Nie gehört

„Howzat media investiert in trivago“ ist so ein Satz, der die blubbernde 2.0-Blase für mich manifestiert. Den naiven Versuch offenlegt, die Tatsache zu vernebeln, dass man eben zu spät auf den Zug aufzuspringen versucht, der für andere schon im Nirgendwo angekommen ist, diese schlimmen Nichtnamen für irgendwas.

Das geht aber noch weiter und wird dann erst richtig witzig:

David Soskin und Hugo Burge, die Macher der Reise-Plattform Cheapflights (www.cheapflights.com), investieren über ihr Unternehmen Howzat media in die Reise-Community trivago (www.trivago.de). Wir sind froh, unsere erste Investition in Deutschland, Europas größtem Internetmarkt, zu machen. trivago konkurriert erfolgreich in einem wirtschaftlich etablierten und stark wachsenden Sektor”, kommentiert Soskin die Investition. Über die Höhe der Finanzspritze ist nichts bekannt. Vor trivago investierte Howzat media bereits in das soziale Netzwerk Wayn (www.wayn.com), die britische Immobilien-Suchmaschine Zoomf (www.zoomf.com) und die Bewertungsplattform TrustedPlaces (www.trustedplaces.com).

Sowas.

Daddeldu

Weihnachten steht vor der Tür. Die Zeit der Jahresmailings.
Das mit Abstand beste bekam ich von einem Segler.

Weihnachten, Hamburg und die Seefahrt sind schon immer
eine besonders innige Melange von Sentimentalität und Rotzigkeit
gewesen, die Chefalkoholiker Ringelnatz so schön zu formulieren
wußte.

La fiesta de Navidad del marinero Kuttel Daddeldu

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Penis of the Prairie

326785449_fafc061fa8_m.jpgIch habe sie verpasst, die Preview des Simpson Films, oder The Simpson Film, wie auch immer. Wahrscheinlich hätte ich mich sowieso nicht an die Sperrfrist halten können, die der Verleih verlangte. Warum, für einen Film eine Sperrfrist? Mir ein Rätsel.

Umso froher war ich über einen Artikel mit Fotoserie in der neuen NEON, der das reale Springfield in Illinois, USA beschreibt. Toll.

Beim Namen des Hilton Hotels viel mir fast der Latte Caffee aus der Hand: Das Hilton in Springfield heisst lt. NEON im Volksmund „Penis der Prärie – Penis of the Prairie“ – und eine echte Marge Simpson gibts da auch. Großartig.

Da ist es nur eine Randnotiz, dass sich die Autoren ein wenig irrten. Das Hilton in Springfield heisst im Volksmund „Prick of the Prairie“ also sowas wie „Pimmel der Prärie“. Der Original-Präriepimmel steht in Nebraska und ist dort das örtliche Kapitol. Die Legende sagt, dass Hemmingway persönlich diesen Begriff prägte. Eigenwillig, was man in der Liste der phallischsten Gebäude der USA so entdecken kann.

Wieso ich jetzt plötzlich Appetit auf eine Currywurst verspüre ist mir allerdinx ein Rätsel.

BILD und der Mercedes Hymnenstreit

Chauvinistische Scharmützel mit ihren großen englischen Vorbildern entspringen bei der BILD einem lang kultivierten Minderwertigkeitskomplex. So bissig, so gesellschaftlich relevant, wie die SUN oder der Mirror möchte sie gerne sein.

Da kommt der angebliche Hymnenstreit um das McLaren-Mercedes Team gerade recht.

Aus rein chauvinistischer Sicht allerdings eigentlich gar kein Thema. Wäre BILD so konsequent bösartig, wie ihre englischen Vorbilder, hätte sie sich nicht nehmen lassen zu erwähnen, dass die Hymne „God save the Queen“ ein deutsches Pendant hat.
Und „Heil Dir im Siegerkranz“ passt ja sowieso besser zum Thema.

So bleibt nur der Eindruck eines kleinen verschämten Stücks deutschen Boulevards – von „Größe“ keine Spur. Das englische Original schmettert sich ja auch viel schöner.

Vgl. Bildblog zum Thema: BILD, Mclaren und das Original

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Von Bloggern, Waschmitteln und einem schwarz-rot-geilen Sommer

Ich gebe zu, ich lese das Blog von Thomas Knüwer regelmäßig und gerne. Manchmal beziehe ich mich auch auf einen seiner Beiträge. In letzter Zeit häufen sich die Zitate, eigenwillig und auffällig.

