Facebook Tippspiel zur Euro 2008

fans 08 closeupKomisch, ich hätte gedacht ich finde massenweise Anwendungen zur Euro 2008 bei facebook. Vor allem das beliebte online-Tippspiel, das ich in den letzten Jahren immer wieder bei den Jungs von kicktipp unter meinen “real life” Kumpels veranstaltete.

Bei facebook finde ich bisher nur ein einziges: die Fans08 Applikation vom Blog 15:30 in Berlin.

Leider funktioniert das Einladen der eigenen Kontakte zu dem eigenen Tippspiel nicht, was nicht nur schade ist, sondern die App schlicht unbenutzbar macht.

“Not with my name”: facebook Protest erreicht Ungarn

Ich verstehe so gut wie kein Wort von dem, was ich eben auf einer ungarischen IT-News-Site lese.
Unter der Überschrift “Bloggerek perelhetik be a Facebookot” kann ich meinen und Udos Namen entziffern und mutmaße, dass unser Protest gegen facebooks Unsitte, Werbung mit unseren Namen bei Google zu machen in den ungarischen Sprachraum rübergeschwappt ist.

Kann einer der ehrenwerten Leserinnen hier ungarisch? Eine Übersetzung wäre doch mal interessant.

faz-blogs: kein kommentar

*** update *** jetzt scheint es zu funktionieren. Vielen Dank an Holger Schmidt für die telefonische Nachfrage, das kommt auch nicht alle Tage vor #journalist 2.0 ***

Es scheint Holger Schmidt nicht zu wundern, dass man in seinem Blog nicht kommentieren kann.
Auch seine Beiträge aus den vergangenen Tagen sind kommentarfrei. Kann ja mal passieren, Journalisten sind zeitlich belastete Menschen.

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Mark: Not with my name (update: facebook addresses statement)

Unsitte, ist das richtige Wort, wenn man Facebooks Umgang mit Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten beschreiben will.

Nach der Aufregung über facebooks Beacon, einer Art Spähsoftware zum zielsicheren Ausliefern von Werbung, arbeitet facebook weiter an seinem Ruf gelinde gesagt unsensibel und aggressiv eigennützig mit den Daten seiner Nutzer umzugehen: de.facebook.com schaltete bei Google.de Adsense Werbung mit Klarnamen der Nutzer, auch mit meinem.

Nachdem das inzwischen knapp 125 Nutzern von facebook und der halben Blogosphäre sauer aufgestoßen ist, hat facebook diese Art der Werbung zumindest eingestellt, ob der “Spuk” damit vorbei ist, wie Robert mutmaßt, wage ich zu bezweifeln. Zu groß scheint mir in diesem Fall der “kulturelle” Unterschied in der Wahrnehmung von “privacy” zu sein.

Immerhin, und das zeichnet dieses Unternehmen eben auch aus, ist vielleicht der Grund für seinen Erfolg, es realisiert schnell und so antwortet heute Mark Zuckerbergs Büro auf meine E-Mail von gestern:

Mark sent you a message.
——————–
Re: Not with my NAME, Marc

Hi,
This sounds like an issue that Facebook’s User Operations team could help with. I’ve forwarded this message along to them, and someone from that team will reach out to you as soon as possible.

Thanks,
Mark

Update 22:58 Uhr MESZ: Das offizielle Statement von faccebook trudelt ein.

“Facebook hat mehrere Programme getestet, damit Nutzer, mit der Option einer öffentlichen Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen, noch schneller in Suchergebnissen zu finden sind. Im Moment läuft dieser Test nicht mehr. Die Anzeigen wurden nur ausgeliefert, wenn a) ein Facebook Nutzer eine öffentliche Suchanzeige für die Indexierung von Suchmaschinen hat und b) wenn nach speziell ihrem Namen auf einer Suchmaschine gesucht wurde. Der Klick auf diese Anzeige führte auf die Hauptseite von Facebook, wo man sich wie immer registrieren muss bevor man ein Freund der gesuchten Person werden kann und bevor irgendwelche Informationen zu sehen sind.

