Remember VH-1derland!?

VH-1DERLAND Homepage
VH-1DERLAND Homepage

Das VH-1derland war schon öfter hier Thema und mein erstes “echtes” Projekt im WWW. Bei der Produktionsfirma, die Musikfernsehen für Erwachsene machen wollte hatten sich viele Musik- und ein paar Internetbegeisterte zusammen gefunden.

Ich habe aus dieser Zeit noch viele Freunde und denke gerne daran zurück … und heute habe ich beim Foto-Suchen auf meiner Festplatte (genauer den Festplatten) einige Screenshots des letzten VH-1derlands gefunden – und ja ich bin sentimental geworden – und meine ganz selbstgefällig, dass das deutsche Netz ein solches Magazin immer noch gut gebrauchen könnte: Continue reading “Remember VH-1derland!?”

Simon Desue: “Wie werde ich Youtube-Star” – how to become a Youtube Star

Simon Desue: Tipps für Youtuber (Screenshot Youtube/Clixoom)
Simon Desue: Tipps für Youtuber (Screenshot Youtube/Clixoom)

Simon Desue ist gerade der heisse Scheiß auf Youtube. Im letzten Jahr ist dem deutschen Teeniestar auf Youtube das gelungen, was viele erträumen: er ist (neben Herrn Tutorial) einer der heissesten männlichen Youtube Stars.

Im Interview mit Clixoom verrät er, was euch, ihn, zum Star auf Youtube macht … Continue reading “Simon Desue: “Wie werde ich Youtube-Star” – how to become a Youtube Star”

#Path Datenskandal – Der Pfad zur dunklen Seite der Macht

Path, so heißt der neue heisse Scheiß im Start-UP Universum. Ein Social Network für echte Bekannte. Viele meiner sozialen Kontakte nutzen dieses slicke Tool, das in einer affenartigen Geschwindigkeit diejenigen einzusammeln scheint, die in Facebook und Twitter sich schon zu sehr entblößen, als eine Art innerer Kreis für echte Bekannte. Vielleicht steckt auch das heimelige Gefühl dahinter, endlich mal wieder auf einer neuen Plattform, mit den üblichen early adopter abzuhängen, dort wo es so schön kuschelig ist, ohne Mainstream und dem Sozialkundelehrer von frùher.

Path hat gestohlen, und zwar das wertvollste, was digitale Personen anzubieten haben: ihr Adressbuch, ihre sozialen Kontakte. Ohne ihre Nutzer darauf hinzuweisen, eine Einwilligung einzuholen, hat die Iphone App das Adressbuch des Nutzers auf die amerikanischen Server des Unternehmens hochgeladen. Das ist schlimm genug, und meiner Meinung nach, sollte das vorsätzlich geschehen sein, ein echtes Verbrechen.

I noticed that my entire address book (including full names, emails and phone numbers) was being sent as a plist to Path. Now I don’t remember having given permission to Path to access my address book and send its contents to its servers, so I created a completely new “Path” and repeated the experiment and I got the same result – my address book was in Path’s hands.

Das kann man imho mit einer Bände vergleichen, die alten Menschen an der Haustür ein TV-Zeitschriften Abo verhökert und ein Komplize derweil die Kommoden im Schlafzimmer durchsucht.

Viel schlimmer als so ein Datenraub, der meiner bescheidenen Meinung nach, hart bestraft gehört, ist die schlimme Erklärung des CEO von Path Dave Morin:

We upload the address book to our servers in order to help the user find and connect to their friends and family on Path quickly and effeciently as well as to notify them when friends and family join Path. Nothing more.

We believe that this type of friend finding & matching is important to the industry and that it is important that users clearly understand it, so we proactively rolled out an opt-in for this on our Android client a few weeks ago and are rolling out the opt-in for this in 2.0.6 of our iOS Client, pending App Store approval.

