Galaktisch

In zwei oder drei Milliarden Jahren wird unsere Milchstraße mit dem Andromeda-Nebel fusionieren. Sie werden ein paar Jahrhundertmillionen umeinander hertanzen und dann verschmelzen.

„Zwei oder drei Milliarden“, Du willst es ganz genau wissen. „Sag ich doch, zwei oder drei Milliarden“. Und kein Schwein wird sich daran erinnern, dass die Dinger Milchstraße und Andromeda hießen.

Wir liegen auf dem Rücken, der Sand in Laboe ist noch warm von der umwerfend sonnigen Woche, die hinter uns liegt. Du schaust in die Sterne, ich schaue Dich an. Deine Nase hat mir immer schon gefallen, die von der Seite wie ein fast perfektes Dreieck aussieht. Ich muss unwillkürlich an einen Schwertfisch denken, wenn ich Dich sehe, aber das kann ich Dir natürlich nicht erzählen, das würde man ja kaum als romantisches Kompliment verstehen. Schade, denn im Grunde ist es eines.

Im Augenwinkel sehe ich die Existenz eines Kometen zu Ende gehen, er zerbricht in drei Teile, die hell über den Himmel jagen. „Ooooaaahh“, rufst Du begeistert. Und ich hoffe, dass Du Dir dasselbe wünschst, wie ich. „Galaktisch“ weiterlesen

Für die Stunden im Büro: Meeresrauschen und Segelfilme

Das Geräusch der Ostsee, wenn man mit dem Blick auf den Leuchturm in Schleimünde beim Sundowner sitzt, oder das Rauschen der See, wenn dine Yacht durch die Dänische Südsee pflügt, das wollte ich gerne erhalten. Für die Stunden, in denen es im Büro oder anderswo mal wieder drunter und drüber geht: „Für die Stunden im Büro: Meeresrauschen und Segelfilme“ weiterlesen

Foodblogging in action #rp12

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In Berlin geht es gerade um die Wurst. Foodblogging ist der Reichweiten- und Followermagnet auf der re:publica 12, die ich mir wieder einmal spare. Nicht weil ich sie nicht mag, nur weil ich besseres zu tun habe: an der Ostsee Grillen zum Beispiel, mit Blick auf die Kieler Förde, einem Rindersteak mit Kräutermarinade auf der Holzkohle und einem Glas französischen Wein.

Das Rauschen des Meeres und die leichte Brise, die mir den Grillduft herüberweht, das macht den Unterschied. Was ist schon Berlin, wenn man Strande haben kann?

Spargel gezogen


Ich hätte mich ja nu nochmal sehr gefreut, wenn ich nochmal nach Marstal gekommen wäre diese Saison. Nun, streng genommen wäre das sogar noch drin, ich müsste nur motoren, denn am WE habe ich meinen und einige andere Masten, auch Spargel genannt, gezogen. Nun sieht unsere Ohlson 8:8 richtig traurig aus, so ohne Rigg und ein wenig Wehmut macht sich breit. Ach, was, nix „ein wenig“! Ich will keinen Winter, ich hasse den Januar und hab jetzt schon Bammel vor dem Raus- und Reinkranen.

Noch einmal nach Marstal

Wege sind etwas komisches, denn sie führen ja nicht irgendwohin, sondern auf etwas herum. Eigentlich mag ich das Gefühl sogar, mich auf Wegen zu bewegen, die Menschen und andere Ochsen schon seit Jahrhunderten begehen. In Maasholm gibt es ein Museum, nein, eher eine Ausstellung. Sie ist neben einem Naturerlebnisspielplatz für Kinder und zeigt die drei verschiedenen Wege, wie die Schlei sich den Weg zur Ostsee bahnte, oder ja, eher umgekehrt. Der dritte bekannte Weg, Schleimünde, ist ein künstlicher Schleiausgang. Auch ein Zeichen unserer Zeit.

Die Wikinger haben sich schon mit ihren Schiffen über Schleswig in die Eider gewuchtet, um in der Nordsee Angst und Schrecken zu verbreiten. Heute sind es radelnde Frühpensionäre, die in ihrer griechischen Form ebenfalls Panik zu verursachen in der Lage sind.

Mein Wikingerboot besteht aus Kunststoff und ein gehöriger Teil meines Wesens will einfach nicht einsehen, warum die Saison schon vorbei sein soll, wo der Sommer so kühl und der Herbst so warm und wohlig ist. Ich träumte heute Nacht davon, noch einmal in diesem Jahr in Marstal anzulegen, noch einmal die 30 Seemeilen über die Ostsee, noch einmal Hot Dog mit Ristet Pølser und zum Nachtisch ein Softis mit Fløde.

