erst richtig witzig:

David Soskin und Hugo Burge, die Macher der Reise-Plattform Cheapflights (www.cheapflights.com), investieren über ihr Unternehmen Howzat media in die Reise-Community trivago (www.trivago.de). Wir sind froh, unsere erste Investition in Deutschland, Europas größtem Internetmarkt, zu machen. trivago konkurriert erfolgreich in einem wirtschaftlich etablierten und stark wachsenden Sektor”, kommentiert Soskin die Investition. Über die Höhe der Finanzspritze ist nichts bekannt. Vor trivago investierte Howzat media bereits in das soziale Netzwerk Wayn (www.wayn.com), die britische Immobilien-Suchmaschine Zoomf (www.zoomf.com) und die Bewertungsplattform TrustedPlaces (www.trustedplaces.com).

Sowas.

Schnitzlr, alberne Web 2.0 Communities sind der neue trnd

Schnitzel Community SchnitzlrNachdem Kiki neben ihrer Lieblings-web20-Community „alleinr“, die ich wiederum nicht kannte, ebenfalls über openmyfaceVZ stolperte, kam ich den Machern da doch auf die Spur.

Inzwischen gibt es nämlich ein nicht weniger albernes Spin-Off: Das Web 2.0 POrtal für Schnitzelfreunde, schnitzlr.

Die Manie immer alles in flickr-Manier abzukürzen brachte mich schon damals auf die Spur der trnd-Macher. Und siehe da: Admin-c der Domain schnitzlr.de ist Markus Nikowitsch, einer der trnd-Brüder.

R.I.P. Yahoo! Photos, now flickr gets Yahooed completely

So ändern sich die Zeiten. Der altgediente Photoservice bei Yahoo! wird eingestellt.

Und, absolute Pflicht für deutsche New Media Manager hier in Sachen Wiedergutmachung zuzuschauen – Yahoo! bietet den Export der Daten zu flickr – UND allen gängigen Diensten an, die nicht zum Impreium gehören. Respekt: das ist Web 2.0!

Dear Yahoo! Photos user,

For some time now, we’ve supported two great photo sharing services: Yahoo! Photos and Flickr. But even good things come to an end, and we’ve decided to close Yahoo! Photos to focus all our efforts on Flickr — the award-winning photo sharing community that TIME Magazine has called „completely addictive.“

We will officially close Yahoo! Photos on Thursday, September 20, 2007, at 9 p.m. PDT. Until then, we are offering you the opportunity to move to another photo sharing service (Flickr, KODAK Gallery, Shutterfly, Snapfish, or Photobucket). We’re making the transfer real simple, and with a couple clicks we’ll automatically move your photos to Flickr or wherever you want them.

News-Community: I heard it through the newsvine

newsvine

Newsvine isn’t like most news community sites, but it has features that more news sites should adopt. To encourage participation and community, news sites need to highlight the participation to encourage participation.

schreibt Suw Charman bei Corante – und hinterlässt mich fragend, ob so etwas, wie eine „News-Community“ auch in Deutschland funktionieren würde?

Voraussetzung: Dafür müsste sich in den Verlagen, wie bspw. dem Spiegel Verlag herumsprechen, wie corrupted ihre RSS Feeds und wie erbärmlich die Permalink-Struktur in ihren Archiven ist. Ganz abgesehen von der Erkenntnis, dass Menschen mich dort diskutieren wollen, wo sie sich wohlfühlen. Das kann eben auch bei webnews, lieblnk oder newsvine sein.

my-you-tube

Muss mir das hier näher anschauen: magnify.net

Ein “Video-Dienst” der etwas anderen Art ist magnify.net, welcher den Usern erlaubt, eigene Video-Kanäle zu erstellen und damit eine eigene Community zu führen. Dabei werden die Videos zumeist nicht von Magnify gehostet, sondern können bequem von anderen Sites wie YouTube, Google Video oder Yahoo Video eingebunden werden. Auch die Besucher können Videos hochladen, suchen oder durch Eingabe der URL einer Videoseite wie YouTube etc. hinzufügen.

(… weiter bei Blogging Tom)

„my-you-tube“ weiterlesen

myvideo.de: Porno-Reaktionszeiten

Ich habe mich eben beim Mittagessen mit netten Kolleginnen über die copycat myvideo.de unterhalten. Ehrlich musste ich zugeben, diese Video-Community nicht genauer zu kennen.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass viel mehr „Mainstream“-Clips dort vorhanden sind, als auf dem Original. Vor allem die hohe Frequenz an DSDS Clips fiel mir ins Auge.

