XING mit Werbung auf den Profilen: Das lustige Leben als „target“

Das Zauberwort der Branche heisst seit fast zehn Jahren gleich, allein die Buzzwords ändern sich alle paar Jahre, damit es nicht so eintönig bleibt. Dabei amüsieren wir uns schon lange köstlich über die contextuelle Werbung, die neudeutsch, weil bei 2.0 eben menschliche Daten dazukommen, behavioural targeting heisst.

Ob ein Adserver dann Fischers und Westerwelles Flirt zu einer Jamaika-Koalition mit Südseewerbung aussteuert ist dann genauso putzig, wie das Erscheinen von comdirekt Werbung zu einem XING-Profil eines Deutsche Bank Mitarbeiters.

Was schon nicht mit den Stellenangeboten funktioniert hat, das soll jetzt mit Werbung auf Profile abgestimmt hinhauen? Ich bezweifle das irgendwie, freue mich aber gleich doppelt: zum einen habe ich einen Premium Account, werde also wohl nicht mit Werbung belästigt, zum anderen bin ich gespannt, welche Werbung Basic-Mitglieder bei diesem Kontakt hier zu sehen bekommen.

Allerdings bin ich ebenfalls nicht damit einverstanden, dass Werbung auf meinem Profil angezeigt wird. Auch ist es nicht nur eine juristische Frage, wem denn das Profil und seine Vermarktung obliegt. Es kann gut sein, dass Xing inzwischen auch ohne die überkritschen Heinis hier draussen gut leben kann. Allein, der Ärger wäre vermeidbar gewesen, hätte man Premium Accounts völlig frei von Werbung gelassen. Denn das geht natürlich nicht: Premiumgebühren kassieren und dann noch oben drauf mit meinen Daten Kasse machen!

Mehr zum Thema Werbung bei Xing bei Koehntopp.

Lieber Briefträger, liebe Fa. Bose

… bitte seid mir nicht böse. Du, lieber Briefträger, der Du Sisyphos gleich immer wieder viele Briefe zu meinem Heim wuchtest. Sinnlose Kraftverschwendung.

Und Du liebe Fa. Bose, die Du vergeblich versuchst durch Directmailing mich zu Deinem Testkunden zu machen. Sinnlose Papierverschwendung, vielleicht so eine Art indirekter Mindestlohn.

Ich mache euch einen kleinen, aber feinen Vorschlag: Ihr lasst es einfach sein! Das mit den Werbebriefen in meinem Briefkasten. Kostet euch jedesmal einen halben Euro, und hat noch nie was bewirkt, da ich auch nach fünf Jahren im monatlichen Direktmarketing-Bombardement nicht ein einziges Mal Kunde bei Euch geworden bin.

( als eine Art Kettenbrief)

Soll ich mal das Abmahnen anfangen?

… das frage ich mich in letzter Zeit häufiger. Auch im Zuge der Diskussion mit den Spameinträgen bei lieblnk.de.
Zumindest eine Warnung in Form einer Rechnung würde ich gerne demjenigen schicken, der dieses Blog als Jobanzeigenblatt mißbrauchen möchte.

Der „Störer“, also derjenige, der den Nutzen eines solchen Spamming hätte, ist schnell ermittelt:
„(die) Amerikanische Firma „ACG Logistics“ sucht (nämlich) nach Mitarbeiter in Europa fuer die Arbeit im Logistikbereich.“

Kann doch sein, dass irgendein dummerhaftiger Headhunter denkt, die trieben sich hier rum, die Profilogistiker.

Bei einem „Interessante(n)r Job mit guter Verdienstmoeglichkeit.“ sollte doch auch etwas Budget für eine Stellenanzeige drin sein. Zumal es die auch kostenlos gibt.

Ich fühle mich hin und hergerissen. Bin ja sonst nicht so fundamentalistisch, wenn es um Verdienste geht. Dann doch aber mit etwas mehr Schmiss und Schmalz hier geposted. So bitte, dass ich lange überlegen muss, ob das nun eine Meinung oder Werbung ist.

Brauche ich eigentlich so etwas, wie eine Preisliste vorher? Ich bin verwirrt und ein wenig verärgert.

ebay Bloggercontest – tue Gutes ;)

… und verlinke. Was? Na, ebay-Auktionen natürlich.

