Wer Weiss Mehr?

Wer Weiss Mehr - Spiel
Wer Weiss Mehr - Spiel

Ich bin auf der Suche nach einem kleinen Geburtstagsgeschenk auf dieses Spiel aufmerksam geworden, das man bei nanu nana am Altonaer Bahnhof finden kann. „Wer Weiss Mehr – und traut sich auch“ fand ich vor allem wegen der kreischenden Waschmittel-Optik ansprechend. Über die Qualität des Spiels kann ich keine Aussage machen. ;)

Passt gut als Weihnachtsgeschenk für verdiente „Wer Weiss Was„-Nutzer.
Und zu Wer Weiss Mehr bei Prosieben ;)

1982 – die Angst vor der Informationsverschmutzung

Zu recht, wie mancher vorschnell konstatieren wird. Natürlich nicht ohne das Beispiel wikipedia lobend zu erwähnen. Die Fragen waren aber gut gestellt im November 1982 in der Computerwoche:

»Werden wir zum Beispiel die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, um mehr Informationstransparenz zu schaffen und mehr Zugang für mehr Menschen zu qualitativ besseren Informationen? Oder werden wir die neuen Möglichkeiten der Massenmedien, der elektronischen Post, der Informationsbanken dazu nutzen, um noch mehr Uninteressantes noch schneller als bisher zu verbreiten und damit die Informationsverschmutzung zu verschlimmern?« „1982 – die Angst vor der Informationsverschmutzung“ weiterlesen

Wem gehört der Fußball?

warnunk

Manchmal sieht man Konflikte kommen, und ist doch überrascht, wenn sie plötzlich da sind. Vor allem, wenn sie durch Medien „beschleunigt“ werden. Vor einiger Zeit habe ich geunkt, dass spätestens zur EM 2008 die Frage zu diskutieren sei, ob der Fan 2.0, der da aus dem Stadion twittert, flickrt, casted oder bloggt, sich strafbar macht oder ob er sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausübt.

Nun diskutieren wir über mich, meine 1000Mikes-Handy-Übertragung, den FC St. Pauli, die DFL, den Begriff Rundfunk und die Meinungsfreiheit. Besonders wohl fühle ich mich nicht dabei.
„Wem gehört der Fußball?“ weiterlesen

Der Leser, das Wissen, der Brockhaus und das unbekannte Internet …

… das da draussen irgendwo lauert. Das waren die Ingridenzien einer hörenswerten Podiumsdiskussion im Rahmen des Körber Forums heute Abend in HH.

Hochkaräter aus der alten Medienwelt,

Christoph Bungartz, NDR und Entdecker von der von mir sehr verehrten Caren Miosga, diskutiert darüber mit den Gästen: Raimund Bezold, Cheflektor von »beck wissen«, einer der renommiertesten Wissensbuchreihen auf dem deutschen Markt; Christoph Drösser, Autor von Wissensbüchern wie »Der Mathematik-Verführer« und der ZEIT-Kolumne »Stimmt’s?«; Klaus Holoch vom Verlag F.A. Brockhaus, der von den ersten Erfahrungen mit der viel diskutierten Online-Version der Brockhaus Enzyklopädie berichten wird; und Michael Rose, Neurowissenschaftler am UKE Hamburg, der sich mit den Lernmöglichkeiten des erwachsenen Gehirns beschäftigt.

… diskutierten über die Zukunft des Wissens, hatten aber eigentlich keine Zeit für die Leser, wie angekündigt, sondern beschäftigten sich vielmehr mit sich selbst. Für Medien im Überlebenskampf nur menschlich.

