Gute Idee – “Ich bin A-Blogger, holt mich hier raus”

Peter Turi im Interview. Langsam wird mir klar, dass ich beim Beginn meiner “Liebesbeziehung” mit ix professioneller hätte sein sollen, nicht so persönlich angefressen. Dann würde mich heute jedes Kind in Klein Blogistan kennen ;)

Motzen ist eine Form der Liebe, Motzbloggen ist ein Betteln um Zuwendung.

Vielleicht würde ich ja dann auch in das Blogger-Camp eingeladen, freilich erst, wenn Markus feine Idee auch Wirklichkeit wird:

Markus Willnauer sagte,
am 04. April 2007 um 09:28 Uhr

Super Interview, super Kommentar, mit das Beste was an dieser Stelle bis dato zu finden ist, weiter so! Vielleicht kann man ja aus den Alpha-Bloggern mal so etwas wie eine daily soap machen oder alle in einen Container stecken – Übertragungsrechte bei arte.

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Ehre, wem Ehre gebührt, Alter!

tagged “honour” at flickr.com

Das, was hier (bitte zum besseren Verständnis dessen, was hiernach kommt lesen. Auch wenn es weh tut) wie eine Hausarbeit in Gemeinschaftskunde, zehnte Klasse anmutet, ist genau das Gegenteil dessen, was es befördern möchte: Ehrlos und dummerhaftig.

An die Stelle des Leistungsdenken tritt das Anspruchsdenken. Die Erfolgreichen werden zu Glücklichen oder Gaunern, die ihren Erfolg nicht verdienen und den weniger Glücklichen oder einfach nur Ehrlichen etwas schulden. Die Folge ist ein Anspruchsdenken aller gegenüber der Gesellschaft. Der zentrale Wert demokratischer Gleichheitsethik ist der Neid. Eine solche Gesellschaft ist auf Stillstand oder Verfall programmiert. Die Rückkehr zur Leistungsgesellschaft führt über die Rehabilitation der Ehre.

Komischerweise will mir zum Begriff Ehre nie das Wort Mehrheit, Lesitung oder Elite einfallen. Ehre ist etwas subjektives, oder besser:

„Die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserem Wert und, subjektiv, unsere Furcht vor dieser Meinung.“

– Arthur Schopenhauer –

Versteht man, lieber Sascha Vetterle, die Ehre als von anderen, gleich gesinnten, – manchmal gleichzeitig geborenen, anderswo gleich beidfüßigen oder gleich hässlichen Menschen gegeben, dann funktioniert ihr ganzer schöner Artikel nicht. Leistung wird geehrt. Ja, immer.
Ob das dann allerdings die Mehrheit tut, zahlt auf ihre persönliche Ehre nicht ein, Deine Mudda!

Mir ist kaum ein anderer Begriff untergekommen, der schlechter geeignet ist für eine politische oder gesellschaftliche Argumentation. Vielleicht noch die Würde.

„Die Ehre ist — die Ehre.“

– Gotthold Ephraim Lessing: Minna von Barnhelm –

… weil sie eben gefühlt werden muss. Dummerweise von anderen.

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myvideo.de: Porno-Reaktionszeiten

Ich habe mich eben beim Mittagessen mit netten Kolleginnen über die copycat myvideo.de unterhalten. Ehrlich musste ich zugeben, diese Video-Community nicht genauer zu kennen.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass viel mehr “Mainstream”-Clips dort vorhanden sind, als auf dem Original. Vor allem die hohe Frequenz an DSDS Clips fiel mir ins Auge.

Außerdem ist alles ein wenig glitschiger, mehr oversexed. Sieht so aus, als würden viele Pornoanbieter myvideo als deutsches “You Porn” missverstehen.

Habe bspw. dieses Video um 14:31Uhr als “Porno” gemeldet.


Mal sehen wie lange das da so frei zugänglich rumliegt?

UPDATE: 14:48 Uhr “Dieses Video wurde von der MyVideo Community gemeldet und wird derzeit vom MyVideo Support überprüft.” erscheint nun hinter diesem Link. Das ging schnell.

Bleibt nur die Frage, ob in Anbetracht der expliziten Werbepartner am Kopf des Originalpostings
hier nicht “der Bug ein Feature ist”?

(Disclaimer: Ich habe nichts gegen Erotik. Ich liebe Frauen und nackte vor allem. Das dürfte ja hinlänglich bekannt sein.)