Frei übersetzt steht da, dass sie nichts weiter getan haben, als Daten ohne Einwilligung zu Klauen, und zwar, weil das für den Dienst und die “Branche” wichtig ist, das zu tun. Nun will man “proaktiv”, also bevor man verklagt wird, eine Einwilligung nachziehen.

Erschreckend, dass Dave Morin überhaupt keine Reue zeigt, keine Spur Unrechtsbewusstsein zu entwickeln in der Lage ist. Es wird höchste Zeit für eine gute ID-Bank, in der ich meine Daten anvertrauen kann und die im Zweifel in meinem Namen gegen solche Strolche vorgeht.

via lummaland

Bücher ABC – Literatur und Buchkritik auf Youtube

Wer sich mit Video und Bewegtbildformaten in der digitalen Welt beschäftigt, der landet schnell bei Youtube und seiner mannigfaltigen Sammlung von Web-TV Formaten. How-to Videos sind da der neue heiße Scheiss – und Verarsche geht auch immer. Aber Literatur?

Heute bin ich auf ein paar Youtuber_innen gestossen, die das Format Buchbesprechung auf Youtube versuchen zu etablieren, und das sogar erfogreich und teilweise sogar, ohne das Buch gelesen zu haben. :)

Das hat mich inspiriert, auch einen Beitrag zum Themen-Tag “Bücher ABC” beizusteuern:

Klingt wie eine schlechte Helge Schneider Parodie und ist schlimm … und ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag. Wie das aussehen kann, wenn sich große Jungs damit beschäftigen, kann man bei Litscout sehen …

3 Fragen

An: Professor Peter Kabel

Tomorrow: Welche Eigenschaften brauchen Einsteiger in die Neuen Medien?
Kabel: Sie müssen bereit und gierig sein, sich jeden Tag mit etwas Neuem zu beschäftigen. Jeden Tag dazulernen, Pioniere sein.

Aus “Drei Fragen an Prof. Peter Kabel”, in Tomorrow 10/1998 – einem Geschenk von Uli zum 15. Geburtstag.

D08/15

Ist das eigentlich ansteckend? Kaum machen die Piraten auf sich aufmerksam, erst bei der Europawahl und dann in Berlin, spriessen Vereine aus dem digitalen Boden. Zuerst zur re:publica die Digitale Gesellschaft und nun, pünktlich zum Parteitag der SPD der Verein D64.

Lauter nette Leute ohne Einfluss. Die meisten kenne und schätze ich. Dennoch muss man sagen: der Start ging mächtig in die Hose. Denn Menschen, die Einfluss nehmen wollen, müssen auch welchen haben.

Die Digitale Gesellschaft, so nehme ich das wahr, wird in den tagesthemen zitiert, wenn man Experten zum Thema Netzsperren braucht, und ansonsten vom BMI in einem Interesse-heuchelnden Wachkoma gehalten. Einfluss-Versprechen, die wohl nie eingelöst werden. Man korrigiere mich bitte.

Bei D64 ist das noch schlimmer. Gerade läuft ein Parteitag der SPD – und en passant werden dort die gegensätzlichen Positionen eingenommen (Stichwort Vorratsdatenspeicherung), die – der laut kress report SPD-nahe Think Tank – D64 eben gerade mühsam eingenommen hat. Das ist ein politischer Super-GAU – und zeigt eigentlich sehr anschaulich, dass die analogen Machtstrukturen (vor allem in der SPD) wirken. Sie sind kerngesund, fühlen sich pudelwohl und pfeifen auf die paar Heinis, die sich zum denken in einen digitalen Tank zurückziehen. Netzpolitik ist wichtig? Nicht in der SPD, wie es scheint. Nicht dort, wo politisch gewirkt wird. Dort, wo Macht sich findet. Dort sind in der Regel Think Tanks angesiedelt.