Öffentliche Suchanzeigen zeigen allenfalls die Informationen Name und Foto des Nutzers, und auch nur dann, wenn der Nutzer in seinen Einstellungen der Privatsphäre die Such-Sichtbarkeit auf “Alle” gesetzt hat.
Öffentlich Suchanzeigen gibt es, um unsere Nutzer noch einfacher auffindbar für ihre Freunde auf Suchmaschinen zu machen und können jederzeit von den Nutzern ausgestellt werden. Nur Nutzer die über 18 sind und die die Einstellung “Eine öffentliche Suchanzeige für mich erstellen und diese für die Indexierung von Suchmaschinen verwenden” angekreuzt haben tauchen in externen Suchen auf.”

Ehrlich*. Ich bin mit dieser Antwort nicht zufrieden. Ihre Geschwindigkeit ist bemerkenswert, rechnet man die Sprachbarriere hinzu. Es scheint aber noch eine andere Barriere zu existieren, die ich heute Mittag schon mit Thomas besprach, als wir zu diesem Beitrag telefonierten.

Mehr noch: Die Schaltung der Anzeigen war gekoppelt an die Namen der jeweiligen Personen: Wer nach Hauth suchte, dem wurde diese Anzeige gezeigt. „Irgendwie hatte man ja damit rechnen können, dass es mal so weit kommt“, sagt der Hamburger: „Ich akzeptiere, dass der Google-Suchindex meinen Namen findet. Aber Teil einer Werbung zu sein – das hat eine andere Qualität“, sagt Hauth.

Bei facebook kann oder will man nicht begreifen, dass es einen Unterschied zwischen dem organischen Index von Google und Werbeanzeigen, á la Adwords gibt.

*Hervorhebungen von mir

Deutsche verlasst StudiVZ, geht zu facebook

Bild 2.pngDie Bandagen werden härter, mit denen die social networks um ihre Nutzerschaft kämpfen. Vor einiger Zeit sorgte ein Video für Aufsehen, das StudiVZ als StasiVZ verunglimpfte, vielleicht Nutzer zu kaioo locken sollte, einem unbekannten Hamburger social network mit einer netten Idee.

Dieses hatte offiziell genauso wenig damit zu schaffen, wie wahrscheinlich facebook in Deutschland (wo ist bei facebook.de eigentlich das Impressum?) mit der facebook page “Deutsche verlassen StudiVZ für Facebook”.

Eigenwillig.

Datenfalle facebook: “Macbook Air zu gewinnen”

adressdatenkrake versuchBis vor kurzem waren es iPods, die Adressen und Anmeldungen via Gewinnspiel in die Datenbanken von social networks oder schlimmerem, wie Adresshändlern spülen sollten Nun ist es das neue Macbook Air.
Bei euch der heiße Scheiß und neuer Adressen-Köder.

Gerade taucht bei facebook so eine Werbung auf *meinem* Profil auf. Für zögernde ist die Anzeige noch mit einem nassen Mädchen garniert. Die Landingpage ist in slickem Apple-Design gehalten. Ansprechend.

Nahezu gecloaked, in blassem Grau dann der eindeutige Hinweis auf das imho dubiose Vorhaben:

Meine Angaben dürfen von adRom, Comfort Win Ltd. & Co. KG, Maxi Tipp Service für Lotto-Spielgemeinschaften GmbH und den Sponsoren und deren Partnerunternehmen verarbeitet und genutzt werden (auch von externen Datenverarbeitern wie zB Datenerfassern, Internetdienst-Anbietern, Lotteriegesellschaften).

Merkwürdig, dass bei facebook sich keine Diskussion darüber etabliert, dass solche Werbung auf Profilen geschaltet wird. Liegt wohl daran, dass facebook ein kostenloser Dienst ist. Eine Selbstbeschränkung bei solch ominöser Werbung wäre aber angebracht. Mindestens.