Wenn ich das richtig verstehe bei der Blogbar
( http://blogbar.de/archiv/2007/07/26/
lack-abical-bei-adical-pr-selbstvermarktung-vs-werbeagentur/),
dann werden sechs BloggerInnen irgendwelchen Krempel, wie man das eben so macht auf dem Flohmarkt, bei ebay versteigern und den Erlös einem guten Zweck spenden. Das nennt sich dann offensiv „ebay Bloggercontest“ (http://www.bloggercontest.de)

Jetzt verstehe ich nicht recht, wo das Problem liegt. Ein Blog kann eben Werbung tragen, in dafür vorgesehenen Werbeplätzen schön ordentlich vom Inhalt getrennt. Oder auch Kooperationen oder Autoren-Deals eingehen, über die dann berichtet wird und wo, wie im Fall des ebay Bloggercontest, die Autoren auf einer „Aktions-Wordpress-Site“ als Blogger und Autoren schreiben. Ich sehe hier zunächst einmal keine schleichende Gefahr:

  1. Die Blogger schreiben auf einer externen Aktionssite,
  2. Die Aktion ist so deutlich als PR- oder Werbeaktion bebranded (ebay im Namen), dass man, wollte sich hier eine Werbebotschaft anschleichen, auch die Allianz-Arena analog als Schleichwerbung bezeichnen müsste.

„Web is about linking“: Übrigens finde ich dieses URL-hinstellen ohne Verlinken irgendwie piefig. Wenn ich mich mit etwas auseinandersetze, dann verlinke ich auch.

zu wenig

„Der neue Pfanni Kartoffelsnack. Mit natürlichem Geschmack“

… höre ich eben in der Werbung.

Nö. Nur der Geschmack natürlich, das reicht mir nicht. Das kriegen Danone und ihre Bakterienkulturen ja schon seit den 80ern mit Erdbeeren hin. Wird zumindest behauptet.

Die angegebene Geschmacksrichtung muss dabei nicht unbedingt auf die tatsächlich verwendeten Früchte bzw. Fruchtrückstände hinweisen. Meist werden in billigen Fruchtjoghurts „Fruchtstücke“ mittels Gelierung oder enzymatischer Vernetzung aus unterschiedlichen Säften unter Beigabe von Aromen erzeugt.

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Kuranyi zur WM – Sport BILD weiß mehr, oder?

Eben fahre ich bei Axel Caesar Springer seiner Passage entlang und erblicke diese fröhliche Werbung der SportBILD, die mir mitteilt, dass noch genau eine Woche bis zum Eröffnungsspiel verstreichen wird.

sportBildFauxpasKuhrani.jpg

Moment, war das da nicht gerade der Kuranyi auf der Werbefolie? Spielt der also doch wieder mit? Toll.
Leise schleicht sich Zweifel in mein so sonniges Gemüt, als ich auch Kahn dort erblicke. Weit und breit kein Lehmann.
Aber – „das kann nicht sein“, schreit Peter mir hysterisch ins Ohr, „nicht die SportBILD, denen passiert sowas nicht. Das DARF denen nicht passieren.“

Ob der Alexander Steudel am Ende mit diesen Zeilen sich und sein Blättchen gemeint haben könnte?

Liebe Leser,
was auch immer die Nationalmannschaft bei dieser WM leistet und wie auch immer man über Jürgen Klinsmann denkt – in einem hat der Bundestrainer völlig recht: Der deutsche Fußball ist ein Auslaufmodell.
Er wirkt im Vergleich zur internationalen Konkurrenz wie ein alter Eichenschrank neben einem Ikea-Regal. Man mag sich über Geschmack streiten, aber alte Eichenschränke sind schwer und unbeweglich und nicht gerade schön anzusehen.

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Formel Eins. Steno Steil

Dinge, die mir bei Formel Eins auffallen, „Steno steil“

Die Fachleute von „Formel Eins“ hielten Madonna 1984 mit ihrem Hit „Holiday“ für ein One-Hit-Wonder.
Heute nennen sie ihr Versagen von damals „Zeitzeugenbericht“, wie arm.

Paul Young wünscht sich als Wunschvideo „Rebell Yell“ von Billy Idol. Damals hatte er sich sein erstes schnelles Auto gekauft. Auch von meinem Geld, dass ich damals regelmäßig zu Rocco trug, dem Plattendealer meines Vertrauens in HH.

Jetzt kommt die „Gurke der Woche“ – Werbung – das meinen die doch nicht ernst, oder?