„Der Leser, das Wissen, der Brockhaus und das unbekannte Internet …“ weiterlesen

Nach mir die Sintflut

klimachart


David Archer und Victor Brovkin bezweifeln, dass die Menschheit ihr Kohlendioxid-Problem in seiner ganzen Tragweite begreift. Es sei „ein weit verbreiteter Irrtum“, das bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende CO2 habe lediglich eine Lebensdauer von bis zu 200 Jahren in der Atmosphäre. Tatsächlich werde ein nennenswerter Anteil des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten (anthropogenen) Kohlendioxids nie mehr aus der Luft verschwinden – und das äußerst träge reagierende Klima „für immer verändern“, schreiben die beiden Forscher in einer Übersichtsarbeit, die sie beim Fachmagazin „Climatic Change“ eingereicht haben. … (Spon)

übergesetzliche Prosa: „Gewissensfragen“

Unter seinen Füßen spürt er die angenehme Wärme von der Sonne aufgeheizter Felsen. Der Himmel beginnt sich zu färben, am Strand sind kaum noch Menschen. Wie immer, wenn er nah am Abgrund steht, fragt er sich, wieso in diesem Land, in dem es keine Sicherungspflicht wie in Deutschland gibt, dennoch nie einer abstürzt. Ein Gedanke, der ihn jedesmal schwermütig ob der Regelungsdichte der gründlichen Deutschen werden lässt.

weiterlesen …
… via

Ghana: Der klügere gibt nach …

… und hungert.

Zum Nachdenken und diskutieren anregen möchte ich durch dieses Zitat zum massenweise Export von Geflügelresten (90.000 t) nach Ghana und die Hilflosigkeit der Regierung (aus dem Afrika Spezial der FR):

„Ich weiß nicht, wie wir das Problem lösen sollen“, sagt Anna Nyamekye, die stellvertretende Landwirtschaftsministerin. „Ihr bezahlt eure Bauern doch dafür, dass sie billig exportieren können.“ Versuche die Regierung, dem einen Riegel vorzuschieben, werde sie von außen gestoppt. „Natürlich ist das Erpressung!“, ruft Nyamekye. „Wissen Sie, warum Venezuela sich wehren kann? Weil es Öl hat. So würden wir es gerne machen.“ Dann lacht sie, weil sie weiß, dass sich mit Ghanas Kakao wohl kein Handelskrieg gewinnen lässt. Hilfe aus Europa ist auch nicht zu erwarten: Die EU-Kommission ließ wissen, die Afrikaner sollten froh sein, dass sie so billig an proteinhaltiges Fleisch kommen.“

— via
— weitere Konversationen hierüber bei s-w

„Ghana: Der klügere gibt nach …“ weiterlesen

digg: AAFC HD-DVD und der digitale Pöbel

Die auffallende Einbildungskraft der Massen ist, wie bei allen Wesen, für die logisches Denken nicht in Frage kommt, leicht aufs tiefste zu erregen. Die Bilder, die in ihrem Geist durch eine Person, ein Ereignis, einen Unglücksfall hervorgerufen werden, sind fast so lebendig wie die wirklichen Dinge. Die Massen befinden sich ungefähr in der Lage eines Schläfers, dessen Denkvermögen im Augenblick aufgehoben ist, so dass in seinem Geist Bilder von äußerster Heftigkeit aufsteigen, die sich aber schnell verflüchtigen würden, wenn die Überlegung mitzureden hätte. Für die Massen, die weder zur Überlegung noch zum logischen Denken fähig sind, gibt es nichts Unwahrscheinliches. Vielmehr, die unwahrscheinlichsten Dinge sind in der Regel die auffallendsten.

Gustave Le Bon (Psychologie des foules, 1895)

Der Pöbel hat schon so einiges auf dem Gewissen. Jesus, die Jungfrau von Orleans und nun noch den jungfräulichen Code für den Kopierschutz für HD-DVDs.

Wer bei der Überschrift schon abgeschaltet hat, dem sei eine kulturrevolutionelle Eigenheit dieser Geschehnisse schnell erzählt: Beim US-Dienst digg.com speisen die einen Nutzer diesen mit coolen Nachrichtenlinks, die anderen bewerten diese. So entsteht eine Art Hitparade der angesagtesten Themen im Geekreich. Und eben dieser Code, der das Kopieren von HD-DVDs möglich macht, ist gestern Topthema gewesen.

Angesagt sind seit es Computer und Technik gibt eben auch Cheats und Knackcodes, um an die begehrte Software kostenlos heranzukommen. Seit 30 Jahren ranken sich Legenden um die besten Hacker, Hollywood hat einige von Ihnen schon zu neuen Robin Hoods stilisiert. Soweit, so normal.