Außerdem ist alles ein wenig glitschiger, mehr oversexed. Sieht so aus, als würden viele Pornoanbieter myvideo als deutsches „You Porn“ missverstehen.

Habe bspw. dieses Video um 14:31Uhr als „Porno“ gemeldet.


Mal sehen wie lange das da so frei zugänglich rumliegt?

UPDATE: 14:48 Uhr „Dieses Video wurde von der MyVideo Community gemeldet und wird derzeit vom MyVideo Support überprüft.“ erscheint nun hinter diesem Link. Das ging schnell.

Bleibt nur die Frage, ob in Anbetracht der expliziten Werbepartner am Kopf des Originalpostings
hier nicht „der Bug ein Feature ist“?

(Disclaimer: Ich habe nichts gegen Erotik. Ich liebe Frauen und nackte vor allem. Das dürfte ja hinlänglich bekannt sein.)

StudiVZ: nachhaltige Treibjagd nach dem Rotzlümmel Dariani

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Seit Tagen hangelt sich der Suchbegriff „StudiVZ“ in den TOP10 Suchbegriffen bei Technorati nach oben. Während sich in den USA über den Weltfrieden, die Wahlen, Bush und Apple gewundert wird, wundert sich Deutschland über eine Rotznase.

Eine potenziell reiche Rotznase, wenn sich das Gerücht um den Verkauf an das Original bestätigen sollte.

Reflexartig fällt man hierzulande nun über den CEO des me2-Startups her. Immerhin, er hat sich auch einiges zuschulden kommen lassen. Ich zähle bisher fünf Vergehen, moralische natürlich:

1. Ehssan Dariani hat einen schäbigen Humor und verfremdet Nazi-Kampfblätter zu Geburtstagseinladungen. Skandal. Ein Streich, der dem jungen Mann noch Jahre anhängen wird. Inzwischen hat er sich dafür so etwas wie entschuldigt.
2. Ehssan Dariani hat eine merkwürdige Art Mädchen anzubaggern und auch eine merkwürdige Art mit Persönlichkeitsrechten umzugehen. Das ist auch ein Skandal. Wenn der letzte Skandal allerdings klappt, dann ist das auch egal. Dann rennen ihm die Chicks die Bude ein, sowieso.
3. Ehssan Dariani mopst Domains von Mitbewerbern und dokumentiert damit nur seine blutige Anfängerschaft. Sowas von skandalös.
4. Ehssan Dariani, oder seine Helfershelfer löschen Kommentare und korrigieren Wikipedia. Web 2.0 Vergehen erster Kajüte. Natürlich ein Skandal!
5. Ehssan Dariani hat sich des Ausverkaufs des Web 2.0 schuldig gemacht. Spätestens als er mit den Samwers und Konsorten ins Bett stieg, hat er seine digitale Seele den Seelenverkäufern anheim und sich selbst zum Abschuss freigegeben. Freilich, das konnte man damals nicht wissen.

So fragen mich dann auch amerikanische Bekannte, ob wir nicht auch wirkliche Probleme haben, ob wir uns nicht ein wenig schämen, diesen Bauernjungen so zu schlachten?
Andere fragen sich nur: WTF is StudiVZ?

Jetzt kann man das ganze Thema auch ironisch angehen, wie Johnny. Ich frage mich aber:
Warum diskutieren hier so wenige über das eigentliche Thema?

Was haben die Nutzer solcher Plattformen davon, wenn die Gründer und Plattformbetreiber aus-chashen und sie als Pfand gleich mit?
Das ist kein Problem von StudiVZ allein. In den USA ein heißes Thema im Bezug auf YouTube. Die Gimmicks von Qype fallen da eher schon in die Kategorie „nice try“.

Aber, stört das die Mehrheit der Nutzer überhaupt?

Wenn ja, würden viele dieser übernommenen Communities schnell ausbluten, wenn die digitalen Bohémiens, die Wortführer und Kontaktknoten weiter ziehen. Das ist schon oft passiert. Erinnere mich an eine große Datingbörse, die der Kostenlosigkeit ein Ende und damit sich selbst fast abgeschafft hat.
Dann löst sich das Problem quasi von selbst. Nutzer, die gegangen sind, kann man nicht mehr seriös ansprechen und gegen das andere gibt’s Filter und den Staatsanwalt.

Oder man denkt ein wenig nach. Gründet eine Community, die gerne Geld verdienen darf, auch beim Verkauf, aber beteiligt die wichtigsten User.
Herauszufinden, wer das ist und wie man die anderen, das Fußvolk, den Long Tail nicht vergrault, das ist die große Aufgabe der Stunde.
Die wird aber zunehmend unsichtbar, in dem moralinen Nebel, der auf StudiVZ geworfen wird.

