ebay Bloggercontest – tue Gutes ;)

… und verlinke. Was? Na, ebay-Auktionen natürlich.

Wenn ich das richtig verstehe bei der Blogbar
( http://blogbar.de/archiv/2007/07/26/
lack-abical-bei-adical-pr-selbstvermarktung-vs-werbeagentur/),
dann werden sechs BloggerInnen irgendwelchen Krempel, wie man das eben so macht auf dem Flohmarkt, bei ebay versteigern und den Erlös einem guten Zweck spenden. Das nennt sich dann offensiv “ebay Bloggercontest” (http://www.bloggercontest.de)

Jetzt verstehe ich nicht recht, wo das Problem liegt. Ein Blog kann eben Werbung tragen, in dafür vorgesehenen Werbeplätzen schön ordentlich vom Inhalt getrennt. Oder auch Kooperationen oder Autoren-Deals eingehen, über die dann berichtet wird und wo, wie im Fall des ebay Bloggercontest, die Autoren auf einer “Aktions-Wordpress-Site” als Blogger und Autoren schreiben. Ich sehe hier zunächst einmal keine schleichende Gefahr:

  1. Die Blogger schreiben auf einer externen Aktionssite,
  2. Die Aktion ist so deutlich als PR- oder Werbeaktion bebranded (ebay im Namen), dass man, wollte sich hier eine Werbebotschaft anschleichen, auch die Allianz-Arena analog als Schleichwerbung bezeichnen müsste.

“Web is about linking”: Übrigens finde ich dieses URL-hinstellen ohne Verlinken irgendwie piefig. Wenn ich mich mit etwas auseinandersetze, dann verlinke ich auch.

Inhalt war “Ficken!”

Ich lese gerade das SpOn-Protokoll zu Henryk M. Broders Rede bei der Verleihung des Ludwig-Börne-Preis. Wer so etwas liest, hat besser immer auch Wikipedia offen, für die vielen Fremdworte, die in solchen Dankesbekundungen oft verwendet werden.
Bei Broder, und das ist vielleicht sein größtes Verdienst in seinen Texten, wie in seinen Anfeindungen, brauchte ich Wikipedia nur ein einziges Mal: für das Wort “Äquidistanz”.

Achtung: Du erstellst eine Seite, die bereits früher gelöscht wurde.
… Begründung für die vorhergehende Löschung:
17:59, 21. Sep. 2006 Xocolatl (Diskussion | Beiträge) hat „Äquidistanz (Soziologie)“ gelöscht (Inhalt war: ‘Ficken!’ (einziger Bearbeiter: ‘Benutzer:84.135.203.37’)

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Social Meierei

Vielleicht liegt es daran, dass wir Deutschen uns lieber mit anderen in einen Clubraum verpieseln, als alleine unsere Meinung zu Markte zu tragen.
Vielleicht stimmt es ja, dass wir Kollektivwesen sind, die sich neuerdings, in der Postmoderne 2.0 um soziale Objekte herum gruppieren, um Spaß zu haben.
Vielleicht haben wir einen eingebauten Schutzmechanismus, der uns davor beschützt einzelnen Autoren zu folgen, und seien es Blogger.
Vielleicht blockieren hier in Deutschland alte Linke den Spaß den man am Bloggen haben könnte.

… oder könnt ihr euch erklären, weshalb StudiVZ trotz der geballten Frustrelevanz Spitzenreiter – und ihr ahnt, wie schwer mir dieser Begriff in diesem Zusammenhang über die Tastatur kommt – in Sachen PIs in Deutschland ist?

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“Thank you for your statement”, not!

Im UN-Conzil für Menschenrechte (UN human rights council), dem zugesehen wird da von unwatch, darf jeder sagen was er möchte, so unreflektiert, unwahr, hetzerisch das auch sein mag. Jeder Beitrag wird dann vom Speaker dankend für die Weltgemeinschaft sozusagen “in Empfang genommen”. Nur gegen das Plenum selbst, das solcher Farce (siehe Video) erst das Forum gibt, dagegen darf nichts Negatives gesagt werden: Sowas!

via

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“apunten, fuego” oder Stefan Niggemeier legts drauf an

Mitmachfernsehen ist ein schönes Wort. Es suggeriert irgendwie, dass ich das Programm mitgestalten kann. Wenn ich dabei noch etwas gewinnen kann, prima. Oder was für Blöde.

