01blog: Der Sinn von Event-Blogs und der lange Schwanz

“Langer Schwanz” ist vielleicht nicht die feinste Übersetzung für den Begriff “Long Tail”, aber genauso treffend, wie alle anderen. Gemeint ist, dass sich in dezentralen, vernetzten Medien das Wirksame (1-10 bei Google), das Wichtige (das oft verlinkte), eben das Relevante nicht am aktuellen Horn der Reichweite aggregiert, wie das in klassischen Medien so passiert, sondern in Schüben, unkontrolliert irgendwo aufpoppt. Gerade zu dem Thema “digitale Technik” ist die “Konkurrenz” enorm, der Schwanz weltumwedelnd.

Sinnzusammenhänge in der Welt des Hypertext sind nicht zwangsläufig an Zeitpunkte und Zeitabläufe gebunden, auch wenn die Kalender der ersten Blogs das noch suggerieren wollten. Relevanz kann sich deshalb erst mit der Zeit einstellen, wenn überhaupt.

Diese Erkenntnis steht der Art, wie Event-PR immer noch gemacht wird allerdings frontal im Weg. Wie schon bei der begleitenden Bloggerei zur Einführung der Wii vor gut einem Jahr, wird der Blog zur CeBit eben kein neues Engadget werden, ist es nicht auf mindestens vier Jahre geplant und finanziert. Wenn man keine Idee hat, was man in der so langen Phase zwischen zwei CeBits machen soll, dann kann man sich die Mühe schenken.

Ich kenne das Projekt nicht gut genug, um das abschließend zu beurteilen, einen populären Zugang zu dem Thema, auf den die Auswahl der Autoren wohl hinweist, finde ich allerdings spannend, auch über das Frühjahr 2008 hinaus.

Allein es fehlt mir der Glaube, dass Messeleitungen und ihre PR-Agenturen schon soweit sind.

via.

Linksfront ins Wattenmeer

Das Abendblatt, so ist nicht nur mein Eindruck, filtert ja schon vor und dennoch schicken die Schlagzeilen über den Hamburger Senat mir am heutigen Morgen Schauer über den Rücken. Da bedient sich eine Partei, die mit absoluter Mehrheit in der Bürgerschaft regiert, aus Angst vor dem Machtverlust einer Rhetorik, die im besten Fall an die Farbe einer Haselnuss erinnert, im schlechtesten Fall in Mode gekommen ist, seit der unheiligen Allianz zwischen BILD und Roland Koch. Von Linksfront ist da die Rede, wenn man normale demokratische Vorgänge beschreibt, wie die Duldung einer rot/grünen Koalition durch die Linkspartei. Immerhin reden wir nicht über eine Koalition aus der unsäglichen Heimat Hamburg mit Ole von Beust’s CDU, die Zeiten sind also eindeutig am besser werden! Und dann wäre wohl auch der Begriff “Rotfront” wieder gefallen.

Im gleichen Buch findet sich dann der unverhohlen umweltfeindliche Versuch des CDU-Senates, die Adelung des Wattenmeeres zum Weltkulturerbe auszusitzen, um die umstrittene Elbvertiefung nicht zu gefährden. Das abrupte Ende der hohlen bürgermeisterlichen Scharade von der Umwelthauptstadt Hamburg.

Selten wurde auf einen Blick so deutlich, dass dieser Senat sein Ziel, Hamburg zum Besseren zu verändern nicht länger verfolgt. Der pure Machterhalt strömt als Ziel aus diesen Meldungen. Ohne politischen Sinn und menschlichen Verstand, ohne Hinweise auf geleistetes und ohne politische Visionen, die von Handeln begleitet sind. Ole werden wohl am Ende doch noch die Füsse nass.

Hessen, hüte Dich vor Roland Koch

Roland Koch steht mit dem Rücken zur Umfragewand. Auf der Suche nach einem Stammtischthema, dass die “schweigende Mehrheit” der Hessen auch so erfreut wie ihn. Koch vermutet wohl mit der bigotten Kopie von Parolen, die man bisher aus dem braunen Lager gewohnt war, Wähler zur Urne zu treiben.

