Geheimsprache

Meine Tochter liest gerade ein Buch. Über einen Jungen, der unbedingt der beliebteste Junge der Highschool werden möchte, es aber nicht schafft. Weil er ein Spacken ist. Er spackt sich aber so schön durch sein fast schon pubertierendes Leben (er muss kurz davor sein), dass es einen unweigerlich an einen selbst erinnert. Ja, inzwischen bin ich lange genug auf der Welt, um zugeben zu können, dass ich ganz schön spackig sein kann und in diesem Alter war das besonders so. Continue reading “Geheimsprache”

Bullerbü in Ottensen – Familienleben im Szenestadtteil

Eine Stunde haben wir uns unterhalten. Über Kinder, Kinderlärm, Mütter mit eingebauter Vorfahrt, selbstfokussierte Pop-Spießer und das gar nicht so alternative Leben im Szene-Stadtteil Ottensen. Sabine Eichhorst war ein wenig spät dran, hatte den Gänsemarkt mit dem Großneumarkt durcheinander gebracht, sodass wir uns ein wenig sputen mussten. Ein feines, interessantes und angeregtes, zeitweise diskursives Gespräch ist es geworden.

Zwei Sätze von mir, so genannte O-Töne, haben es dann in die NDR.info Dokumentation “Lokalzeit” geschafft. Was für ein Aufwand, denn ich nehme an, für die anderen Interviewten hat sie sich ebenso lange Zeit genommen. Gutes altes Radio.

“Der Hamburger Stadtteil Ottensen wird von Familien erobert: In den Cafés stehen die Kinderwagen, der Bürgersteig wird zum Spielplatz. Sieht so das neue Bullerbü aus?”, fragt sie darin, und schon die Formulierung bestätigt den Eindruck aus unserem Gespräch; wir sind in vielen Punkten anderer Ansicht. Wie immer ist es ein wenig schade, dass von so einem intensiven Interview so wenig übrig bleibt, hineingegossen allerdings in eine gut produzierte und ausgewogene Reportage.

Anzuhören per Podcast – und ausgestattet mit einer Menge Zeit.

Das Zehntel und Hamburger Marathon mal wieder mit Sonnenschein

Wie jedes Jahr, wenn in Hamburg Marathon-Zeit ist, entscheidet sich die Sonne, nun endgültig den Frühling einzuläuten. Bei strahlendem Sonnenschein, immerhin nun mit 25-jähriger Tradition, rauschten die tausenden Marathoni an unserer Wohnung vorbei, hier sind sie immer noch ganz frisch, wenn sie den Ottenser Marktplatz passieren, da schwebt eine Energie in der Luft, die das Herz zum prickeln bringt – und meine Nachbarn übermütig. Dieses Jahr stand einer mit einem flauschigen Schweinchen-Kostüm auf dem Balkon. Den Läufern hats gefallen.

Etwas über 10% haben da die Läufer hinter sich – in etwa, so viel, wie die Kinder beim Zehntel Marathon, der einen Tag zuvor am Millerntor stattfand, zu laufen haben, um sich als Kinder-Marathoni in die Schullisten einzutragen. Die Truppe um meine Tochter hat dieses Jahr einen guten dritten Platz erlaufen (Rotheschule), sie ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um zwei Minuten verbessert. Kaum zu ertragen war lediglich der Moderator von 90,3, der uns wie jedes Jahr mit doofen Zoten quälte. Continue reading “Das Zehntel und Hamburger Marathon mal wieder mit Sonnenschein”

Doch Ihre Sterne kannst Du nicht verschieben

“Das Sonderbare und Wunderbare
Ist nicht imstande, ein Kind zu verwirren.
Weil Kinder wie Fliegen durch ihre Jahre
Schwirren – Nicht wissend, wo sie sind.