Der Welt-Boulevard und das Grundrecht auf Privates

Eben sehe ich, wie sich Mario Sixtus mit David Weinberger unterhält, einen Mann, den ich sehr schätze. Dabei geht es auch um Politiker im neuen Netz und das Beispiel von John Edwards, der zum Gespött der Menschen weltweit wurde, weil er sich eitle zwei Minuten lang die prächtige Politikertolle zurecht macht, dies heimlich abgefilmt und bei youtube in einem “mashup” veröffentlicht wurde. Lustig, zugegeben.

Was mich daran weiter beschäftigt ist, dass keiner der beiden darüber nachdenkt, dass diese Situation privat war. Vor dem Auftritt ist die Garderobe so etwas, wie das ausgelagerte Wohnzimmer, ein sehr intimer Ort vor der Show. Lediglich ein Vertrauensbruch der Visagistin vielleicht, aber durch die Einbindung in Blogs und Verlinkungen bei YouTube (über 1 Mio. Views) ein prominenter Bruch jener Konvention, deren Einhaltung das Bundesverfassungsgericht gerade so deutlich anmahnt gegenüber dem Staat.

Our privacy norms are changing rapidly. They have to because we’ve now invented so many new ways to be in public.

schreibt David im Bezug auf privacy und facebook. John Edwards Privacy ist da ein schöner Selbstcheck, wie weit wir dieses Thema treiben müssten, oder wollen wir auswählen, wer es verdient Privatheit gewährt zu bekommen?

Die Regeln von Anstand und Respekt, und das wird gerade in der Politik deutlich, aber auch bei privaten Saufbildern von Studenten, oder nackten Kanzlerinnenpopos, werden nicht nur andauernd von Kai Dieckmann und seinem roten Boulevard gebrochen, sondern von uns allen.
Täglich und nachhaltig. Dank Google.

open business VZ

“Am Ende des Tages treffen wir uns alle auf einer großen Kreuzung wieder und hauen uns die Köppe ein.”


Link: sevenload.com

Die einen treffen sich auf der Suchergebnisseite von Google, wundern sich vielleicht ein wenig, wer sich da sonst noch tummelt. Die anderen raufen sich um die Verwaltung des so gen. social graph, also das digitale Abbild unserer Beziehungen, die ja in einer immer jugendlicheren und prekären Welt schon lange nicht mehr sauber zwischen privat und beruflich, zwischen online und offline unterscheidbar sind.

Wir bedienen mit StudiVZ jetzt schon zweieinhalb Millionen Kunden, die keine Studenten mehr sind. … Für diese Zielgruppe ist die neue Plattform: für die nicht-mehr-studentischen Freunde der StudiVZler. (StudiVZ Chef Riecke in der SZ)

Dieses Raufen um die erwachsen werdenden Studenten war auch der strukturelle Grund für die Öffnung der facebook-Api. Es ist auch der logische Schritt für StudiVZ, nach der Diversifikation nach “Jünger”, nun eine nach “Älter” zu wagen.

Eine Art BusinessVZ, das sich dann auf einer Kreuzung mit Xing, facebook, linkedIn, aber auch stayfriends, Yahoo!, Google, GMX, Web.de wiederfindet. Ganz schön eng da.

St. Pauli facebook Page

Ich habe vor ein paar Tagen testhalber ein paar facebook pages eingerichtet.
Dabei auch eine für unseren geplanten St. Pauli Fanclub. Sowas wie “socièté saint paulé”, oder so.

Inzwischen haben sich ohne zutun knapp 30 Leute angemeldet. Ich war sehr überrascht, dass vor allem Nicht-Deutsche sich dort angemeldet haben. Viele Türken und Griechen dabei. Frage mich, ob man das als internationales Projekt aufsetzen sollte.

Inzwischen poppen Paulianer in allen social networks auf. Irgendwie muss sich das doch sinnvoll vernetzen lassen.
Ihr, liebe LeserInnen seid auf jeden Fall herzlich eingeladen, dort mitzumachen.