Xing Schang Schong

Raider heisst jetzt Twix und dass Treets Schoko-Klikker schon seit 20 Jahren bunt daher kommen, daran haben wir uns auch gewöhnt.
Letztlich ist der Name Schall und Rauch.

Interessant, dass openbc inzwischen der Erkenntnis Tribut zollt, dass sich seine Mitglieder nicht nur um die Anbahnung von Geschäfts-, sondern immer öfter auch von Geschlechtskontakten kümmern.

Das kann man dann natürlich auch so ausdrücken:

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openbc, oder „wem gehört die Community?“

Die Diskussion ist so alt, wie das Netz selbst. Ich kann mich an telnet-Chats erinnern, in denen altgediente und vollkommen neurotische Menschen sich stunden- und tagelang herumtrieben.
Irgendwann war es eben egal, auf wessen Plattform man sich befand. Allerhöchstens spielte in diesem besonderen Fall die Nähe zur Musik noch eine Rolle, aber im Selbstverständnis keine tragende.

Es kommt dann immer vor, dass diese Community-Höhlenbewohner irgendwann eine Art Eigentum an dem digitalen Raum wahrnehmen, den sie bevölkern und manchmal eben auch bereichern. Nur, es ist nicht so. Eine Illusion, aus der zu erwachen schmerzhaft sein kann.

Wer partout eine Community, ein Forum betreiben möchte, das ihm gehört, der hole sich hier freie Software, hier Webspace und lege los. Wer das auf der Plattform eines anderen macht, der hat sich eben auch irgendwann einmal mit den Regeln einverstanden erklärt. Wenn das beinhaltet, dass man für einen premium account bezahlen muss, dann gehört das eben dazu, verdammt!

Im aktuellen Fall bei openbc schreibt Daniela zu diesem bermerkenswerten Beitrag im CIO-Blog:

In diesem Fall haben wir das Netzwerkprinzip Geben und Nehmen lediglich aus Unternehmenssicht betrachtet und nicht aus der Sicht unserer Moderatoren, die mit sehr viel Engagement und zusätzlicher Arbeit den Nutzern von openBC mit dem Betreiben der Foren Mehrwert bieten.

… und streift damit die eigentliche Frage.

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ausgeBYMst

Vielleicht „on the long run“ eine gangbare Strategie. Man nehme ein Printmagazin kurz vor der Pensionierung, hier Brigitte Young Miss, und benenne es um. Dann baut man einen online Dienst auf und promoted diesen über weitere sieben (magische Marketingzahl, deswegen) Ausgaben.
Das Sprint-Printzugpferd, die Startstufe, ist dann ausgebrannt, die online Community hat die kritische Masse an Usern erreicht.

Jetzt geht es erst richtig los …
– oder es ist einfach nur eine traurige Pressemeldung.

Mit der Ausgabe sieben (EVT 14.6.2006) erscheint BYM, das Magazin für junge Frauen aus der BRIGITTE-Gruppe, zum letzten Mal. Nach einer hoffnungsvollen Startphase und großem Enthusiasmus bei den
BYM-Leserinnen und Anzeigenkunden konnte sich das junge, kreative Heft jedoch im äußerst schwierigen Vertriebsmarkt nicht durchsetzen. Mit dem Ende der Launchkampagne verlor BYM an Auflage und damit die wirtschaftliche Perspektive.
Die Auflagensicherung wäre nur mit einem unverhältnismäßig großen Marketingaufwand möglich gewesen.

Für die große Fangemeinde der BYM-Leserinnen bleibt jedoch der Onlineauftritt erhalten. BYM.de weist mit über 17.500 registrierten Nutzern und rund 8 Millionen Page Impressions die größte Online-Community einer jungen Frauenzeitschrift in Deutschland auf.

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Hausmeisterstelle frei

Björn sucht im Auftrag von o2 einen Blogmeister für das kürzlich gestartete Projekt mobile-macs. Einen oder eine Bloggerin, die sich um die Community kümmert und auch noch Zeit findet mächtig versiert aus der Macwelt zu bloggen.

O2 verspricht, dass das Engagement auf ein Sponsoring zurückgefahren wird, die Plattform vollkommen offen bleibt. Paßt eigentlich zur sehr offenen Politik des Mobilfunkanbieters in letzter Zeit. Und VIP beim nächsten Konzert wird der Blogger bestimmt auch. Interessenten bewerben sich hier.

via

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Spreeblick Verlag: Geteiltes Echo der Blogosphäre

Eigentlich ist das erste Feedback auf die Nachricht, dass Johnny sein Spreeblick Blog professionalisiert hat, überwiegend positiv. Es gab aber auch schon Beiträge von Spreeblick die schneller mehr als 52 Kommentare hatten.