Wenn Ingolf Lück schlecht drauf ist, dann geht er in das Zimmer seiner Kinder und schreit „!Adriiaaaan“

Wort der Sendung: „Unterlegmusiken“ für Soundtracks

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Bandspiel

MCWinkel ist es gewohnt, von seinem Twen-Ich zu sprechen. Er hat eine übergesunde Distanz zu sich selbst. Zumindest bevor er sich das mit WD? (BILDabkürzung für Wetten Dass ..?) in den Kopf gesetzt hat. Sowas kann ich nicht unterstützen. Dann schon lieber das hier.
Aber ich schweife ab. Ich wollte eigentlich darüber berichten, dass mich dieser Beitrag bei Johnny daran erinnert hat, was man so für dummerhaftige Spielchen in der Eppendorfer Stamm-Diskutier-„meine beste Zeit ist seit zehn Jahren vorbei“-Kneipe gespielt hat, wenn gerade nichts anderes anlag.

Das Bandspiel. Das Bandspiel ist ganz einfach. Muss es auch sein, denn es ist ein Spiel ‚Für in der Kneipe spielen‘ (seit der Westwerbung soll diese Art des Satzbaus durchgehen). Einer, meist der Cliquenclown, startet mit einer Band, sagen wir ABBA. Dann muss der Nebenmann/-fru mit dem letzten Buchstaben, hier auch ein A wie putzig, weitermachen.

Bei jeder Runde kommt der Punkt an dem einer dann Anthrax sagt. Uff. Eine Band mit „X“. In unserer Runde rief der erste, der in die X-Falle ging dann immer fröhlich: X-mal Deutschland. Damit hatte er unser kollektives Bandgedächtnis an Bands mit X bereits voll ausgeschöpft. Wir wussten, der Nächste der an ein „X“ geriet, der war draussen.

„Bandspiel“ weiterlesen

Google wird Tyrell Corp.

Unbestätigten Gerüchten zufolge wird die Firma Google sich in nächster Zeit in Tyrell Corporation umbenennen.

„Dieser Name spiegelt unsere wesentlichen Interessen besser wieder“, sagte CEO Eric S. diesem Weblog nicht direkt.
„Google soll als Marke weiter bestehen bleiben. Die zwei Milliarden inoffiziellen Mitarbeiter der Firma werden diese Maßnahme zunächst nicht zu spüren bekommen“, versprach Mitgründer Larry Page bei einem informellen Mitagessen in Langley, Va. —

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Sexsüchtiger BILDredakteur?

Foto: Bildblog.deDas BILDblog berichtet heute über die Gangbang-Schlagzeile von BILD.
(Artikel unten)
Besonders aufgefallen ist uns folgende Passage:

Was steckt hinter dieser Geschichte? Anscheinend keine Porno- oder Puff-Werbung, sondern tatsächlich die Aktion zweier Frauen, die — nach Angaben des beteiligten Bordells, das den Artikel sofort stolz auf seine Homepage gestellt hat — seit Jahren in der „Swinger- und Gangbang-Szene“ unterwegs sind. Durch Zufall habe ein „Bild“-Redakteur eine E-Mail bekommen, mit der die beiden Frauen ihre Aktion in diesen Kreisen bekannt machte.

Ja mei. Ist denn der BILD-Redakteur am Ende selbst ein guter Bekannter in dieser Szene? Wir möchten es fast annehmen. Nur unter satirischen Gesichtspunkten natürlich (Hmm Feierabend, jetzt schön in den Sling hängen;)

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Ing-Diba Affiliate-Programmänderung als Folge einer Ringfahndung?

Seinerzeit hatte RF.de einige Hektik bei Affiliateprogrammanbietern und online Banken verursacht, als ein übereifriger onlineer mehr Zinsen der 1822 Direktbank anbot, als die Bank selber und diese Werbung auch noch bei Google schaltete.

Diese Huckepack-Wertschöpfung konnte den Marketingstrategen der Banken nicht gefallen. Hatten sie doch die Produktkommunikation nicht mehr in der Hand.

Nun ändern u.a. Ing-DiBa und andere ihre AGBs für Affiliatenehmer:

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3% versprochen und dann …

Auch wenn wir auf der Ringfahndung Werbung von Google laufen lassen, um unsere Providerkosten zu 25% decken zu können, sowas geht nicht!

Auf der Seite mit dem vorletzten Beitrag „DiBa DiBa Du“ findet sich eine Werbung, die da verspricht: „Tagesgeldkonto 3,0 %
die höchsten Zinsen aller Anbieter von der 1822direkt

Komischerweise werden mir aber auf der Zielseite nur 2,75% angeboten.
Wie kommt das denn?