Verlagsmanager vs. Journalisten: „Eure Phantasien sind nicht unsere Visionen“

medien, zeitungen

Stolpere heute morgen über einen Beitrag von Michael Jürgs in der FAS. Eine Abrechnung mit „Flanellmännchen“, den selbstherrlichen Schaumschlägern unter den Medienmanagern, die denken man könnte Journalismus mit Buchhalternasen lebendig am Kiosk oder anderswo verkaufen.

Auch ein Angebot, zurückzukehren auf den Pfad großer Verleger.

Wenn das man so einfach wäre.
Es setzte nämlich voraus, dass folgende These Jürgs stimmt:

Falls auf der anderen Seite des Tisches im großen Saal des Hauses Manager mit Mut sitzen, könnten sie mit Journalisten zu gemeinsamen Zielen aufbrechen und deren Visionen in die Realität umsetzen.

… es nämlich genügend Journalisten gäbe, die Visionen hätten und den Mut aufzubrechen.
… es genügend Markt für solche Publikationen gäbe, also Leser bereit wären für querköpfige Meinungen zu zahlen. Oder würde dann als erstes das intern so heiß geliebte Feuilleton auf der Strecke bleiben, eben weil es eher ein Produkt der Eitelkeit von Journalisten ist, mehr als dass Nachfrage danach besteht?

Manager haben durchaus Visionen, das ganze Geschäft basiert ja darauf. Journalisten scheinen nur nicht mehr in der Lage die Visionen zu entwickeln, die die Phantasie ihrer Brötchengeber beflügeln. Die Medienbranche steckt in einer strukturellen Wandlung, die durchaus die Rückkehr zu hochqualitativen, engagierten Publikationen bedeuten kann. Die Mehrzahl der Journalisten heute, wird das aber nicht ernähren können. Und das liegt nicht an den Verlagsmanagern allein. Es liegt auch an der Weigerung vieler Journalisten diesen Wandel zur Kenntnis zu nehmen, zu akzeptieren, dass man nicht mehr nur für sich und die Mädchen schreibt, der Leser – nur um ein wenig zu strapazieren – sein Tun in Echtzeit bewertet, kommentiert, manchmal besser und fundierter selbst publiziert. Ist es da ein Wunder, dass Manager ihre Phantasien auf andere Bereiche lenken?

Wobei dies dabei nicht falsch sein muss:

Der gebildete Journalist Mathias Döpfner, Chef des Hauses Springer, hätte getreu dem Motto, ein Schuster möge bei seinen Leisten bleiben, für rund 600 Millionen Euro, die das PIN-Abenteuer gekostet hat, einen deutschen „New Yorker“ gründen oder eine Berliner Illustrierte und sogar beide über jahrelange Durststrecken wässern können.

Die Diskussion bei Rivva
Zum Thema: rebell.tv
-foto flickr, cc-lizenz-
-via-

RTL – Sendermarke im Web 2.0?

„Wir setzen darauf, dass RTL als eigene Marke erkennbar bleibt“

… sagt RTL Sprecher Christian Körner ggü dem journalist, ausgerechnet als Erklärung dafür, dass man RTL-Produkte nicht auf iTunes findet, sondern nur auf der eigenen Plattform RTLnow. Lustig, denke ich, ich würde diesen Satz diametral als Begründung dafür benutzen, dass Inhalte, wenn sie wie im Web 2.0 überall zu finden sind, gerade eine starke Markenbotschaft brauchen.

Das Erkennen, dass man gerade als „Sender“, bei stetigem Wegfall der technische Verknappung (Kabel) als Grundlage für die eigene Existenz, seine Inhalte mit einer starken Markenbotschaft aufladen muss, um sie auf Reisen zu schicken – zum Zuschauer! – dieses Erkennen fällt RTL wohl strukturell schwer.

Die Politisierung der deutschen Blogosphäre und der Irrtum der netzeitung

Die netzeitung interpretiert heute die Ergebnisse des Forschungsdoppelbands «Neue Schriften zur Online-Forschung Bd.2&3» im Hinblick auf Blogs:

Im September 2005 sah sich der amerikanische Journalist Sean Sinico anlässlich der Bundestagswahlen in der deutschen Blogosphäre um. Die Deutschen Welle brachte seine Analyse damals unter der Überschrift „Blogs Making Baby Steps in German Politics“. Das war keine Provokation, sondern Fazit einer nüchternen Bestandsaufnahme.

