YouTube App auf Facebook finden: ein Dilemma

Welches ist jetzt sie offizielle You Tube App auf Facecbook? Die mit den meisten Fans? Wohl kaum. Das war wohl eher die erste.

Anhand meiner kurzen Suche nach einer Möglichkeit, meine Youtube-Videos in Facebook einzubinden, als Tab meinetwegen, wird schnell Facebooks Dilemma klar: die offene App-Struktur birgt auch die Gefahr der Beliebigkeit in der sich keiner mehr zurecht findet – und Spammer und Phisher meine Daten noch mehr mißbrauchen, als ohnehin nötig.

Ein Leben in Stopp-Bewegung (Olympus Pen E-p1)

Olympus E-p1 Pen Stop-Motion

Das Leben als Film ist ein beliebtes Motiv – und seien wir ehrlich, spätestens seit den Fanta4, die uns aufforderten unseren eigenen Film zu drehen, der sich Leben nennt, denken wir uns in Farbe und zellolider Dramaturgie.

Da liegt die Idee nahe, die Lebensgeschichte einer Kamera, der Olympus Pen, ebenfalls in einem Lebensfilm zu erzählen. Interessanterweise geht das in Zeiten dialogischer Märkte nicht mehr nur nach dem Erzählerprinzip. In diesem Werbespot fehlt der nicht erzählte Teil der Geschichte, der für den Kunden wichtige: Continue reading “Ein Leben in Stopp-Bewegung (Olympus Pen E-p1)”

“Han Solo P.I. vs Magnum P.I” – Serientrailer-Mashup vom Feinsten

Han Solo and Magnum kissing

Die Mashup-Szene im Web ist einer der Treiber von Video-Kunst, vor allem in den USA. Das Zusammenlegen, neu komponieren von Trailern, Musikvideos und Politik-Werbespots begeistert teilweise auf famosem Niveau.

han solo p.i. vs magnum

Die Gegenüberstellung und Überlagerung von TV- und Kino-Klassikern ist beliebtes Sujet. “Han Solo P.I.” ein Mashup aus “Star Wars” und “Magnum”, das im Original “Magnum P.I.” hieß, begeistert durch seine Detailversessenheit und dem fast pdantischen Timing, wie diese Gegenüberstellung zeigt: Continue reading ““Han Solo P.I. vs Magnum P.I” – Serientrailer-Mashup vom Feinsten”

youtube netfame

youtube netfameNutzer als sowas wie Hobby-Reporter, eine permanente Casting-Show, das ist eines der Gewürze des Web 2.0.

Bei Google’s YouTube kann man sich nun selbst bspw. als Reporter eintragen lassen. Oder als Vlogger und Regisseur. Versuche die mannigfaltige Welt der Nutzer-Videos an die alte Welt der Medien anzugleichen, zu vergleichen.

Viel los ist da bei den Google-Reportern, der internationalen Variante der BILD-Leserreporter, noch nicht. Anders kann man nicht erklären, dass meine webTV-Experimente (Versuche, Gestümper) mich unter die Top 20 der Reporter pushen. Aber doch irgendwie süß.

vimeo lässt mich hängen

Nein, ich brauche eigentlich keinen neuen Videodienst.
Neugierig, wie ich nun einmal bin habe ich mir aber mal in Kürze mit vimeo.com beschäftigt, auch weil die Videos von dort immer öfter in meinem Friendfeed auftauchen.

Aber 105 Minuten zu warten, bis ich mir mein eigenes Video ansehen kann? Nee.

Das scheint eine der Konstanten des Web 2.0 zu sein: mit dem Erfolg bricht den Ruby-Modulen da bei vimeo, oder auch Twitter, die Performance zusammen. Das bringt einen dann zurück zu Google (youtube) oder Yahoo! (flickr), so bitter das am Ende sein mag.

1000 Fans, 1000 Videos – 1000 Perspektiven

...Es prallen Vorstellungswelten aufeinander, wenn einerseits darüber diskutiert wird, dass Internet-Videos von ARD und ZDF nach sieben Tagen – Sportvideos bereits viel früher – “aus dem Netz” genommen werden sollen.

Andererseits soziale Videodienste, wie Qik, sich auf das Iphone ausdehnen.

Sicher, die formaljuristische Position der DFL ist klar, aber wohl noch lange nicht abschließend geklärt. Die Diskussion um die Frage, “wem gehört der Fußball?” und “wie geht eine Gesellschaft mit dem Aufeinandertreffen zweier Grundrechte um?”, gerade erst entbrannt. Allein die Verbände und ihre Verwerter, die Sender und Broadcaster scheinen nicht mitdiskutieren zu wollen.

Liebe DFL, wollt ihr die alle abmahnen? Fußballfans, wie bspw. die fünf, die Videos vom Spiel des FC St. Pauli gegen den SC Freiburg vom 6.4.2008 auf YouTube eingestellt haben? Gästefans sind darunter und Paulianer. Viele verschiedene Perspektiven, von den Sitzplätzen über der Nordkurve, der neuen Südtribüne, entlang der Gegengeraden und aus dem Gästeblock. Zu vielen verschiedenen Zeitpunkten: Vor dem Spiel, vor und nach jedem Tor und bei der Ehrenrunde.

