Flaggenparade

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Der größte Unterschied in diesen Tagen zwischen Kopenhagen und Altona, sind die viele Fahnen, Fähnchen und Flaggen, die in Altona an Autos und aus Fenstern hängen. Das ist alle vier Jahre so, dass sich das Verhältnis umkehrt.

Der Rhythmus ist einfach ein anderer. Wird in Dänemark jeden Abend bei Einfallen der Dunkelheit der Danebrog eingeholt, ist das in Deutschland nur alle vier Jahre der Fall. Nach dem Endspiel. Dafür bleiben die Flaggen auch zwei Jahre im Karton. Und gefühlt wird es dann auch dunkler.

Kopenhagen führt übirgens einen Halbmond im Stadtwappen. Eine Idee, die man für Hamburg eigentlich auch überlegen könnte. Immerhin hat man mit Altona die drittgrößte dänische Stadt in seinen Grenzen. Und die ist heute Abend fest in deutscher Hand.

Neonazi Demo in HH-Barmbek: Fule-Anwohner als Hamburgs Stimme gesucht

fsk nazi aufmarsch barmbek 1. mai

Liebe Barmbeker,

ich habe lange in eurem schönen Stadtteil gearbeitet. Deswegen weiss ich, dass ihr feine Leute seid. Zumindest die meisten von euch.

Als Hamburger, die direkt an dem braunen Strom wohnen, der sich in dem von ihm ungeliebten Grundgesetz sonnend über euren Stadtteil ergießt: Hängt Fahnen hinaus, rote Tücher, schimpft vom Balkon. Zeigt diesen Firguren, dass sie in Barmbek nicht willkommen sind.

Macht die Fenster auf und stellt eure Boxen auf den Sims.

Gebt den Nazis auf die Ohren! Stellt eure Lautsprecher in die Fenster und hört Musik von Radio FSK 93.0 Mhz!

Alle anderen Barmbeker sollten diesem Aufruf folgen: sich nach der Demonstration an den zahlreichen geöffneten Cafés und Bars in der Fuhlsbüttler Straße zu versammeln. “Dort werden sich hoffentlich so viele Menschen versammeln, dass kein Platz mehr für die Neonazis und ihre menschenverachtenden Parolen ist”, heißt es. Ab 13.00 Uhr lautet das Motto “Barmbek nimmt Platz!”

Wenn einer eine Reise tut, vor allem mit der Deutschen Bahn …

Erlebt habe ich gestern meine erste Zugevakuierung. Irgendwo mitten zwischen Würzburg und Fulda, da wo immer noch massenweise Deutschlandfahnen an den schmucklosen Häuserfassaden hängen, dort entschloss sich unser ICE, den Geist aufzugeben.

Wir hatten sowieso schon einige Verspätung und warteten auf der Höhe von Burgsinn wieder einmal auf irgendein Signal, als die Durchsage „Alle Zugebegleiter mal bitte die 91 anrufen!“ ertönte. Wenn dann die Zugbegleiter in Bauarbeiterwesten an einem vorbeihechten, dann ist das entweder eine verspätete Technoparade oder Ernst.

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Sport ist Tod, es lebe das Spiel

Sport

Heute Nachmittag traf ich bei Momo auf Thorsten und Saniti. Sofort entspann sich eine rege Diskussion, um Brasiliens Unvermögen, über den eigenen hochmütigen Schatten zu springen, die neue Freude an Zidanes neuer Freude und den tranigen, aber erfolgreichen Portugiesen.
An C. Ronaldo schieden sich dann die Geister. Über die Freude am Spiel, die wirklich interessanten Sätze und Thesen, die MoMo bei alten und neuen Philosophen immer so findet und in aktuellen Zusammenhang bringt, kamen wir zur Tour de France.

Dieses Thema begleitete mich bis nach Hause. Ich frage mich, ob es an meiner persönlichen Präferenz zu „Mannschafts-Ballspielen“, wie Baseball und Fußball, liegt oder ob es zwischen solchen Dingen wie Fahrradrennen, 100-Meter Sprint und eben Ballspielen wesenhafte Unterschiede gibt. Kommt es nur mir so vor, dass diese klassischen Sportarten in der Postmoderne den Stillstandstod sterben, Spiele hingegen aber aufblühen?

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WM-Blog der Fanta 4 bei o2

Es gibt wohl kaum einen online-affineren Musiker als Smudo von den Fantastischen Vier. Ich kann mich an erste Star-Live-Chats bei VH-1.de erinnern, bei denen wir ihm, anders als seinen Kollegen, kaum etwas erklären mussten. Es war wohl 1995, als Smudo einer der ersten Künstler war der beim VH-1derland seinen Fans Rede und Antwort stand. Außerdem scheinen die Fantas spätestens seit dem legendären Auftaktkonzert zur o2 music flash-Reihe bei der CeBit 2005 ein gutes Verhältnis zu dem Münchner Telefonkonzern zu pflegen.