Teilweise erschrocken sind die Blogger, die ich hier schon mal an schlechten Tagen salopp als „ASTA-Schnaaken“ oder „Sozialeremiten“ bezeichnen möchte.

In jeder neueren Internetbewegung (und nebenbei auch in jeder drittklassigen Uni), sei es die Endneunziger „netzliteratur“ oder die ersten Internet-Communities – immer wieder – gibt es sie. Sie halten sich und den Kreis ihrer Homies als den Nabel der Welt.
Eigentlich finden Sie das sehr angenehm, dass der schäbige Rest der prolligen und schnöden Republik sie nicht versteht.

Sie umgeben sich mit kryptischem Community-Sprech und hassen alles, was in ihren Augen ihre heile kleine Welt bedrohen könnte: T-Online, BILD, RTL und die Deutsche Bank sind ihre Feindbilder.

Wenn jetzt einer, den sie aus ihrer Mitte wähnen, überläuft, weil er versucht aus seinem Hobby eine Profession zu machen, dann wird der Krieg ausgerufen.

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Schulfreunde finden: Die eigene Geschichte gefunden!

StayFriends - Die FreundesuchmaschineEs sind 15 bzw. 25 Jahre seit unserer Schulentlassung aus der Gesamtschule „Erich-Kästner-Schule“ (Baunatal) vergangen und ich fand es wäre Zeit für ein Jahrgangstreffen.

Aus persönlichen Gründen musste ich das Treffen dann etwas beschränkenund so suchte ich die Adressen von 5 Personen aus meinem engeren früheren Schulkreis einfach mal zusammen. Wir waren während der Schulzeit in 2 verschiedenen Klassen aber sympathiebedingt von der 5. bis zur 10. Klasse immer etwas näher in Kontakt. Nachdem ich alle Telefonnummern zusammen bekommen habe, war die Begeisterung für meine Idee bei den anderen schon am Telefon zu spüren.

StayFriendsAls Treffpunkt schlug ich Berlin vor.

Aus Würzburg, Kassel und Hannover sind wir im Januar nach Berlin gereist, um uns nach 15 bzw. 25 Jahren absoluter Kommunikationsstille, wieder zu begegnen.
Wir erlebten 2 Tage voller Tiefgang und Freude. Wir haben reflektiert und unsere Lebensläufe ausgetauscht.
Bei uns allen wurde eine „Blackbox“ nach der anderen aus tiefer See geborgen und geöffnet. Teilweise kam es einem so vor, als hätte man einen Schatz geborgen.

Ich weiß es klingt ein bisschen übertrieben und albern, aber es war einfach unglaublich, was mit uns dort geschah. Wir fühlten uns miteinander so voller Freude, Friedlichkeit und Sicherheit. Wir waren einfach nur wir. Der Begriff „Verwurzelt“ hat für uns eine neue Bedeutung bekommen.
Es war wie eine Zeitreise durch das eigene Leben. Erinnerungen und Gefühle wurden wieder ganz transparent! Einfach unglaublich. Verschüttetes oder Verdrängtes tat sich vor einem auf, als wäre es gestern gewesen.



StayFriends - Die Freundesuchmaschine

Außer dem Gang durchs Brandenburger Tor haben wir von unseren geplanten Unternehmungen nichts durchführen können. Wir waren ausschließlich für eine kurze Schlafpause bereit, uns zu trennen.
Wenn wir, nun wieder zu Hause angekommen, von unserem Erlebnis erzählen, sind die Menschen immer ganz erstaunt. Aber gerade dass ist es ja, was uns in dieser Zeit auch fehlt, der Mut sich einfach fallen zu lassen. Eingelaufene Pfade für einen bestimmten Zeitpunkt zu verlassen und die Begegnung suchen, statt vor sich hinzuvereinsamen.

