Trau(m) schau wem: Nordderby HSV-Werder Bremen 0:1

foto flickr (cc)

Aus Nicoles in Stellinger-Blau geschminkten Augen lief eine einsame Träne, Thomas Knüwer twitterte erst gar nicht zu diesem Spiel und Nico holte sich endlich das eingemottete St. Pauli-Trikot aus dem Schrank.
Der HSV hatte 0:1 verloren – ausgerechnet gegen Werder.

Das ganze konnte sich zeitgleich abspielen, weil Sekunden vorher das Siegtor vor meinem träumenden Auge im Volkspark fiel. Ausgerechnet ein von Diego heraus geschundener Elfmeter, den Dietmar Beiersdorfer traumwandlerisch sicher für die Bremer verwandelete. „Trau(m) schau wem: Nordderby HSV-Werder Bremen 0:1“ weiterlesen

Abendblatt 3.0: HSV-Manchester Nachbetrachtung zuerst online

abendblatt 3.0 HSV-Manchester

Ich habe mich seinerzeit bitterlich beschwert und wirklich geärgert, dass das Hamburger Abendblatt die Berichterstattung zum Blue-Race so versaubeutelt hat online. Im Print war das nämlich große Klasse.

Nun scheint sich wirklich was zu bewegen in Sachen online-Berichterstattung: die Sportberichterstattung vom UEFA-Cup Viertelfinale von heute Abend wird gedruckt erst am Ostersonnabend zu lesen sein. Viel zu spät, da besinnen sich die meisten Hamburger schon auf das Spiel gegen den MSV Duisburg, während sich das Umland völlig uninformiert über die wahren Gründe für das anstehende Desaster noch verwundert sich die Wunden leckt? ;)

So wäre das gewesen, bisher – wenn das Abendblatt seinen Lesern nicht heute morgen versprochen hätte (siehe Foto), das Spiel bereits morgen nachzubesprechen – online. 4.0 wäre dann wohl in Echtzeit – aber ein Anfang ist gemacht.

(nach all meiner Kritik zu tendenziösen Kinderwagen-Scoops, exklusiven Amokläufer-Blogs, flüchtigen Erdundefehlern, giftigen Speisepilzen und verbaselten online-Berichterstattungen von Yacht-Rennen war mal ein Lob fällig)

Winterdepression: Podolski zum HSV

Raute am RohrDie Spatzen, die das einst im Herbst vom Dach gepfiffen haben sind inzwischen an Altersschwäche dahingegangen. Und daran war nicht der strenge Winter schuld.

Bei aller Aufregung um den Deal zur Winterpause, Kinder, der stand doch schon so lange fest, dass man sich da sicher nicht wundern kann – und ein Spektakel ist das höchstens für die Sportredaktionen in den beiden Metropolen: „Winterdepression: Podolski zum HSV“ weiterlesen

„FC St. Pauli-Schalke 04“ und „Hansa Rostock-HSV“ – Ausnahme-Testspielwochenende in Hamburg

Update: FC St. Pauli Testspiel fællt aus: Schalke 04 spielt nicht auf rumpeligem Millerntor-Rasen

fcsp Jacke Wasserwerfer Werbung

Bin ich der einzige, der sich die Straßen Hamburgs ungefähr so vorstellt, wie auf dem Foto oben, wenn zu den unglücklicherweise zeitgleich angesetzten Testspielen zwischen dem HSV und Hansa Rostock auch die Schalker in der Stadt sind? Zu Gast beim FC St. Pauli?

Vielleicht der erste echte Praxistest für die Härteste Jacke der Welt.

(So eine Schnapsidee!)

– Foto: Screenshot aus HJdW-Werbung, (c) Upsolut – die, die dem FC St. Pauli nur 10% davon abgegeben!

Aston Villa im Parkhaus Stellingen: Ist der HSV zu stark, bist Du zu schwach

Im Parkhaus Stellingen

Es ist merkwürdig. Der Fußball da an der Müllverbrennungsanlage nahe dem Altonaer Volkspark ist anders, schneller, internationaler, wirklich schön den Herren Petric, Olic und Trochic bei der Arbeit zuzusehen.

Und doch wird einem nicht warm ums Herz.