Nur vor den angeblich wahren
Deutlichkeiten erschrickt ein Kind …”
Ringelnatz

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Deutschland in diesem Themenkomplex derzeit nicht zum Kreis der weltweit führenden Länder gehört.” Die Kompetenz der Bürger im Umgang mit dem Internet und mit digitalen Daten solle von Politik und Wirtschaft gefördert werden. Auch Kinder und Jugendliche an den Schulen sollten früh an das Internet herangeführt werden, um eine verantwortungsvolle Teilnahme an der Informationsgesellschaft zu ermöglichen. Dazu gehöre auch das Schulfach Medienkunde, das eingeführt werden müsse. (Holger Schmidt)

Ottenser Kinderwagen-Skandal: Genevieve’s eingebaute Vorfahrt

Lilli Su Ottensen Cafe

Junge Eltern sind merkwürdige Geschöpfe. Immer müde und mit einem stoischen Stolz ausgestattet, der ihnen sowas, wie eine heilige Aura verleiht. Meinen sie zumindest. Ich weiß das, weil ich sie selber hatte, diese eingebaute Vorfahrt auf dem Gehweg, das Recht auf saubere Luft und Platz für mein Kind.

Das mit der Luft ist seit dem Rauchverbot besser geworden. Über den Platz mokieren sich jetzt heilige Kühe im Hamburger Abendblatt. Continue reading “Ottenser Kinderwagen-Skandal: Genevieve’s eingebaute Vorfahrt”

Viva Con Agua am Millerntor

viva-con-agua-logoAm Sonnabend testet der FC St. Pauli, ob seine Rasenheizung auch tatsächlich funktioniert. Ein Thema natürlich das ausgefallene Spiel gegen Schalke 04. Ein anderes, ein schöneres Thema wird sich auf der Brust der Boys in Brown finden. “Zum ersten Mal laufen die Profis des FC St. Pauli mit dem Viva con Agua Logo auf dem Herzen am Millerntor auf”.

Scheidender Hauptsponsor congstar macht sich unsichtbar und bringt sich und Viva Con Agua damit geschickt ins Gespräch. Eigentlich der einzige Grund, der mir bisher einfiele am Sonnabend ans Millerntor zu kommen: das zu sehen und eines der limitierten 100 Trikots zu erwerben/ersteigern.

Forza Viva Con Agua. Forza Sankt Pauli. Forza Rasenheizung!

Replik auf Ralf Dorschel (Mopo): Schlappes großes Ego

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Ralf Dorschel ist Mopo-Redakteur und anscheinend ein Dussel. Jeder weiß doch, dass man sich nicht abends eine Wohnung ansehen darf, in der man jahrelang wohnen möchte.

Nun ist Herr Dorschel oft nachts unterwegs, für die Mopo “beschimpft” rezensiert er Musikerinnen, wenn sie ihm „unanständig nah kommen“. Wahrscheinlich war er einfach zu müde, um das Konzert von Randy Crawford genießen zu können. Womöglich haben ihn am Morgen davor fiese Kinder und ihre, der Durchsetzung von Ruhe und Frieden unfähigen, Erzieher den verdienten Morgenschlaf geraubt.
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Kinder spielen auf dem Hof. Den Nachbarn störts. Her mit dem Verbot.

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Eine Materialsammlung zum Thema: Kinderlärm, Kinder spielen, Mietrecht und doofe Nachbarn

Zum erlaubten Spiel auf dem Garagenhof zählt auch das Fußballspiel. Der dadurch entstehende Lärm sei den Nachbarn zumutbar (Landgericht München, 1 T 14 129/88).
Quelle: urbia.de

Nicht ganz passend, aber analog ist ja sowas wie ein virtueller “Gartenzaun” vorhanden:

Fußballspielen erlaubt
Hausbesitzer haben keinen Anspruch auf ein Verbot von Fußballspielen vor ihrem Gartenzaun. Mit diesem Urteil hat das Landgericht München II die Klage einer Grundbesitzerin aus Schwabhausen (Landkreis Dachau) weitgehend abgewiesen (Az.: 5 O 545403).
Quelle: SZ

… lustigerweise steht auf unserem Hinterhof ein Schild, das angehende Nörgler seit Jahren warnt: “Hier leben und spielen Kinder!”:

Kein Unterlassungsanspruch eines Mieters bei üblichem Kinderlärm in einem Mehrfamilienhaus
Üblicher Kinderlärm im Mehrfamilienmietshaus ist hinzunehmen. Die Üblichkeit bestimmt sich nicht nach den Ruhe- und Ordnungsvorstellungen Dritter, sondern nach den Wohn- und Lebensbedingungen sowie den Bedürfnissen der Kinder und ihrer pflegenden und erziehenden Eltern.
AG Kassel, Az.: 872 C 855/91 vom 23. 04. 1991 (BGB § 1004)
Quelle: kinderinfo.de