Bereits seit dem 4. Mai führen Smudo & Co. einen WM-Blog bei o2-online:

Auch die Stuttgarter Jungs sind im Fußball-Fieber und widmen sich während der WM 2006 vorwiegend dem runden Leder statt den coolen Grooves. Wie sie sich für die WM fit machen, wie sie die Spiele erleben und welcher Mannschaft die Fantastischen Vier die Daumen drücken, erfahren Sie hier.

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Der kleinste Astronaut schaut auf seine Welt

Der kleinste Astronaut der Welt;
macht sich mit seinem Fahrrad auf den Weg;
hinunter zu den Sternen.

Nach einer kurzen Weile landet er auf einem Apfelkuchen,
holt aus und stößt seine Fahne in die Sahne.

Im gleichen Augenblick entfuhr ihm ein kleiner, leiser Furz,
der auf der anderen Seite der Waschküche zu einem Orkan heranwuchs.

Hierhin hatten sich die zukünftigen Eltern von Franz verkrochen;
und fingen an sich zu necken.
Dabei fielen seiner Mutter alle Zähne aus.

„Einerlei, ich mochte eben lieber Brei“.

Transparency Deutschland: Transparenter geht’s immer

Ein guter Freund von mir hat Probleme mit seinem Arbeitgeber. Weil wir gute Freunde sind, erzählt er mir auch regelmäßig darüber. Auf die Idee, SEINE Probleme hier zu bloggen, käme ich allerdings nicht.
Seine Verhandlungen mit Kunden und Arbeitgebern sind vertraulich – und sollten es auch bleiben, auch wenn mir das Ergebnis nicht gefällt!

Zu einfach

Natürlich liegt es nahe, eine Organisation, die sich Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, nun vorzuführen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es hier zwei Geschichten, die manchmal munter durcheinander geworfen werden. Die eine ist die Geschichte der Freundin, die „unter gänzlich unakzeptablen Umständen nach der Probezeit entlassen worden“ ist.
(UPDATE: der o. g. Beitrag wurde zwischenzeitlich von dem Originalblog entfernt. Herr Meyer hat sich aber freundlicherweise dazu bereit erklärt, ihn erst jetzt zugeschalteten Lesern HIER zur Verfügung zu stellen.)

In vielen Blogbeiträgen (vielen Dank für die Liste) lese ich Formulierungen, wie

„Ich weiss nicht, ob die Mitarbeiterin links herum oder rechts herum gekündigt worden ist. Ich weiss auch nicht, ob die Bloggerin eine geschönte Fakestory geschrieben hat, um wegen ihrer Freundin der Firma eins auszuwischen.“ wie von Robert

Die Richtigkeit des gebloggten kann also keiner nachvollziehen.

Die andere Geschichte ist die Reaktion der Organisation, die ich lieber MoMo nicht mit einem Großkonzern in eine Liste der üblichen Verdächtigen einreihen würde. Diese hat bevor sie eine Abmahnung geschickt hat, – zugegeben in harschem Anwaltsdeutsch, die können aber wohl wirklich nicht anders und da liegt das eigentliche Problem – die Löschung des Beitrages „verlangt“. Eines Beitrages aus dem ich entnehmen kann wie viel freie Mitarbeiterinnen bei TI so verdienen und welche Inhalte ein Personalgespräch mit der Geschäftsführerin so hatte und so weiter.
Alles Dinge, von denen ich als Arbeit- oder Auftraggeber natürlicherweise ausgehen würde, dass sie vertraulich sind.

Und Nico, würdest Du bei einer Freundin einer Mitarbeiterin einen Kommentar posten, die Du eben entlassen hast?

Nun ist das Thema allerdings virulent. Der nassforsche Anwalt aus dem Stall. Eine besonnene weitere Reaktion von Transparency Deutschland wäre sinnvoll – vielleicht in einem eigenen Blog.
Die Sache weiter über den Sonntags-Anwalt und Abmahnungen zu treiben, wäre unsinnig.
Nicht nur Robert schreibt zu dessen Manieren:

Ich weiss nur, daß die Fristsetzung und prinzipiell die Art der Vorgehensweise seitens Transparency Deutschland ungebührlich und unangemessen erscheint und ganz im Widerspruch zum äußeren Sendebild.

Der Kritik an diesem Justitiar und seinem Stand kann man sich dann allerdings nur anschließen:

warum „erspart“ sich „transparency deutschland“ „zunächst“ auf einzelheiten einzugehen? warum setzt der justiziar eine frist zum wochenende, die es moni unmöglich macht sich ordentlich rechtlich beraten zu lassen?

… und eine Kultur zu unterstützen, in der leitende MitarbeiterInnen von bspw. TI sich bei den Blogautoren selbst melden ist auch meine Sache.

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