Blogzeichen XY ungelöst

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Christian F. scheint ein herzensguter Mensch zu sein, denn er leiht wildfremden Menschen in Not sein letztes Geld. So geschehen im April letzten Jahres am Flughafen S.F. – ein Trickbetrüger erleichterte ihn um 180 USD:

In breitem österreichischen Dialekt erzählte er mir, er hätte viel Übergepäck (ein Mountainbike) mit, für das er jetzt berappen müsste, er hätte jedoch nicht mehr genügend Geld – ob ich ihm etwas leihen könnte.

Obwohl ich ein etwas ungutes Gefühl dabei hatte, meinte ich “okay”, wenn er mir seinen Pass zeigen würde und mir unterschreiben würde, dass ich ihm Geld geliehen habe. Gesagt, getan. Pass schien in Ordnung, “Christian Rathpoller” aus Österreich. Zettel geschrieben, Geld ausgehändigt. Dummheit … sehr große Dummheit!

Nach wirren und entmutigenden Erlebnissen mit den deutschen Fahndungsbehörden und monatelanger eigener Recherche dann das erlösende Posting: Trickbetrüger gefasst.

Ein weiteres potenzielles Opfer hatte den Braten gerochen, als derselbe Betrüger es diesmal in Lima ansprach, wurde mißtrauisch und hat dann in einem Internetcafé den Namen des Betrügers, “Christian Rathpoller”, nachgeprüft und war auf den Artikel aus dem HongKong Blog gestossen. Verhaftung!

Endlich mal eine Geschichte, die wie die Faust aufs Auge in unsere kleine Postille passt. Von dieser Stelle eine dicke Belobigung. Das war amtlich gefahndet, ein schönes Beispiel für angewandte Kriminologie.

Foto: Hongkong Blog

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opodo, disabled — airlines.de auch

Nachtrag: 14:10 — airlines.de auch unbuchbar. Mich regt nur auf, dass einen alle durch 1000 Formulare schicken, bevor sie abbrechen. Grr*

Irgendwie ist im guten alten Internet der Wurm drin. Wo ich auch hinsehe, Serverprobleme.
Nachdem die Ringfahndung wieder läuft, wollte ich mir meinen Flug zu den DLD’s in MUC buchen. Abkürzungen sind übrigens wichtig in diesem Zusammenhang.
opodo, mein Lieblingstool was online Flugbuchungen angeht, suchte mir auch einen schönen Flug heraus. Diesmal mache ich es richtig, dachte ich, reise schon Sonntag an, dann verpasse ich auch nicht die schöne Speech vom Hubert.
Dann fragt mich opodo nach meiner Kontonummer. Abgebrüht, wie ich nach 11 Jahren Leben online geworden bin, schicke ich meine Kontonummer rüber. 0xxx xxx xxx. Buchen. …

Achtung
Bitte lesen Sie folgende Mitteilung/en
* Die erste Ziffer Ihrer Kontonummer sollte eine Zahl zwischen 1 und 9 sein.

erschien auf dem Schirm. Da stimmt wohl der Vektor nicht, grient Peter von hinten.
Ein Anruf beim Callcenter (wie ich die inzwischen hasse!) ergab, dass opodo auch Buchungsschwierigkeiten hat.

Auf später.

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Haarspalterei in der Gegenwart

Das online Magazin „Die Gegenwart“ macht in seiner aktuellen Ausgabe mit Johnny Haeusler und Mario Sixtus auf. Zwei Autoren mit wenig Haaren und jeweils prominentem Weblog.
Das erfreut die gesamte Dorfgemeinde. Ist ein bischen wie beim Friseur. Bloggen ist wohl doch die neue Form des Boulevard.

Viel interessanter als die Frisuren der „Berufsjugendlichen“ (ich darf das sagen, bin selbst einer) ist doch der Umstand, dass ein online Magazin, „Die Gegenwart heisst. Ausdruck einer gebrannten Generation, die sich im Hier und Jetzt geborgen fühlt. Eigenwillig.

Empfehlen möchte ich unseren jüngeren Lesern den Artikel das Interview über mit Peter Glaser. Bloggt der eigentlich?

Übrigens:

Demnächst werden wir alle über unser Leben im Internet ein Logbuch führen, glaubt Loïc Le Meur. Und das ist auch gut so, findet er.

schreibt der hier erwähnte Herr Sixtus in einer früheren Ausgabe von „Die Gegenwart“.

Warum ich das erwähne? Nur so. Und wegen dem „Und das ist auch gut so“.

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Kijiji: ebay’s niedliches Heuschrecken-Start-Up

Kijiji, das kleine Dorf der lustigen KLeinanzeigen in einer kleinen sozialen Welt. Wie suess!