Das neue hieran, das ungreifbare ist nun, dass selbst wenn die Plattformen gegen diese Urheberrechtsverletzungen vorgehen, die Nutzer, die Masse, der digitale Pöbel immer einen neuen Anlauf starten, das gewünschte Bild, den beliebten Code, das anstössige Video hochzuladen.

Digg entfernte den Link. Bald war ein neuer eingestellt. Auch der wurde entfernt. Und aus dem Kleinkrieg wurde eine Schlacht, als jemand auffiel, dass die Vermarkter von HD-DVD -LA im vergangenen Jahr im Digg-Videoblog warben. Hunderte von neuen Links tauchten auf, unterstützt von tausenden Stimmen.

Nach acht Stunden gaben die Digg-Macher auf. Mit-Gründer Kevin Rose schreibt im Firmen-Blog:

„But now, after seeing hundreds of stories and reading thousands of comments, you’ve made it clear. You’d rather see Digg go down fighting than bow down to a bigger company. We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be.

If we lose, then what the hell, at least we died trying.“

Das Dings bei Digg ist aber nicht der erste Fall dieser Art.
Bereits bei dem Sexvideo des brasilianischen Supermodels Danielle Cicarelli tauchte das Video immer wieder auf YouTube und Google Video auf, so schnell konnte die größte Suchmaschine der Welt gar nicht hinterher und löschen. Wollte es vielleicht auch gar nicht. Und da liegt das eigentliche Problem.

monkey island rulez ‚em all (WoW:)

Vor allem im Vergleich mit World of Warcraft (WoW) fällt auf, welchen Spielwitz die Mannen um George Lucas früher ™ noch einsetzen mussten, sich leisten konnten, einfach selbst spielen durften.

* Monkey Island kostet nur einmal Geld.
* Bei Monkey Island erfährt man, worauf es beim Kämpfen wirklich ankommt (nicht auf Erfahrungspunkte und Zaubertränke, sondern auf schlagfertige Beleidigungen).
* Bei Monkey Island stirbt man nicht. Und überhaupt, was soll dieses ständige Wiederbeleben bei WoW? Tot ist tot und basta. Fangt ein neues Spiel bei Null an, wie sonst im Leben auch.
* Die Rätsel bei Monkey Island sind wirkliche Rätsel. Außerdem sind sie kreativ und witzig (Benutze Buch der Witze mit Reißwolf; Gib witziges Konfetti an Clown).
* Wenn man keine Lust mehr hat, dann speichert man das Spiel und beendet es. Man verpasst nichts, wenn man auch mal an die frische Luft geht.
* Apropos frische Luft: Monkey-Island-Spieler wissen noch, was das ist.
* Keine Bikini tragende und die Hüften schwingende Dunkelelfe kann es je mit Elaine Marley aufnehmen.

Mein Favorit aller Zeiten ist da ja „Day of the Tentacles“ – der unerreichte Wahnsinn.

Lost Room im Tokio Motel Hotel

Dreiteilige Science Fiction Serien sind meine neue Leidenschaft. Nach „Kampfstern Galaktika“ hat nun auch „Lost Room“ den Sprung in mein limbisches System geschafft.

Irgendwie ist in meinem Hirn doch eine Menge Platz dafür. Es handelt sich um im Kern um ein Motelzimmer, dass ausserhalb der wahrnehmbaren Welt liegt. Star Trek Fans wissen: die Phasen scheinen dort ordentlich verschoben zu sein.

Ein Schlüssel, ein bestimmter, der mit der Raumnummer zehn öffnet jede Tür, immer zu diesem Zimmer. Eigenwilligerweise liegen dann die Objekte in dem Raum immer an der gleichen Stelle. Das Bett ist gemacht, der Kugelschreiber liegt auf dem Nachttisch.

Ebenso ist das auch im Tokio Hotel.