SZ: Tonspur gekreuzt

Lustig, bei diesem Interview der SZ mit Sylvester Stallone zum neuen Rocky Film, werden auf Seite zwei die Rollen getauscht. Stallone fragt und SZ antwortet:

SZ: Heute? Ja! Verwirrte Kids – und eine komplett fallengelassene Generation von Alten. Explosiv. Die Familien in Amerika, in der Mittel- und Unterschicht, sie verwahrlosen. Emotional!

Stallone: Ein großes Thema. Ganz Deutschland diskutiert darüber.


SZ:
Da macht ihr ’was richtig. In Amerika diskutieren wir auch darüber. Aber wie? Viele Fundamentalisten. Die haben eigene Interessen, verstehen Sie?

Später stimmts dann wieder, wird aber noch lustiger:

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SpOn: Irreführender Vergleich

Lese gerade den Bericht über die Baker Kommission bei SpOn und bin einigermaßen überrascht.

Nicht gerade über die Ergebnisse, denn man hätte in der politischen Führung der USA schon früher darauf kommen können, dass die diplomatische Einbeziehung der Nachbarn in der Region und das Herausnehmen der GIs aus der Schusslinie eine sinnvolle Strategie ergeben hätten.

Nein, der Vergleich mit dem zweiten Weltkrieg hat mich irritiert:

Der Einsatz im Irak dauert inzwischen länger als die Beteiligung der USA am Zweiten Weltkrieg.

Wie kommt man auf so einen schwachsinnigen Vergleich, dazu am Vorabend eben des Angriffes auf Pearl Harbour?

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Steuermücken und Tagesgeld

Wie jedes Jahr habe ich etwas auf die hohe Kante gelegt. Nämlich das Geld, das nicht mir gehört, sondern dem Fiskalmonster. Der Steuer.

Wie jedes Jahr suche ich einen monetären Parkplatz für die lieben Scheinchen, viele sinds ja nicht ;).
Bin gerade dabei mich nach kostenlosen Tagesgeldkonten umzuschauen.
Aktuell im Fokus dabei die DAB (3,5% Tagesgeldzinsen) und 1822 (3,1%).

Hat jemand da Erfahrung sammeln können?
Testsieger hört sich ja schon mal gut an.

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Aufruf zum “Chartbreak” via YouTube aus Kiel: MC Winkel und “Die Retter der Nation”


Ich habe es mir schon lange gewünscht. Ein Song, der durch die deutsche Bogosphäre gebreakt wird.

Natürlich hatte ich mir seinerzeit eine Künsterlin gewünscht. Solche zum Beispiel.
Nach Grub Tekkan im Frühjahr war ja die so schlimme, so befürchtete User Generated Videowelle ausgeblieben.

Nun ein Hilferuf aus Kiel. “Breakt mich deutsche Blogger”.

Dem kann man unwidersprochen folgen, denn:
1. Wird MC Winkel nie Moderator von “Wetten dass ..?“. Dies ist also seine beste und eines anderen letzte Chance auf den erwünschten Ruhm.
2. Ist er ein netter Kerl, soweit aus seinen herrlich uneitlen und albernen Texten zu entnehmen ist.
3. Muss ich nächstes WE über Kiel durch den Nord-Ostsee-Kanal. Da kann es nicht schaden, sich mit den Aborigines dort gut zu stellen.

-via

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T*kio H*tel

Bloggt man über die oben beschriebene Band, dann wird man nicht nur schief angebloggt, man hat auch viel Zeit in der admin-Funktion der Kommentare zu verbringen.

Manchmal bekommt man dann auch komische Anfragen, wie diese hier:

hey !! Ich würde bitte bitte sehr gerne einen Backstage Pass für Tokio Hotel bekommen wenn das möglich ist ?? Ich bin wirklich der aller größte Tokio Hotel Fan bitte !!

… … und wenn Du es dennoch tust, dann sperre lieber alle Kommentare mit 016* 017* und so weiter.
Sonst passiert es Dir, dass mitten in der Nacht verzweifelte Menschen anrufen und Dich bitten ihre Handynummer aus Deinem Blog zu entfernen. …

Regel 276.1.1 sozusagen.

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Unangenehm: Wer WLAN nicht sichert, kann Ärger kriegen!