Hessen, ihr habt die Wahl. Straft diesen schlimmen Menschen ab. Er hat in der deutschen Politik nichts zu suchen.

Schäuble und die Offenheit

Gefahr sieht der Mensch hinter jeder Ecke. So sehr, dass er und seine Politik dann als Gefahr wahrgenommen werden. Irgendwann.

Das ist genauso wie mit der Offenheit, die irgendwann so offen ist, dass eben Tür und Tor geöffnet, das Böse in Form des isalamistischen Terrors, eben diese Offenheit ausnutztend, fröhlich sich verbreiten kann. So, und dann ist vorbei mit offen.
Aber ist es denn nicht auch vorbei, das Offene, gekennzeichnet durch sein Gegenteil, das Geschlossene, wenn ich mich, ehemals offen, nun verschließe? Ein Dilemma ja, aber die Wahl, ob ich mich quasi selbst richte, bevor es der Terror tut, die Wahl habe ich noch. Ausgang: offen.

Übrigens ist mein Privates und auch alle Rechner die darin stehen genau das. Geschlossen. Taugt also nicht, Dein Argument, die Terroristen und Extremisten dieser Welt würde die Offenheit ausnutzen, offen gesagt.

vgl. Tagesspiegel von heute:

Die absolute Offenheit des virtuellen Raums könne so zur Gefahr für die Offenheit der Gesellschaft werden.

“Mitten im Zielzentrum”

So muss sich das anfühlen, wenn man als Politker im Wahlkampf sich befindet. Immer wieder wiederholt man, was man selbst, oder die Menschen in der Partei für die man da gerade steht, denken und meinen. Solange, bis man das selbst nicht mehr hören kann. Es nutzt sich ab, und kann doch so wahr sein. Man hat einfach keine Lust mehr.

Stelle mir vor, dass ein frustrierter dann die Idee hatte Luftballons an den Ständen zu verschenken, damit man die zu Stuss gewordene eigene Meinung nicht mehr verbreiten muss. Bei wirklichem Stuss und der aufgedrängten Meinung ist das komischerweise nicht so extrem: der Wiederwillen gegen die Abnutzung durch Wiederholung.

Da ist man dann sehr froh, wenn etwas in der Welt passiert, das einem hilft. Die eigene These, nunja, vordergründig und boulevardesk unterstützt. So wie die Onlinedurchsuchung und der vereitelte Terroranschlag von Deutschen für Deutsche. Einerseits freut man sich da, kommt sich aber auch ein wenig als “Trittbrettfahrer” vor. Immerhin, man hat schon sooo oft davon gesprochen, als “Nachahmer” kann einen da niemand an den Karren fahren.

Nun denn. Zum gefühlt zwanzigsten Mal:

Those willing to give up a little liberty for a little security deserve neither security nor liberty.
Benjamin Franklin

Demokratiegefahr

Die Demokratie ist in Gefahr, sagt Herr Thierse und hat im Hinblick auf die schlimme Wahlbeteiligung in Deutschland sicher recht.

Allein die Perspektive ist entlarvend.
“Die Menschen in Deutschland scheinen zu glauben, bei der Demokratie nicht mehr mittun zu müssen”, sagt er nonchalant.

Falsch, meine lieber Thierse. Die Menschen ahnen, dass sie nicht mittun können. Das gilt übrigens auch für ihre Vertreter, also Sie.

Die Krise sitzt viel tiefer, noch bedrohlicher!

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Perspektive

Komisch, das sehe ich ganz anders.

Ich fliege Germanwings immer nur, wenn es gar nicht anders geht.
Bspw. auf Strecken, wie die nach Split, oder wenn ich mal ordentlich auf schwitzige Berater stehe, die Kinder am Gate wegdrängeln und dabei gelangweiltem GW-Personal beim Schulterzucken zusehe.

