-11° in Hamburg-Altona

Blauer kalter Himmel über Altona

Klar, kalt und mit einem Hellblau am Himmel, das sich bei Wick sicher jemand hat patentieren lassen, um die perfekte Kälte zu symbolisieren. -11° an der Bushaltestelle sind so gut, wie -17° in Berlin oder -15° in Köln. Mindestens.

Und schön, wenn der Winter so klar klirrt. Mir graut schon vor den nächsten drei Monaten Schmuddelwetter bei 3° und einem Grau, das sich sicher niemand schützen lässt.

Sommerzeit

Bald ist Wintersonnenwende, wir feiern Weihnachten. Wie schön. Keine Zeit sich bei der Jahresend-Ralley zu besinnen. Dann ist es schon vorbei, und etwas schreckliches beginnt: die graue Zeit des Januar, Februar und März, bis endlich zur Zeitumstellung zur Sommerzeit.

Deswegen darf man sie auch nicht abschaffen, diese Erlösung. Noch so weit weg.

Millerntaler

Ehrlich, ich verstehe die Aufregung nicht.
Ja, der Millerntaler ist ein Promogag, nahe läge, dass er vom Pokersponsor unseres Vereins, pokerroom.tv unterstützt wird.(ist das eigentlich so?). Wird er aber wohl nicht, sondern vom Caterer aus Flensburg.

Habe die Flyer auch gesehen an diesem schönen Sonnabend am Milerntor.
Und?

Grundregel einer Promoaktion ist, dass sie uninteressierte nicht behindert, interessierte Fans anspricht. Mal witzig, mal unterschwellig, mal in Form von Jetons, die man sammeln und einlösen kann. Ich kann daran nichts Schlimmes entdecken.

Sicher, es muss weiterhin auch mit Euro bezahlbar sein (siehe Regel 1 ;), aber das scheint ja gewährleistet zu sein.
Selbstverständlich könnt ihr auch weiterhin das Bier und die Wurst bzw. das Fischbrötchen an den Verkaufsständen im Millerntor-Stadion in Euro bezahlen.

Update: Genervt sind die Paulianer wohl in erster Linie von der Art der Kommunikation. Bei der anscheinend angedachten Poker-Dauerkarte müsste man das wohl offensiver besprechen, um ins Feld schießende Paranoia abzufangen, und davon haben wir ja ne Menge am Millerntor – übrigens aus schlechter Erfahrung, dass hat zuerst mal nix mit dem Sponsor zu tun.

Update II: Einen Bierboykott halte ich aus zwei Gründen für eine eigenwillig doofe Idee. Erstens ist das gerade der Bereich in dem der Verein am reellsten am Umsatz beteiligt wird, anders als bei den Merchandising-Einnahmen. Zweitens ist ohne Bier das schönste Spiel nur halb so schön.

Weitere Infos:
Basisstpauli Forum
Offizielle FAQ zum Millerntaler

Good Luck Ian, en-Joy coming home

Für viele kommt diese Nachricht überraschend: Verteidiger Ian Joy verlässt den FC St. Pauli in der Winterpause! Joy zieht es aus privaten Gründen zurück in seine Heimat, die USA. Dort wird er zukünftig für Real Salt Lake die Fußballschuhe schnüren.

… lese ich da gerade im Paulifeed. Komisch, ich war gar nicht überrascht.
Nach dem engagierten Pokalspiel gegen Leverkusen, in dem er mich wirklich überraschte, fehlte es Ian Joy irgendwie an Durchsetzungsvermögen und Kraft, sich in diese zweite Liga zu spielen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er nicht wirklich Anschluss fand in dieser Paulimannschaft, kann mich aber irren.

Nachdem das Hamburger Abendblatt diese Woche noch meldete, dass er die Vorbereitung so unglücklich verpasst hat, war so etwas durchaus zu erwarten.

Komm gut heim Junge, behalte uns in angenehmer Erinnerung. Das tun wir auch.

Nachtrag: Mensch, bin gerade umgeworfen von seinen Abschiedsworten und dem mächtigen Tattoo da auf dem Rücken. So leidenschaftlich war der mir nie vorgekommen. Sowas.

Die Klinsmann-Katastrophe

Ich weiß nicht, was sich Hoeneß und Rummenigge da gedacht haben.
Ich prophezeie ein verkatertes Auseinandergehen nach einem halben Jahr.
Es ist interessant zu beobachten, wie sehr Bundesligamanager, auch die sonst so souverän wirkenden Herren des FCB, getriebene der Presse und ihrer eigenen Pressesucht sind.