Übrigens lassen sich bei facebook super auch größere Videos hochladen, wie dieser Blogtipp, den ich ja hier schon veröffentlicht hatte. Wobei wir bei der nächsten Frage wären: eine Videocoverage vom Millerntor von Fans für Fans. Wem gehört eigentlich das Erlebnis St. Pauli Spiel? Bisher der Deutschen Fußball-Liga.

Paulitipp der Woche: “Auswärts beim Karnevalspiel”

Heute Mittag war ich bei den Jungens von Vanksen, die ja einen echt kurzen Draht zu St. Pauli haben. Sie sitzen mit der Geschäftsstelle im selben Haus. Braun-weiße Vorahnung kann da schon mal entstehen.

Der heutige Ergebnistipp für das Spiel am Freitag gegen 50.000 in Köln von Pepe (Gegentribühne) und Markus (gegen St. Pauli, diesmal zumindest ;)


Link: sevenload.com

Alternativ und Video Downoad bei Google Video.
Oder in groß in der neuen St. Pauli facebook page.

facebook: pAALez vous francais?

AAL facebook


AAL steht für “Andere Arbeiten Lassen” und hat einen schlechten Ruf. Meist, weil Betreiber eines Netzwerkes meinen, so Kosten zu sparen, ohne wirklich etwas dafür zu geben. Ein wenig ist das natürlich im System “Community” immanent, das heißt, nicht zu vermeiden, wenn man eine betreibt. Das kann man auch als “Aufforderung zur Beteiligung” verstehen.

Die Idee von facebook, seine Länderversionen, wie die in Frankreich und Deutschland, von den Nutzern übersetzen zu lassen, ist also entweder eine Spitzenidee oder eine Frechheit.

Ja nachdem. Mein Französisch wird dadurch leider ebenfalls nicht besser ;(

kaioo (25.000) vs. StudiVZ (5.000.000) und die Frage, wieso ich den Klon eines Klons nutzen sollte?

Bild 2.pngKann mir jemand verraten, auf welches “Hetzpapier” durch Blogs da beim Thema kaioo angesprochen wird?
Ist das StasiVZ Video der euphorische Versuch, durch Prolltrollen Profil zu gewinnen?
Kommt das nicht nur mir, oder auch anderen Elchen, spanisch vor?

Ich habe mir kaioo nu anlässlich dieses “battles” noch einmal angesehen (nachdem ich erst meine Anmeldung wegen vermuteter überbordender Datengier abbrach, dann aber doch meine ersten Eindrücke über kaioo hier aufschrieb, nachdem meine Neugier obsiegte).

Das eigentliche Problem, das kaioo hat, ist kein technisches, sondern ein anderes:
Es ist wirklich ein stinklangweiliges yasn (yet another social network). Ein strukturell nahezu perfekter Klon eines facebook-Klons.
Die Ausrichtung als gemeinnütziges social network reicht da nicht, als Alleinstellung, als Magnet, vor allem nicht, wenn ich (imho) in kaioo auf lauter eigennütziges, unnütziges, und wenig nützliches stoße.

Von einem Geist des gemeinsamen Aufbruchs in eine neue digitale Welt ist bei den Themen und Postings nichts zu spüren, besonders moderiert werden die Bretter auch nicht, wie mir scheint. Im Brett Hamburg behandeln bspw. viele Fragen/Threads die Bedienung von kaioo und nicht die Hansestadt, die Gruppe des FC St. Pauli hat im Dezember seinen letzten Laut von sich gegeben. Ein Projekt, wie Viva Con Agua de Sankt Pauli sucht man in diesem Zusammenhang vergeblich, würde es bei dem irrelevanten Rauschen dort wohl auch übersehen.

Das bestärkt mich in meiner ersten Einschätzung: Baut (lieber) einen Grundstock an Inhalten und Diskussionen, die einem Neuling zeigen, “Hierum geht es uns”. Ansonsten macht der thematische Wildwuchs und die überquellende Langeweile der Trolle eure schöne Idee kaputt.