Vor ein paar Wochen führte das Zitat von Sinicos damaliger Einschätzung zu deutlichen Abwehrreaktionen aus der A-Blogger-Szene. In der Abwehr unter ging die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Feststellung, dass auch der aktuelle Vergleich US-amerikanischer politischer Blogs mit ihren deutschsprachigen Pendants ergab, welch geringe Rolle politische Blogs im deutschsprachigen Raum spielen.

Die Methode, den Entwicklungsgrad einer nationalen Blogosphäre an ihrer Politisierung abzuleiten hat der Haltungsturner bereits ausgiebig kritisiert. Ich stimme ihm da zu.

Das (stichpunktartige Suchen nach Keywords, wie „Irak“ und „Merkel“, Anm. d. A.) hielte ich für eine Fragestellung – mal abgesehen davon, dass ich die These Politisierung = Professionalisierung bedenklich finde -, die völlig ungeeignet ist, die Politisierung deutscher Blogs und deutscher Blogger festzustellen.

Vielleicht liegt der Irrtum der netzeitung ja auch einfach darin, dass A-Blogger (also Reichweiten- und Link-Starke Blogs) in Deutschland nicht vornehmlich über Politik bloggen, sondern über Medien, Pop oder das Bloggen selbst.

Natürlich gibt es eine große politische Blogosphäre. Die ist in Deutschland allerdings extremistischer als in den USA, was wiederum viel mit dem Anstand und Respekt vor der politischen Meinung anderer zu tun haben könnte. Der ist in den USA einfach höher.

Politik wird in Deutschland entweder verkopft gebloggt oder kommt aus dem Darm. Der Bauch ist leider viel zu selten Entstehungsort von politischer Artikulation. Das ist bedauerlich, sagt aber über die Politisierung deutscher Blogs gar nichts aus.
Seit ich Mitautor bei shifting reality bin jedenfalls, kommt mir das oft so vor.

Nachtrag: (1)
Neben den vielen richtigen Punkten, die netzpolitik.org noch zu dem netzeitungsartikel anführt, erscheint mir der folgende Satz wichtig zu sein:

Ein Unterschied könnte auch sein, dass US-Politik-Blogs von Journalisten als Quellen genannt und verwendet werden.

Du bist Journalist, Amen.

Die Journalisten und alle anverwandten Qualitäter brauchen nichts von ihrem Expertentum aufzugeben. Aber sie müssen mehr und wesentlich offensiver ihre Ansprüche mit den Nutzern und Neuformierern ihrer Arbeit teilen. Es wird weiterhin erstklassige Reporter, Berichterstatter und Autoren geben, die uns mit klaren Blicken auf die Welt versorgen. Aber die Zeit, in der Journalismus von einer begrenzten Berufsgruppe ausgeübt wurde, geht zu Ende. In der Internet-Ära sind wir alle dazu verdammt, Journalisten zu sein.

… schreibt Peter Glaser, damals einer der Kolumnisten unseres legendären VH-1derlandes (ja ich Trauer da immer noch) in der TR. Und setzt ein schönes Ausrufezeichen unter die Diskussion der letzen Zeit.

SZ et al, „Google News ist euer Fieber“

Nicht nur die deutschen Printmedien liegen in schwerem Fieber. Weltweit, zumindest in der westlichen Welt, sinken die Auflagen der traditionellen Zeitungen. Die Erkenntnis greift langsam um sich, dass das wohl nicht wieder wegzuwünschen ist.

Mit Erstaunen lese ich in diesem Interview der SZ mit John Lloyd, dass nun ausgerechnet Google News als Buhmann aufgebaut wird. Ein Buhmann, der allenfalls als Symptom durchgeht, stellt er doch sehr deutlich die Austauschbarkeit der Medienberichte dar, wenn zu einem Thema ausgerechnet Reuters als Quelle genannt wird, und, wie heute 300 (!) Medien denselben, oder minderwertig erweiterten Inhalt anbieten. Das war schon vorher so, fällt aber nun eben auf.

