Tango Rosario

Mein erstes Erlebnis mit dem Tango Rosario.
Es regnete in Strömen und es wurde fast schon duster.
Da macht es besonders viel Spaß, zu Flanken, zu Halten, zu Schiessen, zu Bolzen.

Kindheit, der Geruch nach Modder und Grass. Die erste wütende Kraft der Hormone in den Fuss transferieren, alles andere vergessend. So, dass man noch bufft, wenn es längst zu dunkel ist.

Geschrieben in ia Writer auf dem IPad

Flora beliebt

Flora bleibt

Die einen haben eine Allergie, die anderen freuen sich auf die Explosion der Flora in diesen Tagen. Andere schniefen und genießen es trotzdem. Peter flüstert mir ins Ohr: „Wieso besetzen die Blumen?“ – er scheint betrunken zu sein, und das am Sonntag. Ohne Heimspiel. „Kann man die rauchen?“, kichert er. Egal, ich sehe aus dem Fenster. An der Ecke gegenüber lebt nur ein Döner-Imbiss in der schicken neuen Fassade, alles andere steht leer. Ich bestelle noch einen Milch-Kaffee, die hier nach ihren portugiesischen Vorbildern Galao heißen. Peter will nichts, der ist eh hinüber. „Flora beliebt“ weiterlesen

Buenas Tardes mon amour

„Begehren ist Schuld, meinst Du das wirklich?“ sagte Peter, viel zu spät, der Stuhl vor ihm war leer. Vorher hatte er in Augen geschaut, die sich mit Tränen füllen, ausgerechnet ihre; „es sind doch die Regeln der anderen, begreifst Du das nicht?“ wollte er noch sagen, da war sie aufgestanden und gegangen.

Zum Ende gab es Crema Catalana und später noch Frauen aus dem Ruhrgebiet. Hochgebunden und fröhlich.

blogature automatique (automatisches Bloggen)

„Lassen Sie sich etwas zum Schreiben bringen, nachdem Sie es sich irgendwo bequem gemacht haben, wo Sie Ihren Geist soweit wie möglich auf sich selbst konzentrieren können. Versetzen Sie sich in den passivsten oder den rezeptivsten Zustand, dessen Sie fähig sind. Sehen Sie ganz ab von Ihrer Genialität, von Ihren Talenten und denen aller anderen. Machen Sie sich klar, daß die Schriftstellerei einer der kläglichsten Wege ist, die zu allem und jedem führen. Schreiben Sie schnell, ohne vorgefaßtes Thema, schnell genug, um nichts zu behalten, oder um nicht versucht zu sein, zu überlegen. Der erste Satz wird ganz von allein kommen, denn es stimmt wirklich, daß in jedem Augenblick in unserem Bewußtsein ein unbekannter Satz existiert, der nur darauf wartet, ausgesprochen zu werden. (…) Fahren Sie so lange fort, wie Sie Lust haben. Verlassen Sie sich auf die Unerschöpflichkeit des Raunens. Wenn ein Verstummen sich einzustellen droht, weil Sie auch nur den kleinsten Fehler gemacht haben: einen Fehler, könnte man sagen, der darin besteht, daß Sie es an Unaufmerksamkeit haben fehlen lassen – brechen Sie ohne Zögern bei einer zu einleuchtenden Zeile ab. Setzen Sie hinter das Wort, das Ihnen suspekt erscheint, irgendeinen Buchstaben, den Buchstaben l zum Beispiel, immer den Buchstaben l, und stellen Sie die Willkür dadurch wieder her, daß Sie diesen Buchstaben zum Anfangsbuchstaben des folgenden Wortes bestimmen.“

Im Ersten Surrealistischen Manifest (1924) gab Breton Anweisungen zur Nachahmung der Écriture automatique, findet sich in wikipedia zu dieser freien Art des Schreibens. Und

Lola 2010

Lola, La ola, die Welle, die Begeisteurng entfacht. Die habe ich das erste Mal 1985 erlebt, in Anaheim, also bei ihr zuhause und mit 40.000 anderen – zusammen. Die hatte lange Zungen und viel Zeit. Schwappten in ihre Gemütlichkeit rund um das Feld und waren ansteckend in ihrer Freude. Zuhause gab es den Park dazu und aus dieser Zeit nur Polaroids, die kleinen, die Zigarretten-Verteilerinnen auf Parties gemacht haben. Liebesparaden, die in Berlin. Meine Erinnerungen an diesen Sommer sind instagr.am.ed – sechs kurze Wochen Film auf der Haut. England, Argentinien, Heulen. Worüber-überhaupt?