„Lost Room im Tokio Motel Hotel“ weiterlesen

Rosenmontagszeit = Flirt-Zeit

Rosenmontagszeit = Flirt-Zeit
von Dr_Marcus_Damm (erschienen im EliteBlog)

Man kann ja von Fasching (Karneval) halten, was man will. Aber eins steht fest: Die meisten Karnevalisten sind gute Flirt-Partner. Denn das kollektive Fröhlich-Sein wird ja gesellschaftlich und kulturell ans Herz gelegt. Millionen Menschen folgen diesem Aufruf zum Ausbruch aus dem Alltag.

Noch bis mindestens Aschermittwoch können Flirtambitionierte aus dem Vollen schöpfen, sprich die mannigfaltigen Möglichkeiten zum anregenden Smalltalk mit dem anderen Geschlecht nutzen, etwa bei Partys oder Umzügen.

Hier einige Tipps:

1. Das eigene Kostüm muss gut ausgewählt sein. Ich verzichte stets auf Verkleidungen, die mein geschlechtsspezifisches Erscheinungsbild zunichte machen würden. Denn: Wer Eindruck auf das andere Geschlecht machen will, darf das eigene durch das Kostüm betonen oder „ausschmücken“. Es ist wissenschaftlich bestätigt, dass die meisten „typischen“ Männer und Frauen den stärksten Eindruck hinterlassen.

weiterlesen -> (Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich Marcus Texte lese und merke, dass das gemeinsame Projekt immer noch lebt ;)

„Rosenmontagszeit = Flirt-Zeit“ weiterlesen

Der zweite Link

Herr Lumma weiss immer nicht so recht, was dieses Blog und sein Autor eigentlich will. Ehrlich gesagt, das geht mir auch öfter so – und anderen auch. Ist aber nicht schlimm, eher eigenwillig.

Immerhin, es gibt noch weitere Sites, die nicht so recht was mit sich anzufangen wissen. Oder versteht das hier jemand?

Die hochwertigen Inhalte (u.a. von der dpa geliefert) dienen der Selbstselektion einer dem Anspruch des Portals entsprechenden Zielgruppe: die Innovationselite der „first mover“, die stets bestens über relevante Trends informiert sein wollen. Dazu tritt noch die stilbildende Funktion und Evaluierung von Trends und Produkten, was dem User Zeit und Transaktionskosten sparen hilft.

Die angestrebte Userselektion bzw. Userkanalisierung erfolgt durch tagesaktuelle News zu innovativen Themen aus den Bereichen Auto, Kunst, Design, Fashion, Consumer Electronics, etc. Diese Inhalte sind Spiegel einer horizontalen, sich ergänzenden – stark markenbasierenden – Bedürfnisstruktur .

„Der zweite Link“ weiterlesen

Eminem Interview, und 50 Cent war auch dabei

… kam eben per E-Mail. Irgendwie klingt das mächtig wenig nach Straße (Vorsicht Trendausdruck), wenn man das Interview in der VIBE mit 50 Cent und Eminem auf deutsch liest.
Oder gerade, weil hier sich offenbart, wie wenig diese Männer zu sagen haben.

Am niedlichsten finde ich die Kosenamen mit denen sie sich, via Interviewer, ansprechen.
„Em“, „Fif“, LOVELY!

Eminem: Ich habe das, was Fif gerade macht, auch acht Jahre lang durchgezogen. Nichts als Züge, Flugzeuge, Autos, und dann den Druck, vor all diesen Menschen aufzutreten und keine Line zu versauen, keine Scheiße zu bauen. Die Leute zählen auf dich; sie haben diese Eintrittskarten gekauft, um dich zu sehen. Das war alles Druck, und dazu kam dann noch derjenige Druck, dem ich in meinem Privatleben ausgesetzt war. Also kam ich irgendwann an den Punkt, an dem ich mir sagte: „Alter, ich muss mal runterschalten.“

„Eminem Interview, und 50 Cent war auch dabei“ weiterlesen

Schorsch und Frau Pilotin

Ich hatte mich darauf gefreut. Dass es so lange gedauert hat, bestätigt meine damalige Annahme, der Pilotenberuf sei eine der letzten chauvinistischen Nischen in unserer Gesellschaft.