Die lustige Computerwoche (Nerdfaktor!) meldet derzeit, dass man sich lieber schnell als langsam mit Themen wie WEP WPA und MAC-Adressenfilter vertraut machen sollte, denn wer sich nicht nicht auskennt, kann Probleme bekommen:

Urteil: WLAN-Besitzer haften bei Missbrauch des ungesicherten Netzes

Laut Heise Security bringt das aber eh alles nichts.

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Steinbrücks panische Polemik

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Die Menschen müssten sich darauf einstellen, “in den nächsten Jahrzehnten mehr Geld für Alter, Gesundheit und Pflege auszugeben”,
… sagte Steinbrück der Zeitschrift “Hörzu”. Der Minister hatte auch gleich einen konkreten Sparvorschlag auf Lager. “Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen”, riet er.

Mit “die Menschen” meint Steinbrück Rentner, Arbeitnehmer, Selbständige und Freiberufler sowie Mittelständler. Wen er nicht meint, sind diejenigen, die von diesem System profitieren, von den Vorgenannten leben!

Die Nassauer in Verwaltung, Verbänden und Parteien, die Beamten und Teile des Öffentlichen Dienstes.
Der Urlaub ist hier nicht nur gesichert und fest eingeplant, er wird aller Voraussicht nach auch im Pensionsalter sehr viel üppiger ausfallen.

Ich erinnere mich bei solchen Sperenzchen immer an eine Talkshow auf dem Dritten vor ein paar Jahren. Roland Berger wurde dort als Experte gefragt, warum es denn keinen Aufschrei im Land gebe, wenn es allen doch so schlecht ginge. “Weil es nur einem Teil der Menschen in Deutschland schlecht geht”, antwortete er. “Dem anderen Teil geht es verhältnismäßig sehr gut”.

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Tokio Hotel: Bills scheußlich liebes Tattoo

BRAVO Bill Kaulitz Tattoo

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass über 25% der heute 20-40-Jährigen tätowiert sind. Ein Massenphänomen, wie der Besuch eines Konzertes, steter Jugendwahn, eine Reise nach Tokio (;) oder die Sonnenbank.

Eigenwilliger Weise gilt das nachhaltige Bemalen von Haut aber immer noch als Ausdruck von jugendlichem Rebellentum. Da gibt es die Tattoos, die was bedeuten. “Klarnamentattoos”, wie das von Johnny Depp. Bewußte Ewigmachung und in der Tat von gewissem Mut getrieben. Und es gibt die fiesen Allerweltstattoos, von denen das Arschgeweih als Inbegriff der Einfallslosigkeit zu Recht gilt.
Nun darf man sich in Deutschland nicht betrunken tätowieren lassen. Soweit ich weiß, muss man auch über 16 Jahre alt sein, denn das Tätowieren an sich ist Körperverletzung.

Das “Anschauen müssen” hinter her noch nicht. Und wenn PR-Abteilungen ihren verglühenden Stern noch mal in die Presse pushen möchten, spielt auch das Alter keine Rolle. Wie bei Bill von Tokio Hotel, der in der aktuellen BRAVO (33) sein neidlich harmloses “Nice Guy Tattoo” präsentiert.

Fotoblog: Tokio Hotel Fotos
Fotocredit: BRAVO, von Heinrich Bauer sein Verlag

Wenn einer eine Reise tut, vor allem mit der Deutschen Bahn …

Erlebt habe ich gestern meine erste Zugevakuierung. Irgendwo mitten zwischen Würzburg und Fulda, da wo immer noch massenweise Deutschlandfahnen an den schmucklosen Häuserfassaden hängen, dort entschloss sich unser ICE, den Geist aufzugeben.

Wir hatten sowieso schon einige Verspätung und warteten auf der Höhe von Burgsinn wieder einmal auf irgendein Signal, als die Durchsage „Alle Zugebegleiter mal bitte die 91 anrufen!“ ertönte. Wenn dann die Zugbegleiter in Bauarbeiterwesten an einem vorbeihechten, dann ist das entweder eine verspätete Technoparade oder Ernst.

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akute biblische Lebenshilfe

Wer die Bibel zitiert, der möchte Weisheit vermitteln und Wahrheit. Das Dumme an der Bibel und ihren Zitaten ist nur, dass sie so oft übersetzt, neu zusammengeschwurbelt und einfach so unzeitgemäß sind, dass man das Heulen bekommen möchte.

