Socialspam mit socialcam

Heute morgen habe ich eine App auf dem Iphone ausprobiert, die ich über ein Facebook-Posting eines Bekannten gefunden habe: socialcam – eine Art Instagram für Video.

Gleich nach der Installation habe ich die App socialcam ausprobiert – und 2-3 Kurzvideos aus dem Hamburger Hafen hochgeladen. Dabei habe ich versehentlich (und wohl mehrfach) die E-Mail und Versendefunktion der App benutzt, und die Video-Ankündigungen nicht nur per Twitter, Facebook und Youtube verschickt, sondern auch an meine Kontakte per E-Mail und SMS.

Sorry, das tut mir leid. Ich bin ja selbst recht empfindlich in diesen Dingen. Ich versuche gerade, herauszufinden, ob es sich um eine Funktion handelt, die innerhalb meiner Sphäre bleibt, also ärgerlich, aber einmalig ist – oder ob socialcam – wie auch schon andere US-Anwendungen derzeit, mein Adressbuch geleecht hat.

Für Hinweise in den Kommentaren wäre ich sehr dankbar.

Update: Ich habe die App nun gelöscht, da sie zwar hilfreich, aber viel zu spammy ist. Ausserdem habe ich socialspam aufgefordert, meine Daten und alle Daten, die ich übertragen haben sollte, zu löschen …

BILD? NEIN DAZKE! – E-Mail an Springer (BILD-Sonderausgabe/-aussendung)

Die BILD droht mit Zusendung ihres Boulevardblattes an alle Haushalte am 23.06.2012. Die feiern da irgendein Jubiläum. Imho Analog-Spam, den ich nicht haben möchte. Auf der Suche nach einer offiziellen E-Mailadresse bin ich bei Bild.de zwar über den „Nacktschnecken-Alarm“ beim Dschungelcamp gestolpert, aber erst bei der Axel Springer AG fündig geworden. Dem Verlag habe ich soeben folgende E-Mail geschrieben:

Axel Springer AG
Axel-Springer-Straße 65
10888 Berlin
Tel: +49 30 2591 0
information@axelspringer.de
cc: mediapilot@axelspringer.de

Sehr geehrte Damen und Herren,
unter der Internetadresse http://www.axelspringer-mediapilot.de/dl/424150/BILD_fuer_ALLE_2012.pdf kündigen Sie Ihren Werbekunden an, am 23.06.2012 die von Ihnen verlegte BILD-Zeitung kostenlos in einer Sonderausgabe an alle Haushalte in Deutschland zu verschenken. Betroffen seien 41 Millionen Haushalte, "inklusive Werbeverweigerer."
Ich möchte die BILD-Zeitung nicht geschenkt bekommen, weder als Sonder-, noch als reguläre Ausgabe.

Ich untersage Ihnen daher die unerwünschte Zustellung der Zeitung ausdrücklich und fordere Sie daher auf, es zu unterlassen, mir an die folgenden Anschriften am 23.06.2012 (oder an einem anderen Tag) ohne meine vorherige Einwilligung eine Ausgabe der BILD-Zeitung zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen zu lassen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen:

(Meine Adresse)

Mit freundlichen Grüßen
Erik Hauth

Diese E-Mail ist fast wortgleich zu dem Fax des RA Andreas Schwartmann, das man hier als Original findet. Mit freundlicher Genehmigung. Dazke.

Who is this? – Social Spam

Blogspam war bisher ein nerviges, aber schnell zu identifizierendes Phänomen. Seit Googles Panda Update ist das anders.

Google honoriert soziale und Markensignale, das ist spätestens seit dem Panda Update für die Mehrheit der Webmaster wahrnehmbar. Und seitdem verlagert sich der Indexspam auch ebendorthin, in das Social Web.

Einen interessanten Artikel zum Thema haben meine Kolleginnen bei wer-weiss-was geschrieben – ein Einstieg in ein nerviges Phänomen.

