Millerntaler und Berliner Schnellmerker

„FC St. Pauli hat Ärger mit seinen Fans“, headlined Julien Wolff in der Berliner MoPo.
„Anhänger des Zweitligisten protestieren erfolgreich gegen die neuen Marketingpläne ihres Klubs“ und meint den Protest gegen den Millerntaler.

Das ist doch nu wirklich kalter Kaffee, der Drops ist gelutscht. Mensch Julien, ihr berichtet fast einen Monat später, als bspw. der Tagesspiegel. Sowas.

Aber recht hat er der Herr von der Aktion gegen den Millerntaler:

Erneuerung ist in St. Pauli immer eine Gratwanderung: Zum einen muss der finanzschwache Verein Geld generieren, um konkurrenzfähig zu sein. Zum anderen muss er seiner Tradition und dem alternativen Publikum gerecht werden, das gegen die Macht des Geldes kämpft. „Ein gewisses Maß an Kommerzialisierung gehört heute dazu. Aber wir wollen uns nicht verkaufen lassen“, sagt Brauns. Damit dieser Balanceakt gelingt, will der Verein künftig noch intensiver mit den Fans kommunizieren. „Es gilt, Kompromisse zu finden“, sagt St. Paulis Geschäftsführer Michael Meeske.

Lese bei Turi2, dass Juliens Artikel auch auf Welt.de veröffentlicht wurde.

Studentenbaby, die Leihmütter meiner Kinder

studentenbabyIch habe im beheizten Garten von Tausendsassa Ola Ahlvarsson einen Chinesen kennengelernt, der dabei war, eben in China ein social network für Studenten aufzubauen. Der Clou, man kann sich seinen Studenten als Paten aussuchen, seine Laufbahn fördern und Zeugnisse, Fotos von Saufgelagen und einen Zusammenschnitt von der Aufnahmeprüfung zur ersten Verbindung der Uni bestellen. Dafür finanziert man sein Studium.

Ihm hätte die Idee einer Hamburger Studentengruppe gefallen, die aus Protest gegen die Studiengebühren ihre Körper (beziehungsweise Teile davon, die Frauen ihre Gebärmutter, die Männer ihren Samen – braucht es da noch Indizien für die gescheiterte Emanzipation?) feilbieten:

Unter dem Leitgedanken „Kind gegen Studiengebühr“ stellen sich auf studentenbaby.de Studierende als Leihmütter und Samenspender zur Verfügung, um auf diesem Weg gegen die Einschränkung der Bildungsfreiheit in Deutschland zu protestieren und sich ihr Studium zu finanzieren.

Kunden haben hier nicht nur die Möglichkeit, für 500 € ein Studentenbaby mit den Erbanlagen Ihres Lieblingsstudierenden zu erwerben, sondern sichern so zusätzlich einem jungen Menschen seine akademische Zukunft.
studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.

Wir schenken Leben. Schenken Sie Zukunft.

Gerüchte, wonach StudiVZ an den jungen Dingern Interesse zeigt, sind ausgedacht.

(Screenshot: studentenbaby.de)

Kettenkurzgeschichte

Es begab sich eine wunderschöne junge Zitronenfalterbesitzerin in
die Hände eines unglaublich sexy aussehenden Iserlohner Handwerksmeisters …

So beginnt eine unglaublich lange Kurzgeschichte, die sich bei wer-weiss-was in Threadform weiterspinnt.
Wahrscheinlich der längste Thread der Welt. Hochgradig konkurrenzfähig zum Blogger-Kettenwitz über den besten Blondinenwitz der Welt seinerzeit.

„Abfall-Regelung“

Wieso ich mich in letzter Zeit immer wieder verlese kann mir vielleicht ein Freudianer erklären:

Die damalige Bleiberechtsregelung galt nur für Staatenlose aus dem Libanon, nicht für Türken. Auch ein Bleiberecht nach der im August in Kraft getretenen Altfall-Regelung hat das Gericht verneint.Es verwies darauf, dass Siala wegen unsachgemäßen Schlachtens zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

Wer aus dem da oben schlau werden will, muss Unionspolitiker, Richter am OVG oder Leser von Shifting Reality werden.