Das liegt zum einen schon an den dumpfen Menschen, auf die man in der S-Bahn trifft. („Bist Du eine Engländer Drecksaue? mit HSV Ultras zu Aston Villa“, via ring2@1000mikes)

Bist Du eine Engländer Drecksaue
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Wo sich Aston Villa Fans vor dem Spiel gegen den HSV anwärmen?

… auf dem Kiez!

Aston Villa, Fans, Hamburg, St. PauliZumindest einige von ihnen, die im Fanclub mit dem schönen Namen „Barcelona Lions Club“ organisiert sind.

In dem Fanblog wird dann auch Nachhilfe in der sozialen und politischen Struktur der Hamburger Fußball-Landschaft gegeben – auch der Treffpunkt am Kiez ist gut gewählt, mit viel Magie aufgeladen geht es dann zur Müllverbrennungsanlage.

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Ivica Olic: Alles was recht ist …

… aber das war ein geniales Tor

Da sage noch mal jemand, wir Paulianer erkennen kein Traumtor, wenn wir es sehen. Und sei es auch eins aus Stellingen:

An alle, die objektiv geniale Tore zu schätzen wissen:
Ein gewisser Ivica Olic, Stürmer eines norddeutschen Bundesligaclubs, hat gestern Abend eine derartige Granate in das Tor eines anderen norddeutschen Bundesligaclubs gezaubert, dass ich mir fast einen Knoten in die Zunge geschnalzt habe.
Das Ding hat das Format zum Tor des Jahrzehnts. Fußball kann immer und überall wunderschön sein.
(Sogar an der Müllverbrennungsanlage)

Hansi Bargfrede, im netpirates Stream

Magisches Hoffenheim

1899 Hoffenheim Tradition Indianer Häuptling, flickr cc-lizenz

Das Experiment „TSG 1899 Hoffenheim“ ist ja ein ganz besonderes. Der Herkuleskampf von Fußball-Tradition gegen Kohle wird da gerne und oft stilisiert. Vor allem von denen, die ihre Seele vor Jahren schon durch Ausgründung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft zur Disposition gestellt haben. Fußballvereine, in denen die Region (sic!) oder die Stadt hineinwirken und aus den Vereinen wieder zurück. Das gibt es kaum noch – strukturell gesund, meine ich.
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Wackere HSV-Fans in Altona

WackerAltona liegt neben St. Pauli und das merkt man. Viele meiner Stadtteil-Mitbewohner sind wie ich Anhänger dieses magischen Fußballklubs mit eingebauter Gefühlsachterbahn.

Manche haben sich sogar sehr bewusst von St. Pauli gen Altona 93 gewandt.

Dennoch, es finden sich auch andere, bspw. Fans des HSV in Ottensen, die das auch ungeniert zeigen – und das ist auch gut so. Herausragend sicher der Bewohner des ehemals besetzten Hauses an der Lobuschstraße, der wacker HSV und Altona 93 die Treue hält.

Heute sehe ich auf dem Weg zur Arbeit einen weiteren HSV-Fan, der sich an einem sensiblen Ort outet – am eigenen Wohnzimmerfenster. An der Altonaer Palmaille prangt trotzig eine HSV-Fahne an seinem Fenster, daneben steht:

Liebe St. Pauli Fans,
chillt mal ein wenig ab. Beklebt nicht andauernd das Fenster und toleriert auch mal andere Vereine.
Muchas Gracias.

Das wäre sehr Altona-like, wenn es gelänge diesen Mann in Ruhe zu lassen. Von mir dürft ihr euch nicht erwischen lassen, wie ihr dessen Fenster beklebt.

UEFA-Cup nur im Online-TV,
Respekt HSV!

Ja, da lest ihr richtig. Ich finde die Entscheidung gegen ein Nachmittags-Spiel, für die Fans und gegen eine TV-Übertragung des Uefa-Cup-Heimspiels gegen Unirea Urziceni am 18.9. gut. Modern und eine hervorragende Gelegenheit das wahre Potenzial der eigenen Internet-TV-Übertragung auszuprobieren.

Ich hoffe nur, für die Fans am Bildschirm – oder im ostfriesischen Tiefland, wo ja die meisten HSVer beheimatet sein sollen :) – dass die Übertragung besser ist, als die von T-Home bei der FC St. Pauli Flimmerkiste!