Menschen mit galoppierender Panik aber, nehmen solche, für normale Menschen leicht zusammenzudenkenden Zusammenhänge nicht wahr. Journalisten, wie Uli Jörges bspw. auch sehen das Problem nicht in ihrer eigenen Austauschbarkeit, sondern im Überbringer ihrer Nachrichten. Nichts anderes ist Google News, zitiert noch nicht einmal viel von den klassischen Medien. Unlauteres „Ressourcen“ abgreifen, also Trittbrettfahrern, sehe ich da nicht.

SZ: Sehen Sie in „Googles News“ eher einen Freund oder Feind für die Zeitungswirtschaft?

Lloyd: „Google News“ ist derzeit eher unser Feind als Verbündeter. Und zwar weil dort Nachrichten nicht selbst produziert, sondern einfach Anderen weggenommen werden. Dadurch wird die Anziehungskraft derer geschwächt, die fürs Nachrichtensammeln bezahlen müssen. Die stellen Google unfreiwillig ihre Ressourcen zur Verfügung und bekommen nichts zurück.

Leider geht Herr Lloyd nicht auf die interessante Frage ein, ob längere Reportagen, einzigartigere Inhalte, verwegene Geschichten der Schlüssel zur Umkehr wären? Meines Erachtens die einzige Chance, für Zeitungen schwieriger als für Magazine, sich vom seichten Nachrichtengeblubber abzuheben, mit Glück und Tüchtigkeit auf das Radar von bisherigen Nichtlesern zu kommen.

Offline- und Online-Egoshooting Galore heute in Berlin

boxing
Eigentlich war er fest eingeplant, der Trip heute Abend nach Berlin.
Leider ist etwas dazwischen gekommen.

Werde mich trotzdem genüsslich mit einem alkoholfreien Weissbier zurücklehnen und meinr Mannschaft die Augen drücken, sie kräftig per twitter anfeuern, wenn große Blogger-Egos auf zwei Journalisten treffen, die in diesem Punkt uns allen gestörten Seelen in nichts nachstehen.

Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www
Livestream der Podiumsdiskussion „Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“ am Donnerstag, den 10. Januar 2008 um 19.00 Uhr.
Ab 10. Januar 2008, 18:50 Uhr, Liveübertragung

Foto: Ausschnitt eines flickr Fotos von Frau_K, CC

Johannes Boie: Wo er recht hat, …

Wer sich dem Online-Chaos mit eigener, vielleicht gar kontroverser Meinung, ohne eigene Plattform und Unterstützertruppe (wie bekannte Blogger sie haben), dafür aber mit vollem Namen stellt, muss froh sein, nicht sofort gegoogelt und virtuell an die Wand gestellt zu werden. Wenn sich ein paar der bekannteren Blogger auf eine Person eingeschossen haben, hat der Betreffende nichts mehr zu lachen. In die Debatte ohne eigene Plattform einzugreifen, bedeutet, Öl in das Feuer zu gießen, das einen grillt. Greift man in die Debatte nicht ein, muss man sich – zumal als Journalist – sagen lassen, man habe „das Internet und die Blogs nicht verstanden“.

Das muss man konstatieren: So isses.
Die manchmal an Vorsatz erinnernde, hysterische Trollfütterung und der aggressive Abgrenzungswahn gegenüber dem rechten, linken, reichen oder armen, unwissenden, unpopulären Nachbarn sind vielleicht zwei, wenn auch nur teilweise Ausschlag gebende, Gründe, weswegen deutsche Klubs sich immer noch so schwer tun in der Champions League. Von deutschen Blogs mal ganz zu schweigen.

Zum weiterlesen: weitere Gedanken zum Thema Blogs in 2008 bei Nico Lumma und Herrn Mayer an der Blogbar.

VIA Lieblnk

Blogger: alles Drecks-Schweine

181235574_5d872188b8_m.jpg

Ich habe es immer noch nicht mitbekommen: warum macht es inhaltlich einen Unterschied, ob man „Journalisten sind zynische Dreckschweine” sagt, oder „alle Journalisten sind zynische Dreckschweine”?