Man missverstehe mich nicht, ich wünsche allen engagierten Netzaktivisten allen Erfolg der Welt. Aber ohne ein wenig Macht – und sei es Hausmacht – und Aggressivität geht das nicht. Fragen, die in der Blogosphäre dann gestellt werden; über Einfluss der Einfluss-losen – sind dann eher ablenkend und wirkungslos.

Eigentlich wollte ich noch etwas über das Nachdenken über digitale Lebensentwürfe und die Korrelation zur akuten und analog wirksamen Vertreibungspolitik des SPD-Senates in HH unter Olaf Scholz und Schill-Nachnachfolger Neumann sagen – Stichwort Zomia Bauwagen, Obdachlosenzaun und Abschiebung. Das lasse ich aber heute besser …

YouTube Stars (fabricated or original?)

“In the Rush-Hour i can feel your Power”

Das ist doch gemacht, oder? So einen gibt es nicht, denkt man – und dann erinnert man sich an so einige Fahrten mit dem ÖPNV seines Berufslebens und schon kommt einem dieser Mann gar nicht so irreal vor. Eine Prise Fremdschämen, Andy Warhols “15 Minutes of Fame” und die vorgestellte Realität eines “Bauer sucht Frau” portiert in den Berufsverkehr Manhattans – fertig?

@Nico macht sich Sorgen um Deutschlands Ruf in Facebook und der Welt

Nico Lumma kommentiert die Meldung des Schleswig Holsteinischen Datenschutzumsetzers des ULD, dass Facebook erwaägen soll, Daten, die via IP-Adressen aus diesem Bundsland erhoben werden, nicht in die USA zum Speichern zu schicken, und macht sich Sorgen, dass Deutschland als “das Land der seltsamen Querköpfe angesehen werden (könnte), die irgendwie darauf pochen, daß das Internet anders zu funktionieren hat als es gängige Praxis ist.”

Ich fände diesen Ruf ja ganz famos. Habe ich mir doch schon früher schon gewünscht, dass “Informationelle Selbstbestimmung”, ja Selbstbestimmung im Allgemeinen ein Exportschlager des Deutschen würde, wie Weltschmerz und Kindergarten.

Ich würde sogar noch weitergehen, und mir wünschen, dass wir Deutschen als diejenigen Querköpfe bekannt werden,

“die irgendwie darauf pochen, daß das Liebe und Leidenschaft anders zu funktionieren hat als es gängige Praxis ist.”

“die irgendwie darauf pochen, daß das Solidarität, bspw. mit Griechenland, anders zu funktionieren hat als es gängige Praxis ist.”

“die irgendwie darauf pochen, daß das Finanzwirtschaft und materielle Teilhabe anders zu funktionieren hat als es gängige Praxis ist.”

Ja, das wünsche ich mir, als Sozialromantiker. Und dass der hsv absteigt, aber das ist eine andere Dimension des gleichen Defektes.

#OccupyFacebook

Desorganisierte aller Länder vereinigt euch – Occupy Wall Street zum Beispiel

Die Desorganisierten und Vernetzten artikulieren sich nunmehr nicht nur in Nordafrika oder Spanien, oder zu regionalen Themen wie der Sozialromantik in einem Stadtteil oder Stuttgart 21, sondern – wo wenn nicht in New York – gegen bestehende Macht-Netzwerke.

Nobody Can Predict The Moment Of Revolution from ivarad on Vimeo.

We the 99% will not be silent and we will not be intimidated. This Saturday thousands more of us will march together as one to show that it is time that the 99% are heard. Join us on the 2nd week anniversary of your new movement.

We are unions, students, teachers, veterans, first responders, families, the unemployed and underemployed. We are all races, sexes and creeds. We are the majority. We are the 99 percent. And we will no longer be silent.