Dann kann der Merkelsche Winter kommen. Ich habe meine Petroleumheizung von Bord in unseren Keller gestellt. So haben wir in strengster Zeit immer einen Raum warm. €€€

Sonntags auf der Kieler Förde

Schaut man von Laboe hinein in die Kieler Förde, so wähnt man sich auf der Alster an einem der ersten Frühlingstage, alles voll mit Segeln. Vor Schilksee verwirren mehrere Kleinstregatten den Sonntagssegler. Wo durch?

Ein wenig weiter draußen wird es ruhiger, nur noch einem Kümo ausweichen und der Faähre nach Göteborg, dann liegt sie vor mir die Ostsee. Die Mitsegler werden immer weniger, manchmal, so wie heute, kristallisiert sich ein ebenbürtiger Segler heraus, der auch noch den gleichen Kurs hat. Eine Hallberg-Rassy 32, einen guten Meter länger, dafür habe ich ein Schlauchboot hinten dran – ausgeglichen. Es geht vorbei an Stein und heraus aus dem Fahrwasser, dorthin, wo lauter Munition auf dem Ostseeboden liegt. Halbe Strecke nach Fehmarn drehe ich um, es ist Sonntag, da muss ich leider wieder nach Strande zurück. Lasse die Hallberg-Rassy ziehen, an mir vorüber. Der Wind hat aufgebrist auf 4-5, halben Winds bis locker am Wind, das ist ihrer. Haben sie vernascht – nun gemütlich zurück. Der Steuerbord-Bug gefällt mir besser, die Schraube dreht hier nicht mit, es wird ruhig.

Über der Förde ziehen Wolken auf. Nachher soll es gewittern. Und wie.

Die Dame aus Marstal

Marstal

Marstal, quasi Hauptstadt, weil grösster Hafen auf der Südseeinsel Ærø, hat eine bewegte Vergangenheit als Handelshafen. Heute liegen Sportyachten in denselben Päckchen, wie vor 100 Jahren die Neufundlandfahrer, der Stolz der südfünischen Seeleute.

Auf Ærø ist öfter gutes Wetter, als im Rest der westlichen Ostsee. Vielleicht heiraten deswegen so viele Menschen hier. Und trotzdem hat Ærø ein Problem: ihr wandern die Bürger ab. Seit kurzem gibt es eine Broschüre, die die Schönheiten und Vorzüge der Insel beschreibt. Am Ende ist die Adresse einer Dame zu finden, die sich um die Formalien einer Einbürgerung als Insulaner kümmert. … ;)

Kieler Woche ist vorbei, und die Sonne scheint.

„… das ist doch zum Kotzen“ „Die Vögel scheissen Dir das Boot voll, das ist doch zum Kotzen“ schimpft Gerhardt. „Ja, dann ist das halt so“, sagt Bernd, der Fische putzt.

Morgens beim Fischer in Strande #Ostsee

Moin.

Moin.

Was gibt’s denn heute?
Butt und Steinbutt.

Einen Eimer voll, bitte.
Gerne.

Bei dem Wetter kann man ja wieder mal baden gehen.
Ja, aber nur oben, unten wird’s kalt.

Die olle Strathmann geht ja immer nur schwimmen, wenn es kalt ist. Wenn es warm wird geht sie in Keller.

Die Frau lacht kehlig. Fast wird ein Husten daraus.
„Kopf ab?“ – „Ja bitte.“

Die besten Wohnmöglichkeiten (Übernachtung) zur Kieler Woche

Die Kieler Woche ist das Event des Jahres in Kiel, das man nicht verpassen sollte, sagt mir der Taxifahrer auf dem Weg nach Schilksee am Wochenende. Kieler Woche, segeln im Ausnahmezustand, Regatten, Feiern, die Förde voller Boote.

Kieler Woche 18. – 26. Juni 2011

Kieler Woche 2011 Plakat

Besuchen, ja. Aber wo schlafen? Hotels in Kiel werden ja ein Vermögen kosten?
Gibt es Campingmöglichkeiten in der Nähe?
Vielleicht am Surfer-Strand von Strande, am Leuchtturm von Bülk oder gegenüber in Laboe.
Tipps anyone?