Ich kann “den Service der freien Sitzplatzwahl” dann gar nicht so richtig “genießen”.

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Musikvideo 2.0

… allerdings nur in Form eines Votings. Immerhin, aber von “2.0” noch einen ganzen Schritt entfernt.

Die Meldung im Einzelnen:

Der schwedische Künstler Daniel Cirera – in seiner Heimat längst Superstar – ließ Fans und Internet-User bei seinem Video zur kommenden Single „Roadtrippin“ (VÖ: 22. September) Regie führen.

Seit dem 7. August haben sich Tausende von Usern und Fans an der einzigartigen Aktion beteiligt und online per Vote-Entscheidung beim Dreh zum Video von „Raodtrippin“ Regie geführt. Insgesamt standen 5 Vote Optionen zur Auswahl, die jeweils von Daniel Cirera durch einen Podcast vom Drehort Los Angeles aus vorgestellt wurden.

Zur Zeit haben die Fnutzer (Fans und Nutzer) die Möglichkeit, den Mann ohne Haare nach Mexico oder San Fran zu schicken. Mexico liegt da zur Zeit leicht vorne.

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The Killers – “mehr Schein als Sein”

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BLING – das heißt auf der Straße so etwas, wie “mehr Schein als Sein”. Nicht auf jeder Straße, aber auf denen, auf die es im Sinne von “credibility” ankommt.

Außerdem heißt so auch ein Track auf dem aktuellen THE KILLERS Album “Sam’s Town” (Tracklisting).

Universal schreibt dazu:

Auf den theatralischen Einstieg folgt ein klassischer Songaufbau. Die stählern klingende Gitarre macht dem neuen Look der Jungs alle Ehre: Sie driften in countryeske Rhythmen und pfeffern diese mit flirrenden, schwebenden Keyboards. Dabei wechseln die Killers munter zwischen pompösen und zurückhaltenden Chords, zwischen klassischem Rocksound und breitbandigen Synthie-Welten.

Das erinnert wahlweise an Plattenrezensionen von 80er-Jahre Schülerzeitungen oder daran, wie schwer es ist, Musik in Worte zu fassen. Deswegen geht es Menschen, wie Diedrich Diedrichsen auch immer noch so gut!

Der Fotocredit gehört dem großen Anton Corbijn.

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Von eingebildeten und myspace Stalkern

Manchmal entstehen Themen, wenn zufällig an einem Tag verschiedenste Quellen komplett anders einen Begriff aufgreifen.
Heute lese ich im HA, dass die Stalkerin, die Jil Sander gepeinigt hat,- Es begann 1999 mit einem “selbstgestalteten” Buch, es folgten Briefe und es endete 2005 schließlich mit Morddrohungen – nun vor Gericht erscheint. Gut soweit.

Später finde ich in meinem RSS-Reader ein Posting von Robert, das ursprünglich aus dem Blog “Drin in der Stub`n” stammt. Eine satirische Geschichte übers Stalking. Sehr lesenswert:

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Schlussmannsfrage

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Drüben im W-Blog wird die T-Frage und ihre kürzliche Auflösung ja schon heiss diskutiert. Dazu passt ein Artikel in der Rheinischen Post, den ich mir und euch nicht vorenthalten möchte:

Der Fußball war mal die schönste Nebensache der Welt. Das ist lange her. Als der Satz noch galt, saßen die Menschen auf harten Holzbänken in zugigen Stadien und schauten anderen Menschen beim
Sporttreiben zu.

Fußball ist mittlerweile so wichtig, dass erwachsene Menschen das Wohl einer Volkswirtschaft mit dem Ausgang einer WM verbinden. Folglich ist gestern eine der wichtigsten Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte gefallen. Jens Lehmann steht im Tor jener Nationalelf, die dem Land im Sommer gefälligst den Titel gewinnen soll. Der Aufruhr um diese Wahl unter zwei Klasse-Torhütern spiegelt eine hart an Hysterie grenzende Aufgeregtheit, die das Land zwei Monate vor dem Turnier erfasst hat.