Artikel als PDF

„Unerwünschte Werbung stört unsere Online-Gemeinschaften nachhaltig. Spam zieht Spam nach sich, gemäß der Broken Glass Theory. Der Ruf leidet, die Ehrenamtlichen verlieren ihr Interesse, die wahren Experten ziehen sich zurück und überlassen das Feld den Fakeprofilen. Statt reaktiv den Spammern hinterherzulöschen, sollte man sich der Aktivitätssteigerung widmen. Aber Achtung: Mit zunehmender Sichtbarkeit erregt man auch die Aufmerksamkeit der Spammer. Die stärkste Waffe sind, neben an die jeweilige Community angepasste technische Lösungen, vor allem die aktiven und aufmerksamen Mitglieder. Ich denke, dass in Zukunft die Themen Qualitäts-, Reputations- und Incentivierungs-Management an Bedeutung gewinnen werden.“ -> wer-weiss-was

Social Media Consulting mit selbsterfüllender Doofheit #XING #Spam

Ich habe mit Absicht einen doofen Blogger-mäßigen Titel gewählt für diesen Beitrag. Eigentlich rege ich mich nämlich gar nicht so sehr darüber auf, dass ein so genannter Social Media Berater sein Buch mit Spam-Kommentaren in meinen Artikelkommentaren platzieren will, ich freue mich sogar ein wenig über so viel Doofheit.

Als Blogbetreiber mit stetig wachsender Leseranzahl, sind wir an Ihrer Beurteilung des Ebooks „XING erfolgreich nutzen“ unter www.xing-erfolgreich-nutzen-und-dabei-reichwerden.idi (URL von der Red. geändert) interessiert. Ich freue mich auch über Ihren positiven Kommentar in unserem Blog www.presalesmarketing-blog.com Freundliche Grüße, Robert Nabenhauer

Es gibt wenige Methoden, die so schonungslos die eigene Ahnungslosigkeit offenbaren, als ein No-Follow-Kommentar auf einen uralten Artikel (2007), der auch noch zum Thema hat, dass man in Zukunft (also heute) sich besser um Facebook-Marketing Gedanken machen sollte.

-Europapokal-

Sonntagsgedicht: „Und ebenso kann ich Ihnen seines Foto schicken“

„Wie bei Ihnen der Sache?
Wir werden kennenlernen?
Ich hoffe mich, dass Sie nicht gegen die Bekanntschaft mit mir!
Mich rufen Raisa… Allen ubrig konnen Sie geschrieben mir auf meinen e-mail erfahren.
Sie konnten mir Ihren e-mail die Adresse lassen… Da ich dass wir rechne so konnen wir besser kennenlernen.
Ich kann Ihnen den Brief auf Ihren e-mail schreiben… Und ebenso kann ich Ihnen seines Foto schicken!

Ich werde Ihren den Brief warten.“
Raisa!

Raisa schaut ein wenig traurig, obwohl Sommer sein muss, woimmer die auch wohnt. Sie lächelt nicht, wie sie da so Wham-esk an der Tür lehnt. Vielleicht denkt sie an „Gilbert“, ihren Wirtschafter und Absender der Mail, der das Foto vielleicht gamacht hat, an einem Sonntag-Nachmittag in seiner Datscha -sich aber in der Email-Adresse „Carlos“ nennt. Ein digitaler Spanier? Oder Baske.

Ach, oweh, sehe ich doch gerade, dass die Mail gar nicht mir galt, sondern der Schule meiner Tochter. Huch, da tue ich Raisa ja fast unrecht. Sie will nur lernen. Emailadressen am liebsten.



Freundlicher Spammer: Versicherung-Ratgeber und Anwalt-Verzeichnis

Neulich habe ich beim Google-Suche Ihre Internetseite www.ringfahndung.xy gefunden. Es hat mir sehr gefallen, denn es bietet den Besuchergruppen wichtige Informationen über aktuelle Themen.
Deswegen glaube ich das eine Veröffentlichung unseres Artikels auf Ihre Seite, uns beiden von Vorteil sein kann. Es ist auch möglich, dass unser Team Ihnen im Rahmen der Kategorie „Kredit-Ratgeber“ oder „Versicherung-Ratgeber“ Artikel schreibt.