Zusammen ergeben diese Fragmente eine beeindruckende Collage an Emotionen, Eindrücken. Übermitteln Leidenschaft und Atmosphäre, auf eine Art und Weise, die man fast künstlerisch nennen kann.

Eine Konkurrenz zur herkömmlichen Sportübertragung im Internet sind sie nicht. Eher eine Ergänzung.
Das bald massenhaft auftretende Ausüben eines Grundrechtes, meiner Ansicht nach nicht zu verhindern, nur zu umarmen.

Instantzensur

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 25. März 2008 um 19:41 Uhr (wohl englischer Zeit;) veröffentlicht …


instantzensur


Mein Versuch, das beschriebene Video von Franziskas Blog – was bärtige Blondinen so für einen Moderatoren- und Musikgeschmack haben?, sowas von eigenwillig – schlug gegen 18:55 Uhr MEZ fehl.

Da hat sich YouTube entweder verschluckt, oder wir wurden Zeugen der schnellsten Urheberintervention aller Zeiten ;(

Ronald Schill kokst auf YouTube

Koks Schill
Hammer.
Das nun Bild gewordene Gerücht, dass der ehemalige zweite Hamburger Bürgermeister dem weissen Pulver nicht abgeneigt sein soll, geisterte ja schon länger durch die Welt, und wurde von Menschen, die jemanden kennen, der wieder jemanden kennt immer wieder gerne bestätigt.

Nun kann man es ansehen. Bei Youtube.

Dieses Video ist entweder ein gut gemachter Fake, oder der letztendliche Beweis, dass die härtesten Kritiker der Elche, meist selber welche sind.
Und jetzt stellt euch mal vor, dass der Kerl Ladendiebe auf Koks verknackt hat.

-via
– Foto: Screenshot YouTube

Jimmy Kimmel, Matt Damon und Ben Affleck: YouTube Flamewar mit Starbesetzung

Man stelle ich mal Sky Dumont und Götz George vor, die Harald Schmidt bei einem in Sketchen ausgetragenen Flamewar mit, meinetwegen, Iris Berben zeigen. Unvorstellbar.

Das ist es in den USA aber nicht. Das dort sich selbst gehörig auf die Schippe zu nehmen, zum Rüstzeug jedes Pop-Aktivisten gehört, zeigen ABC-Talker Jimmy Kimmel, seine Frau, Matt Damon und Ben Affleck. In einer Nebenrolle übrigens noch Brad Pitt und andere Showbiz-Größen aus den USA. Toll. Fantastisch schön. Deutschland sieht dagegen so schlimm aus, fühlt sich so knöchern ernst an.

Die Flamewarfolgen in umgedrehter Reihenfolge:
3 – Jimmy Kimmels F@cking Ben Affleck Response to Matt and Sarah
2 – Sarah Silverman “I’m F*cking Matt Damon” on Jimmy Kimmel
1 – Matt Damon on Jimmy Kimmel Live – he gets angry as hell

0 – hier die Vorgeschichte, zum besseren Verstehen.

via Twitter und SR

“Heimat Hamburg” vs. “Heimat Ankara”

hamburg beibt deutsch“Es ist schändlich”, sagte Henryk Broder eben bei Anne Will, “dass Erdogan, türkischer Ministerpräsident und zu Gast in Deutschland, die Katastrophe in Ludwigshafen für seine politischen Interessen benutzt”. Und er hat recht.

Das spielen mit den Gefühlen rückt in den Vordergrund. Erdogan nutzt die gleichen Mechanismen, wie Roger Kusch, wenn der auf seinen Plakaten fordert, dass “Hamburg deutsch bleiben” soll. Demnach sollen die Tüken in Deutschland besser türkisch bleiben.

Das ist Zündeln an einer Lunte, die keiner der beiden je wieder ausgepustet bekommt, wenn sie einmal brennt.
Continue reading ““Heimat Hamburg” vs. “Heimat Ankara””

Beklemmende Kunst mit Google

Es ist diese Leichtigkeit, mit der man sich das vorstellen kann, einfach einen Schritt weiter zu klicken, von der Straße (Streetview) in die Wohnung, die heilige. Und wer da schaut, ist nicht Merkel oder Schäuble, nicht die NSA oder der BND. Das ginge ja noch in den queren Kopf, löste Gegenwehr aus oder hätte den McLaneschen Nimbus der nationalen Sicherheit.

Es ist Google.
So unaufgeregt und anscheinend simpel wie immer.

via

An Scientology und Tom Cruise soll die Welt genesen

Zumindest, wenn es nach Tom Cruise geht, den man landläufig als sehr charmanten und professionellen Menschen wahrnimmt. Ungläubig schaut man sich das Video an, das in den USA gerade die Runde macht und hektisch von Scientology wieder gelöscht wird. Das ist ja die beste Form des Interviews, in dem sich der Protagonist selbst, ohne Druck, um Kopf und Kragen redet.