– occupywallstreet.org

Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz lehrt an der New Yorker Columbia University; Madrick arbeitet für das Roosevelt Institut, ein gemeinnütziger Verein, der progressive Ideen fördert. Es gebe einen Krieg gegen die Mittelklasse in Amerika, sagte Stiglitz. Die Banken hätten die politischen Prozesse gekapert. Außerdem bräuchten die USA ein faires Steuersystem – will heißen: höhere Steuern für die Wohlhabenden. Er forderte die US-Bürger auf, mehr Druck auf die Abgeordneten auszuüben. “Wir müssen unsere Demokratie demokratisieren”, sagte Stiglitz.
– zeit.de

Wer sich übrigens wundert, wie ich das auch tat, dass Mantra-ähnlich alles nachgesprochen wird von den Zuhörern …

Den Rednern an der Liberty Street ist es verboten, ein Megafon zu benutzen. Deshalb wird jeder Satz von den Zuhörern wiederholt, um ihn so für alle hörbar zu machen. Das verleiht den vielen Vorträgen eine gottesdienstähnliche Atmosphäre.

ME_FREAK

Freak-Nerd-Geek

Nerd-Geek-Freak

Es ist mir egal, wie ihr mich nennt.
Denn ich mag das, was ich tue und ich bin tief hier drinnen.
Woanders oft als ihr, dort, wo ihr nicht hinschauen könnt oder wollt.
Noch nicht.

Ihr seid mir auf den Fersen, und ich weiss, es ist nicht klug immer wieder vorzulaufen.
Sparsam gehe ich mit meinen Ressourcen auch nicht um. Ich verschwende in euren Augen.
In meinem Leben gibt es das Wort Investition auch, nur anders.

Und ich bin Romantiker. Ich bin das Scheitern und Enttäuscht-werden gewohnt.
Ich bin ein Nerd, ein Freak und ein Geek, auch weil ich es immer wieder tue.
Ich liebe.

#FCSP
#w-w-w
#younameit

Status is the new Hoax

Ich kann mich noch sehr gut an eine Begebenheit erinnern, die liegt so weit zurück, dass ich sie ins digitale Mittelalter verorte (auch wenn es ernst zu nehmende Zeitgenossen gibt, die behaupten, dass wir dieses dunkle Kapitel noch vor uns haben). Ich arbeitete in einer Online-Redaktion in einer Medienunternehmung. Den Sender gibt es heute nicht mehr, ihn umgab aber etwas Besonderes. Es war der erste Fernsehsender in Deutschland, der vor dem TV-Kanal eine Website hatte. Na? Wer weiss es? Buhler?

Ich habe dort gerne gearbeitet, auch wenn wir die – Thomas Knüwer würde Geeks sagen – Nerds waren, die da nachts und tags an ihren Rechnern hingen. Alle noch grau obendrein. Also die Rechner. Alle um uns rum waren eigentlich zu gebildet oder zu cool für ihren Job, eine Haltung, die ich in Redaktionen seitdem immer wieder antreffe ;), aber im Grunde super-nette Mädels und Kerle. Feine darunter, auch inzwischen gute Freunde. Nur eines ging mir damals schon auf den Keks. Die Manie, jede döspaddelige Warn-E-Mail vor Viren, Trojanern und Weltuntergangssoftware zu verbreiten. Als ich mal wieder dutzende E-Mails bekam in denen vor einer E-Mail mit Betreff “Penpal Greetings” gewarnt wurde, die komischerweise immer an den “großen Verteiler” gingen, schnappte ich ein, schickte meinerseits eine E-Mail mit dem Link zu den aktuellen Hoaxlisten* und überschrieb sie mit dem Betreff, eben, “Penpal Greetings”.

Da war nun die Hölle los. Dutzende Redakteure legten die Arbeit nieder und die Hotline der Admins lahm, weil sie nun Angst hatten, die E-Mail zu öffnen. Die IT-Leiterin stand wutentbrannt im Büro meines Chefs und forderte meine sofortige Entlassung. Panik.