Strander Butt #Ostsee #Scholle

Das Wasser der Ostsee ist noch kalt, das merkt man besonders, wenn die Sonne untergeht und die Kälte urplötzlich auf das Deck fällt. Abends gehen dann auch die ersten Strander Fischer wieder raus auf die Kieler Förde, in ihren Reusen nachzuschauen, ob Butts sich darin verheddert haben. Fangfrisch kommen die dann angelandet, früh morgens, nur um nachmittags mir serviert zu werden. Mit guter Butter, Speck und Bratkartoffeln.

Strander Butt - Ostsee Scholle - Foto

Tatort Hawaii

Tatort Hawaii - Stein Ostsee
Tatort Hawaii - Kyte und Surfstation in Stein an der Ostsee

Gestern war Frühlingsanfang an der Kieler Förde. Das Wasser noch schneidend kalt, die Sonne schon sehr stark. Die Büdchen und Läden bereiten sich auf die Saison und den ersten Touristen-Ansturm zu Ostern vor. Herrliches Wetter ist vorhergesagt – ideales Surf- und Kyte-Wetter obendrein.

Die Mädels und Jungs an der Kyte- und Surfstation in Stein an der flachen östlichen Seite der Kieler Förde bauen und werkeln an ihrer schicken Strandbar herum, einem offenen Holzboot ohne Kiel. Die letzten Reste der Vorsaison springen mir ins Auge und meine drei Mädchen kaufen mir ein buntes Stück Surfwear – Yeaahh, was für ein Sonntag. Die Saison kann kommen und Stein wird sicher öfter angesteuert dieses Jahr.

Tatort Hawaii finde ich ein tolles Label. Darauf muss man erstmal kommen.

Sportbootführerschein (See) im Charter-Urlaub machen #Ostsee

Sportboot Führerschein / Sports boat licence
Den Sportbootführerschein (See) habe ich in einem Kurs meines Segelvereins gemacht. 14 Tage in Abendkursen – dabei geht das viel bequemer – im Segelurlaub. Zumindest kenne ich das von Kroatischen Sportbootführerschein, den man mit einem einem Charter-Urlaub verbinden kann. Nun meine Frage: geht das auch an der Ostsee? Kennt einer von euch Charter-Anbieter, die Segelcharter, bspw. Hanse oder Bavaria anbieten, mit Skipper und Kurs für Sportbootführerscheine?

Ostsee im Winter

Ostsee im Winter

Ich liebe ja die Ostsee, den Duft der Luft, den Tang und das Salz dieser Region. Im Sommer bin ich segeln oder wandern, bspw. auf Fünen oder an der Schlei. Doch auch im Winter kann die Ostsee-Küste sehr einladend sein. Leer und stürmisch. Bisher kenne ich Rostock/Warnemünde, Orth auf Fehmarn und Scharbeutz, was ich im Winter nicht so schön finde.

Welches ist euer Urlaubs-Tipp für verpustete Spaziergänge an der Ostsee in den Märzferien in Hamburg?

Yachtcharter Ostsee – von der Flensburger Förde in die Dänische Südsee im Sommer

Abendstimmung Liegeplatz Ostsee (Strande)
Abendstimmung Liegeplatz Ostsee (Strande)

Die Ostsee ist mein bevorzugtes Segelrevier. Nicht so beständig schön wie Kroatien, im Sommer leider inzwischen ähnlich voll aber nicht ganz so teuer, wie Rund Mallorca.
Ich empfehle ja immer wieder gerne Charter-Anbieter, denen die Boote auch länger gehören, als 1-2 Saisons, da zeigt sich nämlich, ob Wartung und Service etwas taugen.

Der imho beste Charteranbieter für Segelcharter an der Ostsee ist 1. Klasse-Yachtcharter, mit Stützpunkt in Flensburg. Von da aus kann man sich sudsche mit dem Schiff vertraut machen, bspw. einer Hanse 36, bevor es am nächsten Tag nach Aeroe oder Avernakø geht.

Teambuilding Segeln, Coaching via Yachtcharter funktioniert das?

Damp - Ostsee

Mein Geschäftsführer überlegt für unser Team ein Coaching-Event zu organisieren. Letztes Mal waren wir zum Canyoning in Österreich, diesmal möchte er Segelboote chartern, auf denen wir dann unter Anleitung eines Skippers und Coaches unsere Teamfähigkeit beim Segeln verbessern.

Welche Anbieter kann man da empfehlen? Ist es besser in Flotille zu segeln, oder auf einem großen Boot? Zur Auswahl stehen Kroatien, rund Mallorca oder Ostseecharter in die dänische Südsee

Heiss den Jolly Roger

Der Wind weht schwach aus Nordwest, hinüber nach Rostock. Für die hat gerade die dritte Liga begonnen. Gestern vor drei Monaten sind wir der zweiten Liga entronnen. Es lächelt wieder innen, wie schon den ganzen Sommer über.