Diskutiert hier irgendjemand über Anstand, Höflichkeit oder einfach die Grenze dessen, was sich öffentlich gehört?

Ist diese Debatte Beleg dafür, dass die Bedrohung unserer Kultur nicht aus dem Iran, sondern geradewegs aus Bayern kommt? Hat hier irgendjemand auch nur eine Prise Humor erübrigen können? Oder werden wir Zeuge einer kleingesitigen Keilerei zweier mittel-alternder Männer?

… und was haben eigentlich Anwälte des Mediamarktes und abmahnende mit Juristerei drohende Blogger gemeinsam?

Saddam, seine Hinrichtung und das Internet, die doppelte Seuche

Das Internet ist eine Seuche.
Der Irak übrigens auch, total verseucht.

Das meint der „Aussenpolitische Sprecher“ des deutschen Leitmediums Sueddeutsche, Stefan Kornelius.

Die Seuche Internet garantiert, dass die Bilder auf immer abrufbar sein (…) werden. (…) In einer gewaltdurchseuchten Gesellschaft wie im Irak (es folgt politisch korrektes Geseier) (…)

Nun, dann bin ich eindeutig verseucht. Passt ganz gut zu dem mittelalterlichen Gefühlen, die man bei öffentlichen Hinrichtungen sowieso schon hat.

Fraglich, ob ich je wieder in Bayern einreisen, geschweige denn das Internet noch einmal nutzen darf. Die Tagesthemen werde ich wohl auch nicht mehr schauen dürfen, ohne mich zu schämen.

Call it a badge, sticker, button, or whatever you’d like.
Get yours below and link wherever you like.

„Saddam, seine Hinrichtung und das Internet, die doppelte Seuche“ weiterlesen

Vergoldet Borat den Erfolg?

Der zweitbeste Journalist Kasachstans mit steigendem Goldkurs:
Bei den 64. Golden Globe Awards ist der Film BORAT in der Kategorie Beste Komödie oder Musical nominiert.
Auch Sacha Baron Cohen wurde für seine Darstellung des penetranten Reporters, der durch Amerika reist, um eine „kulturelle Lernung“ durchzuführen, als Bester Darsteller in einer Komödie oder Musical nominiert.

Die große Preisverleihung findet am Montag, den 15. Januar statt. Ob der Star einreisen darf stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

„Vergoldet Borat den Erfolg?“ weiterlesen

Sternenhimmel über Moskau

Ich schaue in den Sternenhimmel und denke an das Menschenwerk am Boden. An einen Bundestagsabgeordneten, der in Moskau zusammen mit vielen anderen schwulen und lesbischen Menschen auseinander getrieben, verhauen und verhaftet wird.

Ich denke daran, dass ich mich darüber aufrege. Und gleichzeitig darüber freue, dass dies mich erreicht, erzürnt und ermuntert.

Ich denke an Wolfgang Schäuble, und an seine in der DDR angeblich zu Fremdenhassern erzogenen WählerInnen. Ich denke daran, dass auch in Bayern gerne viele Menschen mit Weihwasser gegen andere spritzen oder besser noch speien würden.
Ich denke an mich selbst, der immer erschrickt, wenn er über einen unkorrekten, so genannten Stammtischwitz, lacht. Einer der im Zweifel jeden gegen Brandenburger Kahlköpfe verteidigen würde, wie es einst der betrunkene Engländer tat, als ich, minderjährig in eine düstere jugoslawische Bredouille geriet. Kurz zuvor hatten wir uns noch über Elfmetertore in die Haare bekommen. Jetzt spürte ich seinen Schweiß an meinem klammen T-Shirt.

„Sternenhimmel über Moskau“ weiterlesen

Von eingebildeten und myspace Stalkern

Manchmal entstehen Themen, wenn zufällig an einem Tag verschiedenste Quellen komplett anders einen Begriff aufgreifen.
Heute lese ich im HA, dass die Stalkerin, die Jil Sander gepeinigt hat,- Es begann 1999 mit einem „selbstgestalteten“ Buch, es folgten Briefe und es endete 2005 schließlich mit Morddrohungen – nun vor Gericht erscheint. Gut soweit.