Social Software ist was Tolles. Nach dem Zusammenbruch der New Economy hat sie zusammen mit der „open source“-Gemeinde das Netz mit Leben und die Bedürfnisse der User erfüllt. Mambo, flickr, craigs list, movable type und nun plazes.com heißen die Vertreter von Start-Ups, die den lange geträumten Internet-Traum von freier Information nähren.

Auch übrig geblieben sind, inzwischen zur Megakonzerngröße herangezüchtete, ehemalige Start-Ups, wie ebay, amazon und google. Mit Social Software hat das nichts zu tun. Knallharte „shareholder value“-Grundsätze bestimmen das Milliardengeschäft der „New Heuschrecken“.

Besonders interessant, weil gefährlich, wird es, wenn sich ein solcher Megakonzern anschickt ein Terrain zu erobern, in dem er noch nicht Marktführer ist: das lukrative, in Deutschland bisher von Verlagen dominierte, Geschäft mit Kleinanzeigen. Kijiji heißt der von ebay gegründete, gesteuerte „craigs list“-Klon, der von der Anrede, wie eines der erfolgreichen „social software“-Projekte daherkommt:

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Spreeblick Verlag: Geteiltes Echo der Blogosphäre

Eigentlich ist das erste Feedback auf die Nachricht, dass Johnny sein Spreeblick Blog professionalisiert hat, überwiegend positiv. Es gab aber auch schon Beiträge von Spreeblick die schneller mehr als 52 Kommentare hatten.

Teilweise erschrocken sind die Blogger, die ich hier schon mal an schlechten Tagen salopp als „ASTA-Schnaaken“ oder „Sozialeremiten“ bezeichnen möchte.

In jeder neueren Internetbewegung (und nebenbei auch in jeder drittklassigen Uni), sei es die Endneunziger „netzliteratur“ oder die ersten Internet-Communities – immer wieder – gibt es sie. Sie halten sich und den Kreis ihrer Homies als den Nabel der Welt.
Eigentlich finden Sie das sehr angenehm, dass der schäbige Rest der prolligen und schnöden Republik sie nicht versteht.

Sie umgeben sich mit kryptischem Community-Sprech und hassen alles, was in ihren Augen ihre heile kleine Welt bedrohen könnte: T-Online, BILD, RTL und die Deutsche Bank sind ihre Feindbilder.

Wenn jetzt einer, den sie aus ihrer Mitte wähnen, überläuft, weil er versucht aus seinem Hobby eine Profession zu machen, dann wird der Krieg ausgerufen.

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Gehen Sie auf „Nummer Sicher“ bei der Partnersuche im Internet

Immer mehr Singles suchen den Partner fürs Leben im Internet, zahlreiche melden sich bei Online-Partnervermittlungen wie ElitePartner.de an.
Wichtig für alle Partnersuchenden sind vor allem die Seriosität, die Sicherheit und der Kundenservice des Angebots. Arne Kahlke, Geschäftsführer von ElitePartner.de – der Partnervermittlung für Akademiker und seriöse Singles –, und Marcel Heyne, Sprecher der Initiative Safer Dating, äußern sich im Interview zum Thema Sicherheit und Seriosität von Online-Partnersuche und -Dating.

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Na heute is ja wieder mal so ein Tag …

Sitze bei strömendem Regen im Auto, im Radio nur Mist und die Aussicht auf kilometerlanges Bumper-to-Bumper-Gekurve nach Hause…wieder mal die richtige Gelegenheit seinen Gedanken nachzuhängen…und, oha!! Neben mir eine Plakatwand mit dem roten Klammeraffen-Zeichen mit Herzchen drin….herzallerliebst, das Logo von Yahoo! Dating, die Partnerbörse…und schon klackerts im Gehirn:


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Riskante Flirts im Internet.

Neue Initiative „Safer Dating“ will mehr Sicherheit beim Online-Dating

Die Partnersuche im Internet zieht Millionen von Singles in ihren Bann. Noch nie war es so einfach, andere Menschen kennen zu lernen. Doch im arglosen Umgang mit dem neuen Trend lauern auch Gefahren. Zwei spektakuläre Verbrechen haben die Diskussion um die Sicherheit beim Online-Dating kürzlich wieder angefacht. Eine neue Initiative von Interessengruppen und Anbietern nimmt sich nun des Themas an.

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Michael Moores Fahrenheit 9/11 nominiert.

F911Poster.jpgDie Nominierung beim einflussreichen Publikumspreis „People Choice Award“ zum „Besten Film des Jahres“ erweckt die amerikanische Opposition aus ihrem Wahlschockzustand.