Sicher, das ist ein Hammer, diese Meldung – und es schlagen wieder Massen an Prolls hier auf, denen es wichtig ist zu erfahren, ob Klinsmann schwul ist – dennoch passen diese Gegensätze nicht zusammen. Hoeneß selbst wird sich hassen für diese Entscheidung, und im Winter 2008 den Stecker ziehen. Spätestens dann ist der Trainer Klinsmann in Deutschland verbrannt, das Sommermärchen eine blasse Erinnerung. Ein neuer Fußball-Winter steht dann vor den Herren und die bittere Erkenntnis, in nur zwei Jahren drei große Namen des deutschen Fußballs (ja ich weiss, auch ein Schweizer dabei ;) ruiniert zu haben.

Sonwik: Winterlicher Yachthafen

DSC00019.JPGYachthäfen im Winter haben etwas trostloses an sich. Klar, vor allem ohne Außen-Liegeplätze, sind sie fast leer.

Dennoch funktioniert die Romantik immer noch irgendwie. Das Wasser wirkt nicht so kalt, wie es sein müsste. Die roten und grünen Leuchten an der Hafeneinfahrt wirken fast heimelig.

Ich erinnere mich an ein Buch, dass ich vor Jahren mal gelesen habe. Den Titel habe ich vergessen, aber nicht die tolle Beschreibung einer winterlichen Überfahrt von Schweden nach Schottland. Schauderhaft kalt und romantisch abenteuerlich.

(L: die Sonwik Marina, Flensburg)

Viva Con Agua: Hilferuf

viva con aqua

Dringende Onlinespende, ein Aufruf:

Der Sommer ist schon lange vorüber, die Erinnerung an Viva Con Agua fängt wohl an zu verblassen. Benny Adrion ist zur Zeit auf Reisen, auf den Spuren seines Engagements, sehen, zuhören, aufnehmen, was noch an Hilfe gebraucht wird. Gestern las ich in der Mopo, dass ihm kangsam die Spenden ausgehen. Weihnachten vorbei, Deutschland mitten in der Winterpause. Jetzt klamm werden ist tragisch:

(Viva Con Agua) hatte er Mitte 2005 gegründet, zunächst 50000 Euro an Spenden gesammelt, damit 153 Kindergärten auf Kuba mit Trinkwasserspendern ausstatten lassen. Danach folgten die ersten Unternehmungen in Afrika. Insgesamt holte er durch Aktionen, für die er Promis wie Fettes Brot, Gentleman oder Sasha begeistern konnte, über 200000 Euro rein.

Jetzt steht der 26-Jährige am Scheideweg. Wenn er in acht Wochen zurückkehrt, fällt eine Entscheidung für oder gegen “Viva con Agua.” Ein finanzstarker Sponsor muss her! Adrion: “Die fünf Leute, die ständig im Einsatz sind, können das nicht mehr ehrenamtlich betreiben. Sie müssen ihre Wohnungen finanzieren und sich ein Brot kaufen können.”

Das gilt auch für ihn selbst: “Mein Konto ist langsam leer.” Denn den Fußballer Adrion gibt’s momentan nicht mehr. Leider.

Der Spanier an sich mag ja keine Tiere,

… es sei denn man kann sie essen, pökeln oder quälen.

Soweit eines der gefährlichen , pseudo-gutmenschlichen Vorurteile, die man in Deutschland so gerne pflegt. In einem Land in dem es immer wieder große Aufregung darüber gibt, wenn jemand Autos zerkratzt oder Tiere aussetzt, macht die spanische Sicht auf fühlende Geschöpfe fassungslos. Meist ist es dann aber der vermeintliche Tierfreund, der zur Katasrophe auch noch maßgeblich beiträgt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir zu unserem ersten Hund kamen, mein Bruder und ich.

Erstens durch Gequengel und durch das Ausmalen von Bedrohungen für das kleine Geschöpf – vor allem unseren Eltern gegenüber. Und wirklich wäre der kleine Hund, einer von achten eines wilden Wurfes, am nächsten Tag ertränkt worden. Wir lebten in einer Bar im damals verschnarchten Ses Covettes auf Mallorca, auf Urlaub bei Freunden. Am Strand streunerten viele halbwilde Hunde herum, die in der entbehrungsreichen kurzen Zeit ihres Lebens genau zu unterscheiden lernten, wen es lohnte anzuschlecken und anzuwinseln: deutsche Touristen. Sie sahen verzottelt aus diese wilden Mischlinge und niedlich trotteten sie hinter dir her.

Wir beschlossen eines dieser Welpen mitzunehmen nach Deutschland. Hier gibt es das nicht, das Problem von streunenden Hunden, die ja noch da sind, wenn der Urlaub dann mal zuende geht, es Winter wird.