Später finde ich in meinem RSS-Reader ein Posting von Robert, das ursprünglich aus dem Blog „Drin in der Stub`n“ stammt. Eine satirische Geschichte übers Stalking. Sehr lesenswert:

„Von eingebildeten und myspace Stalkern“ weiterlesen

Heidi Klum ist nicht das Sozialgericht Bremen ist nicht Heidi Klum

Das Sozialgericht Bremen ist das Sozialgericht Bremen. Und es hat einen Namen, das Sozialgericht Bremen. Nach Meinung des Sozialgerichts Bremen darf der Shopblogger diesen Namen nicht nennen. Das widerum hält der Lawblog für einen Fake. Ist aber keiner, denn das Sozialgericht Bremen ist das Sozialgericht Bremen und nicht der Shopblogger, so gerne er auch das Sozialgericht Bremen wäre. Eigenwillig.

Ach. Und Heidi Klum ist auch Heidi Klum. Heidi Klum hat nicht nur einen Namen, sie hat auch noch eine Marke. Die ist ihr Name, Heidi Klum. Irgendwie beeindruckender Heidi Klum zu heissen, als das Sozialgericht Bremen, aber das ist eine andere Geschichte.

Nachtrag: Eben hat eine PR-Agentur angerufen und mich gefragt, ob sie diesen Text als Blindtext verwenden darf.
Gerne. Für juristische Konsequenzen seit ihr selber zuständig. Wenn ihr in Bremen wohnt vielleicht das Landgericht Bremen oder das „Amtsgericht Neue Vahr Süd“, wenn es das gibt.

Dr. Bahr sagt dazu:

Die Forderung (die Namensnennung zu unterlassen, Anm. d. Red.) ist daher – höflich formuliert – absurd.

Zu untersuchen wäre noch, ob es sich bei dem Shopblogger bereits um eine journalistische Publikation handelt, die unter den Schutz des Presserechtes zu stellen ist. Wie sehen das denn die Herren von der Juristerei?
Auf jeden Fall hat Klein-Blogbeck eine neue Sau, die es durch das Dorf treiben kann: Das Sozialgericht Bremen (Heidi Klum erwähne ich hier nur am Rande)

19.10.05, 15:30 Uhr – Habe meine Sicht auf Depeche Mode, geändert.

Es gibt Bands, die begleiten einen das halbe Leben. Man liebt ihre Lieder. Sie erinnern einen an Begebenheiten der eigenen Geschichte. Man kann sie riechen diese Geschichten, wenn man die Musik hört. Die Sänger hat man verehrt oder tut es immer noch. Manchmal auch den Gitarristen oder den Bassisten. Kennen lernen wollte man sie aber nie, die Performer. Nicht wirklich.

Nun geschieht es manchmal, dass diese Performer andere Menschen treffen und sich mit ihnen unterhalten. Wenn ein Journalist dabei ist, nennt man das Ganze ein Interview.
Noch seltener geschieht es, dass der Journalist und der Performer ein gutes Gespräch führen. Eines in dem mir beim Lesen der Mensch hinter dem Performer näher kommt. Gestalt annimmt. Meist durch Äußerungen, die mit seiner/ihrer Musik nicht viel zu tun haben.

„19.10.05, 15:30 Uhr – Habe meine Sicht auf Depeche Mode, geändert.“ weiterlesen

Erfinder des „Gonzo-Journalismus“ begeht Freitod.

via Ringfahnder MIG:
Ein großer Mann ist freiwillig von uns gegangen. Der 67-jährige US-Schriftsteller und Journalist Hunter S. Thompson hat Selbstmord begangen.

Hunter S. Thompson ist im Grunde einer der geistigen Väter von ring2.de. Außer dieser, ihm wohl unbekannten Inspiration, ist er in Deutschland vor allem wegen seines Romanes „Fear and Lothing in Las Vegas“ berühmt geworden.

„Erfinder des „Gonzo-Journalismus“ begeht Freitod.“ weiterlesen