Team Germany joins the 33rd America’s Cup

Man könnte meinen, die Deutschen seien eine erfolgreiche Seglernation. Immerhin haben sie sich selbst ja auch immer als Seefahrernation verstanden. Nun wollen es die Deutschen besser machen, als dieses Jahr, als sie beim 32. Americas Cup nicht nur sang und klanglos auf den Vorletzten (vor China, was so viel bedeutet, wie Letzter) abschmierten, nein, auch das Selbstverständnis als Seglernation in Frage gestellt wurde – weltweit.

„Team Germany joins the 33rd America’s Cup“ weiterlesen

Star Wars vs. Star Trek

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Stolpere in letzter Zeit immer wieder über Menschen, die unbedingt diese beiden Sci-Fi-Legenden in den Ring schicken müssen. Warum kann man sich, wie in Clerks II herrlich vorgemacht, nicht einen echten „Gegner“ aussuchen: LOTR – oder „Der lange Marsch“.

Einerlei. Witzig, dass das zwei Frauen sind, bei denen ich so einen Vergleich gerne, weil pointiert und mit glaubhaftem Engagement lese.

Hier die besten Argumente, angefangen bei Kiki und Star Wars vs. Star Trek:
2. Obi-Wan oder Mr. Spock?
Das ist schon schwieriger zu beantworten, das sind zwei fast ebenbürtige Gegner. Beide schaffen es, gleichzeitig unterkühlt und dennoch irgendwie warmherzig rüberzukommen. Lustig auch, daß ein Wesen vom brodelnden Planeten Vulkan so bar jeglicher Emotionen sein kann. Und Spock haben wir das unnachahmliche
faszinierend zu verdanken, das sich bei vielen Gelegenheiten anwenden lässt, z.B. auch gern bei Cocktailparties, wo man von irgendwelchen Langweilern zugetextet wird.
Aber überzeugender ist dann doch Obi-Wan, außerdem kann er mit einem Laserschwert umgehen.

… und hier Ankes Killerargument, das Quentschen Genialität, die das Scripten von Star Trek Folgen zur Benchmark gemacht hat:

6. Q
Die Macht? Wenn einem Drehbuchautor nix mehr einfällt, greift er zum ältesten Puppenspielertrick aller Zeiten: Telekinese. Pffft. Das Star-Trek-Universum hat stattdessen Kindskopf Q, der alles machen kann, was er will. Und er muss nicht mal seltsame Masken tragen, die einem die Atmung unnötig schwermachen.

Übrigens, die Mädels haben mich viel mehr überzeugt als die fünf Filmfreunde.

„They are not gay, they are Hobbits“. – Foto: Paramount

GEZ „Begriffs-Stalinismus“: Stellungnahme der ARD

… und meine Antwort zu meiner Anfrage zum GEZ-Skandal von heute Vormittag: tatsächlich übernimmt die ARD imho schlimmerweise die Tonalität der GEZ und spricht ebenfalls von „verfälschender Verwendung der umstrittenen Begriffe“, obwohl die ARD, als wohl auch das ZDF, selbst bspw. den Begriff „GEZ-Gebühren“ verwendet und die GEZ anscheinend selbst in ihrem Geschäftsbericht den angeblich abgemahnten Begriff „GEZ-Fahnder“ führt, was bei Thomas in den Kommentaren sich findet.

Sehr geehrter Herr Meyer,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme, die allerdings den Kern meiner Anfrage unbeantwortet lässt: wie steht die ARD zu dem möglichen Versuch der GEZ, mithilfe dieser Abmahnung die Verwendung von Begrifflichkeiten in der Öffentlichkeit zu beeinflussen?

Ich bitte um ihre erweiterte Stellungnahme.