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“Und nun zurück in die angeschlossenen Funkhäuser”

Transparency International kommuniziert. Und zwar mit dem unkreativ Weblog:

Sehr geehrter Herr M,
Sie wissen so gut wie ich, dass es in Deutschland Datenschutz gibt und Transparency hält sich an Gesetze. Wir sind durchaus offen für Kritik und wissen auch mit ihr umzugehen, aber die Fakten, auf denen Kritik beruht,
müssen schon stimmen. Der Gesetzgeber hat Meinungsfreiheit Art. 5 GG einerseits und den Schutz des Persönlichkeitsrechts Art. 2 GG gegeneinander abgewogen. TI-D wird Personalangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren, auch wenn die Angelegenheit dann in einem anderen Licht erscheinen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar S.

Immerhin hat mich dieses Treiben und das Nachdenken über TI-D (Fachabkürzung für Transparency International-Deutschland; nehme ich an) auf diese Aktion aufmerksam gemacht: “Nebeneinkünfte Veröffentlichen”

Das Online-Netzwerk Campact, die Antikorruptionsorganisation Transparency International und LobbyControl starten eine Protestaktionen gegen die von Bundestagspräsident Norbert Lammert am Freitag angekündigte Aussetzung der Veröffentlichungspflicht von Politiker-Nebeneinkünften. Lammert begründet dies mit beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Klagen von Bundestagsabgeordneten, obwohl diese juristisch keine aufschiebende Wirkung haben.

Es wäre natürlich ähnlich naheliegend zu vermuten, dass die Verschiebung durch Herrn Lammers mit dieser Meldung des SPIEGEL etwas zu tun hätte:

Bundestagspräsident Norbert Lammert erhält jährlich 25.000 Euro vom Energiekonzern RAG – zusätzlich zu den normalen Bezügen als Politiker. Es gebe da gar keine Interessenkonflikte, sagt Lammert. Dabei ist der Umgang mit dem Kohleunternehmen seit jeher ein Politikum.

Der Frankophile sagt in solchem Fall: “honi soit qui mal y pense” und überlaßt seinen Lesern die Schlußfolgerung.

Was für ein Glück, dass ich zwei Abgeordnete im Bundestag habe. Herrn Marcus Weinberg (CDU) und Olaf Scholz (SPD). Fühlen Sie sich bitte angesprochen meine Herren.

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„Nee, Bargeld gibt’s nich!“ – Tipps für Umtauschwillige und Geschenkeopfer

Heiligabend
Das kann der besten Tante passieren. Sie liegt beim Wiehnachtsgeschenk vollkommen daneben. Erntet nur ein gequältes, „oh, das ist aber schön“. Eine Tante von Welt weiß, das jetzt der Satz „Ich habe die Quittung noch, kannst Du gerne umtauschen. Soll Dir ja gefallen und nicht mir“ kommen muss. Das wäre geklärt.

27.12. – irgendeine Innenstadt

Die eigentliche Hürde kommt aber noch. Vollkommen entnervte Saisonarbeiter stehen einer Horde Kundenverwandter gegenüber die nur eines wollen: Bargeld!
Jetzt ist es wichtig, ein paar rudimentäre schauspielerische Fähigkeiten auszuspielen:

Schon vor Betreten des Ladens auf Überlegenheit einstellen. Verpasse einem Hund, der vor dem Geschäft wartet, einen Tritt oder geben Sie einem Bettler die Bahrainischen Buti, die Ihnen im Weihnachtstrubel angedreht wurden. Das stärkt.

Wenn Mann es nicht geschafft hat die Freundin/Schwiegermutter oder Teamassistentin zu schicken, dann hilft kein freundlicher Blick und kein Flehen. Vergiss es gleich. Hier herrscht Krieg!
Alle Versuche wegen Produktmängeln an Bares zu kommen scheitern. Sie führen unweigerlich zur monatelangen Reparatur des Geschenks. Mit viel Glück bekommt man einen Gutschein eines Ladens, den man sowieso nie wieder betreten wird. Also schlecht.

