Westen Wind Winter

Der Winter 2012 ist so ganz anders bisher. Der Wind weht beständig und frisch bis stürmisch aus Westen. Ein Tief jagd das nächste und es ist mild. Weihnachten ist vorbei und der Januar verfrühlingt. Die Möwen stehen im Wind und surfen mit ausgebreiteten Flügen gegen den Sturm.

Was soll man sich da wünsche für den Februar und März? Knackige Kälte aus dem Osten? Oder Früh-Frühling, mit herzlichem Gruss vom Klimawandel?

Aussterbende Talente (1)

„Menschen, die das Wetter aufgrund ihrer Kriegsverletzung vorhersagen können“

(In Hamburg dreht der Wind auf Ost – es wird kalt. Wind und Wetter aus dem Osten konnten vernarbte Kriegswunden übrigens genauer Vorhersagen, als welche aus dem Süden oder Norden. Der klamme Wind aus West mit seiner feuchten, kriechenden Kälte lag da fast gleichauf)

Winterhimmel – Pastellfarbener Untergang

Der Frost hat Hamburg fest im Griff. Der Osten Wind (Leseempfehlung!) macht uns krüse Büddel und spannende Falten im Gesicht. Die Menschen in Hamburg wagen erste Schritte auf die zugefrorene Alster – ob es ein offizielles Alster-Eisvergnügen geben wird steht derweil noch in den kalten Sternen.

Ich habe heute gefühlt das erste Mal in diesem Jahr die Sonne gesehen, nachdem ich sie auf Fehmarn 2009 verabschiedet hatte. Der Himmel über meinem Büro verabschiedet diesen knackigen Montag dann auch mit kaltem Pastell in pfirsich-rosa und hellgrauem Blau. Wer will da schon in München sein?

Kalter Kontrast

Altonaer Rathaus 4

Ich sehe heute morgen an der Bushaltestelle am „Altona Rathaus“ in den Himmel. Der ist kalt und sehr blau, voller Kontrast, wie vor einer blue screen. Und doch liegt bei allem schneidenden Wind, der unter meinen Schal kriecht, der Frühling auf diesem Morgen.

Zähle vier Porsche und dutzende SUVs von Audi, BMW, Volvo & Co, die geheizt und gehetzt an mir vorbei rasen. Den starren Blick auf die gelbe Ampel gerichtet anstatt nach oben.

Auch ein Kontrast. Mir werden die Füße kalt. Jetzt kann der Bus aber mal langsam kommen.

Schlierennavigation

DSC00026.JPGWenn man bei Wind und Regen auf der A7 von Flensburg nach Hamburg fährt, dann fühlt man sich schnell, wie mitten auf See, nur ohne Schiff.

Nach einer Weile werden die Fenster schlierig, die Nässe durch die durchweichten Klamotten innen beschlagen nachhaltig, trotz des sich mit voller Pulle quälenden Gebläses in defrost-Stellung. Irgendwann beginnt man sich dem Herrn anzuvertrauen und navigiert zwischen den roten und blauen Navigationsmarken hindurch, reagiert auf die Betonnung der Straße merkwürdig gelassen, hat man sich dem Seemannsmodus einmal anvertraut.

Erst zuhause merkt man dann, wieviel Kraft man da gelassen hat auf der Straße. Und schwört immer noch dem 3er BMW mit Segeberger Kennzeichen, dass man ihm persönlich den Kiefer bricht, wenn er nächstes Mal wieder so dicht auffahren sollte in einer 120 km/h Zone und bei dichtem LKW-Sprühnebel.

Markenneugier

interone


Das Web 2.0 verändert in rasender Geschwindigkeit die Form der Kommunikation. Das beinhaltet natürlich auch Marken, die ähnlich, wie Politik ab einer gewissen Abstraktionsstufe, es verlernt haben, direkt zu kommunizieren. Martin Oetting hat das mal sehr treffend auf das „Zuhören“ verdichtet. Nun ist das Zuhören wichtiger Bestandteil von Kommunikation und es scheint Marken zu geben, die das im Moment auch tun. Allerdings wohl eher, wie die amerikanische NSA, durch horchen. Wenn das der erste Schritt zu einem Dialog ist, dann soll es mir recht sein, dass vermehrt Bots und Referrer von Interone hier auftauchen. „Webmonitor“ heißen die und sind bestimmt nicht billig, diese Horcher.