Gestohlen. die rote Stola von Lola. Finis. Und sechs Jahre lang schwimmt die Angst mit – zu Weihnachten in Thailand.

Dieser Beitrag ist ecriture automatique. Die einen sagen es sei Kunst, die anderen Unsinn. Recht haben alle beide.

… und irgendwann schenkt dann der Führer den Klonen eine Stadt

Windräder

Windräder, die sich nicht drehen, wirken toter als AKWs die nicht am Netz sind. Und wenn ich Werber für das Atomforum wäre, dann würde ich da auch noch eine Gemeinsamkeit finden. Loki Schmidts CO2-Ausstoß liegt übrigens nun auch bei Null%. Komisch auch, dass einen solche Nachrichten immer unterwegs erreichen. „Wir bitten Herrn Schmidt zum Zugchef, er wird dringend gebeten zu Hause anzurufen“. Horror auf Reisen. „Windräder“ weiterlesen

Seitenblicke nach oben

Ich fahre in dem Bus, der aus Blankenese kommt über die Reeperbahn. Am Millerntorplatz schaue ich nach links, bei Twitter lese ich, stehen sie schon wieder, heute ohne mich. Meine Kumpels von damals, die mit mir im November die Gegengerade bevölkert haben, bauen sich heute Villen in der Parkstraße. Nicht mehr dazuzugehören macht frei. Steige an der Musikhalle aus, die jetzt den Namen trägt, den keiner in Hamburg akzentfrei aussprechen kann. Ein staubiges Sweatshirt erkenne ich, darin ein Mann, der die Straße aufreisst. Hansa Roctock steht drauf, echter Schweiß ist drin. Will ihm auf die Schulter klopfen, ist er mir doch so viel näher, als die Fuzzis in den Logen am Wochenende. Lasse es aber sein, das versteht man nur falsch, wenn man aus der dritten Liga heraufblickt. An der Ampel schäme ich mich dann. Übersehe die Kinder, es war rot.

Ein SUV kurvt mir fast über die Füße. Den sehe ich sicher wieder. Am Sonnabend auf dem Heiligengeistfeld. ;(

Nach Hause kondensieren

Wenn Du in den Himmel schaust, mein Engel, dann wirst Du meine Spuren erblicken. Vorher hast Du sie nicht gesehen, nicht sehen können, nicht wahr?

Es sind meine Gedanken, sanft streicheln sie das kalte Blau darüber, das verheißungsvolle. Das ohne mein Hinundher nur unergründlich ist, nun ist es endlich. Hintergund.

Gefrorener Streifen am Arm, trotzdem mache ich mich auf den Weg. Vorbei an Dir und mit Blick auf den großen schlafenden Drachen. Sitze dann am Meer und trinke fremdes Bier. Und Du bist schuld, dass ich mich heimgekommen fühle!

• dieser Text ist nach der Methode ecriture automatique gebloggt. Und er macht nur für genau eine Person Sinn.

Written unterwegs, with WordPress for Iphones

Auto-Zug

„Wo liegt denn der Unterschied?“, fragte Sven gerade, als ich in den Hammer Weg einbog. Ich sah keinen, also antwortete ich mit Rosenwasser. „Das gibt es hier an jeder Ecke“, versuchte ich mich zu erinnern. Nur wo?

Inzwischen hatte er das Fenster aufgemacht. Es zog.

Dieser Beitrag ist ecriture automatique. Die einen sagen es sei Kunst, die anderen Unsinn. Recht haben alle beide.