Heute morgen bin ich bei der dba von einer Frau Pilotin geflogen worden. Meiner Wahrnehmung nach das erste Mal. Ihr Kollege, der immer sagt wie hoch, wie weit und woran vorbei man fliegt, hiess Schorsch.
Sehr sympathisch.

Übrigens, wer einmal eine Parallelgesellschaft in Aktion erleben möchte, der muss nur fliegen. Welche Airline ist eigentlich egal. Bei der Verbringung von 70 Lebensminuten auf engstem Raum berühren sich die Gruppe der Passagiere und die der Flugbegleiter nämlich nur ein einziges Mal. Beim Essen Snack austeilen.

„Schorsch und Frau Pilotin“ weiterlesen

Parentale Euthanasie?

Wenn die Nachricht der kommenden Elternschaft ein wenig sich gesetzt hat, dann schwant einem schon bald, dass hier etwas existenzielles geschieht. Etwas, dass einen Erwachsen werden lässt, ohne Gnade. Ein irreversibler Prozess.

Das beginnt schon damit, dass es „Die Schwangerschaft“ nicht gibt. Urplötzlich drängen sich Fragen auf, deren Beantwortung man nur unter seelischem Vorbehalt geben kann. Bspw. die Frage nach dem Tun, wenn sich herausstellt, dass das Kind wohl behindert zur Welt kommen wird.

„Parentale Euthanasie?“ weiterlesen

SPAM at SpOn und die frühe Ringfahndung

Es gibt Tage im Leben eines digitalen Behämmerten, die sind, wie es mein Oheim zu sagen pflegte, ein innerer Reichsparteitag.
Via Spreeblick erfahre ich heute, dass der SPIEGEL online jüngst das Konzept der frühen Ringfahndung als Satiremagazin gelaunscht hat. Dort, nebenan, heisst das SPIEGEL SPAM.

Irre. Wahnsinn, Abmahnung.

Im Jahre 2000 war es, als ich in der Agentur, in der ich mein digitales Bohemianleben fristete, standesgemäß im Sinne der arte povera (Insider wissen, wer hier gemeint ist), als mich die Frage umtrieb, was mit dieser Domain zu tun sei. Ich postete einfach den Quatsch, den ich per E-Mail zugeschickt bekam oder mir selbst ausdachte. Meist verfremdete Agenturfotos, in denen stern-engleich den Pormis etwas in den Mund gelegt wurde. Manches noch heute Aktuell.

Um Afghanistan ging es damals auch schon. Besonders lustig, gebe ich zu, war das nicht, aber ich merkte, dass es weitere digitale Behämmerte gab, die das per E-Mail kommentierten und immer wieder kamen, um nachzuschauen, was meinem oder einem anderen degenerierten Gehirn noch so eingefallen war. Das Satiremagazin „Ringfahndung“ war geboren.

Nachfolgend – und nur für mich allein, als herzrührende Nostalgie – einige SPAMs, so nennt man das wohl heute, von damals:

„SPAM at SpOn und die frühe Ringfahndung“ weiterlesen

Anti-Abmahn-Totem

86_1.JPG

Bin selbst schon mal abgemahnt worden. Habe mich mächtig geärgert.
Musste dann zugeben, in einer ehrlichen Minute, dass die Abmahnung ok war. Ich einfach drauf gehalten hatte, obwohl ich es besser hätte wissen können, ja müssen.

Ich weiss, wie man sich dann fühlt. Wie verdammt heiss die Wangen werden, wenn Post im Kasten liegt, die viele destinguiert klingende Namen im Absender hat, ja das weiss ich.

Nicht nur deswegen biete ich bei der ebay Versteigerung von beetlebum mit.

Ich mag es einfach, wenn kreativ auf verkrustete Strukturen reagiert wird.

(via – und danke für den Hinweis mit dem Höchstgebot ;)

„Anti-Abmahn-Totem“ weiterlesen

Xing Schang Schong

Raider heisst jetzt Twix und dass Treets Schoko-Klikker schon seit 20 Jahren bunt daher kommen, daran haben wir uns auch gewöhnt.
Letztlich ist der Name Schall und Rauch.