Nun wächst ja meiner Neugier bei solchen Entdeckungen in schier maßlose. Welche der Firmen, die Interone betreut ist denn dabei in den Vorhof moderner Kommuniktaion zu treten? O2, BMW, Mini oder Air Berlin als Nachfolgerin der dba?

Ich frag da gleich mal nach …

Foto/Screenshot: Interone.de

Tresor: Ipod nano und der Code

Apple Produkte sind nicht nur für Erwachsene anziehend. Wenn Kinder an ihnen rumspielen kann man immer was erleben, bspw. einen negativen Apple-Desktop oder ein Code im ipod nano.

Dank an das Apple-Forum, in dem ich die Lösung las:

Der Code ist eigentlich dazu da, um den iPod vor fremden Zugriffen zu schützen, wenn du ihn mal irgendwo liegen lässt und keiner ihn benutzen sollte. Den Code bestimmt man aber selber bevor man diese Sperre aktiviert. Sobald man den iPod an den Rechner anschließt sollte die Codeeingabe aber wieder verschwinden.

Daddeldu

Weihnachten steht vor der Tür. Die Zeit der Jahresmailings.
Das mit Abstand beste bekam ich von einem Segler.

Weihnachten, Hamburg und die Seefahrt sind schon immer
eine besonders innige Melange von Sentimentalität und Rotzigkeit
gewesen, die Chefalkoholiker Ringelnatz so schön zu formulieren
wußte.

La fiesta de Navidad del marinero Kuttel Daddeldu

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Nach mir die Sintflut

klimachart


David Archer und Victor Brovkin bezweifeln, dass die Menschheit ihr Kohlendioxid-Problem in seiner ganzen Tragweite begreift. Es sei „ein weit verbreiteter Irrtum“, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende CO2 habe lediglich eine Lebensdauer von bis zu 200 Jahren in der Atmosphäre. Tatsächlich werde ein nennenswerter Anteil des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten (anthropogenen) Kohlendioxids nie mehr aus der Luft verschwinden – und das äußerst träge reagierende Klima „für immer verändern“, schreiben die beiden Forscher in einer Übersichtsarbeit, die sie beim Fachmagazin „Climatic Change“ eingereicht haben. … (Spon)

Team Germany joins the 33rd America’s Cup

Man könnte meinen, die Deutschen seien eine erfolgreiche Seglernation. Immerhin haben sie sich selbst ja auch immer als Seefahrernation verstanden. Nun wollen es die Deutschen besser machen, als dieses Jahr, als sie beim 32. Americas Cup nicht nur sang und klanglos auf den Vorletzten (vor China, was so viel bedeutet, wie Letzter) abschmierten, nein, auch das Selbstverständnis als Seglernation in Frage gestellt wurde – weltweit.

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Microsoft feat. Yahoo „vs.“ Google

„Viel hilft viel“, scheint man sich da an der langgestreckten Westküste der USA zu denken, wenn wieder das Gerücht auftaucht, dass Microsoft und Yahoo! über eine Fusion nachdenken. Sinn machte es ja.

„In what appear to be early-stage discussions, executives at Microsoft and Yahoo are taking a fresh look at a merger of the two companies or some kind of match-up that would pair their companies‘ respective strengths, say people familiar with the situation.“ zitiert Thomas das WSJ.

Allein die letzte romantische Erinnerung an die Yahoo!-Gründer in ihren Schlafsäcken unter dem Schreibtisch würde letztgültig in den Orkus der Mythen verschwinden.

… und davon, vom Nimbus eines überschnellen, überintelligenten, mega-anthroposophischen StudiProjekts, lebt nur Google allein – und gut.

Warum nur?

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Americas Cup: Start ins Windloch gefallen – Flaute und Sonnenbrand in Valencia

Das erste Mal ein deutsches Team dabei beim Americas Cup.
Das erste Mal startet das Race in Europa. Im schönen Valencia, weil die Seen in der Schweiz, dem Überraschungssiegerland vom letzten Mal, einfach zu klein und windstill sind im Sommer.