HSV und Uwe Seeler: „tiefer kann man nicht sinken“

HSV uwe seeler seelenlos
… als die Preise die der Ex-HSV-Profi da anpreist. So ganz ohne Zustimmung des HSV kann das auch nicht gelaufen sein noch Ärger geben (siehe update). Wie bitter! Jetzt preist der alte Zausel in seiner Not —

Ein Grund mehr, sich über die Existenz des magischen FC zu freuen. Und ich versuche wirklich, meinen Respekt ggü. Herrn Seeler zu bewahren!

Update: So richtig gefragt, hatte der Mediamarkt den echten HSV wohl nicht. Sonst könnte das Abendblatt heute nicht berichten, dass die Seeler-Werbemittel auf Druck des Hamburger Sport Vereins von „Hamburger Schnäppchen Verein“ zu „Hamburger Sensations Verein“ geändert werden müssen. Besser werden sie dadurch natürlich nicht, nur noch eine Spur satirischer ;)

Tränen auf dem Sportfoto des Jahres. Lag es am HSV?


Da weint der kleine Bochumer Herz ergreifend. Weshalb kann man nur spekulieren.

Wars der olle grantelige Holländer, oder hatte „Van der Verrat“ doch kein Herz für Kinder? Hat Vincent Kompany (10, hinten im Bild ohne Kind) einen schlimmen Witz gerissen?

Keine Angst mein Kleiner, Bochum steigt nicht ab.

Das verspreche ich Dir.

Das Bild des Fotografen Jürgen Fromme (41) aus Dülmen mit dem Titel „Einlaufkind“ wurde zum „Sportfoto des Jahres“ gekürt. Die Aufnahme entstand beim Fußball-Bundesligaspiel Bochum – HSV. Bild ausschließlich zur redaktionellen Nutzung im Zusammenhang mit dem „Sportfoto des Jahres“ unter Angabe von Quelle und Urheber: obs/Fromme/firo.

Paulitipp der Woche: „Auswärts beim Karnevalspiel“

Heute Mittag war ich bei den Jungens von Vanksen, die ja einen echt kurzen Draht zu St. Pauli haben. Sie sitzen mit der Geschäftsstelle im selben Haus. Braun-weiße Vorahnung kann da schon mal entstehen.

Der heutige Ergebnistipp für das Spiel am Freitag gegen 50.000 in Köln von Pepe (Gegentribühne) und Markus (gegen St. Pauli, diesmal zumindest ;)


Link: sevenload.com

Alternativ und Video Downoad bei Google Video.
Oder in groß in der neuen St. Pauli facebook page.

HSV + St. Pauli – in Hässlichkeit vereint

Merchandise Galore

Dass Merchandising-Artikel von Fussballvereinen weit entfernt sind von dem, was diese Vereine ausmacht, ist ein Allgemeinplatz, über den nachzudenken kaum lohnte.
Ich freue mich aber immer dann, wenn Dinge sich selbst polemisieren, die Entferntheit vom Objekt so putzig wird, dass es quietscht.

Stelle mir dann Nico in diesen Boots vor und freue mich auf den Beginn der Rückrunde, wenn Fussball wieder gelebt und gefühlt werden kann.

Galore (englisch: zu Hauf, im Überfluss)

Atravesan, in Ottensen stirbt das Alteingesessene Gewerbe und auf Punkerhäusern weht der HSV

no pasaran

„No Pasaran“. Seitdem ich nachdenken kann prangt der Schlachtruf der spanischen Widerstandskämpfer an der Häuserfassade eines ehemals komplett besetzten Hauses an der Einfallsstraße nach Ottensen. „Sie kommen nicht durch“.

Inzwischen sind „sie“ aber kräftig dabei durchzubrechen (span. atrevasar), langsam durchzusickern und dabei den Charakter dieses Stadtteils nachhaltig zu verändern. Zu zerstören, wenn man es aus der Perspektive des Alteingesessenen betrachtet. Man erkennt, was mit einem Stadtteil passiert, wenn er hip wird und die Mieten, vor allem auch die gewerblichen, der nach Lust und Zerstreuung gierenden Galaotrinkerschar folgen.

