Tretmühe

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Jetzt gehe ich los zum Millerntor. Die 1860er, die ich heute schon am Hafen gesehen habe beim touristischen Nachmittagsprogramm willkommen heißen. Drei Punkte müssen heute in Hamburg bleiben. Das wird ein Gestrampel für 90 Minuten. Zurück zur guten alten Beinarbeit, ohne Carbonlenker und Gangschaltung.

Auf twitter mit dem hash #stpauli.

Followerin

Ich sitze in der S-Bahn. Gegen die Fahrtrichtung, was nicht viel zur Geschichte beiträgt, mir aber immer weniger behagt, je älter ich werde. Ich twittere. Feierabend.

Mir gegenüber sitzt eine junge Frau in einem strengen, aber modischen, hellgrauen Rock, dazu ein passender taillierter Mantel. Sie hat sich ein helleres Rotbraun für das Leder ihrer Stiefel gegönnt. Eine kleine Rebellion in ihrer Welt, so stelle ich mir das vor.

Sie schaut auf ihr flaches Handy. Ein Motorola. Ich sehe nun ihr Profil. Eben und ein wenig silbern.

Die junge Frau liest. SMSen vielleicht.
Dabei lächelt sie und wippt rhythmisch mit dem einen bestiefelten Fuß, der über ihrem rechten Knie liegt.
Sie beisst gerade herzhaft in einen Apfel, als sie anfängt zu lachen.

Sie sieht sich um, bleibt mit dem suchenden Blick an meinem hängen.
“Sie sehen viel jünger aus, als auf ihrem Profilbild”, sagt sie und steigt lachend aus.

Ich fahre noch bis Wedel weiter. Schaue aus dem Fenster und denke erstmal an nichts mehr.

SZ et al, “Google News ist euer Fieber”

Nicht nur die deutschen Printmedien liegen in schwerem Fieber. Weltweit, zumindest in der westlichen Welt, sinken die Auflagen der traditionellen Zeitungen. Die Erkenntnis greift langsam um sich, dass das wohl nicht wieder wegzuwünschen ist.

Mit Erstaunen lese ich in diesem Interview der SZ mit John Lloyd, dass nun ausgerechnet Google News als Buhmann aufgebaut wird. Ein Buhmann, der allenfalls als Symptom durchgeht, stellt er doch sehr deutlich die Austauschbarkeit der Medienberichte dar, wenn zu einem Thema ausgerechnet Reuters als Quelle genannt wird, und, wie heute 300 (!) Medien denselben, oder minderwertig erweiterten Inhalt anbieten. Das war schon vorher so, fällt aber nun eben auf.

Menschen mit galoppierender Panik aber, nehmen solche, für normale Menschen leicht zusammenzudenkenden Zusammenhänge nicht wahr. Journalisten, wie Uli Jörges bspw. auch sehen das Problem nicht in ihrer eigenen Austauschbarkeit, sondern im Überbringer ihrer Nachrichten. Nichts anderes ist Google News, zitiert noch nicht einmal viel von den klassischen Medien. Unlauteres “Ressourcen” abgreifen, also Trittbrettfahrern, sehe ich da nicht.

SZ: Sehen Sie in “Googles News“ eher einen Freund oder Feind für die Zeitungswirtschaft?

Lloyd: “Google News” ist derzeit eher unser Feind als Verbündeter. Und zwar weil dort Nachrichten nicht selbst produziert, sondern einfach Anderen weggenommen werden. Dadurch wird die Anziehungskraft derer geschwächt, die fürs Nachrichtensammeln bezahlen müssen. Die stellen Google unfreiwillig ihre Ressourcen zur Verfügung und bekommen nichts zurück.

Leider geht Herr Lloyd nicht auf die interessante Frage ein, ob längere Reportagen, einzigartigere Inhalte, verwegene Geschichten der Schlüssel zur Umkehr wären? Meines Erachtens die einzige Chance, für Zeitungen schwieriger als für Magazine, sich vom seichten Nachrichtengeblubber abzuheben, mit Glück und Tüchtigkeit auf das Radar von bisherigen Nichtlesern zu kommen.

Offline- und Online-Egoshooting Galore heute in Berlin

boxing
Eigentlich war er fest eingeplant, der Trip heute Abend nach Berlin.
Leider ist etwas dazwischen gekommen.

Werde mich trotzdem genüsslich mit einem alkoholfreien Weissbier zurücklehnen und meinr Mannschaft die Augen drücken, sie kräftig per twitter anfeuern, wenn große Blogger-Egos auf zwei Journalisten treffen, die in diesem Punkt uns allen gestörten Seelen in nichts nachstehen.

Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www
Livestream der Podiumsdiskussion „Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“ am Donnerstag, den 10. Januar 2008 um 19.00 Uhr.
Ab 10. Januar 2008, 18:50 Uhr, Liveübertragung

Foto: Ausschnitt eines flickr Fotos von Frau_K, CC

Die erste Twittergeburt

hmm


Junge Väter haben wir ja ein paar bei Twitter (1, 2, bspw.). Die posten dann bspw. über die Vorzüge einer stillenden Brust und ähnliche Dinge, die meist, das kennt man aus eigener Erfahrung, in Thema und Stil der eigenen chronisch debil machenden Müdigkeit geschuldet sind. Herrlich.

Auf diesen Weg begibt sich erst noch der junge Sichelputzer mit seiner frisch gebackenen Familie.
Von den ersten Wehen, bis zur Geburtsmeldung und der obligatorischen Heimfahrt, um weitere Sachen zusammenzuklauben eine normale, wie es scheint.

Auf diesem Wege meine allerherzlichsten Glückwünsche zur Tochter, mit liebem unbekanntem Gruß an die tapfere Mutter.

Google wird schneller im Long Tail

Zufällig habe ich einen Hinweis darauf gefunden, dass die als Hoax klassifizierte Algorithmusänderung von Google, hin zu aktuelleren Indizierungen, doch wahr sein könnte.

Habe eben zu der Suche nach einem WordPress Plugin meinen eigenen Post von vor 30 Minuten an Platz #2 der SERPs gefunden. Das bedeutet die Twitterisierung der Google Ergebnisse. Aktuell, immer neu sortiert, absolut SEO-feindlich diese Tatktik, was mir im Grunde sehr sympathisch ist!

Google schneller im long tail

Selbstreferenziell Galore ;(

Gewitter getwitter

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Die Wolke bricht,

Wasser, überall und in Strömen,

hell,

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Donner,

Mensch das ist genau über uns.

Komisch, fällt mir jetzt erst auf, dass Gewitter hell sind.

Weisse Wolken, verschränkt ineinander.

WUMMM. BRRBLBRRLBÖLLER

“Da hinten wirds schon wieder hell”

Der Hund zittert.

Der Grill wird naß. Zieht der eigentlich Blitze an?

Scheisse, ‘ne Eiche!

Geh jetzt rein, bin pitschnaß.