Und dann das: Flaute verhindert den fulminant geplanten Start des Megarennens. Auf englisch liest sich das dann so:

Valencia, 16 April, 2007 – Following a four year programme of racing across Europe, on Monday the first day of racing in the Louis Vuitton Cup was scheduled. For the first time, the challengers were sailing for their lives, with elimination looming after two Round Robins.

But the weather didn’t fully cooperate. For the more than 50 thousand spectators in the AC Park on a holiday Monday, it was a beautiful, warm, sunny day; the first for weeks. But on the water, the wind needed for fair racing never materialised with a very light and unstable sea breeze teasing race officials and sailors alike. Racing was postponed with the teams remaining on the water all afternoon. Race Officers Peter Reggio and Harold Bennett held station until 16:50 when racing was called off for the day.

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haftbar

Es gibt Tage, da meint man, dass all die Angelegenheiten, die wie tausende Fäden durch die Luft fliegen am eigenen Herzen haften bleiben.

Warm und fusselig verfilzt liegt es da in der Brust und wird immer klumpiger, rauer.

Es sind Kleinigkeiten, die da hängen bleiben:
Die BILD-Zeitungskampagne, die Haustür, die nie schliesst bei Westwind, da geht jemand vor Deiner Tochter über die rote Ampel, die Rente und die Zahnpastaflecken im Bad.

Alles ineinander verstrickt und grotesk verpackt. Aussen sieht man nichts davon.

Glücklicherweise reicht meist ein echtes Lachen, um es wieder gut zu machen.

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myvideo.de: Porno-Reaktionszeiten

Ich habe mich eben beim Mittagessen mit netten Kolleginnen über die copycat myvideo.de unterhalten. Ehrlich musste ich zugeben, diese Video-Community nicht genauer zu kennen.

Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass viel mehr „Mainstream“-Clips dort vorhanden sind, als auf dem Original. Vor allem die hohe Frequenz an DSDS Clips fiel mir ins Auge.

Außerdem ist alles ein wenig glitschiger, mehr oversexed. Sieht so aus, als würden viele Pornoanbieter myvideo als deutsches „You Porn“ missverstehen.

Habe bspw. dieses Video um 14:31Uhr als „Porno“ gemeldet.


Mal sehen wie lange das da so frei zugänglich rumliegt?

UPDATE: 14:48 Uhr „Dieses Video wurde von der MyVideo Community gemeldet und wird derzeit vom MyVideo Support überprüft.“ erscheint nun hinter diesem Link. Das ging schnell.

Bleibt nur die Frage, ob in Anbetracht der expliziten Werbepartner am Kopf des Originalpostings
hier nicht „der Bug ein Feature ist“?

(Disclaimer: Ich habe nichts gegen Erotik. Ich liebe Frauen und nackte vor allem. Das dürfte ja hinlänglich bekannt sein.)

Die ARD und das Zurückrudern

„Sylt kommt glimpflich davon“ – das heisst: noch nicht einmal die Sandsäcke sind überspült. Da bin ich von der dänischen Küste bei einem Allerwelts-Herbststurm anderes gewohnt.

Langsam zeigt sich die mediale Hysterie und ihr natürliches Ende – es gibt einfach nichts mehr zum Sensationsberichten. Die ARD rudert zurück.

Putzigerweise spricht der ARD-Reporter von „Windstärke 13“, die es bekanntlich gar nicht gibt, klingt aber schön dramatisch. Sowas.

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msn soapbox ist mir zu neugierig

Eines der prägendsten Merkmale einer wirklichen Web 2.0 Anwendung ist das Sofortnutzen. Ankommen, umsehen, neugierig werden, verstehen, nutzen wollen – nutzen. Fertig.

Dazu gehört elementar, dass ich von meinen Nutzern nur diejenigen Informationen abfordere, die sie auch für das Benutzen benötigen. Neugierig werden sollen die Nutzer und die sollte dann auch befriedigt werden.

Nicht so Microsoft. Bei Windows Live mache ich dann eben nicht mit, die sind mir zu neugierig. So sehr, dass meine eigene Neugier im Formularwahn erstirbt.

