Gekürzter RSS-Feed, Excerpt: Klick-Falle oder Leecher-Schutz?

Die Überschrift ist so kryptisch gewählt, dass man sich gleich denken soll: „hier gehts um eine Angelegenheit in eigener Sache.“

Nachdem sich eine meiner beiden Leserinnen darüber beschwert hat, dass ring2 seinen RSS-Feed nicht mehr in voller Schönheit, sondern kastriert um die Pointe, nur als Excerpt ins weite Netz entrollt, möchte ich euch den Grund dafür nennen: Es ist schlicht die Abwägung, was mich mehr ärgert, euch Unannehmlichkeiten zu bereiten, oder mich permanent über die Komplett-Leecher meiner Artikel zu ärgern, die gut versteckt vor der deutschen Justiz in Russland und Sonst-wo sich befinden. Tja, tut mir leid, wie gesagt. ;(

Hoffentlich war das jetzt so kurz, dass es komplett in den RSS-Feed passt.

Facebook, Twitter, friendfeed, identi.ca – Mister Gorbatchov, tare down this social wall #fcsp

social stream facebook, twitter, identi.ca, friendfeed

Wenn viele Sankt Pauli Fans twittern, bloggen, sich E-Mails via netpirates schreiben und auf facebook sich organisieren, dann ist das schon enorm spannend, was sich da an inspirierter Kommunikation zum magischen FC entwickelt. Inzwischen schwappen soziale Nachrichten aber immer leichter über die Grenzen von Plattformen hinweg, bilden einen Strom, in den sich Menschen, Kontakte, Suchende und Leser einklinken woimmer sie gerade sind. Bei Facebook, Twitter, als Leser meines Blogs oder …

wow – denting from facebook through identi.ca – to twitter – via friendfeed and lifestream.fm into my blog – that is social microtravelling
about 1 hour ago from Identica

vimeo lässt mich hängen

Nein, ich brauche eigentlich keinen neuen Videodienst.
Neugierig, wie ich nun einmal bin habe ich mir aber mal in Kürze mit vimeo.com beschäftigt, auch weil die Videos von dort immer öfter in meinem Friendfeed auftauchen.

Aber 105 Minuten zu warten, bis ich mir mein eigenes Video ansehen kann? Nee.

Das scheint eine der Konstanten des Web 2.0 zu sein: mit dem Erfolg bricht den Ruby-Modulen da bei vimeo, oder auch Twitter, die Performance zusammen. Das bringt einen dann zurück zu Google (youtube) oder Yahoo! (flickr), so bitter das am Ende sein mag.

F****, F**** St. Pauli

Endlich mal ein Stadionsponsor der passt. Nu nicht gleich das ganze Stadion wird mit „100% Erotik aus Flensburg“ versorgt, aber immerhin Teile davon.

Wäre doch eine schöne Idee für den viel zu früh verstorbenen Millerntaler: Geltungsbereich ausweiten. Bier für das akute Bedürfnis und die Bumsbroschüre später im Orionshop auf dem Kiez abholen. Für Gästefans nach ihren Niederlagen am Millerntor als „Pauligedeck Erotik“ sozusagen.

update: meine Frau findet f**** zu pubertaer. recht hat sie ;)

Kaioo vs. StudiVZ und das „StasiVZ“-Dilemma

Bild 4.pngMeine Oma hat sich immer mitleidig gezeigt, wenn sie mich beim Dame spielen mal wieder in eine Zwickmühle manövriert hatte.

Heimlich hat sie sich bestimmt diebisch gefreut.

So ähnlich stelle ich mir das heute beim yasn (yet another social network) kaioo vor. Ein Video, das sich sehr eindeutig gegen StudiVZ richtet, die Plattform als „StasiVZ“ beschimpft und zum Wechsel zu Kaioo aufruft, ist heute in meinem Feedreader aufgetaucht – und bestimmt nicht vom Recht auf Freie Meinungsäußerung gedeckt.

In dem Clip bezeichnet ein maskierter Rapper namens Stasido die dem Medienkonzern Holtzbrinck gehörende Plattform als StasiVZ. Mit Einblendungen wird dem Zuschauer suggeriert, dass die von StudiVZ-Nutzern eingestellten Daten auf der Plattform nicht sicher seien. Gleichzeitig macht der Rapper Werbung für den Wettbewerber Kaioo.

Ein Schelm, der die Gründer von kaioo dahinter vermutet.

Der Kaioo-Gründer und Geschäftsführer Thomas Kreye bestreitet jede Beteiligung an dem Web-Film: „Das Video hat mit Kaioo nichts zu tun.“

Ein Dummkopf, der wechselt, ohne sich den Datenappetit dieser „gemeinnützigen“ Plattform mal genauer anzusehen.

Sowas herrliches.

Blogscene: Doch irgendwie ein Widerspruch

blogscene
Es ist eines der Unzählbaren. Eines von Millionen Angeboten, die Links sammeln, Feeds auswerten und darauf hoffen, dass sich um diesen seelenlosen Katalog eine Community bildet. Putzig wird es bei blogscene.de dann, wenn populäre Anbiederung durch Datenschutzbanner genau neben eben einer Datensammlung stehen. Putzig auch, dass unter Journale Bildblog und Ringfahndung zu finden sind. Freut mich irgendwie.