Ziemlich schnell beruhigte sich der Hoax-Alarm wieder. Und keine zwei Tage später hatte ich die nächste E-Mail im Postfach, nie, aber auf keinen Fall folgende E-Mail zu öffnen. …

Ich habe gedacht, die Hoaxes seien ausgestorben. Nur um sie in den Statusmeldungen meiner Kontakte bei Facebook wiederzuentdecken. Panik!

* Hoax Liste der TU Berlin ->>
*Facebook Hoaxes – Page ->>

NOT HOT #WIRED

WIRED Deutschland Ipad App
Eine App-Blattkritik automatique …

663 MB Download, das verursacht auch in Zeiten von VDSL bei mir noch ein mulmiges Gefühl. Erinnerungen wandern durch mein Bewußtsein, Erinnerungen an Zeiten, als wir noch nicht Geeks hießen und eine 1MBit Standleitung zum Fettesten gehörte, was es unter der Sonne gab. Aber Ent!

Hotwired hiess die Website, die sich anschickte unsere SPEX zu werden. Immer auf dem Grat wandernd, so verschwurbelt feullietonistisch zu sein, dass wir nur die Hälfte verstanden, aber nicht die Lust verloren (die Sprachbarriere tat da ihr übriges). Ein vernetzter Popdiskurs. – Und genau wie Popdiskurse eben sind, kann ich mich nur noch an das Lebensgefühl erinnern, nicht an Inhalte oder Positionen. Das will ich nicht der Hotwired vorhalten, liegt sicher an mir. Nun sitze ich, nein ich liege, ein Hexenschuss hat mich längsgestreckt und mich zur Muße verdonnert, und habe ein wenig Zeit, um den Download abzuwarten, der sicher allen bekannten Pilgerstätten der Digitalen Bohéme in Berlin oder der Hamburger Schanze die Bandbreiten dicht macht. 663 MB sind eben auch heute kein Pappenstiel, denn die Zahl der Geeks ist eben mitgewachsen.

Ich frage mich, ob die deutsche Wired politisch sein wird. Hoffe es ein wenig. Noch 100 MB, noch kurz umdrehen und dann anfangen Continue reading “NOT HOT #WIRED”

Was US-Studenten mögen, essen, konsumieren …

… das kann man in Marktforschungen herausbekommen, wie in der tollen Bravo-Studie, die regelmäßig die Gewohnheiten und Vorlieben der deutschen Jugendlichen erhebt.
Oder man betrachtet ihr Verhalten in sozialen Netzwerken.

Und findet erstaunliches heraus. Beispielsweise, dass unter amerikanischen Studenten die elektronische Macht der Firma Apple erschreckend groß ist. Oder dass die 80er Jahre im Bier-Konsum sich wiederbeleben. Corona, mein lieber Scholli … und dazu Country Music vom Ipod ;)

facebook according to college students
facebook according to college students

via tnw

Warum Facebook stirbt?

Facebook stirbt - Medientage Panel

Zugegeben, auch ich habe mir seinerzeit Gedanken über “Sterben als Geschäftsmodell” und möglichen Exit für Facebook gemacht. Dennoch wundere ich mich über dieses Panel auf den Medientagen München. Pikant, dieses Panel findet im Segment “Aus- und Weiterbildung” statt, so als spräche man nicht über eine Hypothese, eine provokante obendrein, sondern als betrachtete man Facebooks vollendete Zukunft. Digitales Futur II.

Sitzt da @tkulow auf dem Panel?

ZDF schon heute: Übermorgen haben wir alle einen Preis an unserem Namen

“There will be a price on my head”, sagte Mike Butcher nach einer unserer Sessions auf der #mlove11 und meinte damit, dass die Personalisierung in der digitalen Welt sich dahin weiterentwickelt, dass unsere Kaufentscheidungen und persönlichen Vorlieben nicht nur Ziel von Werbung sind, sondern unsere Persönlichkeit selbst einer Aktie ähnlich mit einem Preis versehen werden kann. Eine Entwicklung, die ich auch befüchte und bei der viele von uns sich wundern werden, was für einen Ramsch ihr Leben darstellt, monetär gesehen.