Heiter schmeißen wir heute die Leinen los, den Jolly Roger an die Backbord Saling geheißt, in Richtung Hamburg – gaanz sudsche.

Segel-Törn-Planer (Linksammlung)

*** offene Seekarten – open SeaMap ***

Das wohl beeindruckendste Projekt im Zusammenhang mit Törnplanung 2.0 ist imho die open SeaMap. Wie ihr großer Bruder, die open StreetMap leisten Freiwillige die Kartografie und durch Zusammenarbeit vieler wird ein Produkt, das wenigstens zur Grobplanung gut geeignet ist. Die openSeaMap ist unter CC-Lizenz frei verfügbar.

Open Sea Map
– Maps und Projekt-Files zum Download bei sourceforge „Segel-Törn-Planer (Linksammlung)“ weiterlesen

Sommer in Strande, Segeln auf der Kieler Förde

Fast einen Monat nach der Sommersonnenwende wird es an der deutschen Ostsee-Küste gegen 21:30 Uhr duster. Das Wetter des nächsten Tages kündigt sich heute in besonders intensiven Blau-Lila-Rose-Tönen an. Es ist Hochsaison, die Förde ist voller Segler. Wir klarieren unsere Ohlson 8:8 und machen erste Bekanntschaften im Hafen von Strande. „Sommer in Strande, Segeln auf der Kieler Förde“ weiterlesen

Die Flüstertüte mit auf Klassenreise

Im Sommer fährt die magische Tochter Nummer 1 auf eine längere Reise an die Ostsee. Allein, mit ein paar Freundinnen.

Was in meiner Jugend noch der einmalige Anruf aus der dörflichen gelben Telefonzelle war, ist heute Papas abgelegtes Handy mit einem Prepaid-Tarif. Nur eines ist immer noch gleich. Der nächste Anruf nach dem, der meldet, dass man gut angekommen ist, bedeutet: holt mich bitte ab, ich halt das hier nicht mehr aus.

Wetter in Damp an der Ostsee?

Bitte keine Strandburgen bauen

Sie wollen ganz kurzfristig an die Ostsee, um das tolle Strandwetter im Norden zu genießen? Dann auf in das Ostseebad Damp. … lockt der Newsletter des Ostseebades Damp (früher Damp 2000 mit eingebauter Modernität).

Bemerkenswert diese Koinzidenz, dass zeitgleich Nutzer auf mein Blog strömen, angelockt von einem Google Suchergebnis nach dem „Wetter in Damp“. Nun, das ist aktuell ganz gut, 20.2°C, leicht bewölkt, mit mäßigem Ostwind (via wetter.com). Das soll sogar noch einige Tage so bleiben.

Immerhin, viel besser als das Wetter, dass wir bei unserem Besuch in Damp vor zwei Jahren vorfanden. Wir hätten vielleicht vorher einen Blick auf die Webcams dort werfen sollen.

Rotten and beautiful Rostock

Wenn man nach Warnemünde herein fährt, passiert man eine gepflegte Plattenbausiedlung an deren Seiten Sonnenblumenmuster ein Gefühl von spießiger Wärme gegen den billigen Beton senden. Geht man durch Rostocks Vorzeigevorort spazieren, wackeln in einem drin viele Heimatrezeptoren vor Freude. Die salzige Luft, der Zungenschlag der Leute und das helle und klare Blau des Himmels erinnern an Daheim.

Keine Frage, da fühlt man sich als Segler sofort irgendwie zuhause, so wie auch im Süden Dänemarks, in Angeln oder Glücksburg.

Ich war schon öfter in Rostock, noch nie zu einem Auswärtsspiel meines magischen FC, sondern meist beruflich oder privat. Eine der Gelegenheiten war eine Konferenz im biederen Hotel Hübner. Der Tag war anstrengend und in Anzug und Krawatte zu verbringen – am Nachmittag gab es dann ein paar Stunden frei. Ich zog mich um, es war ein windiger, frischer aber sonniger Tag. Gerade richtig für einen Spaziergang am alten Strom.

Ich kann mich da wirklich gut entspannen an der Ostsee. Den Fähren beim Einlaufen zusehend und sich über die Namen der Fischkutter lustig machend schlenderte ich an der Stromseite landeinwärts, ohne zu merken, daß die Menschen vor mir längst die Straßenseite gewechselt hatten.
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