Tier.TV hat sich des Themas angenommen und eine Reportage darüber gedreht, wie es auf Mallorca zugeht. Ob das so reisserisch hätte angetrailert werden müssen, ob die Perspektive nicht allzu eindimensional ist, kann und muss man diskutieren. Genauso, wie die kulturelle Sicht auf den Umgang mit Tieren und den Respekt davor.

o2 – t-mobile und das Warten im Schnee

Hmm. Es scheint Strategie von Apple zu sein den jeweils marktführenden Mobilfunkanbieter pro Land zu nerven wählen. Nach dem Motto “teile und herrsche” wirds wohl o2 in UK und T-mobile in Deutschland. Na, exklusiver Vertriebspartner für das iPhone.

Dumm nur, dass ich gerade bei o2, sagen wir meinen Exit gefeiert habe.
Bleibt wohl nur anstellen im Winter vorm T-Punkt in Altona.
Kein Vergleich zum fröhlichen Palo Alto.
Hier ist dann Winter.
I hate U Steve!

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Web 2.0, der vergangene Zauber

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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt (…)

… summt Peter vor sich hin, als ich diesen Sonntag die Schauer zähle, die über HH hinwegjagen.

“Woran denkst Du?”, frage ich ihn.
“Daran, dass es nicht mehr so zauberhaft zugeht, dort im sozialen Internet dieser Tage. Der Schutz ist aufgebraucht und ich erlebe immer öfter, dass ich dem Herrn Mayer im dasigen Blog recht geben muss. Mal abgesehen von seinen Haltungs- und Stilnoten natürlich.

“Oha”, war alles, was mir dazu einfiel. Ich klappe meinen Kragen hoch und bereite mich vor, auf die Rückkehr des Winters.

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Saddam is gone

Heute Morgen beim Frühstück hatte ich eine komisch euphorische Stimmung an mir bemerkt. Ich frühstückte, Kaffee und ausnahmsweise Brötchen. Das wars aber nicht.

Ich frühstückte und Saddam Hussein nicht mehr. Er war gestern, ein wenig holterdiepolter hingerichtet worden.

Eigentlich hat das nichts mit mir zu tun und meinem Frühstück in diesem milden norddeutschen Winter.
Oder?

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Domino-Effekt: Mickey Rourke ist wieder da

Er war am Ende. Er war ein Arschloch, das am Ende war. Deswegen hat es niemanden interessiert. Noch nicht mal seine Gangsterfreunde. Nun hat sich Mickey Rourke am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen und spielt das, was er bis vor kurzem noch war, den raubeinigen und mit allen Wassern gewaschenen Ex-Kriminellen Ed Mosbey.

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DOMINO

mit Keira Knightley, Mickey Rourke, Edgar Ramirez, Delroy Lindo, Mena Suvari sowie Lucy Liu und Christopher Walken
Regie: Tony Scott

Neuer Starttermin: 29. Dezember 2005
Szenenfotos im Fotoblog >>

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RETTET DIE FRÜHLINGSGEFÜHLE!

Ist die letzte Bastion der Romantik in Gefahr? Wissenschaftler wollen uns
weismachen, der moderne Mensch hätte – biologisch gesehen – keine
Frühlingsgefühle mehr! Begründung: Durch Neon-Beleuchtung und
Heizungswärme würde auch im Winter der frühlingshafte Botenstoff Serotonin –
verantwortlich für gute Laune und Impulsivität – ausreichend produziert. Zudem
brächten kontrazeptive Hormonpräparate den weiblichen Zyklus aus dem
Rhythmus der Natur.
Doch können wissenschaftliche Theorien wirklich die
archetypischen Frühlingsgefühle widerlegen und uns damit der Liebes-Freuden
berauben? Kommt das nicht der Erschießung des Osterhasen gleich?
ElitePartner.de will die Frühlingsgefühle retten – von Verliebten und Singles!

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Sag mir was Du suchst und ich sage Dir wer Du bist.

Auch die User von Yahoo! haben dieses Jahr ordentliche die Suchmasken glühen lassen. Komischerweise stimmen die TOP-Anfragen der Suchmaschinen nicht immer überein: Genau wie im letzten Jahr wird vorrangig nach Fakten gesucht, wie zum Beispiel nach Routenplaner, Telefonbuch, Wetter und Billigflüge. Tatsächlich hat es Big Brother in die Top 10 geschafft, direkt nach Arbeitsamt, das Platz 9 belegt. Im Bereich News steht, wen wundert es, Hartz IV auf Platz 1. Unter den Stars liegen Britney Spears, Sarah Connor und Eminem vorne, und bei den Marken punkten Tchibo und Aldi.

In der Kategorie TV-Shows wird man im Jahr 2005 auf Sex and the City verzichten müssen, denn die Kult-Serie, die Platz 2 belegt, läuft aus. Der Kinohit Troja wurde die Nr. 1 im Bereich Filme.

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