Spielen auf Hinterhöfen

Kinder dürfen in Hinterhöfen spielen, auch wenn es die Nachbarn stört. Die gefährliche Entwicklung des Straßenverkehrs zwingt Hausbesitzer dazu, verwaiste Hinterhöfe für Kinderspiele freizugeben. Die Nachbarschaft muss die damit verbundene unvermeidliche Lärmbelästigung hinnehmen.
Landgericht Berlin, Az.: 61 S 288/1985
ebenda

Studentenbaby, die Leihmütter meiner Kinder

studentenbabyIch habe im beheizten Garten von Tausendsassa Ola Ahlvarsson einen Chinesen kennengelernt, der dabei war, eben in China ein social network für Studenten aufzubauen. Der Clou, man kann sich seinen Studenten als Paten aussuchen, seine Laufbahn fördern und Zeugnisse, Fotos von Saufgelagen und einen Zusammenschnitt von der Aufnahmeprüfung zur ersten Verbindung der Uni bestellen. Dafür finanziert man sein Studium.

Ihm hätte die Idee einer Hamburger Studentengruppe gefallen, die aus Protest gegen die Studiengebühren ihre Körper (beziehungsweise Teile davon, die Frauen ihre Gebärmutter, die Männer ihren Samen – braucht es da noch Indizien für die gescheiterte Emanzipation?) feilbieten:

Unter dem Leitgedanken „Kind gegen Studiengebühr“ stellen sich auf studentenbaby.de Studierende als Leihmütter und Samenspender zur Verfügung, um auf diesem Weg gegen die Einschränkung der Bildungsfreiheit in Deutschland zu protestieren und sich ihr Studium zu finanzieren.

Kunden haben hier nicht nur die Möglichkeit, für 500 € ein Studentenbaby mit den Erbanlagen Ihres Lieblingsstudierenden zu erwerben, sondern sichern so zusätzlich einem jungen Menschen seine akademische Zukunft.
studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.

Wir schenken Leben. Schenken Sie Zukunft.

Gerüchte, wonach StudiVZ an den jungen Dingern Interesse zeigt, sind ausgedacht.

(Screenshot: studentenbaby.de)

Die Daten unserer Kinder

kinderWer in diesen Tagen in die USA reist, und sagen wir Hashid mit Vornamen heißt, der ahnt schon, was da über ihn im Hintergrund alles ausgetauscht wird, an Daten und Rastern, die über diese dann gelegt werden.

Für Hamburger Schüler gibt es seit ein paar Jahren das Zentrale Schülerregister, eine Datenbank ZSR* genannt, die alle Hamburger SchülerInnen erfassen soll. Vordergründig soll damit die Schulpflicht erfasst werden. Ein unangenehmer Nebeneffekt ist die Ringfahndung nach “illegalen” Kindern durch den Datenabgleich mit anderen Behörden, bspw. der Ausländerbehörde. Wohin das führen kann haben wir am Fall der Hamburger Schülerin Yesim gesehen, deren geplante Abschiebung Hamburger Bürger, gegen ihre Verwaltung, politisch gerade noch durchsetzen verhindern konnten.

Für diese Überwachungsorgie erhielt Senatorin Dinges-Diering 2007 den Big Brother Award.

An einer Schule befreundeter Eltern ist es mehrfach zu diesen Datenabgleichen zwischen staatlichen Stellen gekommen, ohne die Eltern vorher in geeigneter Weise zu informieren. Da kann man sich getrost hilflos fühlen in der eigenen Stadt. Verglichen und verstrickt in Verwaltungsmuster, ohne richtige Kontrolle. Ein Datenschutz-Gau.

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Tränen auf dem Sportfoto des Jahres. Lag es am HSV?


Da weint der kleine Bochumer Herz ergreifend. Weshalb kann man nur spekulieren.

Wars der olle grantelige Holländer, oder hatte “Van der Verrat” doch kein Herz für Kinder? Hat Vincent Kompany (10, hinten im Bild ohne Kind) einen schlimmen Witz gerissen?