Beste Grüße,
Erik Hauth

<zitiere wer=“Meyer Peter“>
Hallo Herr Hauth,

hier die Stellungnahme der ARD-Pressestelle zu diesem Fall:
„Wir haben uns von der GEZ über den Vorgang informieren lassen. Der GEZ ging es nach eigenen Angaben vor allem um die Korrektur falscher Tatsachenbehauptungen über die Tätigkeit der GEZ. Von 32 Punkten hätten sich nur zwei Punkte auf verfälschende Begrifflichkeiten bezogen. Akademie.de habe das umstrittene Angebot bereits aus dem Netz genommen und über ihre Bevollmächtigten gestern schriftlich ankündigen lassen, Teile der von der GEZ monierten falschen Tatsachenbehauptungen nicht mehr zu verbreiten. Zusätzlich habe Akademie.de sich bereit erklärt, eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben. Vor diesem Hintergrund verzichte die GEZ darauf, weiterhin gegen die verfälschende Verwendung der umstrittenen Begriffe vorzugehen“, sagte ARD-Sprecher Peter Meyer.

Mit freundlichem Gruß
Peter Meyer
ARD-Sprecher
Leiter der ARD-Pressestelle und der SR-Kommunikation, Pressesprecher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
Saarländischer Rundfunk
ARD-Pressestelle; SR-Kommunikation
Funkhaus Halberg
66100 Saarbrücken

R.I.P. Yahoo! Photos, now flickr gets Yahooed completely

So ändern sich die Zeiten. Der altgediente Photoservice bei Yahoo! wird eingestellt.

Und, absolute Pflicht für deutsche New Media Manager hier in Sachen Wiedergutmachung zuzuschauen – Yahoo! bietet den Export der Daten zu flickr – UND allen gängigen Diensten an, die nicht zum Impreium gehören. Respekt: das ist Web 2.0!

Dear Yahoo! Photos user,

For some time now, we’ve supported two great photo sharing services: Yahoo! Photos and Flickr. But even good things come to an end, and we’ve decided to close Yahoo! Photos to focus all our efforts on Flickr — the award-winning photo sharing community that TIME Magazine has called „completely addictive.“

We will officially close Yahoo! Photos on Thursday, September 20, 2007, at 9 p.m. PDT. Until then, we are offering you the opportunity to move to another photo sharing service (Flickr, KODAK Gallery, Shutterfly, Snapfish, or Photobucket). We’re making the transfer real simple, and with a couple clicks we’ll automatically move your photos to Flickr or wherever you want them.

blackfacing

Schmiere im Gesicht macht einen nicht zu einem Schwarzen, dummerweise.

unicef blackface

dazu:

„Das blackfacen der Kinder funktioniert nur, wenn Deutsche nur weiß sein können.“
riemer-o-rama

„Schwarze Menschen = Dreck = Afrikaner = ungebildet“
poplog

Aufruf des Braunen Mob e.V.

Wir bitten alle Menschen, die damit nicht einverstanden sind, ihre Erfahrungen und Erklärungen an Unicef und die verantwortliche Werbeagentur zu schicken!

Bitte schreiben Sie Ihre zivilisierenden Gedanken an publicrelations@unicef.de und info@jvm.de mit einer Kopie an info@derbraunemob.de.

Es empfiehlt sich für jeden Leserbrief und jedes Beschwerdeschreiben der Zusatz “Bitte beachten Sie, dass dieser Briefwechsel von uns öffentlich geführt wird, und wir dieses Anschreiben wie auch Ihre eventuelle Antwort zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung veröffentlichen.”! So wird das Briefgeheimnis nicht verletzt und die Antwort kann verbreitet und veröffentlicht (und von Dritten kommentiert) werden.

Polizei in Rostock: „Wegbleiben wenn die Nachbarn klatschen gehen?“

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Man muss vorsichtig sein.
Wenn man dieser Tage in Mecklenburg Zug fährt und mit den eigenen Vorurteilen.

Man muss sich vorsehen, wenn man sich diese Meldung bei Noah duchliest oder den Augenzeugenbericht in der taz

… und darf dann laut über fehlenden Opferschutz in Deutschland sich beklagen und zuhören, wie der eigene Kopf den Innenminister für so etwas als mentalen Störer mitverantwortlich macht.

Mehrere Verletzte sind die Folge eines brutalen Überfalls von Neonazis auf einen Zug nach Rostock am 30. Juni 2007. Mit Zaunlatten schlugen die offenbar gut auf ihren Angriff vorbereiteten Täter auf Erwachsene und Kinder ein und warfen eins ihrer Opfer eine Böschung hinab. Polizei? Fehlanzeige.