Wundere mich nur darüber, dass das ZDF mit seinem Videoblog “Übermorgen TV” schon mit meinem Profil anfängt … und wie billig ich bin:

Uebermorgen.TV Fluch und Segen der Personalisierung im Web
Uebermorgen.TV Fluch und Segen der Personalisierung im Web

Kino.to Relaunch (Update: Kinox.to)

Update: Kino.to ist wieder da, wie der Mediendienst meedia meldet. Nu nennt sich der Streamingdienst für Kinofilme und TV-Serien Kinox.to und agiert unter neuer Domain wie bisher.

Der Relaunch der Filme-Seite Kino.to ist imho echt gelungen. Die feine Reduktion auf das Wesentliche und genug Weißraum für die Inhalte. Toll. Nur das mit der Interaktion gestaltet sich ein wenig schwierig.

Kino.to Website Screenshot
Kino.to Website Screenshot

Fehlt eigentlich noch der Papagei.

Berlin, 8. Juni 2011. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresen hat heute, am 08.
Juni 2011, einen konzertierten Schlag gegen das größte deutschsprachige
Filmraubkopienportal „kino.to“ geführt. Unter Leitung der Integrierten
Ermittlungseinheit Sachsen (INES) vollzogen Polizeikräfte in Deutschland,
Spanien, Frankreich und den Niederlanden Razzien in zahlreichen Wohn- und
Geschäftsräumen. Allein in Deutschland durchsuchten über 250 Polizisten und
Steuerfahnder sowie 17 Datenspezialisten bundesweit zeitgleich über 20
Wohnungen und Geschäftsräume und Rechenzentren. 13 Personen wurden
verhaftet. Nach einer Person wird gefahndet. Die Polizei hat die Domain „kino.to“
beschlagnahmt. Mehrere so genannte Streamhoster, bei denen die auf den
Portalen verlinkten Raubkopien abgelegt sind, wurden von den Behörden vom
Netz genommen. Anlass der Maßnahme ist der „Verdacht der Bildung einer
kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von
Urheberrechtsverletzungen“, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden in ihrer
Presseinformation mitteilt.

Welcher (peinliche) Pop-Song erzählt die schönste Geschichte ..? #storytelling

Meinetwegen auch jedes andere Genre: Rock, Hardrock, Folk, Country, Blues, Rap … younameit?

Ich bin letztens mit @momorulez drauf gekommen, als wir beim Mittagessen im Raval diskutierten und mir wieder einfiel, dass wir beim “vh1-derland” damals ein Ritual hatten, bei dem jeder einmal seinen peinlichsten Lieblingssong spielen durfte/musste.

Nun stolpere ich bei quora über die Frage nach den besten “storytelling songs” … und es sind gleich ein paar meiner echten und peinlichsten Favoriten dabei: ;)

Convoy by C. W. McCall
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Kuratieren ist das neue Suchen #buzzrank #curator

Seit heute ist der neue Buzzrank Curator online, eine Art Rivva light, also light im Sinne von übersichtlich und schnell konsumierbar. Björn @Ognibeni hat mir diesen Dienst letzte Woche beim Mittagessen vorgestellt und ich mochte ihn sofort. Zum einen, weil man ja nie sicher sein kann, wie lange Frank Westphal tatsächlich noch Lust auf Rivva hat, und weil es nie genug dieser Dienste geben kann.

Das kuratieren des Web und vornehmlich des Social Web nur Google oder Facebook zu überlassen, fände ich doof. Richtig deshalb, dass Buzzrank, ein Tool zum verfolgen und bewerten der eigenen Digitalen Reputation, seine gesammelten Daten so aufbereitet, kuratiert.