Keine Angst mein Kleiner, Bochum steigt nicht ab. Das verspreche ich Dir.

Das Bild des Fotografen Jürgen Fromme (41) aus Dülmen mit dem Titel "Einlaufkind" wurde zum "Sportfoto des Jahres" gekürt. Die Aufnahme entstand beim Fußball-Bundesligaspiel Bochum – HSV. Bild ausschließlich zur redaktionellen Nutzung im Zusammenhang mit dem "Sportfoto des Jahres" unter Angabe von Quelle und Urheber: obs/Fromme/firo.

“Heimat Hamburg” vs. “Heimat Ankara”

hamburg beibt deutsch“Es ist schändlich”, sagte Henryk Broder eben bei Anne Will, “dass Erdogan, türkischer Ministerpräsident und zu Gast in Deutschland, die Katastrophe in Ludwigshafen für seine politischen Interessen benutzt”. Und er hat recht.

Das spielen mit den Gefühlen rückt in den Vordergrund. Erdogan nutzt die gleichen Mechanismen, wie Roger Kusch, wenn der auf seinen Plakaten fordert, dass “Hamburg deutsch bleiben” soll. Demnach sollen die Tüken in Deutschland besser türkisch bleiben.

Das ist Zündeln an einer Lunte, die keiner der beiden je wieder ausgepustet bekommt, wenn sie einmal brennt.
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Tue Gutes, Kleiner Dodo

kleiner Dodo
Für alle, die keine Kinder haben: der kleine Dodo ist so ziemlich das süßeste, was sich Disney WarnerBros seit Tweety an Toons angeeignet hat.
… und er ist gut, ein guter kleiner Orang Utan. Ein Menschenbabyaffe, total süß, modern und lebensbejahend.

Dumm, dass es seinen echten Vorbildern da nicht so gut geht. Gute PR sieht jetzt so aus, dass den Kleinen, den Zuschauern im Vorschul- und Grundschulalter, diese Verbindung klar- und schmackhaft gemacht wird. Am Besten von ihren Lehrern. So bittet WarnerBros ganze Schulklassen in eine Sonderaufführung, die mit einer Affenpatenschaft belohnt wird. Quasi der eigene Klassendodo, so in echt und in Afrika Borneo … toll.

Am 29.01.08 findet um 11:00 Uhr im Cinemaxx Dammtor eine Sondervorführung des Films „Kleiner Dodo“ in Anwesenheit von Hans de Beer (Buchautor) statt:
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Superstition

Superstition, das ist in diesem Zusammenhang der Aberglaube, dass es neu sein muss, das Einzigartige. Aber Glauben ist Pflicht, dass wieder eine Generation von Produzenten und Künstlern heranwächst, die Kinder zum Moshen bringen kann.

Alle, ja alle Programmchefs der Jugendsender, Web 2.0-Fuzzi-Videokanäle und Videoproduzenten in spe, alle “Willi Wills Wissen”-Willis und alle Kika-Baumhaus bewohnenden Flachpfeifen: ansehen ist Pflicht und die Sesamstraße eure Messlatte. Nie wieder gerissen bisher.

Genauso moshig, wie das neue Blog von Noah (via).
(Ihr altes Blog auf meiner sterbenden MT-Installation bleibt uns natürlich zum Nachlesen erhalten!)

Die erste Twittergeburt

hmm


Junge Väter haben wir ja ein paar bei Twitter (1, 2, bspw.). Die posten dann bspw. über die Vorzüge einer stillenden Brust und ähnliche Dinge, die meist, das kennt man aus eigener Erfahrung, in Thema und Stil der eigenen chronisch debil machenden Müdigkeit geschuldet sind. Herrlich.

Auf diesen Weg begibt sich erst noch der junge Sichelputzer mit seiner frisch gebackenen Familie.
Von den ersten Wehen, bis zur Geburtsmeldung und der obligatorischen Heimfahrt, um weitere Sachen zusammenzuklauben eine normale, wie es scheint.

Auf diesem Wege meine allerherzlichsten Glückwünsche zur Tochter, mit liebem unbekanntem Gruß an die tapfere Mutter.