Ich halt mich nu raus, möchte aber meine Kritik hier nicht als Hetze verstanden wissen.
Lehne mich zurück und hole mir Popcorn.

Solange sich “trip advisor” so anstellt, braucht sich “qype” keine Sorgen zu machen

Putzigerweise wurde mir per “facebook-activity-feed” mitgeteilt, dass sich ausgerechnet Stephan Uhrenbacher, der CEO von Qype, eines social network für lokale Kleinanzeigen, bei der facebook-Applikation “local picks”, ein social network für lokale Kleinanzeigen vom web 2.0 Portal “trip advisor”, angemeldet hat.

Nun kann man sich darüber freuen, dass solche Methoden, sich mal kurz anzusehen, was der Konkurrent so macht, so öffentlich werden. Ich habe mich darüber gefreut, dass “local picks” mir bei der Anmeldung vorschlägt doch mal ein paar Restaurants aus meiner Nähe zu bewerten. Eines aus Paderborn, Bad Harzburg und Leipzig. Ich wusste ja, dass in den USA Entfernungen anders empfunden werden. Aber so daneben liegend, hatte sich dann auch die Anmeldung erledigt. Sowas?

Blog Friends, freiwillige Beihilfe zum Contentklau?

blog friends

Ja, sie ist noch da die Neugier auf neue Dienste. Auch im neuen Jahr 2008 treibt mich aber auch meine Paranoia vor mich her, die ich mit facebook und vor allem mit den Programmanbietern dort verbinde.

Mike hat mich zu einem Programm dort eingeladen, das Blog Friends heißt. So wie es sich mir darstellt, sollen mir über meine Kontakte und deren Blogvorlieben neue Blogs vorgestellt werden. So ähnlich, wie bei Lieblnk, nur eben automatischer, weitergehender. Dafür will Blog Friends auch mein Blog kennenlernen. Soweit, so gut.

Folgender Passus verträgt sich aber nicht mit meinem Argwohn diesen Programmen gegenüber:

By entering a blog address, you represent that you have the right to permit us to reproduce this content on facebook and other sites and that the content is not obscene or illegal.

Ich vermute da Aggregation von Inhalten. Anderswo, als bei Facebook. Vielleicht Indexspam oder Schlimmeres.

Facebook ist XINGs größte Konkurrenz in Deutschland

… zumindest die am stärksten wachsende.

Ich deute das als pfeifen im Walde, wenn Lars Hinrichs in der NZZ sagt: “Keine Angst vor Facebook”

Obwohl Facebook kein Business-Netzwerk im eigentlichen Sinne ist, ist es flexibel genug, auch Bedürfnisse der Geschäftswelt abdecken zu können. Dessen ungeachtet sieht Lars Hinrichs, der CEO von Xing, dieser Konkurrenz gelassen entgegen. Facebook sei kein direkter Konkurrent, da es sich nicht um ein professionelles, sondern um ein rein soziales Netzwerk handle. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Facebook derzeit in den Business-Bereich vorstosse.

Zum einen finden sich unter den 200.000 Mitglieder des Networks “Germany” fast alle early adopter, also alle aufmerksamkeitsgestörten Blogger, Internetunternehmer und datenden GFs, die auch openBC schon groß gemacht haben.
Außerdem bietet facebook schon fast alle relevanten Funktionen, die man fürs business braucht.
Foren, Gruppen, Fotoupload et al – die business Anwendungen, die da noch fehlen folgen dann in Lichtgeschwindigkeit, dank offener Entwicklungsumgebung.

Xing hat vieles, was man als netzwerkender Mensch braucht… nur facebook bietet eben auch etwas darüber hinaus. Man kann in facebook mit seinen Geschäftskontakten twittern, albern und Halloween feiern.
Wo geht denn das bei Xing?

Die andauernden Updates und die kleinen Spielchen am Rande sind es, die so gefährlich sind für Xing. Es geht eben auch spadelig zu in Deutschlands Entrepreneurstübchen. So wie eh und je. In meiner Lehrfirma gab es den “dreckige Witze Dienstag”, das abzubilden ist facebook gelungen. Ich wette, intern ist Lars wesentlich alarmierter, als er Journalisten gegenüber zugeben mag.