Au ja!

Liebe social bookmarks – Lieblnk – Neustart einer fixen Idee

Es begann mit einem Gespräch im beschaulich kreativen Kopenhagen im Frühsommer 2007. Drei Blogger sinnierten über schöne Texte und das schnelle Verschwinden derselben in der chronologischen Archivfalle, über Möglichkeiten Neues zu entdecken, abseits der bekannten Stromkanten deutscher Internet-Schreiberei.

Der letzte Anstoß kam durch Robert Basic, der ähnlichen Gedanken nachhing.
Schnell war ein digg-Klon, eine Bookmarking- und Diskussionsseite für Blogperlen aufgesetzt: Lieblnk.de

Das ist jetzt 13 Monate her. Und für mich jederzeit eine Bereicherung.

Dummerweise hat sich nicht nur das Script nach einem Update verabschiedet, sondern zeitgleich auch noch die Festplatte mit den Backups.

Eine vollständige Terminierung, die das Ende sein kann – oder ein neuer Anfang.
Nach vielen E-Mails und Kommentaren habe ich mich entschlossen Lieblnk neu aufzusetzen, mit neuem Schwung in die babyglatte Version 2.0 zu führen.

Mach doch gerne mit. Ich freue mich auf eure wichtigen, prosaischen, lustigen und peinlichen Texte, Begebenheiten und Hinweise – und die kontrastreichen Diskussionen dazu.

Webnews – social spam und der letzte Versuch

Gerade erhalte ich eine Einladung zu einer „neuen Gruppe“ bei Webnews.
Nicht nur hat sich der Einladende im Verein geirrt – und zwar gewaltig.
Er heisst auch noch so, wie ein gerade anlaufender Kinofilm. Sowas:

Du wurdest zur Gruppe BVB auf Webnews eingeladen!

Diese Einladung schickt dir Till (kungfu_panda@hotmail.de), damit du zu BVB immer auf dem Laufenden bist. In einer Webnews Gruppe findest du die besten Nachrichten und Videos zu diesem Thema im Netz.
Klick hier und schau dir die Gruppe einmal an.
Webnews ist kostenlos. Werde Teil der Webnews-Gemeinde und auch du kannst Nachrichten & Videos verlinken, bewerten und kommentieren!

Beste Grüße aus Köln
Dein Webnews-Team

social spam, heute: yahoo! clever



Spam wird bekämpft. Oft auch erfolgreich, wie die fetten Hechtnetze von Aksimet auch in diesem Blog bezeugen. Spam wird oft nach der Herkunft erkannt, massenhaft aussendende .ru-Server sind da keine gute Adresse, auch die recht neue TLD .eu kämpft hier mit einem Imageproblem.

Nun gehen Spammer dazu über Spam in Sites zu verstecken, die ersteinmal Vertrauen suggerieren, wie in diesem Falle Yahoo! Clever. Das ist ein Problem für die gesamte social media Branche und erst der Anfang von einer Menge Arbeit, wenn die Spammer außer facebook, Yahoo! und Co. auch deutsche social networks anfangen mit unsinnigen Anfragen zu fluten.

disclaimer: Der Autor arbeitet für wer-weiss-was.de, einem kostenlosen Netzwerk zum gegenseitigen Austausch von Know-How.

Virales Gammelfleisch (Spam)

spam
Gut geführter viraler Wahlkampf kann spannend sein. Wie spannend das allerdings auch gehörig nach hinten losgehen kann, erfuhr die FDP in diesen, doch so wichtigen, Tagen per Abmahnung (mal anders herum).