Neben Kassenknüllern, wie Spiderman 2 und Shrek 2 ist Fahrenheit 9/11 der einzige Dokumentarfilm unter den nominierten Filmen. Die Abstimmung erfolgt online, „peoples choice“ eben.

Anders als im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, in dem der Rest der Welt nicht mitwählen durfte und George W. Bush sogar europäische Internetnutzer von seiner Website ausschloss, können jetzt Filmbegeisterte aus der ganzen Internetwelt ihre Stimme abgeben.



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Ist Ohio gefallen? Die ganze Welt rätselt: Wer gewinnt das U.S. Wahlfinish

Betty MugCNN, der Spiegel online, selbst blog.tagesschau.de kennen das genaue Ergebnis in OHIO, einem der so genannten „swing-states“, nicht. Sie sehen Bush vorne. Wir wollten es genau wissen und fragten die Augurin von Ohio.com, Betty O’Neill-Roderick. Angeblich kann sie jede Frage rund um Ohio beantworten. Betty ist immer noch dabei das Wahlmaschinen-Handbuch auswendig zu lernen. Zum Glück hatte sie einen der provisorischen Wahlzettel ausfüllen dürfen, sonst wäre ihre Stimme wie letztes Mal nicht gezählt worden ;)


Kerry Train

Für den Fall, dass irgendjemand trotz der stundenlangen Aufklärung bei RTL, ARD und Konsorten noch nicht weiß, was provisorische Wahlzettel sind: hier die Erklärung.
Wir stellen uns vor, wir sind von Bucknuck, Ohio nach Cincinnati gezogen, weil alle UPS-Jobs in unserer Heimatstadt gestern gestrichen wurden. Dann haben wir natürlich ein Problem. Außerdem hätten wir nach dem alten Gesetz nicht in Cincinnati wählen können, weil wir uns, wenn überhaupt, in der 200 Jahre alten National Guard Kaserne in Bucknuck zum Wählen melden müssen. Nach dem Wahlskandal von 2000 geht das aber nun auch in Cincinnati.
Wir haben allerdings unser Problem nur auf den Staat und die Stimmenauszähler (Gerüchteweise der gleiche Notar, der die Ziehung der Lottozahlen überwacht) verlagert. Die müssen nämlich jetzt einen afrikanisch stämmigen Iron-Man-Läufer die 800 Meilen nach Bucknuck laufen schicken, um zu prüfen, dass ich auch wählen durfte. Es könnte ja sein, dass Ohio von Al-Kaida Schergen unterwandert wird, die Kerry wählen. Das ist aber eine andere Geschichte.

„Endlich Allein“: George Bush (georgewbush.com) baut digitalen Anti-Imperialistischen Schutzwall.

georgebush.com

Ringfahndung.de und alle Internetnutzer, die sich über die bevorstehenden Wahlen in den USA aus erster Hand informieren wollen, werden von http://www.georgewbush.com ausgeschlossen.
Access denied wird einem lapidar in einer Apache Standardmeldung mitgeteilt.

Findige Europäer haben sich nicht abschrecken lassen: unter http://origin.georgewbush.com/ kann sich jeder noch so unamerikanische WWW-Nutzer die Ergüsse des präsidialen Wahlkampfteams ansehen.

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Controlling-Instrumente

2003, die New Economy zuckt ein letztes Mal:

Jaa. Die letzte Welle der Inkontinenz fegt über die zerklüfteten Canyons der einst blühenden NEW MEDIA-Landschaften. Es ist frostig kalt. Ausnahmsweise kommt die Kälte nun aus Westen.
Börsen-Winter

Ab nach Mecklenburg-Vorpommern.
Oder mein kleines feines Schleswig-Holstein-Ticket. Und dann an den See, weiter nach Plön.

Kenne da einen Kraftfahrer, der mal Diskothekenbetreiber und Hobbylude war. Hat mir bei ebay, ein notebook aufgenötigt. Konnte schlecht NEIN sagen — wie der Sicherheitsrat heute — der Mann hatte eine tiefe Stimme und eine Tätowierung am Hals.

QuentinTarrantino, – wie komme ich jetzt darauf? Ach ja, Tätowierung am Hals – ist nicht zu finden auf Bit-Torrent. Dann kann das auch nicht weit her sein mit dem Film. ODER?

Ringfahndung nun Weblog

Nun .. was heisst denn das?
Ganz einfach. Das heisst, dass sich ring2.de (das zweitbeste Satire-Magazin des deutschen Internets) am weltweiten Wissensaufbau beteiligen möchte. Ab heute wird nacheinander publiziert, sich vernetzt und gepingt. Was das Zeug hält.