Interessant, dass openbc inzwischen der Erkenntnis Tribut zollt, dass sich seine Mitglieder nicht nur um die Anbahnung von Geschäfts-, sondern immer öfter auch von Geschlechtskontakten kümmern.

Das kann man dann natürlich auch so ausdrücken:

„Xing Schang Schong“ weiterlesen

akute biblische Lebenshilfe

Wer die Bibel zitiert, der möchte Weisheit vermitteln und Wahrheit. Das Dumme an der Bibel und ihren Zitaten ist nur, dass sie so oft übersetzt, neu zusammengeschwurbelt und einfach so unzeitgemäß sind, dass man das Heulen bekommen möchte.

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen.
Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

1. Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

2. Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

„akute biblische Lebenshilfe“ weiterlesen

Problembär 2.0 zensiert: Kurt Beck verhindert Titanic Titel

Problembär
Ich kenne Kurt Beck nicht, lebe auch nicht in dem Land, das er regiert. Darüber kann man jetzt froh sein, oder auch nicht. Einerlei. Auf jeden Fall sieht dieser Herr Beck einem gewissen Bruno zum verwechseln ähnlich. Fand die Titanic Redaktion und brachte ihn auf den Titel.

Dieser Titel der aktuellen Titanic ist jetzt allerdings zensiert worden. Per Einstweiliger Verfügung. Zumindest weiß ich jetzt, dass Herr Beck Satire nicht mag.

Problembär 2.0 zensiert: Kurt Beck verhindert Titanic Titel“ weiterlesen

Nico Lumma, Nico Lumma, Nico Lumma

Kalif… es kann nicht sein, dass ich bei der Suche nach dem Blogkalifen von Köln nur auf PLatz 11 (update: nur in Österreich) bei Google erscheine.
Immerhin habe ich es gegen mit sechs Weltmeistern auch geschafft. Immerhin.

– liebe Leser, diesen Eintrag bitte ignorieren, mein Büro ist überhitzt und überhaupt liegt Italien 1:0 vorne … –

Gesucht hatte übrigens:
am:um, 2006-06-22 14:55:23
mail.hochegger.at
„Nico Lumma“ (Position 11-20 bei Google)
1024×768
Internet Explorer
Windows

„Nico Lumma, Nico Lumma, Nico Lumma“ weiterlesen

Überall Grauen, nur hier: Schweizer Verhältnisse

1965106_3a39eb5637_m.jpg
Das Grauen des Terros droht auch die „Schweiz Nordamerikas“, das multikulturelle Kanada, heimzusuchen. Spätestens seit Michael Moore wissen wir, dass die Kanadier immer die Haustüre offen stehen lassen.
Das Grauen in der Weltkulturlücke Guantanamo drängt nur auf die Titelseite der taz, wäre aber sonst auch hier ein Thema.

Sonst, das heißt zu normalen Zeiten. Wir sind aber WM, alle balla-balla. Man merkt, wie es sich anfühlen muß in der Schweiz zu leben. Alles schön. Das Grauen der Welt sieht man in diesen Tagen durch einen Schleier. Man ist merkwürdig weit entfernt. Verstehen sich doch alle prächtig hier, oder? Von den paar Nörglern in Nürnberg mal abgesehen.

Na. Hauptsache Ballack ist fit morgen. In vier Wochen geht es dann wieder ans Weltverbessern. Oder man zieht in die Schweiz. Je nachdem.

Von eingebildeten und myspace Stalkern

Manchmal entstehen Themen, wenn zufällig an einem Tag verschiedenste Quellen komplett anders einen Begriff aufgreifen.
Heute lese ich im HA, dass die Stalkerin, die Jil Sander gepeinigt hat,- Es begann 1999 mit einem „selbstgestalteten“ Buch, es folgten Briefe und es endete 2005 schließlich mit Morddrohungen – nun vor Gericht erscheint. Gut soweit.

Später finde ich in meinem RSS-Reader ein Posting von Robert, das ursprünglich aus dem Blog „Drin in der Stub`n“ stammt. Eine satirische Geschichte übers Stalking. Sehr lesenswert:

„Von eingebildeten und myspace Stalkern“ weiterlesen