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.
Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

1. Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

2. Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

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Nico Lumma, Nico Lumma, Nico Lumma

Kalif… es kann nicht sein, dass ich bei der Suche nach dem Blogkalifen von Köln nur auf PLatz 11 (update: nur in Österreich) bei Google erscheine.
Immerhin habe ich es gegen mit sechs Weltmeistern auch geschafft. Immerhin.

– liebe Leser, diesen Eintrag bitte ignorieren, mein Büro ist überhitzt und überhaupt liegt Italien 1:0 vorne … –

Gesucht hatte übrigens:
am:um, 2006-06-22 14:55:23
mail.hochegger.at
“Nico Lumma” (Position 11-20 bei Google)
1024×768
Internet Explorer
Windows

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wunderbar

018.jpg


Wären wir an diesem ersten Spieltag auf eine der beiden Mannschaften getroffen, die hier eben gespielt haben, Polen oder Ecuador? – mein lieber Scholli, das wäre gehörig in die Hose gegangen.

So, nun so gehe ich ein wenig dun und fröhlich ins Bett. Klose und Frings innerlich umarmend. Eine leichte Euphorie beschleicht mich. Auch eine Form der Angst, hat mir mal eine Psychologiestudentin erklärt. Heute abend weiss ich, was sie meint, auch wenn alle meine Tipps daneben lagen.

Foto: DFB.de

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Kuranyi zur WM – Sport BILD weiß mehr, oder?

Eben fahre ich bei Axel Caesar Springer seiner Passage entlang und erblicke diese fröhliche Werbung der SportBILD, die mir mitteilt, dass noch genau eine Woche bis zum Eröffnungsspiel verstreichen wird.

sportBildFauxpasKuhrani.jpg

Moment, war das da nicht gerade der Kuranyi auf der Werbefolie? Spielt der also doch wieder mit? Toll.
Leise schleicht sich Zweifel in mein so sonniges Gemüt, als ich auch Kahn dort erblicke. Weit und breit kein Lehmann.
Aber – “das kann nicht sein”, schreit Peter mir hysterisch ins Ohr, “nicht die SportBILD, denen passiert sowas nicht. Das DARF denen nicht passieren.”

Ob der Alexander Steudel am Ende mit diesen Zeilen sich und sein Blättchen gemeint haben könnte?

Liebe Leser,
was auch immer die Nationalmannschaft bei dieser WM leistet und wie auch immer man über Jürgen Klinsmann denkt – in einem hat der Bundestrainer völlig recht: Der deutsche Fußball ist ein Auslaufmodell.
Er wirkt im Vergleich zur internationalen Konkurrenz wie ein alter Eichenschrank neben einem Ikea-Regal. Man mag sich über Geschmack streiten, aber alte Eichenschränke sind schwer und unbeweglich und nicht gerade schön anzusehen.

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Sonnenlicht über dem melt! Festival?

Das melt!-Festival ist eines der wichtigsten Musikereignisse in Deutschland. Es steht für Sommer, anspruchsvolle – meist britische – Musikkultur und viel Spaß. Nun bloggen die melt!-Macher seit kurzem und machen mit einer Sensation auf. Sie denken darüber nach, ob Grup Tekkan mit einer Sonnenlicht Performance in das Line-Up aufgenommen werden soll.

ein Angebot die Grup Tekkan zu buchen. Schwierige Frage: Sind die Melt!-kompatibel oder nicht?
Leider kann man die nur für einen Auftritt mit einem einzigen Song und anschließender Autogrammstunde buchen. Welchen Song aus ihrem reichen Repertoire die wohl performen würden?

Von dieser Stelle ein schöner Gruß nach Köln & Ferropolis: “lasst dette ma lieber sein, der drops ist doch schon gelutscht, ent!”

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VIVA, das neue VH-1

Ich bin gerade beim Zappen wieder bei VIVA hängen geblieben. Hä? Bei VIVA? Wieso das denn, ich bin doch schon zweimal aus der Zielgruppe herausgewachsen. Selbst so ein Berufsjugendlicher wie ich es bin.

Kann es sein, dass VIVA das neue VH-1 wird? Weiblicher, erwachsener, mit lauter bunten VH-1-Dokus, bei denen man nie weiß, ob sie ernst gemeint oder subtile Popsatire sind.

