Magisches Scheitern

Ihr macht das Scheitern erst schön. Bastian, Florian und alle daneben – in bester Absicht und Tradition. 90 Minuten fern beckmannscher Wichtigkeit oder effektiver Produktivität. Und wenn wir wieder einmal absteigen sollten, besetzen wir die VIP-Logen und lassen das Polizeiorchester „YNWA“ aufspielen.

Eisgang im Abendrot

Eisgang mit Abendrot„Geht nicht so nah an die Eisschollen, Kinder“ – keiner kann euch da mehr rausholen. Tja, was Väter ihren Kindern so raten.

Motiviert aus den Erinnerungen an das eigene Bein in der eiskalten Elbe, weil man natürlich nicht kommen sah, wo das Land zuende geht. Und der Respekt, den dieser Fluss einem im Laufe des Lebens gelehrt hat.

Das Fürchten dabei, das Knirschen des Eises so vertraut. Wie in einem Cocktail-Glas, quasi als Sundowner.

myvideo.de: Porno-Reaktionszeiten

Ich habe mich eben beim Mittagessen mit netten Kolleginnen über die copycat myvideo.de unterhalten. Ehrlich musste ich zugeben, diese Video-Community nicht genauer zu kennen.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass viel mehr „Mainstream“-Clips dort vorhanden sind, als auf dem Original. Vor allem die hohe Frequenz an DSDS Clips fiel mir ins Auge.

Außerdem ist alles ein wenig glitschiger, mehr oversexed. Sieht so aus, als würden viele Pornoanbieter myvideo als deutsches „You Porn“ missverstehen.

Habe bspw. dieses Video um 14:31Uhr als „Porno“ gemeldet.


Mal sehen wie lange das da so frei zugänglich rumliegt?

UPDATE: 14:48 Uhr „Dieses Video wurde von der MyVideo Community gemeldet und wird derzeit vom MyVideo Support überprüft.“ erscheint nun hinter diesem Link. Das ging schnell.

Bleibt nur die Frage, ob in Anbetracht der expliziten Werbepartner am Kopf des Originalpostings
hier nicht „der Bug ein Feature ist“?

(Disclaimer: Ich habe nichts gegen Erotik. Ich liebe Frauen und nackte vor allem. Das dürfte ja hinlänglich bekannt sein.)

Aufruf zum „Chartbreak“ via YouTube aus Kiel: MC Winkel und „Die Retter der Nation“


Ich habe es mir schon lange gewünscht. Ein Song, der durch die deutsche Bogosphäre gebreakt wird.

Natürlich hatte ich mir seinerzeit eine Künsterlin gewünscht. Solche zum Beispiel.
Nach Grub Tekkan im Frühjahr war ja die so schlimme, so befürchtete User Generated Videowelle ausgeblieben.

Nun ein Hilferuf aus Kiel. „Breakt mich deutsche Blogger“.

Dem kann man unwidersprochen folgen, denn:
1. Wird MC Winkel nie Moderator von „Wetten dass ..?„. Dies ist also seine beste und eines anderen letzte Chance auf den erwünschten Ruhm.
2. Ist er ein netter Kerl, soweit aus seinen herrlich uneitlen und albernen Texten zu entnehmen ist.
3. Muss ich nächstes WE über Kiel durch den Nord-Ostsee-Kanal. Da kann es nicht schaden, sich mit den Aborigines dort gut zu stellen.

-via

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2-Komponenten Sprengstoff

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Wohin man kommt in diesen Tagen, überall nur das eine Thema: Die mißglückten Sprengstoff-Attentate und der Libanon.

Für Beirut gut, endlich ernsthaft wieder diskutiert zu werden. Hoffentlich bewegt sich da langfristig etwas mit bei den Strippenziehern in Syrien, denen nebenbei schon die Muffen gehen, ob des UNO-Mandates an ihrer Grenze. Wohl zu recht.

Ich habe das Thema in den letzten Tagen in der Bahn, zuhause in der Familie und jetzt wieder im Taxi, mit dem Fahrer diskutiert und immer wieder kommt man zu dem Punkt an dem man sich fragt, wie ein Mensch der hier lebt zu einem Attentäter werden kann. Hierzu ein eigenwilig schöner Text von Jochen Bittner bei das ZEIT:

Angenommen also, Yusuf E. hegte bei seiner Einreise nach Deutschland noch keine Terrorpläne. Ist es dann denkbar, dass der Geist eines solches jungen Mannes ganz ähnlich funktioniert wie der Zwei-Komponenten-Sprengstoff, den er und sein Mittäter mutmaßlich in die Gasflaschen stopften? Der radikale Grundstoff (die salafistische Erziehung im Heimatland) wäre für sich noch nicht gefährlich. Aber wehe, er kommt mit den falschen Elementen in Berührung (die Freizügigkeit, die Mohammed-Karikaturen, die Israelverbundenheit des Westens) – dann kann er explosiv werden.