Virale Videos bspw. werden, so nennt das der Fachvirologe, „geseedet„, also an besonders themennahen Stellen im Netz unter die Bevölkerung gemischt, in der Hoffnung, dass sich der Virus so schnell wie möglich verbreitet. Das ist eine kritische Phase, denn ähnlich dem Schlüpfen von Schildkrötengelegen gehen viele noch so schöne Videoviren am ersten Tag zugrunde. Da brauchen sie noch nicht mal so blödsinnig sein, wie der Schauspieler Sky Dumont, der für die FDP in Hamburg viralen Wahlkampf machte.

Natürlich will die Viren versetzende Agentur ihren Lieblingen einen guten Start ermöglichen, und schiesst dabei des öfteren über das legale Ziel hinaus. Unaufgefordert zugesandtes Virenmaterial ist nämlich Spam.

Nun ist Spam, also Werbung per unverlangter Mail, illegal. Und wer mit falschen Absendern und erfundenen Fürsprechern für sich wirbt, kann nicht erwarten, dass die Botschaft authentisch rüberkommt. Schade, wenn eine Partei, die Recht und Gesetz propagiert, solche Wahlkampfmethoden verwendet.

Hannos (Mein) Anwalt hat Anfang letzter Woche als Antwort eine Abmahnung an die FDP Hamburg verschickt, was zu der oben zitierten, heftigen Reaktion führte. Die von der Partei beauftragte Kanzlei war besonnener und hat offenbar schnell erkannt, dass der Fall eindeutig war: Die FDP Hamburg hat die Abmahnung noch vor Fristablauf akzeptiert.

Wie viraler Wahlkampf funktioniert, wie polemisch platt und dennoch filigran man das steuern kann, sieht man derzeit bei DIE PARTEI.

netselektor: Tod durch Spamming

netselektor

Mein ehrliches Mitgefühl für Eric’s Beteiligung netselektor.de, die wohl so eine Mischung aus Yahoos Anfängen als Katalog und Digg.com sein will, nicht unähnlich zu Lieb-Link, schöne Internetseiten zu suchen, sich auf die Fahnen schrieb.

Klasse statt Masse. Redaktionell ausgewählt werden nur Seiten, die nützlich, informativ oder unterhaltsam sind, egal ob privat oder kommerziell. Spam oder unseriöse Anbieter werden ausdrücklich nicht berücksichtigt.

klingt dann auch sehr vertraut.

Leider ist anscheinend auch dieses Projekt auf das Radar von Spammern gekommen, wie gefühlt jeder Index zur Zeit. Das merkt man spätestens, wenn man eine Kategorie für seinen Bookmark auswählen möchte (siehe Screenshot).

Das geht dann endlos weiter bis Z, mit allen Verdächtigen, die man so kennt: Freunde der ewig wachen Penis- und Lebensverlängerung, natürlich ohne Schulden und Hypotheken.

Lieber zu zehnt

Nach dem Brandposting eines der treuesten Lieblnk-Nutzer, und davon haben wir nicht viele zu verlieren, habe ich mich entschieden der Spameskalation noch eine Schippe draufzulegen.

Es ist in mir die Erkenntnis gereift, dass ich dieses Spaßprojekt notfalls zu zehnt, dafür aber mit der Freude an der Diskussion über „digitale Literatur, zur Kunst stilisierte Alltagsbanalitäten, fundierte Artikel, pointierte Einzeiler, bissige Satire und alles andere“ weiter betreibe. Also, wohlan denn.

Blog Friends, freiwillige Beihilfe zum Contentklau?

blog friends

Ja, sie ist noch da die Neugier auf neue Dienste. Auch im neuen Jahr 2008 treibt mich aber auch meine Paranoia vor mich her, die ich mit facebook und vor allem mit den Programmanbietern dort verbinde.

Mike hat mich zu einem Programm dort eingeladen, das Blog Friends heißt. So wie es sich mir darstellt, sollen mir über meine Kontakte und deren Blogvorlieben neue Blogs vorgestellt werden. So ähnlich, wie bei Lieblnk, nur eben automatischer, weitergehender. Dafür will Blog Friends auch mein Blog kennenlernen. Soweit, so gut.