Dazu werden aus den Tweets der gut 700 Mitglieder des Curator Panels alle Links extrahiert und für jede verlinkte Webseite der aktuellen BuzzRank ermittelt. So entsteht ein Fluss von aktuell im Social Web viel diskutierten Inhalten. Je wichtiger eine Meldung zum jeweiligen Zeitpunkt ist (je höher also der BuzzRank ist), desto weiter oben erscheint sie. Im Zeitverlauf nimmt der BuzzRank wieder ab, die Nachricht wandert nach unten, neue News erscheinen.

Ich wünsche mir weitere curators. Für Fernsehserien vielleicht, oder Fluglinien.

Link: buzzrank curator

Chrome/Firefox: Geschlossene Tabs wiederherstellen – Shortcut

Büronerdism:
F: “Wie hieß nochmal der Shortcut für das Wiederherstellen von Tabs?”
A: “Welcher Browser?”

Tastenkombination [Strg]/Apfel + [Umschalten]/Shift + [T], um den eben geschlossenen Tab wieder herzustellen. Firefox und Chrome merken sich nicht nur die zuletzt geschlossene Registerkarte. Die Tastenkombination [Strg] + [Umschalten] + [T] mehrmals hintereinander gedrückt, bringt Sie nach und nach ältere Tabs wieder zum Vorschein.

Vom Internet Explorer ist ein solches Feature nicht bekannt ;)

Legalise Kino.to

Nach dem Verbot und Abschalten der Film-Streaming-Plattform kino.to wird diskutiert. Die Industrie über die Verfolgung der Nutzer, andere, wie Tim Renner über das ungenutzte Potenzial dieser Nutzerschaft.

Richtig wäre statt dessen, auf Seiten der Produzenten zu akzeptieren, dass man keine Kontrolle mehr darüber hat, wer wann welchen Film schaut, und den Kunden ein Angebot zu machen, so wie es kino.to getan hat. Mit der Zusicherung besserer Qualität und rechtlicher Sicherheit kann man damit garantiert auch bessere Preise erzielen, als es kino.to tat. Die reine Existenz der Plattform, die man lahm legen musste, beweist, dass ein Markt da ist. Diesen nicht wahrzunehmen, ist Betrug an allen anderen (zum Beispiel auch den staatlichen Filmförderern), die Rechte an dem Werk erworben haben. Es treibt potenzielle Kunden in die Illegalität und schneidet Erlösberechtigte von potenziellen Einnahmen ab. Verbote ohne Angebote funktionieren nicht bei Volljährigen.

Wie “Privat” ist man im Social Web? #Arbeitgeber #Facebook

Kommunikative Fähigkeiten im social web sind inzwischen Standard-Anforderungen an den modernen Arbeitsplatz und Arbeitnehmer. In Zeiten der Post-Ich-AG setzen Unternehmen, vor allem diejenigen der Digitalen Wirtschaft, Medien und Hersteller von hippen Konsumgütern und Dienstleister, auf Angestellte und Freiberufler, die sich auch im Internet zu bewegen wissen.

Wie wollen wir das aber regeln, wenn Arbeitszeiten oder der Ort an dem ich kommuniziere allein nicht mehr zur Unterscheidung taugen, ob eine Äußerung als Privatperson oder als Angestellter eines Unternehmens erfolgen. Das ist wichtig zu wissen und zu diskutieren. Zwei aktuelle Beispiele kommen mir hier in den Sinn. Zum einen der Fall des Asstel-Experten, der für sein Unternehmen bei gutefrage.net Antworten, auch zu versicherungsfremden Fragen, gegeben hat. Zum anderen Stefan Keuchels wütender Hinweis an Facebook, dass ihm das Auffinden, Verstehen und Löschen von Facebooks Gesichtserkennung zu umständlich ist.