StudiVZ: nachhaltige Treibjagd nach dem Rotzlümmel Dariani

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Seit Tagen hangelt sich der Suchbegriff „StudiVZ“ in den TOP10 Suchbegriffen bei Technorati nach oben. Während sich in den USA über den Weltfrieden, die Wahlen, Bush und Apple gewundert wird, wundert sich Deutschland über eine Rotznase.

Eine potenziell reiche Rotznase, wenn sich das Gerücht um den Verkauf an das Original bestätigen sollte.

Reflexartig fällt man hierzulande nun über den CEO des me2-Startups her. Immerhin, er hat sich auch einiges zuschulden kommen lassen. Ich zähle bisher fünf Vergehen, moralische natürlich:

1. Ehssan Dariani hat einen schäbigen Humor und verfremdet Nazi-Kampfblätter zu Geburtstagseinladungen. Skandal. Ein Streich, der dem jungen Mann noch Jahre anhängen wird. Inzwischen hat er sich dafür so etwas wie entschuldigt.
2. Ehssan Dariani hat eine merkwürdige Art Mädchen anzubaggern und auch eine merkwürdige Art mit Persönlichkeitsrechten umzugehen. Das ist auch ein Skandal. Wenn der letzte Skandal allerdings klappt, dann ist das auch egal. Dann rennen ihm die Chicks die Bude ein, sowieso.
3. Ehssan Dariani mopst Domains von Mitbewerbern und dokumentiert damit nur seine blutige Anfängerschaft. Sowas von skandalös.
4. Ehssan Dariani, oder seine Helfershelfer löschen Kommentare und korrigieren Wikipedia. Web 2.0 Vergehen erster Kajüte. Natürlich ein Skandal!
5. Ehssan Dariani hat sich des Ausverkaufs des Web 2.0 schuldig gemacht. Spätestens als er mit den Samwers und Konsorten ins Bett stieg, hat er seine digitale Seele den Seelenverkäufern anheim und sich selbst zum Abschuss freigegeben. Freilich, das konnte man damals nicht wissen.

So fragen mich dann auch amerikanische Bekannte, ob wir nicht auch wirkliche Probleme haben, ob wir uns nicht ein wenig schämen, diesen Bauernjungen so zu schlachten?
Andere fragen sich nur: WTF is StudiVZ?

Jetzt kann man das ganze Thema auch ironisch angehen, wie Johnny. Ich frage mich aber:
Warum diskutieren hier so wenige über das eigentliche Thema?

Was haben die Nutzer solcher Plattformen davon, wenn die Gründer und Plattformbetreiber aus-chashen und sie als Pfand gleich mit?
Das ist kein Problem von StudiVZ allein. In den USA ein heißes Thema im Bezug auf YouTube. Die Gimmicks von Qype fallen da eher schon in die Kategorie „nice try“.

Aber, stört das die Mehrheit der Nutzer überhaupt?

Wenn ja, würden viele dieser übernommenen Communities schnell ausbluten, wenn die digitalen Bohémiens, die Wortführer und Kontaktknoten weiter ziehen. Das ist schon oft passiert. Erinnere mich an eine große Datingbörse, die der Kostenlosigkeit ein Ende und damit sich selbst fast abgeschafft hat.
Dann löst sich das Problem quasi von selbst. Nutzer, die gegangen sind, kann man nicht mehr seriös ansprechen und gegen das andere gibt’s Filter und den Staatsanwalt.

Oder man denkt ein wenig nach. Gründet eine Community, die gerne Geld verdienen darf, auch beim Verkauf, aber beteiligt die wichtigsten User.
Herauszufinden, wer das ist und wie man die anderen, das Fußvolk, den Long Tail nicht vergrault, das ist die große Aufgabe der Stunde.
Die wird aber zunehmend unsichtbar, in dem moralinen Nebel, der auf StudiVZ geworfen wird.