Großartig. Mehr davon. Musikfernsehen ist tot, es lebe das Musikfernsehen für Erwachsene – zumindest abends, wenn Klingeltöne und schulpflichtige Frösche ins Bett müssen.

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Der kleinste Astronaut schaut auf seine Welt

Der kleinste Astronaut der Welt;
macht sich mit seinem Fahrrad auf den Weg;
hinunter zu den Sternen.

Nach einer kurzen Weile landet er auf einem Apfelkuchen,
holt aus und stößt seine Fahne in die Sahne.

Im gleichen Augenblick entfuhr ihm ein kleiner, leiser Furz,
der auf der anderen Seite der Waschküche zu einem Orkan heranwuchs.

Hierhin hatten sich die zukünftigen Eltern von Franz verkrochen;
und fingen an sich zu necken.
Dabei fielen seiner Mutter alle Zähne aus.

„Einerlei, ich mochte eben lieber Brei“.

Schmähkritik

Das sollte man sich ordentlich hinter die Ohren schreiben, mein Lieber:

“Eine Meinungsäußerung wird nicht schon wegen ihrer herabsetzenden Wirkung für Dritte zur Schmähung. Auch eine überzogene und selbst eine ausfällige Kritik macht für sich genommen eine Äußerung noch nicht zur Schmähung. Eine herabsetzende Äußerung nimmt vielmehr erst dann den Charakter der Schmähung an, wenn in ihr nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht (BVerfGE NJW 1991, 95-97 = BVerfGE 82, 272-285).”

– aus
– anstoss via

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Transparency Deutschland: Transparenter geht’s immer

Ein guter Freund von mir hat Probleme mit seinem Arbeitgeber. Weil wir gute Freunde sind, erzählt er mir auch regelmäßig darüber. Auf die Idee, SEINE Probleme hier zu bloggen, käme ich allerdings nicht.
Seine Verhandlungen mit Kunden und Arbeitgebern sind vertraulich – und sollten es auch bleiben, auch wenn mir das Ergebnis nicht gefällt!

Zu einfach

Natürlich liegt es nahe, eine Organisation, die sich Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, nun vorzuführen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es hier zwei Geschichten, die manchmal munter durcheinander geworfen werden. Die eine ist die Geschichte der Freundin, die „unter gänzlich unakzeptablen Umständen nach der Probezeit entlassen worden“ ist.
(UPDATE: der o. g. Beitrag wurde zwischenzeitlich von dem Originalblog entfernt. Herr Meyer hat sich aber freundlicherweise dazu bereit erklärt, ihn erst jetzt zugeschalteten Lesern HIER zur Verfügung zu stellen.)

In vielen Blogbeiträgen (vielen Dank für die Liste) lese ich Formulierungen, wie

“Ich weiss nicht, ob die Mitarbeiterin links herum oder rechts herum gekündigt worden ist. Ich weiss auch nicht, ob die Bloggerin eine geschönte Fakestory geschrieben hat, um wegen ihrer Freundin der Firma eins auszuwischen.” wie von Robert

Die Richtigkeit des gebloggten kann also keiner nachvollziehen.

Die andere Geschichte ist die Reaktion der Organisation, die ich lieber MoMo nicht mit einem Großkonzern in eine Liste der üblichen Verdächtigen einreihen würde. Diese hat bevor sie eine Abmahnung geschickt hat, – zugegeben in harschem Anwaltsdeutsch, die können aber wohl wirklich nicht anders und da liegt das eigentliche Problem – die Löschung des Beitrages “verlangt”. Eines Beitrages aus dem ich entnehmen kann wie viel freie Mitarbeiterinnen bei TI so verdienen und welche Inhalte ein Personalgespräch mit der Geschäftsführerin so hatte und so weiter.
Alles Dinge, von denen ich als Arbeit- oder Auftraggeber natürlicherweise ausgehen würde, dass sie vertraulich sind.

Und Nico, würdest Du bei einer Freundin einer Mitarbeiterin einen Kommentar posten, die Du eben entlassen hast?

Nun ist das Thema allerdings virulent. Der nassforsche Anwalt aus dem Stall. Eine besonnene weitere Reaktion von Transparency Deutschland wäre sinnvoll – vielleicht in einem eigenen Blog.
Die Sache weiter über den Sonntags-Anwalt und Abmahnungen zu treiben, wäre unsinnig.
Nicht nur Robert schreibt zu dessen Manieren:

Ich weiss nur, daß die Fristsetzung und prinzipiell die Art der Vorgehensweise seitens Transparency Deutschland ungebührlich und unangemessen erscheint und ganz im Widerspruch zum äußeren Sendebild.