Noch lustiger wirds, wenn man nach dem Impressum sucht. Da findet sich anstatt eine dadaistische Fortschreibung, die eigentlich das lesenswerte dieser Website ist. Sowas?
Die Aufbrüche der Netzkünste werden segmentär und kontrastieren die visuellen dezenten Subjektbezüge. Voting und Ausstellungskontext gehen hier eine interdisziplinäre Tangente und eine pastellmilde Sprache ein. Der Diskurs rapportiert in diesem Ideenpool einen symptomatischen Folder mit einem supplementären Ausstellungskontext.

Good Luck Ian, en-Joy coming home

Für viele kommt diese Nachricht überraschend: Verteidiger Ian Joy verlässt den FC St. Pauli in der Winterpause! Joy zieht es aus privaten Gründen zurück in seine Heimat, die USA. Dort wird er zukünftig für Real Salt Lake die Fußballschuhe schnüren.

… lese ich da gerade im Paulifeed. Komisch, ich war gar nicht überrascht.
Nach dem engagierten Pokalspiel gegen Leverkusen, in dem er mich wirklich überraschte, fehlte es Ian Joy irgendwie an Durchsetzungsvermögen und Kraft, sich in diese zweite Liga zu spielen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich Anschluss fand in dieser Paulimannschaft, kann mich aber irren.

Nachdem das Hamburger Abendblatt diese Woche noch meldete, dass er die Vorbereitung so unglücklich verpasst hat, war so etwas durchaus zu erwarten.

Komm gut heim Junge, behalte uns in angenehmer Erinnerung. Das tun wir auch.

Nachtrag: Mensch, bin gerade umgeworfen von seinen Abschiedsworten und dem mächtigen Tattoo da auf dem Rücken. So leidenschaftlich war der mir nie vorgekommen. Sowas.

Solange sich „trip advisor“ so anstellt, braucht sich „qype“ keine Sorgen zu machen

Putzigerweise wurde mir per „facebook-activity-feed“ mitgeteilt, dass sich ausgerechnet Stephan Uhrenbacher, der CEO von Qype, eines social network für lokale Kleinanzeigen, bei der facebook-Applikation „local picks“, ein social network für lokale Kleinanzeigen vom web 2.0 Portal „trip advisor“, angemeldet hat.

Nun kann man sich darüber freuen, dass solche Methoden, sich mal kurz anzusehen, was der Konkurrent so macht, so öffentlich werden. Ich habe mich darüber gefreut, dass „local picks“ mir bei der Anmeldung vorschlägt doch mal ein paar Restaurants aus meiner Nähe zu bewerten. Eines aus Paderborn, Bad Harzburg und Leipzig. Ich wusste ja, dass in den USA Entfernungen anders empfunden werden. Aber so daneben liegend, hatte sich dann auch die Anmeldung erledigt. Sowas?

Aggrogator

Ich frage mich oft, was den Mann hinter dem Synonym DA so antreibt, vor allem bei seinen nächtlichen Postings. Seine Abneigung gegen Trackbackspam und wilde Feedaggregatoren teile ich aber. Gerade findet sich bei der Blogbar ein solcher, ein eindeutiger.

Würde mich interessieren, ob es für so einen einen Menschen, einen mit der short fuse und dem nötigen Beharren möglich ist, dagegen vorzugehen:

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Unangenehm: Wer WLAN nicht sichert, kann Ärger kriegen!

Die lustige Computerwoche (Nerdfaktor!) meldet derzeit, dass man sich lieber schnell als langsam mit Themen wie WEP WPA und MAC-Adressenfilter vertraut machen sollte, denn wer sich nicht nicht auskennt, kann Probleme bekommen:

Urteil: WLAN-Besitzer haften bei Missbrauch des ungesicherten Netzes

Laut Heise Security bringt das aber eh alles nichts.

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Spreeblick Verlag: Geteiltes Echo der Blogosphäre

Eigentlich ist das erste Feedback auf die Nachricht, dass Johnny sein Spreeblick Blog professionalisiert hat, überwiegend positiv. Es gab aber auch schon Beiträge von Spreeblick die schneller mehr als 52 Kommentare hatten.

Teilweise erschrocken sind die Blogger, die ich hier schon mal an schlechten Tagen salopp als „ASTA-Schnaaken“ oder „Sozialeremiten“ bezeichnen möchte.

In jeder neueren Internetbewegung (und nebenbei auch in jeder drittklassigen Uni), sei es die Endneunziger „netzliteratur“ oder die ersten Internet-Communities – immer wieder – gibt es sie. Sie halten sich und den Kreis ihrer Homies als den Nabel der Welt.
Eigentlich finden Sie das sehr angenehm, dass der schäbige Rest der prolligen und schnöden Republik sie nicht versteht.

Sie umgeben sich mit kryptischem Community-Sprech und hassen alles, was in ihren Augen ihre heile kleine Welt bedrohen könnte: T-Online, BILD, RTL und die Deutsche Bank sind ihre Feindbilder.

Wenn jetzt einer, den sie aus ihrer Mitte wähnen, überläuft, weil er versucht aus seinem Hobby eine Profession zu machen, dann wird der Krieg ausgerufen.

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