Ich finde besonders Berlin mit seinen unzähligen Möglichkeiten und seiner Magie sind ein perfekter Ort für solche Treffen! Meine Eltern, Schwiegereltern und Verwandte, werden in unseren Heimatdörfern ständig auf dieses Treffen angesprochen Wie eine kleine Sensation, und das obwohl wir nicht in „Hintertupfingen“ wohnen. Jetzt habe ich mich doch noch entschlossen, ein außergewöhnliches Jahrgangstreffen zu organisieren.
Schließlich sollte man so viele Leute wie möglich mit dem „Austausch-Virus“ infizieren.
Mal sehen, hoffentlich klappt es. Vielleicht können Sie meine Zeilen nutzen, um für Ihre Aktion „Schulfreunde“ Aufmerksamkeit zu bekommen und gleichzeitig Mut zu säen, damit Ihre wunderbare Aktion genutzt wird und damit viele Menschen um ein Ereignis glücklicher gemacht werden können.

Von ganzem Herzen viel Erfolg für diese Aktion und mein Kompliment an
denjenigen, dem das eingefallen ist!
Sollten Sie Fragen an mich haben oder noch etwas Bildmaterial benötigen,
so stehe ich Ihnen unter unten genannter Adresse und Telefonnummer
jederzeit sehr gern zur Verfügung.

Liebe Grüße
Sonja S. (Name ist der Red. bekannt)

(dieser Beitrag aus der Reihe Berlin Life erschien zuerst bei berlinlife.de)



StayFriends - Die Freundesuchmaschine

Governance in Emerging Markets

Corporate governance reform has become an even more pressing issue in emerging markets, where demand for growth capital is the driving force. “Investors will pay more for a well-governed company, and the premium they are willing to pay goes up by quite a bit in developing countries,” says Holly Gregory, a partner in the corporate governance group at the law firm Weil, Gotshal & Manges, who has organized corporate governance programs for the OECD, the World Bank, and the Global Corporate Governance Forum, among others. “What that says is that you will be rewarded if you embrace a best practice and then communicate this to the outside world.”

Brazil has earned high marks for its recent steps in this direction. Despite resistance from many of the founding families that control the country’s publicly traded companies, the government launched a sustained effort in the late 1990s to reform corporate governance practices.

Güler Manisali Darman, an international corporate governance expert based in Turkey and author of Corporate Governance Worldwide (ICC Books, 2004), cites Novo Mercado as an important step in the direction of reform. This is an exchange founded several years ago in Brazil for companies that voluntarily abide by governance practices and disclosure requirements over and above those that are required by Brazilian law.

Novo Mercado’s requirements, which include the disclosure of insider trading by controlling shareholders or senior managers, all serve to increase transparency, says Manisali Darman. Companies on Novo Mercado also must report balance sheet information in accordance with U.S. Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) or International Financial Reporting Standards (IFRS).

In order to encourage more companies to move in the direction of higher governance standards, Brazil has set up two intermediary listings, known as Levels 1 and 2. These consist of about three-dozen publicly traded companies listed on one of the so-called special segments of the Brazilian stock exchange. Some studies suggest that the shares of these firms have traded at values higher than those of the shares of Brazilian peers.

Foreign investors, lenders, and potential joint-venture partners may want to negotiate for governance concessions that approximate those required by one or more of Brazil’s special exchanges or confine their activities only to companies listed on them. Other companies in the country still lag far behind on governance matters.

In Russia it may be too early to determine whether reforms have been substantive and effective enough to help companies compete globally for capital. Neil Getnick, a managing partner at New York City law firm Getnick & Getnick, has worked with the Russian Union of Industrialists and Entrepreneurs to increase awareness that, he says, “Raising standards will help companies gain access to capital, win preferred rates, get listed on foreign exchanges, and encourage joint ventures.”

Yet there are cultural and historical obstacles in Russia that may take more time to overcome. “Whistle-blowers are viewed favorably in the United States,” Getnick points out. “In Russia there’s a very different history and set of connotations [associated with whistle-blowing], particularly from the Soviet period. You can’t just impose U.S. mores on such a different culture.”

Some governance experts have adopted a wait-and-see approach. “Corporate governance is still in its infancy here,” says Kayal of Calvert. “[But] it’s time for the country to deal with this issue more seriously.”

Getnick believes that Russia’s newer, entrepreneurial companies will take the lead in adopting international best governance practices. Indeed, this trend may replicate itself in one emerging nation after another. In developing countries, the growth-oriented companies may adopt global best practices more willingly and rapidly than the longer-established firms.

The challenges of corporate governance don’t have easy answers. But with pressure for change coming from many directions—regulators, investors, and the global business community—one thing is clear: Despite the growing high-level attention devoted to better corporate governance, there remains much tactical work to do, such as aligning technology with increasing demands for transparency. Companies need to review their compliance architectures and strategies for enterprise content management as carefully as they look at who is sitting on their boards. Risks abound, but companies that can harmonize their internal processes, systems, and cultures with broader global governance imperatives will have the advantage.