Wie vieles in diesem Stadtteil zuvor, stirbt diese Bastion langsam, kaum merklich. Zuerst war es die Altonaer Blume, eine Wegmarke auf dem Weg aus der Innenstadt, wenn man mal wieder spät dran war und schnell noch die passende Entschuldigung am Ottenser Marktplatz abholen wollte. Dann folgte im letzten Herbst das Wäschestübchen und mit dem Beginn dieses Jahres die Orthopädische Werkstatt von Paul E. – alle geschlossen.

Richtig melancholisch kann das einen machen.
Die HSV-Flagge auf dem ersten Balkon des ehemaligen Punkerhauses ist zwar noch klein und dezent, und neben ihr weht, wie ein Gegenzauber eine „Altona 93“-Flagge. Aber stechen tut der Verlust dieser lokalen Werkstätten schon und das Symbol der Juppisierung ärgert, auch wenn ich selbst nur ein Zugezogener bin.

HSV-Fans zeigen Transparent gegen Rassismus: „love Hamburg, hate racism“

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… steht da auf einem riesigen Transparent im Hamburger Volkspark. Wirkt unverhohlen inszeniert, wie übrigens alles wohl organisiert ist bei diesem HSV, vom Fangesang bis zum „Sponsoren-N“, und erinnert mich eher an die Feierlichkeiten zu 40 Jahren DDR, als an Fussball. Oder meinetwegen, an ein Publicity-trächtiges Pfeifen im heimischen Walde. „Wir tun ja was gegen Rassismus und Nazis“, soll das sagen.

Allein, mir fehlt der Glaube an die wahrhaftige Tiefe dieser Aussage. Ich kann mich noch gut an die Zustände im E-Block des alten Volksparkstadions erinnern, als jeder Auswärtsspieler mit „Jude“ begrüßt wurde. Ich meine nicht, dass beim HSV lauter Rassisten rumlaufen. Nein, sicher nicht. Aber ich frage mich, ob dieses Schauspiel nicht viel mehr wirkte, würde es in Regionalliga-Stadien zelebriert. Da sieht man dann schnell, woher der Wind weht. Da fehlt dann aber das Fernsehen und ist so gesehen medial unwirksam.

adical: „Fullbanner auf lumma.de“

meldet Bonn die Werbeformatpremiere in einem der Blogurgesteine. Cisco scheint übrigens der erste und bisher einzige Werbekunde bei adical zu heissen.

Ciscobanner laufen nämlich auch bei Spreeblick, Stefan Niggemeiser, 404, Nerdcore et al.

Noch keine adical Banner laufen bei den 5 Filmfreunden, Beetlebum, Herrn Dahlmann und anderen. Warum?

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Podolski, Podolski, verdammt nochmal Podolski …

2006-06-24-21.jpg Klose auf Podolski, Tooor. Das kann ich immer wieder sehen.
Am letzten Spieltag beim HSV gegen Werder, da habe ich Klose das erste Mal live gesehen. Dieser Spieler geht nur direkte Wege zum Tor oder zum Ball, Umwege kennt der nicht.
… und diese Gradlinigkeit trifft auf das junge Hüpfen Podolskis. Ein Traum.

Die nächste Schlagzeile des Sportsommers lautet wohl deshalb auch: „Klose stürmt für Arsenal“. Wartets nur ab.

Foto: dfb.de

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Sonnenlicht über dem melt! Festival?

Das melt!-Festival ist eines der wichtigsten Musikereignisse in Deutschland. Es steht für Sommer, anspruchsvolle – meist britische – Musikkultur und viel Spaß. Nun bloggen die melt!-Macher seit kurzem und machen mit einer Sensation auf. Sie denken darüber nach, ob Grup Tekkan mit einer Sonnenlicht Performance in das Line-Up aufgenommen werden soll.

ein Angebot die Grup Tekkan zu buchen. Schwierige Frage: Sind die Melt!-kompatibel oder nicht?
Leider kann man die nur für einen Auftritt mit einem einzigen Song und anschließender Autogrammstunde buchen. Welchen Song aus ihrem reichen Repertoire die wohl performen würden?

Von dieser Stelle ein schöner Gruß nach Köln & Ferropolis: „lasst dette ma lieber sein, der drops ist doch schon gelutscht, ent!“

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