Weibliche Bahnfahrtricks

Eigentlich ist das schöne am Bahnfahren ja das Kennenlernen von entspannten Menschen, BahnfahrerInnen sind nämlich meiner Erfahrung nach wesentlich entspannter als Flugpassagiere und Autofahrer, was an der Stoik liegt, die man braucht, um die Verspätungen und andauernden Personalwechsel zu ertragen. Na ja, bis auf breite Soldaten am Freitag und Hansa-Fans, die meist in Personalunion auftreten.

Wenn man aber mal wirklich seine Ruhe haben möchte, dann hat das Nuf einen Trick parat, den ich noch nicht kannte:

Deswegen buche ich für mich gleich immer ein ganzes Abteil. Immerhin kann man ein Abteil für nur neun Euro für sich alleine haben. Man bestellt seine Tickets einfach im Internet und gibt fünf Kinder unter fünf Jahren an und dass man auf keinen Fall in einem Großraumabteil sitzen möchte.

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reboot9 statt G8

Wenn ich mir die Mädels, die da von uniformierten, ebenfalls Mädels, abgeführt wurden am letzten Sonntag, noch einmal vor den inneren Diaprojektor schiebe, dann juckt es mich ja schon, nach Heiligendamm zu fahren und ordentlich mitzudemonstrieren. Stelle ich mir dann, wie ein politisches Hurricane-Festival vor. Spannend.

Stattdessen fahre ich brav zu „social geschwafel“ und „Bierchen mit netten Freunden 2.0“ nach Kopenhagen.

Wenns langweilig wird, kann ich ja mit den Bewohnern von Christiana demonstrieren.
Da ist ja auch was los, in diesen Tagen.

Foto: indymedia.de

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Schablonenmarketing bei SchülerVZ

Sehe eben bei Wonko das pinke Ergebnis der neuen Marketingideen und Ziele im Hause SchülerVZ:

schülerVZ möchte durch diese Aktion den Schülern als Sprachrohr für Bildungsanliegen dienen und sich für seine Mitglieder einsetzen. Unternehmens-Mitgründer Michael Brehm dazu: „Natürlich ist uns Aufmerksamkeit wichtig. Aber wir wollen durch Aktionen wie diese Kommunikation fördern und auf Themen hinweisen, die Schülern wirklich am Herzen liegen.“

Dem können wir uns nur anschließen: MEHR PINK AN DEUTSCHEN SCHULEN!

Ist Dir der Unterricht zu grau, zu theoretisch? Findest Du Schablonen basteln alleine auch fad?

Dann melde Dich bei SchülerVZ an. Da findest Du viele bildungskritische sexy Schülerinnen. Vielleicht ziehen die dann ja für Dich pink. Wer weiss. Anzufangen für „Bildungsanliegen“ zu kämpfen, dafür ist es nie zu spät.

-via Robert-

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Americas Cup: Start ins Windloch gefallen – Flaute und Sonnenbrand in Valencia

Das erste Mal ein deutsches Team dabei beim Americas Cup.
Das erste Mal startet das Race in Europa. Im schönen Valencia, weil die Seen in der Schweiz, dem Überraschungssiegerland vom letzten Mal, einfach zu klein und windstill sind im Sommer.

Und dann das: Flaute verhindert den fulminant geplanten Start des Megarennens. Auf englisch liest sich das dann so:

Valencia, 16 April, 2007 – Following a four year programme of racing across Europe, on Monday the first day of racing in the Louis Vuitton Cup was scheduled. For the first time, the challengers were sailing for their lives, with elimination looming after two Round Robins.

But the weather didn’t fully cooperate. For the more than 50 thousand spectators in the AC Park on a holiday Monday, it was a beautiful, warm, sunny day; the first for weeks. But on the water, the wind needed for fair racing never materialised with a very light and unstable sea breeze teasing race officials and sailors alike. Racing was postponed with the teams remaining on the water all afternoon. Race Officers Peter Reggio and Harold Bennett held station until 16:50 when racing was called off for the day.