Viva Con Agua: Hilferuf

viva con aqua

Dringende Onlinespende, ein Aufruf:

Der Sommer ist schon lange vorüber, die Erinnerung an Viva Con Agua fängt wohl an zu verblassen. Benny Adrion ist zur Zeit auf Reisen, auf den Spuren seines Engagements, sehen, zuhören, aufnehmen, was noch an Hilfe gebraucht wird. Gestern las ich in der Mopo, dass ihm kangsam die Spenden ausgehen. Weihnachten vorbei, Deutschland mitten in der Winterpause. Jetzt klamm werden ist tragisch:

(Viva Con Agua) hatte er Mitte 2005 gegründet, zunächst 50000 Euro an Spenden gesammelt, damit 153 Kindergärten auf Kuba mit Trinkwasserspendern ausstatten lassen. Danach folgten die ersten Unternehmungen in Afrika. Insgesamt holte er durch Aktionen, für die er Promis wie Fettes Brot, Gentleman oder Sasha begeistern konnte, über 200000 Euro rein.

Jetzt steht der 26-Jährige am Scheideweg. Wenn er in acht Wochen zurückkehrt, fällt eine Entscheidung für oder gegen “Viva con Agua.” Ein finanzstarker Sponsor muss her! Adrion: “Die fünf Leute, die ständig im Einsatz sind, können das nicht mehr ehrenamtlich betreiben. Sie müssen ihre Wohnungen finanzieren und sich ein Brot kaufen können.”

Das gilt auch für ihn selbst: “Mein Konto ist langsam leer.” Denn den Fußballer Adrion gibt’s momentan nicht mehr. Leider.

Letztjahresrausch und der Kern des Lebens

playlist

Menschen, die Portugal kennen werden nun milde lächeln. Ich aber weiß es nicht besser.
Habe heute Abend mit meiner Tochter eine CD aufgenommen. Für einen Freund.
(der diese CD immer nur in unserem Haus hört, versprochen)
Überreicht habe ich ihm diese im Ribatejo, unserem entferntem Wohnzimmer – über das wir übrigens uns freuen, wenn es ab 1.1. auch für unsere Kinder zu so einem wird! -; wir tranken und feierten seinen dritten Hochzeitstag, und ihren, um voll verständlich zu sein.

Gegen 2 Uhr legten wir dann das ein, was privat für ihn vorgesehen war:
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Der Weihnachtsmann ist ein Berliner (ausgerechnet für Hertha BSC)

… und auch noch Tage zu spät.

Wen interessiert denn bitte diese Meldung jetzt noch? Außerdem fangen meine Töchter an zu weinen, wenn sie lesen, dass der Weihnachtsmann ein Berliner ist.

In seinem Urlaub im österreichischen Saalbach/Hinterglemm schlüpfte Michael Preetz, Leiter der Lizenzspielerabteilung von Fußball-Bundesligist HERTHA BSC, in eine neue Rolle. Als Weihnachtsmann verkleidet, beschenkte er gemeinsam mit Peter Neururer und Thomas Kristl die Kinder der Skischule von Bartl Gensbichler. Der ehemalige österreichische Skirennläufer Gensbichler ist in Berlin kein Unbekannter. Er ist maßgeblich daran beteiligt, dass jedes Jahr vor Weihnachten auf dem Potsdamer Platz die Rodelbahn des Salzburger Landes entsteht. Im Gegenzug weilte die komplette Bundesliga-Mannschaft von HERTHA BSC im Jahr 2004 in Saalbach/Hinterglemm zu einem einwöchigen Regenerationstrainingslager.

Tresor: Ipod nano und der Code

Apple Produkte sind nicht nur für Erwachsene anziehend. Wenn Kinder an ihnen rumspielen kann man immer was erleben, bspw. einen negativen Apple-Desktop oder ein Code im ipod nano.

Dank an das Apple-Forum, in dem ich die Lösung las:

Der Code ist eigentlich dazu da, um den iPod vor fremden Zugriffen zu schützen, wenn du ihn mal irgendwo liegen lässt und keiner ihn benutzen sollte. Den Code bestimmt man aber selber bevor man diese Sperre aktiviert. Sobald man den iPod an den Rechner anschließt sollte die Codeeingabe aber wieder verschwinden.