Besser: fasele gleich zu Beginn etwas von Inhaltsirrtum, wahlweise Rechtsfolgeirrtum.

Wichtig dabei: immer wieder § 119 sagen, gerne auch auf jede Erwiderung des Gegenüber. Wie ein Mantra. Ich habe noch keinen Verkäufer erlebt, der sich gerne mit einem RA oder 1A-Rechtschutzversicherten anlegen wollte.

Die Folge ist immer: Bargeld. Lacht.

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Kanzlerkandidatinnenlüge: Angela tüdelt und Gerhard reibt sich die Hände




angie vs. gerhard XI

Originally uploaded by eumel.

Wer möchte schon eine Kanzlerin die lügt? Geht die Verwechslung von zwei Söhnen, die beim Fernsehduell zwischen Kanzler Schröder und Kandidatin Merkel zu Töchtern wurden, noch unter der Rubrik „Aufregung“ in Ordnung, so verhält sich das mit Merkels Aussage, sie hätte den Rechtsanspruch für Kindergärten durchgeboxt, anders. Dies muss eine bewusste Fehlaussage gewesen sein, wenn die Meldungen über das Abstimmungsprotokoll stimmen. In einem der sensibelsten Themenfelder der Wahl ist ein Ertapptwerden fatal. Zu Recht!

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Spreeblick Podcast: “Weltreise nach Mecklenburg Vorpommern zu gewinnen”

Der ertste Spreeblick Podcast ist gestartet. Bei der Radiovergangenheit von Johnny auch naheliegend.
In der ersten Sendung ging es aktuell um das Kanzlerduell.
Johnny und ich haben wohl die gleiche Sendung gesehen.

Aber wir beide schaffen es wohl einfach nicht, uns in Angela Merkel zu verlieben. Trost finden wir in einem Statement von rolandKoch aus der Spielanalyse von gestern (wo war eigentlich Gerhard Delling?): “Wir müssen die Leute ja nicht lieben, die wir wählen.”

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Olaf Scholz: Wette um die Mehrwertsteuer-Erhöhung

Olaf Scholz Küchengespräch

Wer diesen Blog aufmerksam liest, der hat inzwischen mitbekommen, dass sich einer unserer Autoren ziemlich oft in Hamburg-Ottensen aufhält. Hier ist auch der Wahlkreis unseres Ex-Generals und Mit-Wahlblog-Autoren Olaf Scholz.

Uns hat sehr gefreut, dass wir zu einem in Ottensen inzwischen zum guten politischen Ton gehörenden “Küchengespräch” mit Olaf Scholz eingeladen wurden. Bis auf bei staatstragenden Events, wie der Eröffnung des Stern Hauptstadtbüros, trifft man den Mann, der uns Altonaer in Bonn Berin vertritt ja recht selten.

Es sollte ein interessantes Gespräch werden, in dessen Verlauf auch das Thema “Merkelsteuer” Mehrwertsteuererhöhung dran kam.

Irgendwie schwant vielen von uns ja schon eine große Koalition. Herrn Scholz zu diesem Zeitpunkt des Wahlkampfes natürlich nicht ;). Dennoch bot ich ihm beim Thema Mehrwertsteuer und Große Koalition eine Wette an:
Sollte die CDU mit der SPD groß-koalieren, so meine Wett-These, dann verhindert sie eine MwSt.-Erhöhung nicht. Wetten? Um einen Kasten Astra.
“Normalerweise mache ich so etwas, wie wetten nicht”, entgegnete Herr Scholz, “in diesem Fall mache ich aber eine Ausnahme und lege mich fest! Mit uns gibt es keine Mehrwertsteuererhöhung.”
Eine große Koalition mag unser Land nicht voran bringen. Eine Fortsetzung dieser netten Wettgeschichte wäre allerdings garantiert, und das kann ja auch ganz famos werden.