So deutlich wurde die verstrahlte Einstellung eines der führenden Scientologen noch nie gezeigt (sinngemäß):

»if you are not believing it, you better have to learn it«

Das bei Gawker in den USA veröffentlichte Video schliesst mit den Worten, “die Geschichte von Tom Cruise, dem Scientologen, hat gerade erst begonnen”, hoffe ebenfalls, dass die Geschichte von Tom Cruise, dem gefeierten Schauspieler, dann hier aufhört.

Gawker zeigt Rückrat und kündigt an, dieses Video nicht zu löschen:

Gawker is now hosting a copy of the video; it’s newsworthy; and we will not be removing it.

side dish: Interessant, ein weiteres Mal, nach dem sexy Badevideo der brasilianischen Schönheit Danielle Cicarelli zu sehen, dass Internetvideos, einmal aus Pandoras Büchse entfleucht, nie wieder dorthin zurückkehren. Die Suche nach Cruise und Scientology ergibt bei YouTube derzeit 638 Treffer, eine mission impossible also ;)

update: Herrlich dieses Netz. Das ist Kommunikation 2.0, eine spontane Videoantwort, drüben ansehen beim Batzblog und die oben zu sehende Metaquelle sind Zeichen einer sehr lebendigen Demokratie in den USA. Frage mich, ob das hier in Deutschland sich auch Menschen trauen würden, bspw. beim Papst.

Superstition

Superstition, das ist in diesem Zusammenhang der Aberglaube, dass es neu sein muss, das Einzigartige. Aber Glauben ist Pflicht, dass wieder eine Generation von Produzenten und Künstlern heranwächst, die Kinder zum Moshen bringen kann.

Alle, ja alle Programmchefs der Jugendsender, Web 2.0-Fuzzi-Videokanäle und Videoproduzenten in spe, alle “Willi Wills Wissen”-Willis und alle Kika-Baumhaus bewohnenden Flachpfeifen: ansehen ist Pflicht und die Sesamstraße eure Messlatte. Nie wieder gerissen bisher.

Genauso moshig, wie das neue Blog von Noah (via).
(Ihr altes Blog auf meiner sterbenden MT-Installation bleibt uns natürlich zum Nachlesen erhalten!)

Money (That’s What I Want) The Flying Lizards, a video reply

Ja, das ist die Faszination von YouTube, wenn ihr mich fragt. Diese herrlichen Interpretationen an der Grenze von privatem Amateurtum zu trashiger Kunstform.

(via Robert, der mit dem Original aufwarten kann.) Hier anders herum. Trashige Kunstform, die einen Hauch Privates sich bewahrt. Popkultur, die sich selbst in den Arsch beisst, fast dreissig Jahre später sich selbst rezitiert. Nicht neu, aber toll.

Star Wars vs. Star Trek

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Stolpere in letzter Zeit immer wieder über Menschen, die unbedingt diese beiden Sci-Fi-Legenden in den Ring schicken müssen. Warum kann man sich, wie in Clerks II herrlich vorgemacht, nicht einen echten “Gegner” aussuchen: LOTR – oder “Der lange Marsch”.

Einerlei. Witzig, dass das zwei Frauen sind, bei denen ich so einen Vergleich gerne, weil pointiert und mit glaubhaftem Engagement lese.

Hier die besten Argumente, angefangen bei Kiki und Star Wars vs. Star Trek:
2. Obi-Wan oder Mr. Spock?
Das ist schon schwieriger zu beantworten, das sind zwei fast ebenbürtige Gegner. Beide schaffen es, gleichzeitig unterkühlt und dennoch irgendwie warmherzig rüberzukommen. Lustig auch, daß ein Wesen vom brodelnden Planeten Vulkan so bar jeglicher Emotionen sein kann. Und Spock haben wir das unnachahmliche
faszinierend zu verdanken, das sich bei vielen Gelegenheiten anwenden lässt, z.B. auch gern bei Cocktailparties, wo man von irgendwelchen Langweilern zugetextet wird.
Aber überzeugender ist dann doch Obi-Wan, außerdem kann er mit einem Laserschwert umgehen.

… und hier Ankes Killerargument, das Quentschen Genialität, die das Scripten von Star Trek Folgen zur Benchmark gemacht hat:

6. Q
Die Macht? Wenn einem Drehbuchautor nix mehr einfällt, greift er zum ältesten Puppenspielertrick aller Zeiten: Telekinese. Pffft. Das Star-Trek-Universum hat stattdessen Kindskopf Q, der alles machen kann, was er will. Und er muss nicht mal seltsame Masken tragen, die einem die Atmung unnötig schwermachen.

Übrigens, die Mädels haben mich viel mehr überzeugt als die fünf Filmfreunde.

“They are not gay, they are Hobbits”. – Foto: Paramount