“Kinderschutz”: Politiker fordern Christenregister für junge Touristen in der Türkei

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Normalerweise würde ich die Meldung, die uns da aus der Türkei erreicht für einen Scherz halten. Anscheinend meint sie aber eine neo-extremistische Gruppe aus der muslimischen Regierungspartei dort bitter ernst.

Nach den jüngsten Fällen von “Verführung Minderjähriger” soll ein zentrales Register in Ankara geschaffen werden, das alle westeuropäischen Touristen christlichen Glaubens erfaßt, die in die Türkei reisen. Auch alle jungen Männer und heranwachsende Deutsche zwischen 14 und 24 Jahren.

“Wir haben festgestellt, dass unter den gemeldeten Fällen, in denen junge Männer unsere Mädchen zu verführen versuchen, eine hohe Zahl an jungen Christen ist”, sagte der Vertreter der Muslimischen Demokraten in Ankara, Mustafa Bösbük, am Abend. “Das ist keine Schikane, sondern reine Prävention”. Wer seinen Willi zu verbergen wisse, der hätte nichts zu befürchten. Immerhin sei die Türkei ja eine offene Gesellschaft.

Lieblnk (3) … das kann man auch meinen …

Die Blogger die sich fragen “Wie mache ich mein Blog bekannt”, bevor sie sich der weitaus wichtigeren Frage gestellt haben: “Warum sollte ich denn mein Blog überhaupt bekannt machen?”

… lese ich dort. Ja so sind sie die Blogger in Klein Blogistan, stehen im Kreis und ejakulieren sich ans Schienbein.

Nachts um Fünf unrasiert und nur mit Boxershorts bekleidet vor dem Kühlschrank stehen und sich Eierlikör-Sprühsahne direkt aus der Dose in den Mund sprühen …

… vollkommen verkommen – und Schuld daran ist der gute alte Hypertext.

(Alles via Lieblnk.de)

blackfacing

Schmiere im Gesicht macht einen nicht zu einem Schwarzen, dummerweise.

unicef blackface

dazu:

“Das blackfacen der Kinder funktioniert nur, wenn Deutsche nur weiß sein können.”
riemer-o-rama

“Schwarze Menschen = Dreck = Afrikaner = ungebildet”
poplog

Aufruf des Braunen Mob e.V.

Wir bitten alle Menschen, die damit nicht einverstanden sind, ihre Erfahrungen und Erklärungen an Unicef und die verantwortliche Werbeagentur zu schicken!

Bitte schreiben Sie Ihre zivilisierenden Gedanken an publicrelations@unicef.de und info@jvm.de mit einer Kopie an info@derbraunemob.de.

Es empfiehlt sich für jeden Leserbrief und jedes Beschwerdeschreiben der Zusatz “Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von uns öffentlich geführt wird, und wir dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.”! So wird das Briefgeheimnis nicht verletzt und die Antwort kann verbreitet und veröffentlicht (und von Dritten kommentiert) werden.

Solidarisches Bürgergeld: “Kinder, ich arbeite nur noch vierteltags”

Wenn ich das von Herrn Althaus (CDU) hier zitierte richtig verstehe, dann würde ich mit einem Viertel meiner Arbeitsleistung besser dastehen, als heute: Das Haushaltseinkommen meiner Familie betrüge netto 4.200,75 €

Wenn ich oder meine Frau arbeiteten und 1.601 € verdienten (einen Euro müssten wir dann versteuern), kämen nach Abzug der Gesundsheitspauschale – wieso eigentlich keine Verteidigungspauschale oder CO2-Pauschale?; aber die kommen dann sicher später – noch 200€ Bürgergeld für den arbeitenden Part der Famile. Kann man sich ja auch monatsweise teilen.

800€ dann ja für mich, oder meine Frau, wenn ich arbeite (1000 EUR, abzgl. der komischen Gesundsheitspauschale von 200 EUR), für meine Tochter Nr. 1 und Nr. 2. Die sind ja nach dem GG auch schon BürgerInnen, oder?

Toll.

Ich bin wirklich ein großer Fan von Herrn Straubhaars Ideen zum Bürgergeld. Nur eben ein wenig länger darüber nachdenken, das würde ich mir wünschen. Ansonsten vermute ich hinter Herrn Althaus Ideen genau das Gegenteil, eine Abwertung dieser Diskussion.