Tarifdilemma bei Verlagen

»Richtige Könner würden doch nie vom stern zu stern.de gehen. Da hätten sie doch viel schlechtere Bedingungen«.

sprach Achim Diekmann, Betriebsrat bei G+J in diesem NDR-Beitrag und legte wie nebenbei seine Finger in eine Wunde, die „Journalisten über 30“ und „Print-Journalisten“ vom prekären Rest trennt, mit mächtiger Stromkante – Tarifvertrag genannt. Das ist eine Dimension, die mir viel zu wenig diskutiert wird in diesen bewegten Zeiten.

Offline- und Online-Egoshooting Galore heute in Berlin

boxing
Eigentlich war er fest eingeplant, der Trip heute Abend nach Berlin.
Leider ist etwas dazwischen gekommen.

Werde mich trotzdem genüsslich mit einem alkoholfreien Weissbier zurücklehnen und meinr Mannschaft die Augen drücken, sie kräftig per twitter anfeuern, wenn große Blogger-Egos auf zwei Journalisten treffen, die in diesem Punkt uns allen gestörten Seelen in nichts nachstehen.

Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www
Livestream der Podiumsdiskussion „Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“ am Donnerstag, den 10. Januar 2008 um 19.00 Uhr.
Ab 10. Januar 2008, 18:50 Uhr, Liveübertragung

Foto: Ausschnitt eines flickr Fotos von Frau_K, CC

„Das hatten wir schon mal …

… 2000 – und es ist eben auch wieder von selbst davon gegangen“.

So oder so ähnlich haben sich viele Kollegen in den Medien geäußert, als 2001 die Blase starb und mit ihr viele der bis dato hochgelobten, manchmal auch hoch bezahlten „Internet-Fuzzis“ die Verlage und Fernsehsender wieder verließen.

Eben, hat sich doch gelohnt, das Ganze mit Argwohn zu betrachten. Ist ja auch zu schön und einfach, wenn die Geschichte einem Recht gibt und man nebenbei auch noch die ganze eigene Medienmisere dieser „New Economy“, die ja auch immer „New Media“ war, in die Schuhe schieben konnte.

Nebenbei haben aber die Leser und Zuschauer dieses ominöse Internetz weiter genutzt und das erobert, was wir heute Web 2.0 nennen. Ohne die Verlage und Sender, ohne die Kollegen.

Wenn Thomas jetzt die Auseinandersetzung um die Zukunft der klassischen Medien in die Redaktionen verortet, wo die vermeintliche zweite Blase, der Abgang vom rechten Weg an die Klowand gemalt wird, dann zeigt das immer noch diese komische Attitude, dass die Verlage mit dieser Revolution etwas anderes zu tun haben könnten, als das Opfer zu sein. Eigenwillig.

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