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„Thank you for your statement“, not!

Im UN-Conzil für Menschenrechte (UN human rights council), dem zugesehen wird da von unwatch, darf jeder sagen was er möchte, so unreflektiert, unwahr, hetzerisch das auch sein mag. Jeder Beitrag wird dann vom Speaker dankend für die Weltgemeinschaft sozusagen „in Empfang genommen“. Nur gegen das Plenum selbst, das solcher Farce (siehe Video) erst das Forum gibt, dagegen darf nichts Negatives gesagt werden: Sowas!

via

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my-you-tube

Muss mir das hier näher anschauen: magnify.net

Ein “Video-Dienst” der etwas anderen Art ist magnify.net, welcher den Usern erlaubt, eigene Video-Kanäle zu erstellen und damit eine eigene Community zu führen. Dabei werden die Videos zumeist nicht von Magnify gehostet, sondern können bequem von anderen Sites wie YouTube, Google Video oder Yahoo Video eingebunden werden. Auch die Besucher können Videos hochladen, suchen oder durch Eingabe der URL einer Videoseite wie YouTube etc. hinzufügen.

(… weiter bei Blogging Tom)

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Wenn die alte Tante SPD irrt …

… dann biegen sich die politischen Balken. Immernoch.
Und gleichzeitig dreht sich ein großer Teil der alten Ostpolitiker im Grab um.

Zwei Meldungen, die verdeutlichen, was ich meine:
– BILD meldet heute, dass die Polen bei den Deutschen am unbeliebtesten sind (bisher nicht online)
– Die SPD hofft – in Form ihres Leitwildebers Kurt Beck -, lt. Neue Züricher Zeitung, dass sich das Wehren gegen den amerikanischen Raketenschild bei den Wählern auszahlt. Eine Konfrontation, wie 2002 zwischen Schröder und Bush wird hier zumindest billigend in Kauf genommen. Die SPD konzentriert sich dabei traditionell auf Russland:

Während Bundeskanzlerin Merkel einer Auseinandersetzung mit den USA wegen der Raketenabwehr aus dem Weg gehen möchte, sucht die SPD die Konfrontation.

Ein fataler Fehler!

Wenn es ein Land in Europa gibt, mit dem es so nötig gewesen wäre, wie beim Vorbild der Deutsch-Französischen-Aussöhnung vorzugehen, dann wäre das Polen gewesen.
Der kalte Krieg hat das verhindert und nun fällt es den beteiligten EU-Nationen merkwürdig schwer, das Miteinander zu organisieren, zu normalisieren.

Deutsche Sicherheitspolitik kann indes nicht ohne die enge Berücksichtigung der polnischen Interessen funktionieren, das sieht Angela Merkel vollkommen richtig. Nur eine enorme kommunikative Anstrengung in Europa kann den Wiederstand gegen diesen eigenartigen Schutzschirm wirksam formieren. Die SPD selbst schreibt hier von „Friedenssicherung durch Interessenausgleich“. Der sieht freilich anders aus, Herr Beck!

Alle reflexartigen und taktischen Alleingänge schütten Spaltsalz in die noch immer offene europäische Wunde.

Übrigens eine gute Gelegenheit, die Aussöhnung mit Polen zu intensivieren und über lange Zeit zu fördern. Immerhin ist Frankreich inzwischen das beliebteste EU-Land der Deutschen.

Foto: SPD.de

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The expanding Flickrverse – Flickr deutsch chinesisch

Da lädt man nichts ahnend ein paar Fotos auf seinen flickr account und klickt, wie immer, auf „open flickr“ und … es kommt eine weisse Seite, die einen auf einen Blogbeitrag schickt – und nicht auf die eigenen Fotos.

Dort wird dann angeworben, shanghait regelrecht. Flickr sucht „Freiwillige“ (?), die das Flickr Universum in die restlichen Sprachen dieser Erde übersetzen.

Der Versuch ist so suess 2.0llig, dass ich unwillkürlich und sofort an das niedliche ebay Start-Up kijiji denken musste, dass auch so verträumt daher kam, die Konzerngeburt. Sowas.