Mir ist dabei aufgefallen, dass diese „Diskussion“ mit dieser viel gemein hat:

Da hat einfach jemand eine nette Idee gehabt, um auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Nicht die beste Idee in Sachen [bitte Thema einfügen, dynamisch] – aber eine gute. Das zuzugeben, hat die politische Korrektheit verhindert: Denn wer steht schon dazu, Geschäfte zu machen?

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Kuranyi zur WM – Sport BILD weiß mehr, oder?

Eben fahre ich bei Axel Caesar Springer seiner Passage entlang und erblicke diese fröhliche Werbung der SportBILD, die mir mitteilt, dass noch genau eine Woche bis zum Eröffnungsspiel verstreichen wird.

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Moment, war das da nicht gerade der Kuranyi auf der Werbefolie? Spielt der also doch wieder mit? Toll.
Leise schleicht sich Zweifel in mein so sonniges Gemüt, als ich auch Kahn dort erblicke. Weit und breit kein Lehmann.
Aber – „das kann nicht sein“, schreit Peter mir hysterisch ins Ohr, „nicht die SportBILD, denen passiert sowas nicht. Das DARF denen nicht passieren.“

Ob der Alexander Steudel am Ende mit diesen Zeilen sich und sein Blättchen gemeint haben könnte?

Liebe Leser,
was auch immer die Nationalmannschaft bei dieser WM leistet und wie auch immer man über Jürgen Klinsmann denkt – in einem hat der Bundestrainer völlig recht: Der deutsche Fußball ist ein Auslaufmodell.
Er wirkt im Vergleich zur internationalen Konkurrenz wie ein alter Eichenschrank neben einem Ikea-Regal. Man mag sich über Geschmack streiten, aber alte Eichenschränke sind schwer und unbeweglich und nicht gerade schön anzusehen.

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The Offspring: Mega-Act spielsüchtig

1708623853-N1297-N2373.jpgBlizzard Entertainment®, Inc. gab heute bekannt, dass die mehrfach mit Platin ausgezeichnete Band The Offspring ein Konzert als abschließendes Highlight für die BlizzCon™, Blizzards erster Spieler-Convention, geben wird.
Die BlizzCon findet am 28. und 29. Oktober 2005 im Anaheim Convention Center in Anaheim, Kalifornien, statt und bietet zwei Tage lang Spielspaß, Wettbewerbe, „Frage & Antwort“-Veranstaltungen mit den Entwicklern, ein offizielles Turnier und andere Aktivitäten, die sich rund um Blizzards Spieleentwicklungen der letzten 15 Jahre drehen.

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Sexsüchtiger BILDredakteur?

Foto: Bildblog.deDas BILDblog berichtet heute über die Gangbang-Schlagzeile von BILD.
(Artikel unten)
Besonders aufgefallen ist uns folgende Passage:

Was steckt hinter dieser Geschichte? Anscheinend keine Porno- oder Puff-Werbung, sondern tatsächlich die Aktion zweier Frauen, die — nach Angaben des beteiligten Bordells, das den Artikel sofort stolz auf seine Homepage gestellt hat — seit Jahren in der „Swinger- und Gangbang-Szene“ unterwegs sind. Durch Zufall habe ein „Bild“-Redakteur eine E-Mail bekommen, mit der die beiden Frauen ihre Aktion in diesen Kreisen bekannt machte.

Ja mei. Ist denn der BILD-Redakteur am Ende selbst ein guter Bekannter in dieser Szene? Wir möchten es fast annehmen. Nur unter satirischen Gesichtspunkten natürlich (Hmm Feierabend, jetzt schön in den Sling hängen;)

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Mein Rechtsanwalt sagt: „Lieber keine Schreiben veröffentlichen“

Der Lawblog übernimmt die Vertretung der von BILD in ihren Persönlichkeitsrechten verletzten Bloggern vom esiblog.

Für alle in der Blogosphäre sichtbar veröffentlicht er seinen Abmahn-Brief an die BILD-Redaktion. Ist das erlaubt? Wie weit kann ich als Blogger gehen? Darf man auch die Anwaltspost der Gegenseite veröffentlichen? Wie steht es mit Newslettern?

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