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Nico Lumma, Nico Lumma, Nico Lumma

Kalif… es kann nicht sein, dass ich bei der Suche nach dem Blogkalifen von Köln nur auf PLatz 11 (update: nur in Österreich) bei Google erscheine.
Immerhin habe ich es gegen mit sechs Weltmeistern auch geschafft. Immerhin.

– liebe Leser, diesen Eintrag bitte ignorieren, mein Büro ist überhitzt und überhaupt liegt Italien 1:0 vorne … –

Gesucht hatte übrigens:
am:um, 2006-06-22 14:55:23
mail.hochegger.at
„Nico Lumma“ (Position 11-20 bei Google)
1024×768
Internet Explorer
Windows

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Die Privatkopie ist französisch …

… so wie die Freiheit eben. Und die heisst in unserem Nachbarland Interoperabilitätsklausel.

Demnach müssen die Anbieter von Onlinemusik bei Bedarf alle technischen Informationen herausgeben, die für das nahtlose Zusammenspiel verschiedener Systeme und Abspielgeräte erforderlich ist. Damit soll es Anwendern ausdrücklich ermöglicht werden, ein Dateiformat in ein anderes zu konvertieren, um zum Beispiel Songs aus iTunes auch über den Windows Media Player abzuspielen. Dafür darf auch Software verwendet werden, die dabei hilft, solche DRM-Systeme (Digital Rights Management) zu knacken

-aus
-via

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opodo, disabled — airlines.de auch

Nachtrag: 14:10 — airlines.de auch unbuchbar. Mich regt nur auf, dass einen alle durch 1000 Formulare schicken, bevor sie abbrechen. Grr*

Irgendwie ist im guten alten Internet der Wurm drin. Wo ich auch hinsehe, Serverprobleme.
Nachdem die Ringfahndung wieder läuft, wollte ich mir meinen Flug zu den DLD’s in MUC buchen. Abkürzungen sind übrigens wichtig in diesem Zusammenhang.
opodo, mein Lieblingstool was online Flugbuchungen angeht, suchte mir auch einen schönen Flug heraus. Diesmal mache ich es richtig, dachte ich, reise schon Sonntag an, dann verpasse ich auch nicht die schöne Speech vom Hubert.
Dann fragt mich opodo nach meiner Kontonummer. Abgebrüht, wie ich nach 11 Jahren Leben online geworden bin, schicke ich meine Kontonummer rüber. 0xxx xxx xxx. Buchen. …

Achtung
Bitte lesen Sie folgende Mitteilung/en
* Die erste Ziffer Ihrer Kontonummer sollte eine Zahl zwischen 1 und 9 sein.

erschien auf dem Schirm. Da stimmt wohl der Vektor nicht, grient Peter von hinten.
Ein Anruf beim Callcenter (wie ich die inzwischen hasse!) ergab, dass opodo auch Buchungsschwierigkeiten hat.

Auf später.

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Blogfundis kleine Welt

Felix Schwenzel, Autor als IX im wirres Blog und passionierter hybrisverdächtiger Dogmatiker rügt die Ringfahndung und hält den Autor für eine Körperöffnung.
Jamba scheint das Schlüsselphänomen zu sein, das der deutschen Bloggemeinde eine Art Identität zu geben scheint. Johnny Haeuslers Spreeblick hat sie immerhin berühmt gemacht.

Auch Felix Schwenzel reagiert empfindlich, sobald die Berichterstattung über eine Musikkappelle mit einem Hinweis und Link auf Jamba verbunden ist. Die Ringfahndung hat nun gerade dies getan. In Folge können wir uns ob der Flüche Felix Schwenzels über Sakrileg und Sündenfall nicht genug erfreuen.

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RTL „Die Engel“: Trost für die fiebrige Vanessa

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Das Fernsehgeschäft ist ein hartes Geschäft. Selbst schwer erkältete NachwuchsschauspielInnen, wie Castingstar Vanessa von den NoAngels, werden für einen Fototermin in Unterhose auf das Dach des Beisheim Centers geschleift – RTL hatte zunächst auf das Dach des Sony Centers geladen, das Dach ist aber leider duch seine Bauweise nicht für Zweibeiner geeignet (Kölner, tss;).

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