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Rosenmontagszeit = Flirt-Zeit

Rosenmontagszeit = Flirt-Zeit
von Dr_Marcus_Damm (erschienen im EliteBlog)

Man kann ja von Fasching (Karneval) halten, was man will. Aber eins steht fest: Die meisten Karnevalisten sind gute Flirt-Partner. Denn das kollektive Fröhlich-Sein wird ja gesellschaftlich und kulturell ans Herz gelegt. Millionen Menschen folgen diesem Aufruf zum Ausbruch aus dem Alltag.

Noch bis mindestens Aschermittwoch können Flirtambitionierte aus dem Vollen schöpfen, sprich die mannigfaltigen Möglichkeiten zum anregenden Smalltalk mit dem anderen Geschlecht nutzen, etwa bei Partys oder Umzügen.

Hier einige Tipps:

1. Das eigene Kostüm muss gut ausgewählt sein. Ich verzichte stets auf Verkleidungen, die mein geschlechtsspezifisches Erscheinungsbild zunichte machen würden. Denn: Wer Eindruck auf das andere Geschlecht machen will, darf das eigene durch das Kostüm betonen oder „ausschmücken“. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass die meisten „typischen“ Männer und Frauen den stärksten Eindruck hinterlassen.

weiterlesen -> (Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich Marcus Texte lese und merke, dass das gemeinsame Projekt immer noch lebt ;)

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myvideo.de: Porno-Reaktionszeiten

Ich habe mich eben beim Mittagessen mit netten Kolleginnen über die copycat myvideo.de unterhalten. Ehrlich musste ich zugeben, diese Video-Community nicht genauer zu kennen.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass viel mehr „Mainstream“-Clips dort vorhanden sind, als auf dem Original. Vor allem die hohe Frequenz an DSDS Clips fiel mir ins Auge.

Außerdem ist alles ein wenig glitschiger, mehr oversexed. Sieht so aus, als würden viele Pornoanbieter myvideo als deutsches „You Porn“ missverstehen.

Habe bspw. dieses Video um 14:31Uhr als „Porno“ gemeldet.


Mal sehen wie lange das da so frei zugänglich rumliegt?

UPDATE: 14:48 Uhr „Dieses Video wurde von der MyVideo Community gemeldet und wird derzeit vom MyVideo Support überprüft.“ erscheint nun hinter diesem Link. Das ging schnell.

Bleibt nur die Frage, ob in Anbetracht der expliziten Werbepartner am Kopf des Originalpostings
hier nicht „der Bug ein Feature ist“?

(Disclaimer: Ich habe nichts gegen Erotik. Ich liebe Frauen und nackte vor allem. Das dürfte ja hinlänglich bekannt sein.)

Yahoo inkonzerniert Flickr Old Skool Members

Dear Old Skool Account-Holding Flickr Member,
On March 15th we’ll be discontinuing the old email-based
Flickr sign in system. From that point on, everyone will
have to use a Yahoo! ID to sign in to Flickr.

schrieb mir die zu Yahoo! gehörende Website Flickr heute. Im Umkehrschluß heisst das, dass alle Old Skool Members bei Flickr die nie etwas mit Yahoo! zu tun hatten jetzt eine Yahoo! ID benötigen. Natürlich, um auch alle weiteren tollen Features nutzen zu können. Um fröhlich Daten zu erheben. Um im Yahoo!-Universum glücklich zu sein.

Ob sie eigentlich nur Fotos archivieren und austauschen wollten seinerzeit, spielt da keine Rolle.

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Klischee

Spontan gelacht:
Eben in den Kommentaren zu diesem Beitrag entdeckt, in dem Kiki beschreibt, dass sie sich auf dem Weg zur Arbeit im Bus gerne Eliteuniversitätsvorlesungen per Podcast anhören möchte. Ihr erstes Thema: Existenzialism in Literature & Film.

Existenzialismus in Literatur und Film? Fahr doch mit dem Taxi statt dem Bus und frag den Fahrer, der hat sicherlich darüber promoviert.

Großes Kino Arthur.

