Social Media Consulting mit selbsterfüllender Doofheit #XING #Spam

Ich habe mit Absicht einen doofen Blogger-mäßigen Titel gewählt für diesen Beitrag. Eigentlich rege ich mich nämlich gar nicht so sehr darüber auf, dass ein so genannter Social Media Berater sein Buch mit Spam-Kommentaren in meinen Artikelkommentaren platzieren will, ich freue mich sogar ein wenig über so viel Doofheit.

Als Blogbetreiber mit stetig wachsender Leseranzahl, sind wir an Ihrer Beurteilung des Ebooks „XING erfolgreich nutzen“ unter www.xing-erfolgreich-nutzen-und-dabei-reichwerden.idi (URL von der Red. geändert) interessiert. Ich freue mich auch über Ihren positiven Kommentar in unserem Blog www.presalesmarketing-blog.com Freundliche Grüße, Robert Nabenhauer

Es gibt wenige Methoden, die so schonungslos die eigene Ahnungslosigkeit offenbaren, als ein No-Follow-Kommentar auf einen uralten Artikel (2007), der auch noch zum Thema hat, dass man in Zukunft (also heute) sich besser um Facebook-Marketing Gedanken machen sollte.

-Europapokal-

Facebook eats my XING-Usage

Mir fällt gerade auf, dass ich mich immer seltener bei XING einlogge. Kontakte, auch berufliche, pflege ich immer häufiger bei Facebook.

Ich erlebe gerade die Bestätigung meiner These von vor 1 1/2 Jahren:

Xing hat vieles, was man als netzwerkender Mensch braucht… nur facebook bietet eben auch etwas darüber hinaus. Man kann in facebook mit seinen Geschäftskontakten twittern, albern und Halloween feiern. Wo geht denn das bei Xing?

Die andauernden Updates und die kleinen Spielchen am Rande sind es, die so gefährlich sind für Xing. Es geht eben auch spadelig zu in Deutschlands Entrepreneurstübchen. So wie eh und je. In meiner Lehrfirma gab es den “dreckige Witze Dienstag”, das abzubilden ist facebook gelungen.

Studentenbaby, die Leihmütter meiner Kinder

studentenbabyIch habe im beheizten Garten von Tausendsassa Ola Ahlvarsson einen Chinesen kennengelernt, der dabei war, eben in China ein social network für Studenten aufzubauen. Der Clou, man kann sich seinen Studenten als Paten aussuchen, seine Laufbahn fördern und Zeugnisse, Fotos von Saufgelagen und einen Zusammenschnitt von der Aufnahmeprüfung zur ersten Verbindung der Uni bestellen. Dafür finanziert man sein Studium.

Ihm hätte die Idee einer Hamburger Studentengruppe gefallen, die aus Protest gegen die Studiengebühren ihre Körper (beziehungsweise Teile davon, die Frauen ihre Gebärmutter, die Männer ihren Samen – braucht es da noch Indizien für die gescheiterte Emanzipation?) feilbieten:

Unter dem Leitgedanken „Kind gegen Studiengebühr“ stellen sich auf studentenbaby.de Studierende als Leihmütter und Samenspender zur Verfügung, um auf diesem Weg gegen die Einschränkung der Bildungsfreiheit in Deutschland zu protestieren und sich ihr Studium zu finanzieren.

Kunden haben hier nicht nur die Möglichkeit, für 500 € ein Studentenbaby mit den Erbanlagen Ihres Lieblingsstudierenden zu erwerben, sondern sichern so zusätzlich einem jungen Menschen seine akademische Zukunft.
studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.

Wir schenken Leben. Schenken Sie Zukunft.

Gerüchte, wonach StudiVZ an den jungen Dingern Interesse zeigt, sind ausgedacht.

(Screenshot: studentenbaby.de)

open business VZ

„Am Ende des Tages treffen wir uns alle auf einer großen Kreuzung wieder und hauen uns die Köppe ein.“


Link: sevenload.com

Die einen treffen sich auf der Suchergebnisseite von Google, wundern sich vielleicht ein wenig, wer sich da sonst noch tummelt. Die anderen raufen sich um die Verwaltung des so gen. social graph, also das digitale Abbild unserer Beziehungen, die ja in einer immer jugendlicheren und prekären Welt schon lange nicht mehr sauber zwischen privat und beruflich, zwischen online und offline unterscheidbar sind.

Wir bedienen mit StudiVZ jetzt schon zweieinhalb Millionen Kunden, die keine Studenten mehr sind. … Für diese Zielgruppe ist die neue Plattform: für die nicht-mehr-studentischen Freunde der StudiVZler. (StudiVZ Chef Riecke in der SZ)

Dieses Raufen um die erwachsen werdenden Studenten war auch der strukturelle Grund für die Öffnung der facebook-Api. Es ist auch der logische Schritt für StudiVZ, nach der Diversifikation nach „Jünger“, nun eine nach „Älter“ zu wagen.

Eine Art BusinessVZ, das sich dann auf einer Kreuzung mit Xing, facebook, linkedIn, aber auch stayfriends, Yahoo!, Google, GMX, Web.de wiederfindet. Ganz schön eng da.

Xing erreicht den großen Strom

Ich habe vor langer, langer Zeit eine grundsolide Ausbildung als ordentlicher Hamburger Kaufmannsgehilfe gemacht. Neudeutsch hieß das kurz „Außenhandelskaufmann“, oder länger „Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Fachrichtung Außenhandel“.