Folgender Passus verträgt sich aber nicht mit meinem Argwohn diesen Programmen gegenüber:

By entering a blog address, you represent that you have the right to permit us to reproduce this content on facebook and other sites and that the content is not obscene or illegal.

Ich vermute da Aggregation von Inhalten. Anderswo, als bei Facebook. Vielleicht Indexspam oder Schlimmeres.

Soll ich mal das Abmahnen anfangen?

… das frage ich mich in letzter Zeit häufiger. Auch im Zuge der Diskussion mit den Spameinträgen bei lieblnk.de.
Zumindest eine Warnung in Form einer Rechnung würde ich gerne demjenigen schicken, der dieses Blog als Jobanzeigenblatt mißbrauchen möchte.

Der „Störer“, also derjenige, der den Nutzen eines solchen Spamming hätte, ist schnell ermittelt:
„(die) Amerikanische Firma „ACG Logistics“ sucht (nämlich) nach Mitarbeiter in Europa fuer die Arbeit im Logistikbereich.“

Kann doch sein, dass irgendein dummerhaftiger Headhunter denkt, die trieben sich hier rum, die Profilogistiker.

Bei einem „Interessante(n)r Job mit guter Verdienstmoeglichkeit.“ sollte doch auch etwas Budget für eine Stellenanzeige drin sein. Zumal es die auch kostenlos gibt.

Ich fühle mich hin und hergerissen. Bin ja sonst nicht so fundamentalistisch, wenn es um Verdienste geht. Dann doch aber mit etwas mehr Schmiss und Schmalz hier geposted. So bitte, dass ich lange überlegen muss, ob das nun eine Meinung oder Werbung ist.

Brauche ich eigentlich so etwas, wie eine Preisliste vorher? Ich bin verwirrt und ein wenig verärgert.

Aggrogator

Ich frage mich oft, was den Mann hinter dem Synonym DA so antreibt, vor allem bei seinen nächtlichen Postings. Seine Abneigung gegen Trackbackspam und wilde Feedaggregatoren teile ich aber. Gerade findet sich bei der Blogbar ein solcher, ein eindeutiger.

Würde mich interessieren, ob es für so einen einen Menschen, einen mit der short fuse und dem nötigen Beharren möglich ist, dagegen vorzugehen:

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iPhone Dilemma

Ende des Jahres soll das iPhone auch nach Deutschland kommen. Erhältlich, wie man hört bei Vodafone. Dummerweise wohl exklusiv.

Das bringt mich jetzt in Schwulitäten (darf man das noch sagen?):
Mein Vertrag bei T-Mobile ist am 17.1.07 wieder einmal zwei Jahre alt geworden, mir stünde also ein neues Handy zu. Das iPhone gibt es aber noch nicht. Wohl auch nicht dort, wie es ausschaut. Nach den ganzen Ärgereien (1, 2) mit T-Mobile im letzten Jahr bin ich sowieso auf dem Sprung, eher.

Kann ich meinen Vertrag noch, quasi surch Verzicht auf die Verlängerung, das Sponsoring durch Hardware kündigen und zu Vodafone wechseln?
Kann ich dort meine Subvention quasi „parken“, bis das iPhone erhältlich ist?

Ach Kinder, wieso muss das so kompliziert sein.

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mybloglog – auch für normale Menschen

mybloglog

Die Erfindung der Blogroll erscheint im Lichte der Communities, die sich heimatlos horizontal durch das Netz ziehen, wie die Tageszeitung von gestern.

Wollte man einen Blog, den Autoren dahinter ein wenig einschätzen, so las man sich durch seine Blogroll. Wollte man als Blogger sehen, wer einen so liest, schaute man sich die Kommentare an – und hoffte der Leser hinterließ seinerseits einen Link, um zu schauen um wen es sich denn da handelt. Wenns ein Blog war las man seine Blogroll und so weiter und so fort.
Eine zeitfressende Art herauszufinden, wer sich denn in meiner Hood, dem von mir begangenen digitalen Pfad sonst noch so rumtreibt.