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Pixelotto und der „garbage traffic“

Wer schon einmal Ärger mit Google AdSense hatte, der weiss, was es heisst sich ausgeschlossen zu fühlen. Da kennt Google nix. „You are OUT!“ – keine weitere Kommunikation, Ende.

Wenn man als mittelständischer Blog darauf angewiesen ist, seine Hobbykosten ein wenig durch diese Einnahmen zu senken, dann kann diese Warnung vor dem „Pixelotto Prinzip“ ganz sinnvoll sein.

Von „garbage traffic“ ist da die Rede, also von Menschen, die auf die Seite kommen, weil sie eine Million Dollar gewinnen wollen und sich ben nicht für bspw. Last-Minute Reisen interessieren.
Das leuchtet sogar mir ein, der sich ansonsten über bspw. Suchmaschinentraffic an sich ja freut.

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Eminem Interview, und 50 Cent war auch dabei

… kam eben per E-Mail. Irgendwie klingt das mächtig wenig nach Straße (Vorsicht Trendausdruck), wenn man das Interview in der VIBE mit 50 Cent und Eminem auf deutsch liest.
Oder gerade, weil hier sich offenbart, wie wenig diese Männer zu sagen haben.

Am niedlichsten finde ich die Kosenamen mit denen sie sich, via Interviewer, ansprechen.
„Em“, „Fif“, LOVELY!

Eminem: Ich habe das, was Fif gerade macht, auch acht Jahre lang durchgezogen. Nichts als Züge, Flugzeuge, Autos, und dann den Druck, vor all diesen Menschen aufzutreten und keine Line zu versauen, keine Scheiße zu bauen. Die Leute zählen auf dich; sie haben diese Eintrittskarten gekauft, um dich zu sehen. Das war alles Druck, und dazu kam dann noch derjenige Druck, dem ich in meinem Privatleben ausgesetzt war. Also kam ich irgendwann an den Punkt, an dem ich mir sagte: „Alter, ich muss mal runterschalten.“

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Schorsch und Frau Pilotin

Ich hatte mich darauf gefreut. Dass es so lange gedauert hat, bestätigt meine damalige Annahme, der Pilotenberuf sei eine der letzten chauvinistischen Nischen in unserer Gesellschaft.

Heute morgen bin ich bei der dba von einer Frau Pilotin geflogen worden. Meiner Wahrnehmung nach das erste Mal. Ihr Kollege, der immer sagt wie hoch, wie weit und woran vorbei man fliegt, hiess Schorsch.
Sehr sympathisch.

Übrigens, wer einmal eine Parallelgesellschaft in Aktion erleben möchte, der muss nur fliegen. Welche Airline ist eigentlich egal. Bei der Verbringung von 70 Lebensminuten auf engstem Raum berühren sich die Gruppe der Passagiere und die der Flugbegleiter nämlich nur ein einziges Mal. Beim Essen Snack austeilen.

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Basic rules for myspace

But as Mr. Basic’s experience shows, turning MySpace into a global power could be far more complicated than marketing a movie overseas. While the company has 100 million registered users, most are in the United States. People outside the United States already have different habits about socializing online.

Eine alte Weisheit, die amerikanische Start-Ups immer wieder lernen müssen. Menschen overseas ticken eben anders. Dass ausgerechnet die New York Times Roberts Beispiel hier erwähnt, freut den geneigten Freund deutscher Bloggerskunst. Respekt -via-.

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Murdoch vs. Google vs. Yahoo
YouTube und der erste social war

Das digitale Schlachtfeld ist nicht von Hügeln gesäumt, auf denen die neuen Feldherren den Ledierten und Geschlagenen, den ebenfalls ledierten Siegern und den spielenden Fledderern beim Abzug zusehen. Mir gefällt das Bild trotzdem.

Während Millionen von Amerikanern und andere fleissig am social web weben, nur aus Spaß an der Freude und ein wenig gesunder Profilneurotisierung, braut sich neues Ungemach zusammen. Murdochs News Corp., Neueigentümer von myspace droht mit dem ersten Krieg ums social web. Geisel soll hierbei ausgerechnet der Hyperlink werden.

„Murdoch vs. Google vs. Yahoo
YouTube und der erste social war“
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