Ich vermisse die Routine, das sich Verlassen können auf Jahrhunderte alte Regeln, seither öfter. Und ich habe immer seltener Kontakt zu meinen früheren Kollegen, die in dieser Branche blieben.

Bis heute. XING ist nu im Herzen der Norddeutschen Abfall- und Exportwirtschaft angekommen. Heute habe ich zwei meiner alten Kaufmannskollegen als Kontakte hinzugefügt. Toll. :)

Offline- und Online-Egoshooting Galore heute in Berlin

boxing
Eigentlich war er fest eingeplant, der Trip heute Abend nach Berlin.
Leider ist etwas dazwischen gekommen.

Werde mich trotzdem genüsslich mit einem alkoholfreien Weissbier zurücklehnen und meinr Mannschaft die Augen drücken, sie kräftig per twitter anfeuern, wenn große Blogger-Egos auf zwei Journalisten treffen, die in diesem Punkt uns allen gestörten Seelen in nichts nachstehen.

Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www
Livestream der Podiumsdiskussion „Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“ am Donnerstag, den 10. Januar 2008 um 19.00 Uhr.
Ab 10. Januar 2008, 18:50 Uhr, Liveübertragung

Foto: Ausschnitt eines flickr Fotos von Frau_K, CC

XING mit Werbung auf den Profilen: Das lustige Leben als „target“

Das Zauberwort der Branche heisst seit fast zehn Jahren gleich, allein die Buzzwords ändern sich alle paar Jahre, damit es nicht so eintönig bleibt. Dabei amüsieren wir uns schon lange köstlich über die contextuelle Werbung, die neudeutsch, weil bei 2.0 eben menschliche Daten dazukommen, behavioural targeting heisst.

Ob ein Adserver dann Fischers und Westerwelles Flirt zu einer Jamaika-Koalition mit Südseewerbung aussteuert ist dann genauso putzig, wie das Erscheinen von comdirekt Werbung zu einem XING-Profil eines Deutsche Bank Mitarbeiters.

Was schon nicht mit den Stellenangeboten funktioniert hat, das soll jetzt mit Werbung auf Profile abgestimmt hinhauen? Ich bezweifle das irgendwie, freue mich aber gleich doppelt: zum einen habe ich einen Premium Account, werde also wohl nicht mit Werbung belästigt, zum anderen bin ich gespannt, welche Werbung Basic-Mitglieder bei diesem Kontakt hier zu sehen bekommen.

Allerdings bin ich ebenfalls nicht damit einverstanden, dass Werbung auf meinem Profil angezeigt wird. Auch ist es nicht nur eine juristische Frage, wem denn das Profil und seine Vermarktung obliegt. Es kann gut sein, dass Xing inzwischen auch ohne die überkritschen Heinis hier draussen gut leben kann. Allein, der Ärger wäre vermeidbar gewesen, hätte man Premium Accounts völlig frei von Werbung gelassen. Denn das geht natürlich nicht: Premiumgebühren kassieren und dann noch oben drauf mit meinen Daten Kasse machen!

Mehr zum Thema Werbung bei Xing bei Koehntopp.

Facebook ist XINGs größte Konkurrenz in Deutschland

… zumindest die am stärksten wachsende.

Ich deute das als pfeifen im Walde, wenn Lars Hinrichs in der NZZ sagt: „Keine Angst vor Facebook“

Obwohl Facebook kein Business-Netzwerk im eigentlichen Sinne ist, ist es flexibel genug, auch Bedürfnisse der Geschäftswelt abdecken zu können. Dessen ungeachtet sieht Lars Hinrichs, der CEO von Xing, dieser Konkurrenz gelassen entgegen. Facebook sei kein direkter Konkurrent, da es sich nicht um ein professionelles, sondern um ein rein soziales Netzwerk handle. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Facebook derzeit in den Business-Bereich vorstosse.

Zum einen finden sich unter den 200.000 Mitglieder des Networks „Germany“ fast alle early adopter, also alle aufmerksamkeitsgestörten Blogger, Internetunternehmer und datenden GFs, die auch openBC schon groß gemacht haben.
Außerdem bietet facebook schon fast alle relevanten Funktionen, die man fürs business braucht.
Foren, Gruppen, Fotoupload et al – die business Anwendungen, die da noch fehlen folgen dann in Lichtgeschwindigkeit, dank offener Entwicklungsumgebung.

Xing hat vieles, was man als netzwerkender Mensch braucht… nur facebook bietet eben auch etwas darüber hinaus. Man kann in facebook mit seinen Geschäftskontakten twittern, albern und Halloween feiern.
Wo geht denn das bei Xing?

Die andauernden Updates und die kleinen Spielchen am Rande sind es, die so gefährlich sind für Xing. Es geht eben auch spadelig zu in Deutschlands Entrepreneurstübchen. So wie eh und je. In meiner Lehrfirma gab es den „dreckige Witze Dienstag“, das abzubilden ist facebook gelungen. Ich wette, intern ist Lars wesentlich alarmierter, als er Journalisten gegenüber zugeben mag.

Xing Schang Schong

Raider heisst jetzt Twix und dass Treets Schoko-Klikker schon seit 20 Jahren bunt daher kommen, daran haben wir uns auch gewöhnt.
Letztlich ist der Name Schall und Rauch.

Interessant, dass openbc inzwischen der Erkenntnis Tribut zollt, dass sich seine Mitglieder nicht nur um die Anbahnung von Geschäfts-, sondern immer öfter auch von Geschlechtskontakten kümmern.

Das kann man dann natürlich auch so ausdrücken:

„Xing Schang Schong“ weiterlesen