Das, wie gesagt, wäre noch die harmloseste Lesart der gescheiterten Bahnattentate. Eine terroristische Amoktat zweier zu kurz gekommener, kulturgeschockter Retro-Moralisten, die es dem Westen einmal so richtig zeigen wollten.

Foto: flickr

Tokio Hotel: Bills scheußlich liebes Tattoo

BRAVO Bill Kaulitz Tattoo

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass über 25% der heute 20-40-Jährigen tätowiert sind. Ein Massenphänomen, wie der Besuch eines Konzertes, steter Jugendwahn, eine Reise nach Tokio (;) oder die Sonnenbank.

Eigenwilliger Weise gilt das nachhaltige Bemalen von Haut aber immer noch als Ausdruck von jugendlichem Rebellentum. Da gibt es die Tattoos, die was bedeuten. „Klarnamentattoos“, wie das von Johnny Depp. Bewußte Ewigmachung und in der Tat von gewissem Mut getrieben. Und es gibt die fiesen Allerweltstattoos, von denen das Arschgeweih als Inbegriff der Einfallslosigkeit zu Recht gilt.
Nun darf man sich in Deutschland nicht betrunken tätowieren lassen. Soweit ich weiß, muss man auch über 16 Jahre alt sein, denn das Tätowieren an sich ist Körperverletzung.

Das „Anschauen müssen“ hinter her noch nicht. Und wenn PR-Abteilungen ihren verglühenden Stern noch mal in die Presse pushen möchten, spielt auch das Alter keine Rolle. Wie bei Bill von Tokio Hotel, der in der aktuellen BRAVO (33) sein neidlich harmloses „Nice Guy Tattoo“ präsentiert.

Fotoblog: Tokio Hotel Fotos
Fotocredit: BRAVO, von Heinrich Bauer sein Verlag

2×2 Karten für Phillip Boa in Dresden zu verschenken verschenkt

Heute Morgen habe ich mir noch die neue Single von Phillip Boa angehört. Ich musste dabei an die neue Mode denken, dass der unveröffentlichte Kram, der sich so in einer Produktion ansammelt, neuerdings standardmäßig auf die Single-Releases verteilt wird. Gut für die Labels und den Künstler. Interessant nur für echte Fans. Das ist auch bei der Single „Decadence & Isolation“ nicht anders, die seit Beginn der närrischen Zeit am 11.11. in den Plattenregalen ausliegt.

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Domino-Effekt: Mickey Rourke ist wieder da

Er war am Ende. Er war ein Arschloch, das am Ende war. Deswegen hat es niemanden interessiert. Noch nicht mal seine Gangsterfreunde. Nun hat sich Mickey Rourke am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen und spielt das, was er bis vor kurzem noch war, den raubeinigen und mit allen Wassern gewaschenen Ex-Kriminellen Ed Mosbey.

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DOMINO

mit Keira Knightley, Mickey Rourke, Edgar Ramirez, Delroy Lindo, Mena Suvari sowie Lucy Liu und Christopher Walken
Regie: Tony Scott

Neuer Starttermin: 29. Dezember 2005
Szenenfotos im Fotoblog >>

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Tokio Hotel über Ärger in der Schule: „Natürlich finden uns viele Jungs scheiße, weil ihre Freundinnen auf uns abfahren“

Bill, Tom, Gustav und Georg von Tokio Hotel wurden über Nacht zu Stars. Die erste Single „Durch den Monsun“ stand vom Start weg fünf Wochen auf Platz 1, das Album „Schrei“ ging direkt in die Top Five. Dass Erfolg auch Schattenseiten hat, mussten die Magdeburger ebenso schnell lernen. In der aktuellen BRAVO-Ausgabe 41 sprechen die Jungs über die Kehrseite des Ruhms.

Das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium ist zum Pilgerort für Tokio-Hotel-Fans geworden: „Es warten immer bestimmt 20 Leute von der Schule. Und es werden von Tag zu Tag mehr!“, erzählt der Bill. Nicht nur Fans sind darunter, auch Neider, die die Band nicht ausstehen können. „Man kriegt manchmal Angst, was es für Leute gibt“.

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