  • Haben wir das noch selbst im Griff, dass uns unsere sozialen Kontakte als Privatpersonen wahrnehmen?
  • Hat das mit der Tageszeit zu tun? – Sind private Äußerungen nur nach Büroschluss erlaubt?
  • Sollten wir private Äußerungen markieren?
  • Haben Angestellte eines Unternehmens das Recht, ihre Meinung und Expertenschaft bspw. bei gutefrage oder wer-weiss-was zu kommunizieren, wenn sie sich an die Regeln halten?
  • Eine spannende Diskussion, die wir nicht den Juristen überlassen sollten.

    Disclosure:
    Der Autor ist mit Stefan Keuchel bekannt, würde diese soziale Beziehung als öffentlich-privat bezeichnen. Außerdem möchte er als GF des Wissens-Dienstes wer-weiss-was zu der Causa Asstel keinen wertenden Kommentar abgeben, hält die Diskussion aber auf der Meta-Ebene für spannend und angebracht.

    Ampelfrei Autofahren

    Es gibt Überlegungen, bspw. im Seeverkehr auf die teuren Seezeichen-Markierungen, Tonnen und Baken, zu verzichten und nur noch digitale Markierungen zu verwalten. Sinn mag das machen, da fast alle berufsmäßigen Schiffe längst via GPS und Kartenplotter auf digitalen Seewegen navigieren.

    Für den Straßenverkehr soll es ähnliches geben. Automatischen Verkehr. In New York soll es ausprobiert werden – und kommt analogen Immigranten in die digitale Welt spanisch vor: Continue reading “Ampelfrei Autofahren”

    Der beste Schutz gegen Facebook Gesichtserkennung (funktioniert auch bei Google Picasa/Goggle)

    Facebook eilt von einem Gesichtsverlust zum Nächsten. In unbeeindruckter Ignoranz startet das Social Network Datenschutz-sensible Dienste in Reihe, ohne die Nutzer entsprechend vorher zu informieren. Neuster Aufreger: Die Gesichtserkennung von Facebook.

    Schnell finden sich findige Social Media Berater, die in Blogs zum Thema Tipps und Hinweise geben, wie man am besten sich gegen die Gesichtserkennung bei Facebook wehrt. Ring2 ist es gelungen einen todsicheren Algorhythmus zu finden, mit dem man Googles Goggles und Facebooks Gesichter-Erkennung garantiert aussperrt: Continue reading “Der beste Schutz gegen Facebook Gesichtserkennung (funktioniert auch bei Google Picasa/Goggle)”

    Kein Gesicht auf Facebook

    Facebook aktiviert die automatische Gesichtserkennung, lese ich aktuell bei netzpolitik.org, und klopfe mir heimlich auf die Schulter (nur ein wenig, keine Angst), denn ich habe bisher penibel darauf geachtet, dass es keine Fotos auf Facebook gibt, auf denen mein (ganzes) Gesicht zu sehen ist.

    Irgendwie doof und ein wenig paranoid, gebe ich zu. Aber wer weiss, wozu das nochmal gut ist.
    Auch wenn ich weiß, was “Facebook” übersetzt heißt. Dazke.

    Update: Das waren noch Vorsätze. Leider ist das alles nun hinfällig ;)

    Woizzer unbenutzbar

    … zumindest für mich.

    Woizzer, nach eigener Auskunft ein soziales Netzwerk für Sprache (“Spoken Media überträgt die Idee von Social Media in die Welt der gesprochenen Sprache”) verlangt nämlich obligatorisch den Abgleich mit dem privaten Adressbuch. Virales Marketing mit der Pistole auf der Brust, das mag ich ja besonders gerne. Schade.

    Vielleicht lass ich die App drauf, so als abschreckendes Beispiel bei Präsentationen: Erlauben Sie Woizzer Zugriff auf ihr Adressbuch? -> Nein -> Woizzer muss Zugriff auf ihr Adressbuch haben, um … blablabla -> Ablehnen -> Erlauben Sie Woizzer Zugriff auf ihr Adressbuch? -> Nein -> Woizzer muss Zugriff …