Nun wird schon seit längerem darüber dikutiert, ob sich die Spielregeln, nach denen gespielt wird und die der Sender bestimmt, im Rahmen des zulässigen bewegen oder nicht.

Neun Live als Vorreiter hat da schon einige Rechtsstreitigkeiten führen müssen – und ist anscheinend immer juristisch bestätigt worden:

In der Begründung des Senats heißt es unter anderem, dass „jeder nur halbwegs verständige Teilnehmer“ wisse, dass immer nur eine Chance bestehe, durch einen Anruf Gewinner eines der angebotenen Gewinnspiele zu werden. Im Übrigen sei den Zuschauern auch klar, dass sie für die Teilnahme ein Entgelt in Form der Telefongebühren entrichten müssen. Schließlich bestätigte das Gericht erneut, dass 9Live kein unerlaubtes Glücksspiel betreibt.

Umso mutiger und erstaunlicher, dass Stefan Niggemeier sich in seinem Blog direkt mit 9live anlegt, indem er bereits in der Überschrift eindeutig Stellung bezieht und das Vorgehen als Betrug bezeichnet. Seine Herleitung allerdings ist schlüssig.

Auf dem DLD hatten wir gewettet, ob 9Live ihn abmahnt. Ich hatte gemutmaßt, dass er sie mit dieser provokativen Headline geradezu anzieht, die Klage – bin gespannt, vor allem weil er seine Betrugsvorwürfe nun auch gegen Nickelodeon/MTV wiederholt. IMHO genauso schlüssig.

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WM Unterwegs

Zugegeben, ich war ein wenig skeptisch. WM Liveticker auf dem Handy brauchte ich bisher nicht.
Nun ergab es sich aber beim Spiel Italien gegen Australien, dass ich unterwegs war. Kein Rechner, kein Fernseher, nix.
Der Liveticker, den ich im o2 WM-Pack erworben habe, macht genau das, was man von einem Ticker erwartet, er updatet sich selbst und erfreulicherweise sehr schnell und oft. Soweit so Standard.
Richtig knorke fand ich allerdings, dass beim italienischen Elfmeter in der 94.ten Minute auch noch Bilder mitgeliefert wurden. Hier konnte man UMTS sei Dank sehr schnell den Schuss und die vergebliche Parade in einer Art modernem Daumenkino ansehen.
Für unterwegs fühlte ich mich dann zwar gut informiert, war aber traurig, dass es eben doch die Socceroos erwischt hatte. Die Verlängerung hätten sie sich doch verdient gehabt.

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Ahmadineschad zur WM in Deutschland, schlimm?

Der iranische Staatspräsident provoziert. Er ist sehr wahrscheinlich sogar ein mieser Kerl, ein Judenhasser ebenso und durch und durch skrupellos. Aber zu den Fakten gehört auch, dass er der Präsident einer Mannschaft ist, die in Deutschland in der WM-Endrunde spielt. Mannschaften werden des Öfteren von ihren StaatslenkerInnen besucht. Das ist vollkommen normal. Und sollte es auch in diesem Fall sein.

Die Rufe nach einem Einreiseverbot sind deshalb nicht nur albern, sondern offenbaren auch eine neue Qualität der Frontmachung. Endlich gebärt sich einer mal so richtig schön böse. Nach Jahrzehnten des offiziellen und gefühlten „New Order“, nach den Nachwende-Kuscheljahren erscheint da am Horizont ein neuer Feind. Einer an dem man Jahrzehnte Spaß haben kann. Da nimmt sich jede Diskussion um Hartz 4 und BND-Spitzel in der Journalie als Lappalie aus.

Eine Forderung nach Einreiseverbot demaskiert den Forderer als Kriegstreiber, Separatisten oder Idioten, je nachdem. Nur ein Idiot würde sich nämlich die Gelegenheit entgehen lassen, diesem Sack seine Meinung zu sagen. Hier, in Deutschland!

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