Mit mybloglog – das ich lamer erst jetzt bemerkt habe – geht das automatisch. Ich sehe, wer mich liest, kann Gruppen durch das Netz spinnen, ohne Site, ohne Blog. Toll.

Ich teile diese Einsicht, dass das Potenzial von mybloglog oder anderen Ansätzen noch größer ist als das von myspace – wegen der „örtlichen“ Ungebundenheit. Das zeigen nicht zuletzt die bereits bestehenden Probleme mit SPAM.

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comtech Spam

Eben bekomme ich Spam. ausgerechnet von einer Firma, die auch „com“ im Namen führt.
Einen kurzen schmerzhaften Augenblick, hoffe ich dass bei comspot noch jemand wach ist und mein macbook gefunden hat.
Aber die Mail ist ja von comtech.

Immerhin, der Versender scheint ein blutiger Anfänger zu sein, denn er packt in die Spam-Mail einen Klartext-Affiliatelink, aus dem seine PartnerID hervorgeht:

www. affiliwelt. net/klick.php?bannerid=10118&pid=16084&prid=887

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SPAM at SpOn und die frühe Ringfahndung

Es gibt Tage im Leben eines digitalen Behämmerten, die sind, wie es mein Oheim zu sagen pflegte, ein innerer Reichsparteitag.
Via Spreeblick erfahre ich heute, dass der SPIEGEL online jüngst das Konzept der frühen Ringfahndung als Satiremagazin gelaunscht hat. Dort, nebenan, heisst das SPIEGEL SPAM.

Irre. Wahnsinn, Abmahnung.

Im Jahre 2000 war es, als ich in der Agentur, in der ich mein digitales Bohemianleben fristete, standesgemäß im Sinne der arte povera (Insider wissen, wer hier gemeint ist), als mich die Frage umtrieb, was mit dieser Domain zu tun sei. Ich postete einfach den Quatsch, den ich per E-Mail zugeschickt bekam oder mir selbst ausdachte. Meist verfremdete Agenturfotos, in denen stern-engleich den Pormis etwas in den Mund gelegt wurde. Manches noch heute Aktuell.

Um Afghanistan ging es damals auch schon. Besonders lustig, gebe ich zu, war das nicht, aber ich merkte, dass es weitere digitale Behämmerte gab, die das per E-Mail kommentierten und immer wieder kamen, um nachzuschauen, was meinem oder einem anderen degenerierten Gehirn noch so eingefallen war. Das Satiremagazin „Ringfahndung“ war geboren.

Nachfolgend – und nur für mich allein, als herzrührende Nostalgie – einige SPAMs, so nennt man das wohl heute, von damals:

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Neues von T-Mobile

Seit meinem Telefonat mit dem Pressesprecher, wegen der „Story eines angekündigten Spammings“, sind auch wieder ein paar Wochen vergangen. Aus den Augen aus dem Sinn.

Dafür habe ich vorgestern einen Anruf vom T-Mobile Support bekommen. Man wolle mir eine Homezone einrichten Toll, endlich ein eigenes Zuhause für mein Handy.
Unter einer lokalen Telefonnumer bin ich auch auf meinem Handy erreichbar. Für eine Testphase habe man mich freigeschaltet.
„Ach“, sage ich, inzwischen ja ein wenig skeptisch, was den Laden angeht. „Notieren Sie sich bitte, dass ich hiermit einer Verlängerung in einen kostenpflichtigen Betrieb widerspreche?“, höre ich mich sagen. „Ja, kein Problem“, antwortet die Dame im Callcenter – ihr Wort in Gottes Ohr.