Der Kritik an diesem Justitiar und seinem Stand kann man sich dann allerdings nur anschließen:

warum „erspart“ sich „transparency deutschland“ „zunächst“ auf einzelheiten einzugehen? warum setzt der justiziar eine frist zum wochenende, die es moni unmöglich macht sich ordentlich rechtlich beraten zu lassen?

… und eine Kultur zu unterstützen, in der leitende MitarbeiterInnen von bspw. TI sich bei den Blogautoren selbst melden ist auch meine Sache.

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Grup Tekkan bei Stefan Raab

Update, 23:00: Die Jungs sind wirklich schmerzbefreit. Einer von Ihnen hat tatsächlich im AKW Phillipsburg gearbeitet. Näher dran an Homer Simpson ist da keiner! Und übrigens, die Art in der die drei ihren ersten Auftritt hingelegt haben war wirklich arschcool. Respekt.

Liebe Google-Nutzer, zum Sonnenlicht-Video hier klicken.

Die Vermarktungsmaschine rollt. Grup Tekkan, Bloghype und wie von uns vorhergesagt heute Abend bei Stefan Raabs TV Total auf dem Sofa. *HONK*

Grup Tekkan
Mehrere Internetseiten mussten schon geschlossen werden, weil der Ansturm auf ihr Debüt-Video so groß ist: Grup Tekkan aus Germersheim treffen mit ihrem Song “Wo bist Du, mein Sonnenlicht” genau den Geschmack, von dem wir bisher noch gar nicht wussten, dass er existiert…

Wenn’s schon mit dem Plattendeal bei Universal nicht geklappt hat, dann vielleicht als Elton-Ersatz – als lebendes *Honk*-Keyboard.

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T-Mobile – “Licence to Spam”

Hinterfotzig, Perfide – Dummdreist – so würde ich den Versuch von T-Mobile beschreiben, sich bei mir mit Tricks die Lizenz zum Spammen zu besorgen. Aber der Reihe nach.

Ein Nachmittag, irgendwann Mitte Februar,
ich sitze in meinem Homeoffice, da klingelt das Telefon. Ungefähr so war dann der Verlauf:
T-Mobile: „Guten Tag, T-Mobile, Frau (oh mann mein Gedächtnis)“
Ich: „Guten Tag.“
T-Mobile: „Wir wollten Sie nur kurz fragen, ob wir Ihre Daten zu Abrechnungszwecken speichern können“
Ich: „Ähm, die haben Sie ja sowieso, Sie schreiben mir doch Rechnungen?“
T-Mobile: „Ja. Wir brauchen Ihre Einwilligung dazu“.
Ich. „Ok. – Sie brauchen die Daten nur zur Abrechnung?“
T-Moblie: „Ja, wir geben sie nicht an Dritte weiter“
Ich: OK.
T-Mobile: „Vielen Dank, auf Wiedersehen“ – „Tschüss“.

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass ich mich gewundert habe, weswegen T-Mobile mich nach Daten fragt, die sie sowieso speichern müssen. Immerhin möchten sie mir ja Rechnungen schreiben. Wahrscheinlich eine Novellierung des Datenschutzes oder einfach Dienst am Kunden. Toll.

Ein paar Stunden später habe ich das Telefonat vergessen. Bis zum …

1. März 2006,
ich sitze wieder in meinem Homeoffice und habe eben die Post geholt. Mit dabei ein Schreiben von T-Mobile. In diesem Schreiben bezieht sich T-Mobile auf unser Telefonat und freut sich über mein Einverständnis, meine Daten an alle Telekom Töchter, Beteiligungen und und und weiterleiten zu dürfen, damit ich in den Genuss der tollen Marketingmaßnahmen gelange und sie feines CRM und Datamining, womöglich Datenverkauf, betreiben dürfen.

Ich traue meinen Augen kaum. Bin entsetzt. Das Schreiben ist so geschrieben, wie die vielen Announcements von Unternehmen, total einschläfernd. Normalerweise schmeisse ich solche Schreiben sofort weg. Das sollte wohl auch mit diesem passieren. Der Verdacht manifestiert sich in meinem Bewusstsein, dass das eine von langer Hand geplante “Double-Einschläfer-In”-Kampagne von menschen-wie-mich-verachtenden Marketing-Heissspornen ist.