Will Kanzler Schröder das Amt von George? Gerhard for President

Der Tagesspiegel hat heute eine Meinung, die Leitartikel in Californien schreibt. Und diese Meinung hat es in sich, wie unser Autor EPH auch im Wahlblog schrob:

Wenn die Deutschen seine Fähigkeiten (Schröder, Anm. d. Red.) nicht zu schätzen wissen, sollte Schröder sich vielleicht überlegen, in die USA zu emigrieren und der Demokratischen Partei neue Impulse zu geben – so wie er es einst mit der SPD getan hat.

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Katja Husen: Zwei Gesichter

Noch 45 Tage zur Bundestagswahl. Alle haben ihre Wahlkampfmaschine geölt und superseriöse Fotos auf Pappplakatwände gekleistert. Es kann losgehen.
Doch, Moment, eine Wahlkämpferin muckt auf. Während sogar der Kanzler die BILD liest, outet sich Katja Husen als Nichtleserin.
Während andere in der Brandenburger Provinz ihren Verstand verlieren, macht sie Urlaub.

Respekt.
Nur liebe Katja. Bring Deine Wahlkämpfer doch dazu nicht dieses Foto,

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Angela Merkel: ein Spiegel-Leser bringt es auf den Punkt!

Ein Leserbrief im aktuellen Spiegel hat mich schwer beeindruckt.
Lieber Peter Coppenrath, Ihr Einverständnis vorausgesetzt ernenne ich Sie zum Fahnder ehrenhalber. Und zwar deswegen:

“Angela Merkel ist schlechthin die ideale Kanzlerkandidatin! Sie ist fachkompetent wie Gerhard Schröder, sympathisch wie Roland Koch, dynamisch wie Johannes Rau, Teamplayer wie Helmut Kohl, strahlt Autorität aus wie Norbert Blüm, kann Wahlsiege vorweisen wie Klaus Uwe Benneter und hat sich bisher um Deutschland verdient gemacht wie Osakr Lafontaine. Da kann nichts mehr schiefgehen.”

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Dr. Helmut Kohl, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Schlagartig manifestiert sich der Gedanke. Brutal.
Wieso, um Himmels Willen hat das noch keiner gesehen?
Weshalb gelingt es unserer Fastkanzlerin, Angela Merkel, so spielend leicht, Schwergewichte, wie Koch und Stoiber (in dieser Reihenfolge) in Schach und im Rennen auf das Kanzleramt auf gehörige Distanz zu halten?
Ist doch klar!

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Reaktionen zur Papstwahl Ratzingers

Die Sun titulierte Heute:
From Hitler (Nazi.Jugend von Ratzinger) to Papa Ratzi!
auch nicht schlecht
P.

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—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Thomas H. [mailto:xyxyxy]
Gesendet: Mittwoch, 20. April 2005 21:38
An: Cheebs; Erik H; Phil H;
Betreff: Bayern

Hi Boys!

Da schaun mer mal!

Ein Bayer als Papst…da wirds wohl öfter mal an
Obazda und an gschaids Weizen beim Weisswurst
Frühstück geben! :-))

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Michael Moores Fahrenheit 9/11 nominiert.

F911Poster.jpgDie Nominierung beim einflussreichen Publikumspreis „People Choice Award“ zum „Besten Film des Jahres“ erweckt die amerikanische Opposition aus ihrem Wahlschockzustand.

Neben Kassenknüllern, wie Spiderman 2 und Shrek 2 ist Fahrenheit 9/11 der einzige Dokumentarfilm unter den nominierten Filmen. Die Abstimmung erfolgt online, „peoples choice“ eben.

Anders als im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, in dem der Rest der Welt nicht mitwählen durfte und George W. Bush sogar europäische Internetnutzer von seiner Website ausschloss, können jetzt Filmbegeisterte aus der ganzen Internetwelt ihre Stimme abgeben.



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