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T-Mobile – „Licence to Spam“ (Teil 2)

Mein Artikel über T-Mobiles Versuche, Spamming durch fiese Methoden zu legalisieren kontakariert nun bei Google die Lippenbekenntnisse des Konzerns, sich gegen SPAM zu richten. Sollen sie sich selbst richten. Ich bitte darum. Nein, ich fordere es sogar.
t-mobileSpamGoogle.png
Nach dem merkwürdigen Anruf von T-Mobile Mitte Januar, bekam ich dann ein Schreiben, wie angekündigt, in dem sich T-Mobile aber reichlich mehr SPAM-Rechte bestätigte, als jemals angesprochen. Mehr noch, ich hatte diese Art der Weitergabe deutlich untersagt!

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T-Mobile – „Licence to Spam“

Hinterfotzig, Perfide – Dummdreist – so würde ich den Versuch von T-Mobile beschreiben, sich bei mir mit Tricks die Lizenz zum Spammen zu besorgen. Aber der Reihe nach.

Ein Nachmittag, irgendwann Mitte Februar,
ich sitze in meinem Homeoffice, da klingelt das Telefon. Ungefähr so war dann der Verlauf:
T-Mobile: „Guten Tag, T-Mobile, Frau (oh mann mein Gedächtnis)“
Ich: „Guten Tag.“
T-Mobile: „Wir wollten Sie nur kurz fragen, ob wir Ihre Daten zu Abrechnungszwecken speichern können“
Ich: „Ähm, die haben Sie ja sowieso, Sie schreiben mir doch Rechnungen?“
T-Mobile: „Ja. Wir brauchen Ihre Einwilligung dazu“.
Ich. „Ok. – Sie brauchen die Daten nur zur Abrechnung?“
T-Moblie: „Ja, wir geben sie nicht an Dritte weiter“
Ich: OK.
T-Mobile: „Vielen Dank, auf Wiedersehen“ – „Tschüss“.

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass ich mich gewundert habe, weswegen T-Mobile mich nach Daten fragt, die sie sowieso speichern müssen. Immerhin möchten sie mir ja Rechnungen schreiben. Wahrscheinlich eine Novellierung des Datenschutzes oder einfach Dienst am Kunden. Toll.

Ein paar Stunden später habe ich das Telefonat vergessen. Bis zum …

1. März 2006,
ich sitze wieder in meinem Homeoffice und habe eben die Post geholt. Mit dabei ein Schreiben von T-Mobile. In diesem Schreiben bezieht sich T-Mobile auf unser Telefonat und freut sich über mein Einverständnis, meine Daten an alle Telekom Töchter, Beteiligungen und und und weiterleiten zu dürfen, damit ich in den Genuss der tollen Marketingmaßnahmen gelange und sie feines CRM und Datamining, womöglich Datenverkauf, betreiben dürfen.

Ich traue meinen Augen kaum. Bin entsetzt. Das Schreiben ist so geschrieben, wie die vielen Announcements von Unternehmen, total einschläfernd. Normalerweise schmeisse ich solche Schreiben sofort weg. Das sollte wohl auch mit diesem passieren. Der Verdacht manifestiert sich in meinem Bewusstsein, dass das eine von langer Hand geplante „Double-Einschläfer-In“-Kampagne von menschen-wie-mich-verachtenden Marketing-Heissspornen ist.

Erst mit sanfter Callcenter-Lady-Stimme beruhigen, einlullen, aber rechtssicher auf die Speicherung hinweisen.
Später, wenn der Anruf vergessen ist, ein Schreiben hinterherschicken, dass die Befugnisse hinten rum noch einmal ordentlich erweitert. So langweilig verfasst allerdings, dass der Leser geneigt ist das Schreiben der Wiederverwertung zuzuführen. Peng. Alles richtig gemacht. Die Spam-Maschine kann mit einem weiteren Opfer gefüttert werden.

Liebe T-Mobiles, so geht das nicht. Da bekommt der Werbespruch „T-Mobile @ Home“ ja einen ganz anderen Sinn.
Liebe Blogger da draussen, bin ich der Einzige dem das hier passiert ist?

Fotoausschnitt basiert auf diesem Foto bei Flickr. Danke.

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