Erst mit sanfter Callcenter-Lady-Stimme beruhigen, einlullen, aber rechtssicher auf die Speicherung hinweisen.
Später, wenn der Anruf vergessen ist, ein Schreiben hinterherschicken, dass die Befugnisse hinten rum noch einmal ordentlich erweitert. So langweilig verfasst allerdings, dass der Leser geneigt ist das Schreiben der Wiederverwertung zuzuführen. Peng. Alles richtig gemacht. Die Spam-Maschine kann mit einem weiteren Opfer gefüttert werden.

Liebe T-Mobiles, so geht das nicht. Da bekommt der Werbespruch “T-Mobile @ Home” ja einen ganz anderen Sinn.
Liebe Blogger da draussen, bin ich der Einzige dem das hier passiert ist?

Fotoausschnitt basiert auf diesem Foto bei Flickr. Danke.

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Ted Cohen (EMI) bloggt anonym



KO1P5182, originally uploaded by HBM Marcom.

Gestern hatte ich Gelegenheit ein paar Worte mit Ted Cohen von der EMI zu wechseln. Ich fragte ihn, ob er selbst blogge. Die Antwort war eigenwillig:

“Ich habe mal gebloggt. Meine Meinung. Meine Kollegen fragten mich dann, ob ich wahnsinnig geworden sei meine Meinung zu bloggen. Immerhin sei ich ja Vizepräsident bei EMI.
Meine Leser sagten, das sei doch alles gar nicht meine Meinung. Immerhin sei ich bei EMI Vizepräsident. Das hat mich so genervt, dass ich jetzt nur noch anonym blogge.

Wo wollte Ted Cohen dann aber lieber doch nicht verraten.

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Bandspiel

MCWinkel ist es gewohnt, von seinem Twen-Ich zu sprechen. Er hat eine übergesunde Distanz zu sich selbst. Zumindest bevor er sich das mit WD? (BILDabkürzung für Wetten Dass ..?) in den Kopf gesetzt hat. Sowas kann ich nicht unterstützen. Dann schon lieber das hier.
Aber ich schweife ab. Ich wollte eigentlich darüber berichten, dass mich dieser Beitrag bei Johnny daran erinnert hat, was man so für dummerhaftige Spielchen in der Eppendorfer Stamm-Diskutier-“meine beste Zeit ist seit zehn Jahren vorbei”-Kneipe gespielt hat, wenn gerade nichts anderes anlag.

Das Bandspiel. Das Bandspiel ist ganz einfach. Muss es auch sein, denn es ist ein Spiel ‘Für in der Kneipe spielen’ (seit der Westwerbung soll diese Art des Satzbaus durchgehen). Einer, meist der Cliquenclown, startet mit einer Band, sagen wir ABBA. Dann muss der Nebenmann/-fru mit dem letzten Buchstaben, hier auch ein A wie putzig, weitermachen.

Bei jeder Runde kommt der Punkt an dem einer dann Anthrax sagt. Uff. Eine Band mit “X”. In unserer Runde rief der erste, der in die X-Falle ging dann immer fröhlich: X-mal Deutschland. Damit hatte er unser kollektives Bandgedächtnis an Bands mit X bereits voll ausgeschöpft. Wir wussten, der Nächste der an ein “X” geriet, der war draussen.

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Bubble 3.0: Einmaleins der Aktienblase

Ich habe eben in einem Kommentar zu einem Artikel im LawBlog folgendes gelesen:

# Anonymous meint: (20. 11 .2005 um 12:19)
Ich empfehle (schon seit langem und völlig ohne Bezug zu Web 2.0) Google und Apple. Beschert mir in letzter Zeit satte Gewinne. :-)

Nun. Lieber Anon Ymous, entweder Sie sind ein echter Fuchs. Haben Ihre Googleaktien nach dem IPO gekauft und erst vorgestern wieder verkauft. Dann, aber auch nur dann, haben Sie fette Gewinne gemacht.
Oder Sie sind eines dieser armen Geschöpfe, die denken, nur weil der Aktienkurz steigt, würden auch ihre Gewinne steigen. Zumindest sind Sie dann in guter Gesellschaft.
Und web 2.0 schmeckt plötzlich auch gar nicht mehr so süß!

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